Eine Alpenpflanze könnte über den Schlüssel für ihr Fortbestehen in einem sich stetig erwärmenden Klima verfügen. Forschende der ETH Zürich haben nämlich den Ursprung von zwei uralten Genvarianten in der Pflanze geklärt. Diese Varianten steuern den Zeitpunkt des Blühens. Das Klima erwärmt sich immer schneller, besonders in den Alpen. Das fordert Organismen heraus. Wenn sie sich nicht in grössere Höhen ausbreiten, müssen sie sich an ihrem bisherigen Standort sehr rasch an höhere Temperaturen anpassen, oder ihre Populationen werden geschwächt und…
Todesfälle durch Verzehr vergifteten Tierkadavern tragen wesentlich zum Rückgang der Bestände vieler Geierarten bei. Da Geier bei der Nahrungssuche interagieren und einander folgen, sterben an einem vergifteten Kadaver mitunter hunderte Exemplare bedrohter Arten wie dem Weißrückengeier. Forschende der GAIA-Initiative am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) konnten nun zeigen, dass Sender an Geiern es ermöglichen, Vergiftungsfälle rasch zu erkennen und den Kadaver zu entfernen. Geier sind als Aasfresser resistent gegenüber vielen in der Umwelt vorkommenden Krankheitserregern und erfüllen unter anderem…
Die Landesanstalt für Landwirtschaft mit ihrem Institut für Fischerei (IFI) hat ein zukunftsweisendes Projekt zur Stärkung und Weiterentwicklung der Karpfenteichwirtschaft in Bayern gestartet. Zuständig dafür ist die IFI-Außenstelle in Höchstadt an der Aisch. Ziel des Projekts „TeichTestNetz“ ist es, durch eine jährliche Datenerhebung von bayernweit 100 repräsentativen Karpfenteichen erstmals eine fundierte und objektive Grundlage über die Situation und Entwicklung der Branche zu schaffen. Interessierte Betriebe können sich melden. Die Karpfenteichwirtschaft in Bayern kann auf eine teils tausendjährige Tradition zurückblicken. Sie…
Studie zeigt: Berliner Gewässer tragen bakterielle Spuren der Stadtbevölkerung – mit potenziellen Risiken für ihren ökologischen Status. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben an Berliner Kleingewässern untersucht, wie die Herkunft des Wassers und die mikrobielle Gemeinschaft zusammenhängen. Dabei entdeckten sie Mikroorganismen, die auf einen hohen anthropogenen Einfluss hindeuten und beispielsweise im menschlichen Darm vorkommen. Der Grund: Kleine Fließgewässer wie die Panke oder die Erpe, führen hauptsächlich geklärtes Abwasser. Das Gewässermikrobiom beeinflusst den ökologischen Status, die Wasserqualität und…
„Nature“-Studie mit Beteiligung von Forschenden der Freien Universität Berlin belegt überraschende Klimamechanismen mithilfe hochauflösender Klimamodelle.Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe unter Leitung von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie konnte zeigen, wie vor rund 9500 Jahren tiefe Seen in Kratern des Tibesti-Gebirges entstehen konnten und über 5000 Jahre existierten. Diese Studie gibt nicht nur Aufschluss über die paläohydrologischen Veränderungen zwischen dem im heutigen Tschad gelegenen Tibesti und den saharischen Ebenen während der damaligen Nordafrikanischen Feuchtphase, sondern belegt die Bedeutung…
Es ist eine moderne Errungenschaft, die der Landwirtschaft hilft, Erträge zu steigern, Wasser zu sparen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren: Plastikfolien auf den Feldern. Sie kommen beim Anbau von Spargel, Erdbeeren und Gemüse zum Einsatz. Wie weit verbreitet der Einsatz der sogenannten „Plastikkultur“ in Deutschland ist, erfasst Alessandro Fabrizi, Arbeitsgruppe für Wasser- und Bodenressourcenforschung an der Universität Augsburg, mit weiteren Forschenden anhand von Satellitendaten. Die Forschung, die in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde, kann den Einsatz dieser…
Die Analyse der zunehmenden Bebentätigkeit in den vergangenen Jahren deckt u.a. langperiodische Signale auf, die auf Fluid-gefüllte rissartige Strukturen hinweisen. Das bietet neue Ansätze zur Risikoeinschätzung. Zusammenfassung In den letzten Jahren sorgen die zunehmenden Erdbeben im Vulkankomplex der Phlegräischen Felder unter dem Ballungsraum der 900.000-Einwohner-Metropole Neapel in Italien für Unruhe. Erst kürzlich wurde das bisher stärkste Beben der Region mit einer Magnitude von M 4,6 registriert. Die Beben gehen mit der Hebung des Bodens einher, die seit 2005 rund 1,4…
Uran kommt in Mineralen im Boden vor, löst sich in Bergbauwässern, gelangt zusammen mit Phospatdünger auf die Felder: In Deutschland ist das Schwermetall Uran vor allem in Sachsen und Thüringen verbreitet, weitere Vorkommen gibt es in Süddeutschland. In Kooperation mit französischen Forschenden haben Fachleute des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) nun aufgeklärt, wie Uran chemisch mit Kieselalgen wechselwirkt (DOI: 10.1038/s41598-025-93350-5). Da Algen Ausgangspunkt der Anreicherung gesundheitsschädlicher Stoffe in der Nahrungskette sein können, helfen die Ergebnisse, die Auswirkung von Uraneinträgen in natürliche Kreisläufe…
Wissenschaftler warnen vor weiterer Kunststoffbelastung – Internationale Kollaboration dokumentiert Verschmutzung sowie Maßnahmen dagegen PressemitteilungHeidelberg, 5. August 2025 Neuer Lancet Countdown zu Plastik und GesundheitWissenschaftler warnen vor weiterer Kunststoffbelastung – Internationale Kollaboration dokumentiert Verschmutzung sowie Maßnahmen dagegen Plastikverschmutzung und Kunststoffbelastung stellen eine wachsende Gefahr für die Gesundheit von Menschen, Tieren und das Ökosystem Erde dar: Davor warnen Wissenschaftler in einem aktuellen Beitrag im Fachmagazin The Lancet. Die Forscherinnen und Forscher – darunter der Epidemiologe, Mathematiker und Statistiker Prof. Dr. Joacim Rocklöv…
Neue Modellanalyse beleuchtet komplexe Wechselwirkungen zwischen Natur und Luftschadstoffen Extreme Hitzeperioden führen, neben anderen negativen Effekten, häufig zu einer erhöhten Belastung durch bodennahes Ozon. Das ist gefährlich für Mensch, Umwelt und Landwirtschaft. Eine aktuelle Studie unter Federführung des Forschungszentrums Jülich liefert nun überraschende Erkenntnisse: Bei starker globaler Erwärmung könnte die Ozonbelastung in einigen Regionen der Welt zurückgehen. Die Forschenden haben mit einem innovativen „Storyline-Ansatz“ gearbeitet: Simulationen von plausiblen Klimaszenarien, die verschiedene mögliche Entwicklungen der globalen Erwärmung abbilden – etwa ob…
Forschende des Julius Kühn-Instituts erforschen im neuen Projekt, ob sich das Schadinsekt mit Duftstoffen von den Wirtspflanzen weglocken oder vertreiben lässt. Zuckerindustrie fördert das Vorhaben bis 2028 mit fast 940.000 Euro. (Dossenheim) Die Zuckerrübe und ihr heimischer Anbau werden aktuell durch zwei Bakterien bedroht. Die beiden Erreger (Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus und Candidatus Phytoplasma solani) nutzen dabei die Schilf-Glasflügelzikade als Taxi und ihre Saugtätigkeit als Eintrittspforte, um die Pflanzen zu infizieren. Die vormals eher harmlose Zikade (Pentastiridius leporinus) ist seit fünf…
Neues Wohnquartier Aubuckel in Mannheim – DBU-Projekt Osnabrück. Was morgen (Montag) im neu eröffneten Wohnquartier Aubuckel in Mannheim-Feudenheim gefeiert wird, könnte zur Blaupause für ganz Deutschland werden: wie nämlich Städte und Kommunen umgestaltet werden müssen, um mit den Folgen der Klimakrise klarzukommen – und kostbares Wasser durch Wiederverwendung zu sparen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das mehrjährige Aubuckel-Projekt „ReSource Mannheim“ gefördert. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Temperaturanstieg und dadurch Dürre, Hitze, Grundwasserstress, aber auch Starkregen und Überschwemmungen zwingen bei städtischen Planungen…
Das so genannte EGER LARGE SEISMIC EXPERIMENT (ELISE) wird das Vogtland durchleuchten: 300 temporäre seismische Messtationen sollen in dieser einzigartigen Versuchsanordnung das Rätsel um die dort immer wieder auftretenden Erdbebenschwärme lösen helfen.Beteiligt sind das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung sowie Universitäten aus Potsdam, Leipzig, Freiberg, Jena, München, Erlangen und Münster sowie der Geologische Dienst in Sachsen und die Akademie der Wissenschaften in Prag. Ein internationales Großexperiment soll den Untergrund im Vogtland und in Nordwestböhmen durchleuchten. In der deutsch-tschechischen Grenzregion rund um…
Staubpartikel aus Wüsten fördern die Eisbildung in Wolken. Diese neue Erkenntnis verdeutlicht, wie wichtig Aerosole sind, um das Verhalten von Wolken zu verstehen, Niederschläge vorherzusagen und die Rolle der Wolken im Klimawandel zu bewerten. Eine neue Studie zeigt, dass natürliche Staubpartikel aus fernen Wüsten dazu führen können, dass sich in Wolken auf der Nordhalbkugel der Erde Eiskristalle bilden. Dieser subtile Mechanismus beeinflusst, wie viel Sonnenlicht die Wolken reflektieren und wie in ihnen Regen und Schnee entstehen – mit erheblichen Auswirkungen…
Neue Forschungsergebnisse zur Atlantikzirkulation: Globale Niederschlagsmuster könnten sich infolge des Klimawandels dramatisch verändern Einige der regenreichsten Orte der Erde könnten ihre jährliche Niederschlagsmenge fast halbieren, wenn der Klimawandel weiter verändert, wie sich Meerwasser rund um den Globus bewegt. In einer neuen Studie, die jetzt in Nature veröffentlicht wurde, hat ein internationales Team von Forschenden aufgezeigt, dass selbst eine geringfügige Verlangsamung wichtiger Meeresströmungen im Atlantik Regenwälder austrocknen, empfindliche Ökosysteme bedrohen und die Lebensgrundlagen in den Tropen zerstören könnte. Mit ihren Klimamodellrechnungen…
Forschende gewinnen aus fossilen Mikrometeoriten Erkenntnisse über Atmosphäre der frühen ErdeSeit Anbeginn der Erdgeschichte treffen winzige Gesteins- und Metallpartikel aus dem Weltraum auf unseren Planeten. In sternklaren Nächten sehen wir ihre Spuren als Sternschnuppen. In Gesteinsschichten eingeschlossen können diese Mikrometeoriten über Milliarden Jahre erhalten bleiben. Forschende der Universität Göttingen, der Open University in England, der Universität Pisa und der Leibniz Universität Hannover haben eine Methode entwickelt, mit der sie anhand solcher fossilen Mikrometeoriten die Atmosphäre der Vergangenheit rekonstruieren können. Die…
In der indischen Megastadt Bengaluru untersuchen deutsche Forschende die Fütterungspraxis für die Nutztiere von Kleinbauern: Ihre Tiere bekommen oft Lebensmittelabfälle zu fressen.Die Wissenschaftler*innen von der Universität Vechta und der Universität Kassel wollen herausfinden, wie diese Kreislaufwirtschaft funktioniert, wie es um die Hygiene des Futters steht und ob das Konzept hilft, den Klimawandel zu bekämpfen.Gefördert wird die Arbeit als Teilprojekt der Forschungsgruppe „Sustainable Rurbanity – Resources, Society, and Regulatory Systems“ nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine erste Phase von…