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Landwirtschaft & Umwelt

Hat Die Steinnelke Ein Rezept Gegen Den Klimawandel?

Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…

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Alle Neuigkeiten

Agrar- Forstwissenschaften

Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

Forschungsprojekt HypoWave+ auf der IFAT 2022. Das im Forschungsprojekt HypoWave erfolgreich entwickelte Verfahren einer landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion mit recyceltem Wasser geht erstmals im großen Maßstab in die Anwendung. Im „kleinen Maßstab“ wird das Modell für die hydroponische Gemüseproduktion mit aufbereitetem Bewässerungswasser auf der IFAT in München zu sehen sein. Das Forschungsteam von HypoWave+ stellt das Projekt vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 in Halle B2 am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor. Die landwirtschaftliche Gemüseproduktion ist wasserintensiv….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Leben am Vulkan – in zwei Schritten zur Anpassung

Ein internationales Team unter der Leitung von Angela Hancock vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln (Deutschland) und Wissenschaftler:innen der Associação Projecto Vitó und des Parque Natural do Fogo (Kap Verde), der Universität Nottingham (Großbritannien) und der Universität Bochum (Deutschland) untersuchte eine Wildpopulation der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana), die sich am Fuß eines Stratovulkans angesiedelt hatte. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht wurde, zeigt einen eindeutigen Fall der Anpassung in einer Wildpopulation mit weitreichenden Auswirkungen auf die Evolutionsbiologie und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mit Gesteinsmehl gegen den Klimawandel

Wie kann Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre entfernt und sicher und dauerhaft im Ozean gespeichert werden? Dieser Frage gehen Wissenschaftler*innen aus sieben Nationen unter Leitung des GEOMAR in einem Experiment im Raunefjord bei Bergen, Norwegen nach. In Mesokosmen, frei schwimmenden, abgeschlossenen Versuchsanlagen, untersuchen sie, ob der Ozean durch eine gezielte Zugabe basischer Mineralien – genannt Alkalinisierung – mehr CO2 aufnehmen kann und welchen Einfluss dies auf Lebensgemeinschaften im Meer hat. Die bis Mitte Juli dauernde Studie findet im Rahmen des…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Schutz von Honigbienen mit Ameisensäure-Pads

DBU-Projekt gegen Varroamilben – Weltbienentag 20. Mai Lingenfeld/Stuttgart. Mit Blick auf den Weltbienentag am 20. Mai warnt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vor der prekären Lage der Honigbienen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Honigbiene liegt in der Europäischen Union (EU) bei rund 22 Milliarden Euro jährlich. Doch zunehmend gefährdet Milbenbefall die Bienenvölker. Das Start-up-Unternehmen Interbran Nature aus Lingenfeld (Rheinland-Pfalz) will mit DBU-Förderung eine einfache und sichere Anwendung mit Ameisensäure-Pads entwickeln. Sie bekämpft die Varroamilbe effektiv, ohne den Bienen zu schaden. Imkerinnen…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Loopings für Mikroorganismen

Verfahren, mit dem Mikroorganismen-Gemeinschaften stabil kultiviert werden können. Die Fähigkeiten komplexer Mikroorganismen-Gemeinschaften werden für zahlreiche biotechnologische Prozesse genutzt. Dafür sind jeweils spezielle Zusammensetzungen der mikrobiellen Gemeinschaften notwendig, die jedoch häufig instabil und störanfällig sind. UFZ-Forscher:innen haben nun ein sogenanntes „Massentransfer-Verfahren mit Loop“ entwickelt, das mikrobielle Gemeinschaften langfristig stabilisieren kann. Ihre Studie ist kürzlich im Fachjournal PNAS erschienen. Zu Wasser, zu Land und in der Luft – Mikroorganismen sind nahezu überall zu finden. Sie sind für sämtliche biogeochemischen Kreisläufe unserer Erde…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Überweidung kippt komplettes Ökosystem

Forschungsteam unter Kieler Leitung identifiziert mikrobiologischen Grenzwert. Das tibetische Hochland hat eine besondere Bedeutung als Weideökosystem, als globaler Kohlenstoffspeicher, für die Entstehung des Monsuns und für die Trinkwasserversorgung eines Fünftels der Erdbevölkerung. Ein internationales Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Universitäten Göttingen und Hannover und der Chinese Academy of Science hat nun erstmals auf mikrobiologischer Basis den kritischen Grenzwert der Beweidung in der zentralasiatischen Landschaft identifiziert, ab dem eine Degradation der Weiden unumkehrbar ist. Die Forschenden fanden heraus, dass…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Artenschutz für Pilze

Eines vorweg: Es geht nicht um die großen Speisepilze, sondern um die mikroskopisch kleinen Vertreter im Wasser. Ein Team unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) plädiert dafür, diese besser zu schützen. Das große Reich der Pilze fristet ein Schattendasein neben den beiden anderen Reichen eukaryotischer Lebewesen – den Pflanzen und Tieren. Dabei gäbe es ohne die Pilze kein Penicillin, kein Bier und keinen Hefezopf. Ähnlich eines Verdauungsapparats befördern sie im Wasser die Zersetzung von Stoffen und sind…

Geowissenschaften

Wie wirkt sich Wiederaufforstung auf den Wasserkreislauf aus?

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine neue Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom GFZ liefert interessante Antworten. Die Auswirkungen auf die Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und sogar Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet zum Beispiel Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. In der Studie, die am 11. Mai 2022 in Nature…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Einblicke in die dünne Haut der Ozeane

Erfolg für Oldenburger Umwelt- und Meeresforschung: DFG und FWF fördern neue Forschungsgruppe. Im Mittelpunkt steht die Mikroschicht an der Oberfläche der Ozeane – ein Ort, an dem besondere Bedingungen herrschen. Die oberste Schicht der Ozeane ist ein besonderer, aber bislang noch wenig erforschter Bereich des Planeten. Weniger als einen Millimeter dick, kontrolliert diese äußere Haut den Austausch von Gasen, Energie und Impuls zwischen Wasser und Atmosphäre. Die komplexen biologischen, chemischen und physikalischen Zusammenhänge in der „Oberflächen-Mikroschicht“ zu untersuchen ist Ziel…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Mikro- und Nanoplastik aus der Atmosphäre belastet Meere

Ein internationales Forschungsteam untersucht in einer aktuellen Studie die Atmosphäre als relevante Quelle für die Kunststoffverschmutzung von Gewässern. Prognosen zufolge wird die Kunststoffverschmutzung bis 2040 auf bis zu 80 Millionen Tonnen pro Jahr ansteigen. Inzwischen wurden in fast allen Bereichen der Umwelt Plastikteilchen festgestellt, zum Beispiel in Gewässern, im Boden und in der Luft. Durch Meeresströmungen oder Flüsse gelangen die kleinen Plastikteilchen sogar bis in die Arktis, die Antarktis oder die Tiefsee. Eine neue Übersichtsstudie zeigt nun, dass auch Wind…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Moorpflanzen sind die besten CO2-Speicher

Feuchtgebiete speichern etwa fünfmal mehr Kohlenstoff pro Quadratmeter als Wälder und 500-mal mehr als Ozeane. In diesen Ökosystemen stimulieren Pflanzenwachstum und Kohlenstoffablagerung im Boden einander gegenseitig. Schutz und Restaurierung solcher Feuchtgebiete können dem Menschen helfen, angesichts der Klimakrise die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu reduzieren. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die jetzt (Mai 2022) im internationalen Wissenschaftsjournal Science unter dem Titel Recovering wetland biogeomorphic feedbacks to restore the world’s biotic carbon hotspots (DOI: 10.1126/science.abn1479) veröffentlicht wurden. Das internationale…

Geowissenschaften

Hochtechnologie-Metalle Germanium und Gallium aus der Tiefsee?

Forschung am Rohstoff-Dilemma: Germanium und Gallium sind zwei Metalle, die für moderne Hochtechnologien von großer Bedeutung sind. Beide sind wichtige Rohstoffe für die Halbleiterindustrie, für Glasfaserkabel und für die Photovoltaik. Sie sind damit essentielle Komponenten für die Gestaltung der Elektromobilität und Energiewende. Mit neuen Analysemethoden hat die Arbeitsgruppe „CritMET: Critical Metals for Enabling Technologies“ um Dr. Michael Bau, Professor für Geochemie an der Bremer Jacobs University, die Verteilung von Germanium und Gallium in Eisen-Mangan-Krusten der Tiefsee untersucht. Die Ergebnisse wurden…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Umweltmission EnMAP

Fraunhofer IOF lieferte Spiegel für den ersten deutschen Hyperspektralsatellit. Kürzlich ist der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit ins Weltall gestartet. Sein Name: EnMAP. Vom All aus soll er künftig unsere Umwelt analysieren und damit nicht nur Folgen des Klimawandels, sondern auch potenzielle Naturgefahren sichtbar machen. Insgesamt elf Spiegel sowie diverse optische Schichten für Teleskop- und Spektrometer-Optiken wurden dafür am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hergestellt. Einen Monat nach dem Start liegen nun die ersten…

Agrar- Forstwissenschaften

Revival der Zuckerrübe: Hackroboter erfolgreich getestet

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) präsentiert zum ersten Mal einen vollautomatischen Roboter zur Unkrautbekämpfung im Zuckerrübenanbau in Brandenburg. Die Zuckerrübe gehört zur Uckermark wie die Gurke zum Spreewald. Doch ihr Anbau ist in der Region rückläufig. Er ist zu aufwendig. Unkräuter müssen während der gesamten Vegetationsperiode regelmäßig beseitigt werden, um gute Erträge zu erzielen. Im konventionellen Anbau greift man deshalb zu Pestiziden, im Ökolandbau zur Hacke. Beide Methoden sind suboptimal, weil sie entweder umweltschädlich oder zu teuer sind….

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Innovative Messung der Bodenfeuchte

DFG-Forschungsgruppe „Cosmic Sense“ startet in die zweite Phase. Seit 2018 arbeitet die von der DFG geförderte Forschungsgruppe „Cosmic Sense“ unter der Leitung des Potsdamer Umweltwissenschaftlers Prof. Dr. Sascha Oswald daran, die Messung des Wassergehalts im Boden zu verbessern. Nachdem der Folgeantrag für weitere drei Jahre vor kurzem bewilligt wurde, startet das Projekt nun in die zweite Phase. Bei einem Auftakttreffen am 9. und 10. Mai kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller neun beteiligten Institutionen zusammen, um die bevorstehenden Arbeiten und…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Aussterben der Dinosaurier veränderte Pflanzenevolution

Das Fehlen großer Pflanzenfresser nach dem Aussterben der Dinosaurier hat die Pflanzenevolution verändert. Die 25 Millionen Jahre lange Abwesenheit großer Pflanzenfresser verlangsamte die Entwicklung neuer Pflanzenarten. Verteidigungsmerkmale wie Stacheln bildeten sich zurück und die Früchte wurden größer. Dies hat ein Forschendenteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig am Beispiel von Palmen nachgewiesen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht. Mit dem Aussterben großer, flugunfähiger Dinosaurier vor 66…

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