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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Ökologie Umwelt- Naturschutz

Sonnenschutzmittel schädigen wichtige Einzeller im Meer

Insbesondere “umweltfreundlicher” Sonnenschutz gefährlich für die Symbionten von Foraminiferen – Einzeller leisten wesentlichen Beitrag zum globalen marinen Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf. Foraminiferen – einzellige Organismen, die überwiegend im Meer leben – werden durch Sonnenschutzmittel im Meerwasser geschädigt. Insbesondere die Wirkstoffe in als “umweltfreundlich” verkauften Sonnencremes sind für die Gesundheit der Einzeller gefährlich. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Paläontologie der Universität Wien, die im Journal “Scientific Reports” veröffentlicht wurde. Foraminiferen sind aufgrund ihrer langlebigen Schalen wichtige Leitfossilien für vergangene…

Agrar- Forstwissenschaften

Neuartiges System für nachhaltigen Ackerbau

TH Köln entwickelt Technologie zur ultraflachen Stoppel- und Bodenbearbeitung. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft kann durch die Nutzung von Geräten zur Stoppel- und Bodenbearbeitung reduziert werden. Das Institut für Bau- und Landmaschinentechnik hat nun ein innovatives Bodenbearbeitungssystem entwickelt. Erste Feldtests mit dem Prototyp „Grinder“ haben gezeigt, dass es effektiver arbeitet als herkömmliche Geräte und zudem noch Kraftstoff einspart. „Pflanzenschutzmittel werden in der Landwirtschaft eingesetzt, um Unkräuter, Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge zu kontrollieren. Chemische Wirkstoffe können allerdings Umwelt und Organismen…

Geowissenschaften

Wie kann man Tausende von Kilometern tief in die Erde schauen?

Gesteinseigenschaften sind unter extremem Druck schwer zu messen. Wissenschaftler präsentieren eine einfache Lösung für ein sehr schwieriges Problem. Forscher um Sergey Lobanov vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ haben eine neue Methode entwickelt, um die Dichte von Siliziumdioxid (SiO2)-Glas, einem wichtigen Material in Industrie und Geologie, bei einem Druck von bis zu 110 Gigapascal zu messen, 1,1 Mio-facher Atmosphärendruck. Anstatt hochfokussierter Röntgenstrahlen in einer Synchrotronanlage verwendeten sie einen weißen Laserstrahl und eine Standard-Diamant-Stempelzelle. Die Forscher berichten über ihre neue und einfache Methode…

Geowissenschaften

Erste Bohrkerne aus dem tiefen Eis der Antarktis gehoben

Beyond EPICA: Nach zwei Monaten bei durchschnittlich minus 40 Grad Celsius ist die erste Etappe auf der Suche nach 1,5 Millionen Jahre altem Eis erfolgreich abgeschlossen. Wie war das Klima vor tausenden oder gar Millionen Jahren? Antworten könnte das tiefe Eis in der Antarktis liefern: Es enthält Informationen über die Temperaturentwicklung und die Zusammensetzung der Atmosphäre der Vergangenheit. Mit einem Bohrkern, der Klimadaten der letzten 1,5 Millionen Jahre enthält, will ein internationales Forschungsteam diese Informationen im Projekt Beyond EPICA-Oldest Ice…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Erhalt des nördlichen Breitmaulnashorns

BioRescue-Konsortium produziert zwei weitere Embryonen. In zwei Eingriffen und nachfolgenden Prozeduren zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 erzeugte das BioRescue-Konsortium zwei neue Embryonen des nördlichen Breitmaulnashorns. Die Gesamtzahl der Embryonen erhöhte sich dadurch auf 14. Im Oktober und Januar entnahm das Team in der Ol Pejeta Conservancy in Kenia Eizellen vom nördlichen Breitmaulnashorn Fatu; diese wurden anschließend im Avantea-Labor in Italien zur Reifung gebracht und mit aufgetautem Sperma des bereits verstorbenen Bullen Angalifu befruchtet. Die Embryonen wurden im November 2021…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Hilfe für Meer und Küste

Mit dem Kick-off-Meeting am 17. und 18. Februar erfolgt jetzt der offizielle Start für die zweite Forschungsmission sustainMare „Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume“ der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM). Sie analysiert unsere Nutzung von Meer und Küste. Meeresspiegelanstieg, Erwärmung und Versauerung der Meere sorgen zusammen mit der Verschmutzung und Übernutzung der Ökosysteme für tiefgreifende Probleme. Zwei Pilotvorhaben und fünf Verbundprojekte untersuchen die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Nutzung und Belastung von Nord- und Ostsee. Das Ziel: Handlungsempfehlungen für Nutzerinnen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie atmet der Amazonas?

Forschende der TU Freiberg befahren Gewässer im brasilianischen Regenwald mit Mess-Roboter. Am 3. März reisen Forschende der TU Bergakademie Freiberg ins Gebiet um Manaus. Im Gepäck haben sie einen gut 120 Zentimeter langen Messroboter. Damit analysieren sie vor Ort in insgesamt dreizehn Seen und Teichen des Amazonasbeckens den Gasaustausch von Kohlendioxid und ermitteln die Gasflüsse von Methan und Lachgas im Freiberger Labor. Nach der Forschungsreise im Oktober 2021 ist dies die zweite Amazonas-Reise des Teams. „Der Gasaustausch dieser Gewässer erscheint…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kleine Hirne, schwache Herzen, krumme Körper

Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat stören Entwicklung von Kaulquappen. Ein Ulmer Forschungsteam hat untersucht, wie sich ein Glyphosat-basiertes Pflanzenschutzmittel auf die Embryonalentwicklung von Südafrikanischen Krallenfröschen auswirkt. Dabei stießen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Ulm auf massive Fehlbildungen bei den Kaulquappen. Gestört war nicht nur die Entwicklung von Herz und Hirn, abnormale Effekte zeigten sich auch in Augen, Schädelknorpeln, Gehirnnerven und bei der Körperform und -länge. Unkrautvernichter könnten demzufolge eine Rolle beim weltweiten Rückgang von Amphibienpopulationen spielen. Pestizide werden seit vielen Jahren…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wie beeinflusst Düngung das Ökosystem Grünland?

Neues Projekt zum Einfluss der Landnutzungsintensität auf Mikrobiome. Die Baden-Württemberg-Stiftung fördert ein interdisziplinäres Forschungsprojekt von Ulmer Forschenden aus der Ökologie, der Botanik und Mikrobiologie mit 600 000 Euro. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Ulm wollen herausfinden, welchen Einfluss die landwirtschaftliche Landnutzungsintensität auf das Zusammenleben von Mikroorganismen entlang der Nahrungskette hat. Untersucht wird konkret, wie sich die Düngung von Grünland auf das Mikrobiom in Flora, Fauna und Boden auswirkt. Sie sind klein, unscheinbar und vielen Menschen nur als Krankheitserreger bekannt….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Warme Winter in der Arktis bewirken Kälteschäden in den Subtropen Ostasiens

Die globale Klimaerwärmung führt zu wärmeren Wintern in der Arktis. In einer internationalen Studie zeigen UZH-Forschende, dass diese arktische Erwärmung Temperaturanomalien und Kälteschäden im weit entfernten Ökosystem Ostasiens bewirkt. Die Folge: Geringeres Vegetationswachstum, verzögerte Blütezeiten, reduzierte Ernteerträge und eine verminderte CO2-Aufnahme durch Wälder. Die Schweiz erlebte im letzten Winter heftige Schneefälle: Züge und Trams fielen aus und Bäume brachen unter der Schneelast. In den vergangenen Tagen fiel auch an der US-Ostküste ungewohnt viel Schnee bei sehr niedrigen Temperaturen bis hinunter…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Die Rechnung geht auf

Meeresspiegelanstieg und seine Ursachen neu beziffert. Eine am 7.2.2022 veröffentlichte genaue Aufschlüsselung des globalen Meeresspiegelanstiegs in seine einzelnen Ursachen untermauert die Zuverlässigkeit unseres Wissens über gegenwärtige Meeresspiegeländerungen. Die von der Europäischen Weltraumagentur ESA finanzierte und von der TU Dresden geleitete Studie zeigt, dass die von Satelliten gemessene Entwicklung des Meeresspiegels von Monat zu Monat mit der Summe der einzeln ermittelten Meeresspiegelbeiträge übereinstimmt. Seit dem Beginn genauer Satellitenbeobachtungen in den 1990er Jahren ist der globale mittlere Meeresspiegel um mehr als 3…

Geowissenschaften

Tiefe Einblicke in die Arktis von morgen

Hunderte internationale Forschende werten derzeit die Beobachtungen der MOSAiC-Expedition aus, während der sie hunderte Umweltparameter in nie dagewesener Genauigkeit und Frequenz über einen vollen Jahreszyklus im zentralen Arktischen Ozean erfassten. Jetzt haben sie in drei Übersichtsartikeln die physikalischen Eigenschaften von Atmosphäre, Schnee und Meereis sowie Ozean in der Fachzeitschrift Elementa veröffentlicht und die Bedeutung der gemeinsamen Betrachtung aller Komponenten des Klimasystems herausgestellt. Diese Ergebnisse liefern erstmals ein vollständiges Bild der Klimaprozesse in der zentralen Arktis, die sich mehr als doppelt…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Der Kongo-Tropenwald ist einfach anders

Bisher nahm die Forschung an, dass das riesige Waldgebiet des Kongobeckens wie andere Tropenwälder auch grosse Mengen Lachgas freisetzt und Methan bindet. ETH-​Forschende zeigen nun, dass es sich anders verhält: Methan kommt frei, die Lachgas-​Emissionen sind kleiner als gedacht. Das Kongobecken ist das zweitgrösste zusammenhängende Tropenwaldgebiet der Erde. Obwohl es dermassen riesig ist und im weltweiten Klimasystem eine grosse Rolle spielt, gibt es keine empirisch erhobenen Daten über den Gasaustausch des Waldes mit der Atmosphäre. Vor allem was die Treibhausgase…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Kunststoffabfälle reduzieren, Ozeane retten

Millionenvorhaben »SCIP plastics« in Weimar und Bangladesch gestartet. Täglich landen rund 480 Tonnen Abfall auf den Straßen von Khulna, der größten Stadt im dichtbesiedelten Ganges-Delta. Darunter Unmengen an Kunststoff, welcher über die angrenzenden Gewässer in die Ozeane geschwemmt wird. Ohne Gegenmaßnahmen wird die Verschmutzung der Meere weiter zunehmen. Ziel des Verbundprojektes ist es daher, ein nachhaltiges Abfallsystem in Khulna zu etablieren, um Kunststoffabfälle langfristig zu reduzieren und den Lebensraum Wasser zu schützen. Das mit rund vier Millionen Euro geförderte Vorhaben…

Geowissenschaften

Im Auge des Sturms

Was passiert mit dem Nährstoffkreislauf, wenn ein Taifun das Meer aufwirbelt? Im September 2018 geriet eine Expedition im Rahmen des deutsch-chinesischen Projekts MEGAPOL unter den Einfluss des Supertaifuns „Mangkhut“. Dabei gelang es, einzigartige Datensätze zum Nährstoffbudget in dem betroffenen Teil des Südchinesischen Meeres zu erheben. Es wurde deutlich, dass nicht nur an Land, sondern auch auf dem Meer von dem Supertaifun gravierende Veränderungen ausgelöst wurden: Aus tieferen Wasserschichten wurden enorme Nährstoffmengen in das Oberflächenwasser eingemischt, wo sie das Wachstum des…

Geowissenschaften

Ozeanwirbel könnten antarktisches Meereis-Paradoxon erklären

AWI-Studie liefert Basis für verlässlichere Prognosen zu den Folgen des Klimawandels in der Antarktis. Trotz der globalen Erwärmung und des Meereisverlustes in der Arktis ist die antarktische Meereisausdehnung seit 1979 im Durchschnitt konstant geblieben. Derzeitige Klimamodell-Simulationen zeigen im Gegensatz zu den tatsächlichen Beobachtungen jedoch für denselben Zeitraum eine starke Meereisabnahme. Wie Forschende des Alfred-Wegener-Instituts nun zeigen, könnte der Ozean die Erwärmung rund um die Antarktis dämpfen und den Rückgang der Eisbedeckung verzögern. Weil dieser Faktor und die Rolle der Ozeanwirbel…

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