Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Mehr Nachhaltigkeit und Wertschöpfung durch Digitalisierung: Uni Hohenheim, HfWU Nürtingen-Geislingen & Partner zeigen, wie dies auch kleinstrukturierten Betrieben gelingt. Über das Feld kreisen Drohnen und erkennen mit Hilfe spezieller Sensoren frühzeitig Pflanzenkrankheiten. Intelligente Kameras steuern automatisierte Hacken beim Unkrautjäten. Dies sind zwei Beispiele von vielen, die dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Kleinbetriebe am digitalen Fortschritt teilhaben. Praktikable digitale Lösungen helfen zudem dabei, Pflanzenschutzmittel einzusparen und so Umwelt und Natur zu schützen. Entwickelt werden diese Technologien von der Universität Hohenheim in Stuttgart…
Lachgas hat eine viel stärkere Klimawirkung als Kohlendioxid. Es wird unter anderem aus Böden, Mooren und Flüssen freigesetzt. Wann, wo und wie viel Lachgas in die Luft entweicht, ist bisher aber nicht ausreichend erforscht. Ein Team um die Doktorandin Gesa Schulz vom Helmholtz-Zentrum Hereon hat die Lachgasproduktion in der Elbmündung jetzt genauer untersucht und dabei regelrechte Hotspots entdeckt. Die Ergebnisse, die heute in der Zeitschrift Biogeosciences erschienen sind, können helfen, die Lachgasquellen weltweit besser abzuschätzen. Beim Thema Klimawandel ist meist…
Winzige Plastikteilchen sind selbst fernab von Küsten in der Meeresluft zu finden. Deutsche und norwegische Forschende präsentieren erstmals Daten dazu, wie hoch die Masse verschiedener Plastiksorten in der Luft über dem Nordatlantik ist und woher die Partikel stammen. Demnach werden sie nicht nur vom Wind transportiert, sondern gelangen zum Teil auch aus dem Meerwasser in die Atmosphäre. Die Ergebnisse sind kürzlich im Fachjournal Nature Communications erschienen. Die Meeresluft enthält selbst in entlegenen Teilen der Welt Mikroplastikteilchen. Die winzigen Kunststoffpartikel stammen…
Forschungsflugzeug HALO untersucht den Transport von Treibhausgasen und Aerosolen über dem Pazifik. Extreme Regenfälle des asiatischen Monsuns sorgen in Südostasien immer wieder für katastrophale Zerstörungen. Doch die Auswirkungen dieses großräumigen Wettersystems reichen weit über den indischen Subkontinent hinaus – etwa durch den Transport stark verschmutzter Luftmassen aus der bodennahen Atmosphäre in Südostasien bis in die untere Stratosphäre über Europa. Diesen Transport untersucht ein Team von Atmosphärenforscher*innen in den nächsten zwei Monaten im Rahmen der Messkampagne PHILEAS (Probing High Latitude Export…
Neue Studie zeigt: Vulkanismus vor 56 Millionen Jahren setzte mehr Methan frei als angenommen. Eine internationale Expedition mit dem Bohrschiff „JOIDES Resolution“ unter der Leitung von Professor Dr. Christian Berndt vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Professor Dr. Sverre Planke von der Universität Oslo bestätigt die Theorie, dass Hydrothermalschlote mit ihrem Methanausstoß für die globale Erwärmung vor rund 55 Millionen Jahren verantwortlich waren. Die Studie, die heute im Fachmagazin Nature Geoscience erscheint, zeigt, dass die unterseeischen Vulkanschlote damals…
Neue Pilzart wird Verbündeter im Kampf gegen Schadinsekten im Obstbau. JKI-Forscher beschreibt mit internationalem Team erstmals einen neuen insektenpathogenen Pilz, der blattsaugende Insekten befällt, die schwere Bakterienkrankheiten übertragen. (Dossenheim) Eine Pilzart namens Pandora cacopsyllae ist der neue Hoffnungsträger, wenn es darum geht, Birnen oder auch anderes Obst künftig vor bakteriellen Krankheiten zu schützen. Eingedenk des Sprichworts, der Feind meines Feindes ist mein Freund, sucht der biologische Pflanzenschutz immer nach natürlichen Gegenspielern, vor allem, um Schadinsekten zu bekämpfen. Fündig wird man…
Das Golfstromsystem spielt eine wichtige Rolle für das Klima. Deshalb wird die in den vergangenen Jahrzehnten beobachtete Abschwächung dieses Strömungssystems viel diskutiert. Dabei geht es um die Frage, ob die messbaren Veränderungen auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Eine neue Studie von Wissenschaftler:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, die jetzt im Fachjournal Nature Communications erschienen ist, kommt zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtig beobachtete Abschwächung zumindest teilweise noch als natürliche Schwankung nach einigen extrem kalten Labradorsee-Wintern in den 1990er-Jahren…
DFG-Schwerpunktprogramm zur „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ geht in die zweite Runde. Wie entstehen Erzvorkommen? Wie entwickeln sie sich und wie lassen sie sich am besten – und vor allem nachhaltig – erschließen? Diese und weitere Fragen rund um die „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ stehen im Zentrum des gleichnamigen DFG-Schwerpunktprogramms 2238 DOME. Nach erfolgreicher Evaluation wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das seit 2020 laufende Programm nun für weitere drei Jahre mit rund 6,7 Millionen Euro fördern. Noch im Sommer 2023 starten 26 neue…
Forschende berechnen Kohlenstoffspeicher in Osteuropa anhand von Modellen, Satellitendaten und Statistiken neu. Kohlenstoffsenken auf der Landoberfläche können den Treibhauseffekt abschwächen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an weiteren Forschungseinrichtungen haben verschiedene Datenquellen zusammengeführt und ermittelt, dass der überwiegende Teil der gesamten europäischen Kohlenstoffspeicherung durch oberirdische Biomasse in Osteuropa erfolgt. Vor allem durch Änderungen der Landnutzung ist diese Kohlenstoffsenke jedoch zurückgegangen. Die Forschenden berichten in Communications Earth & Environment. (DOI: 10.1038/s43247-023-00893-4) Wälder können große Mengen Kohlenstoff auf…
Studie nimmt bislang übersehene Flusseinträge von gelöstem Neodym und Hafnium in die Ozeane in den Blick. Flüsse tragen lebenswichtige Nähr- und Spurenstoffe in den Ozean. Dabei führen sie Elemente mit charakteristischen isotopischen Signaturen mit sich, anhand derer Geolog:innen erkennen können, woher das Wasser im Ozean stammt. Im Rahmen des internationalen Projekts GEOTRACES, das eine Kartierung von Spurenmetallen im Ozean anhand solcher Signaturen zum Ziel hat, haben Forschende des GEOMAR die Gewässer der Amazonasmündung untersucht. Dabei haben sie herausgefunden, dass das…
… für TROPOS vor Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Nach Abschluss einer sehr erfolgreichen Mission befindet sich der ESA-Satellit Aeolus auf dem Weg von 320 km Höhe zurück in die Erdatmosphäre. Während der Satellit normalerweise aufgrund der Erdanziehungskraft langsam fallen würde, versucht die ESA, Aeolus in einem kontrollierten Wiedereintritt zurück zu führen ( Mehr dazu via ESA: https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Austria/Den_sicheren_Wiedereintritt_v… ). Die letzten Manöver für diesen Wiedereintritt finden gerade statt und können hier verfolgt werden: https://blogs.esa.int/rocketscience/2023/07/24/aeolus-reentry-live/ Aus diesem Anlass ein Rückblick auf wissenschaftliche…
Verbundprojekt unter Leitung der Universität Hohenheim entwickelt neues Sensorsystem / Mikroklima im Weinlaub unterscheidet sich deutlich von Umgebung. Weniger Pilzbekämpfungsmittel im Weinberg – diese Vision könnte bald Realität werden. Denn oft ist das tatsächliche Risiko für eine Pilzinfektion niedriger als gängige Prognosemodelle angeben. Ursache sind deutliche Unterschiede zwischen den klimatischen Bedingungen unmittelbar rund um und im Rebstock und den Daten, die von Wetterstationen erfasst werden. So das Ergebnis eines Verbundprojektes unter Leitung der Universität Hohenheim in Stuttgart. Zur feinmaschigen Messung…
Diamanten entstehen in über 150 Kilometern Tiefe im oberen Erdmantel. In einigen Bereichen der Erde werden sie bei vulkanischen Eruptionen eingebettet in Kimberlit-Magmen explosionsartig an die Erdoberfläche befördert. Dass diese Ereignisse rund 30 Millionen Jahre nach dem Auseinanderbrechen von Erdplatten auftreten, wie sie ablaufen und weshalb das auch in großen Entfernungen von den Bruchzonen passiert, erklärt eine aktuelle Studie im Fachmagazin Nature. Zu dem internationalen Forschungsteam gehören auch Sascha Brune und Anne Glerum vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ). Hintergrund: Diamantentstehung und…
Weltweit erstmals konnten Forschende die Form von Mikroorganismen aus der Frühzeit der Evolution vor 1,5 Milliarden Jahren studieren. Sie sind von herausragender Bedeutung für die Entwicklung des frühen Lebens. Forschende der TU Berlin, der Akademie der Wissenschaften der Ukraine, des Museums für Naturkunde Berlin sowie des Naturhistorischen Museums in Luxemburg haben auf Mineralien aus der Volyn-Quarzmine in der Nähe der Stadt Shitomyr (Ukraine) die bis jetzt ältesten, dreidimensional erhaltenen Mikrofossilien auf der Erde gefunden. Ihre ursprüngliche Form wurde dabei durch…
Neues Messgerät der Goethe-Universität: Viele gasförmige Stoffe mit Halogenen wie Chlor oder Fluor tragen ähnlich wie Kohlendioxid zum Treibhauseffekt bei. Am Taunus-Observatorium auf dem Kleinen Feldberg bei Frankfurt haben Forschende der Goethe-Universität jetzt ein Messgerät in Betrieb genommen, das erstmals in Deutschland kontinuierlich und mit hoher Genauigkeit die Konzentrationen solcher Gase im Rahmen eines internationalen Netzwerks überwacht. Erste Messergebnisse deuten auf Quellen spezieller fluorierter Gase (F-Gase) auch in Deutschland hin. Die Frankfurter Wissenschaftler:innen betonen, dass die Erfassung von F-Gasen langfristig…
Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung des GEOMAR rekonstruiert die Besiedelungsgeschichte der weitest-verbreiteten Meerespflanze. Seegräser sind die einzigen vollständig unter Wasser lebenden blühenden Meerespflanzen, die Küstenlebensräume auf der ganzen Welt erobert haben. Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung von Professor Dr. Thorsten Reusch, Meeresbiologe am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, rekonstruierte die Besiedlungsgeschichte des Seegrases Zostera marina von dessen Ursprung im Nordwestpazifik über den Pazifik und Atlantik bis ins Mittelmeer. Darüber hinaus stellten sie eine Verringerung der genetischen…