Untersuchung der Universität Hohenheim zeigt: Beschattung kann die Folgen von Trockenperioden in der Landwirtschaft abschwächen. Agri-Photovoltaik kann die Folgen von Dürreperioden auf die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel abschwächen: Die Beschattung, die bei ausreichend Wasser oft die Ernteerträge senkt, kann bei Dürre sogar zu Ertragssteigerungen führen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Hohenheim in Stuttgart. Der Effekt kann besonders für Regionen wichtig werden, in denen es gleichzeitig ein starkes Bevölkerungswachstum und ausgeprägte Dürreperioden gibt, wie beispielsweise in Indien oder Afrika….
Forschende desDeutschen GeoForschungsZentrums GFZ untersuchen gemeinsam mit Partner:innen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern per Kran den Gesundheitszustand von Bäumen. Die Daten sollen helfen, Fernerkundung zu verbessern. Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Till Backhaus, und Brandenburgs Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz, Axel Vogel, haben sich jetzt über die Forschungsarbeiten direkt am Kranstandort informiert. Wie kann man den Gesundheitszustand von unterschiedlichen Baumarten in Mischbeständen mithilfe von Luft- und Satellitenbildern besser erkennen? Geht das überhaupt rechtzeitig genug, um…
An der Universität Bayreuth wird an biologisch abbaubaren Polymeren geforscht. Nun wurde eine umweltfreundliche Beschichtung entwickelt, die einen vollwertigen Ersatz für die weltweit millionenfach verwendeten Verpackungsmaterialien aus Kunststoffen darstellen könnte. Dafür gab es jetzt den Dres.-Volker-und-Elke-Münch-Preis zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1357 Mikroplastik bündelt die Expertise der Universität Bayreuth, um Mechanismen und Prozesse der biologischen Effekte, des Transports und der Bildung von Mikroplastik zu analysieren. Prof. Dr. Josef Breu, Lehrstuhlinhaber für Anorganische Chemie I ist Mitglied…
DBU fördert neue Technik – Erste kommerzielle Anlage startet. Wenn heute (Mittwoch) östlich von Berlin das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Alba an seinem Standort Hoppegarten eine Aluminium-Sortieranlage in Betrieb nimmt, beginnt für das Metall-Recycling von Sekundärrohstoffen eine neue zirkuläre Zeitrechnung. Denn es ist die erste kommerzielle Anwendung einer laserbasierten Sortier-Technik, für deren Entwicklung die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Projekt- und Prototyp-Förderung in Höhe von mehr als einer Million Euro sowie drei mittelständische Unternehmen mit technischer Finesse und Ingenieurkunst den Weg…
Ein Forschungsteam der Universität Jena reist seit Jahrzehnten regelmäßig in die Antarktis. Seine aktuellen Beobachtungen der antarktischen Tierwelt zeichnen ein deutliches Bild des Klimawandels am südlichen Ende der Welt. Sollte es jemals einen Preis für den längsten Weg zur Arbeit geben, das Team um Christina Braun von der Universität Jena hätte gute Chancen darauf, diesen zu gewinnen. Für die Anreise in ihr Forschungsgebiet legen die Polarornithologin und ihr Team jedes Mal rund 14.000 Kilometer zurück – Luftlinie. Das Ziel der…
Von Buschfeuern in Afrika gelangen in manchen Zeiten mehr Rußpartikel in den zentralen Amazonasregenwald als von regionalen Bränden. Bis zu zwei Dritteln des Rußes über dem zentralen Amazonas-Regenwald hat seinen Ursprung in Afrika. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt in Nature Communications Earth and Environment veröffentlicht wurde. Forschende unter Leitung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie und der Universität von Sao Paulo unterschieden Rußpartikel anhand ihrer Eigenschaften und ordneten sie ihren Quellen zu. Sie fanden heraus, dass Buschfeuer und…
Forschungsteam belegt die Bedeutung von Arthropoden für das Ökosystem: Wälder beherbergen 80 Prozent der weltweiten Pflanzen- und Tierartenvielfalt. Sie sind daher entscheidend für den Naturschutz. Doch die Artenvielfalt in Wäldern ist bedroht, vor allem durch Eingriffe des Menschen und den Klimawandel. Welche Bedeutung die Artenvielfalt für das Ökosystem hat, zeigt ein internationales Forschungsteam mit Forschenden der Universität Göttingen. Eine hohe Vielfalt an Baumarten wirkt sich positiv auf die Artenvielfalt und die Häufigkeit von Arthropoden wie Insekten, Spinnen und Tausendfüßern aus….
Welche Art von Energie fördert die Biodiversität von Käfern, die im Wald in Totholz leben? Das kommt ganz darauf an, wo die Käfer in der Nahrungspyramide stehen. Energie ist der Schlüssel des Lebens. Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, den Zusammenhang zwischen verfügbarer Energie und der Artenvielfalt in Ökosystemen zu entschlüsseln. Dabei zeigen sich eindeutige Zusammenhänge. So sind zum Beispiel Ökosysteme mit höherem Energieeintrag, etwa durch stärkere Sonneneinstrahlung in Nähe des Äquators, mit einer größeren Artenvielfalt ausgestattet. Aber Ökosysteme beziehen…
Zum Beginn der forstlichen Vegetationsperiode sind die Bodenwasserspeicher im Wald vollständig gefüllt. An allen Messtellen der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) weisen die Böden in der gesamten Durchwurzelungstiefe volle oder zumindest hohe Wassersättigung auf. Damit ist für die nächsten Wochen eine gute Wasserversorgung für die Bäume gewährleistet. Zum Ende des Winterhalbjahrs (November-April) entsprachen die Niederschläge in Bayern mit + 2 % in etwa dem Mittel der aktuellen 30jährigen Klimareferenzperiode (1991-2020). So konnten sich die Wasserspeicher der Waldböden wieder…
… kann negativen Einfluss künstlichen Lichts auf Fledermäuse reduzieren. Radfahrende brauchen Licht, Fledermäuse die Dunkelheit – ein bedarfsabhängiges Beleuchtungskonzept, das Fahrradwege nur bei Anwesenheit von Radlern beleuchtet, kann dabei helfen. Dies ist das Ergebnis des kürzlich abgeschlossenen, im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 100.000 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten Projekts „FLEdermausfreundliches adaptives BEleuchtungskonzept für FAhrradwege“ (FLEBEFA). Ein Modellversuch in der Stadt Münster zeigt, dass insbesondere in der ersten Nachthälfte künstliches Licht und damit Störungen…
Robotiker des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart haben einen von Quallen inspirierten Unterwasserroboter entwickelt, mit dem sie eines Tages Abfälle vom Meeresgrund aufsammeln wollen. Der nahezu geräuschlose Prototyp kann Objekte berührungslos unter seinem Körper einfangen und bewegt sich somit störungsfrei in empfindlichen Umgebungen wie zum Beispiel Korallenriffen. Jellyfish-Bot ist ein Hoffnungsträger – Schwärme dieser Roboter könnten eines Tages helfen, die Weltmeere zu säubern. Die Erdoberfläche ist zum größten Teil mit Meeren bedeckt, die leider stark verschmutzt sind. Eine der…
Bislang unbekannte Bakteriengruppe in der Tiefsee regelt Energiehaushalt. Ein Team internationaler Forscher*innen um Federico Baltar von der Universität Wien und José M González von der University of La Laguna konnte eine bislang unbekannte Gruppe Bakterien namens UBA868 als wichtige Akteure im Energiekreislauf des tiefen Ozeans identifizieren. In der Meeresschicht zwischen 200 und 1000 Metern sind sie maßgeblich am ökologischen Stoffkreislauf beteiligt. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Microbiology veröffentlicht. Die Tiefsee, die Meeresschicht ab 200 Meter Tiefe, macht…
Die unter dem arktischen Meereis wachsende Alge Melosira arctica enthält zehnmal so viele Mikroplastikpartikel wie das umgebende Meerwasser. Diese Konzentration an der Basis des Nahrungsnetzes stellt eine Gefahr dar für Lebewesen, die sich an der Meeresoberfläche von den Algen ernähren. Klumpen abgestorbener Algen befördern das Plastik mit seinen Schadstoffen zudem besonders schnell in die Tiefsee – und können so die hohen Mikroplastikkonzentrationen im dortigen Sediment erklären. Das berichten Forschende unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts jetzt in der Fachzeitschrift Environmental Science and…
Recycling von Kunststoffen, Müllexporte ins Ausland, Mikroplastik in den Ozeanen. Nahezu eine halbe Tonne Haushaltsmüll ist laut des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2021 in Deutschland pro Kopf angefallen – mehr als je zuvor. An der TU Dresden forschen Wissenschaftler:innen daran, wie mehr Müll recycelt werden kann, welche Auswirkungen Müllexporte ins Ausland haben und ob alternative Verpackungen zur Lösung des Müllproblems beitragen können. „Wir erzielen gute Ergebnisse beim Recycling von Glas oder Papier“, weiß Professorin Christina Dornack vom Institut für Abfall- und…
Zementindustrie klimaneutral gestalten: Positive Zwischenbilanz im Projekt »CO2-Syn«. CO2-Emissionen aus der Zementindustrie via »Carbon Capture and Utilization« (CCU) auffangen und als Rohstoff nutzen – zum Beispiel zur Herstellung von Basischemikalien wie Olefinen und höheren Alkoholen. Mit diesem Ziel ist das Verbundprojekt »CO2-Syn – Stoffliche CO2-Nutzung aus Zementwerkprozessgasen mit gekoppelten elektrochemischen und thermisch katalysierten Prozessen« Anfang 2022 an den Start gegangen. Jetzt ziehen die Projektpartner aus Industrie und Wissenschaft eine positive Zwischenbilanz: So ist es ihnen u.a. gelungen, aussichtsreiche Katalysatoren für…
Sie sollen den Zustand von Ökosystemen, etwa im Waldboden, erfassen – und nach getaner Arbeit zu Staub zerfallen: Bio-Gleiter nach dem Vorbild der Java-Gurke, die ihre Samen meterweit durch die Luft segeln lässt. Empa-Forschende haben die nachhaltigen Flugsensoren aus Kartoffelstärke und Holzabfällen entwickelt. Alexander von Humboldt, Charles Darwin und Ernest Shackleton machten sich auf zu jahrelangen, entbehrungsreichen Forschungsreisen, um spektakuläre, bislang unbekannte Eindrücke zu sammeln. Den Vorreitern der modernen Umweltbeobachtung sollen heute schnellere, zeitgemässe Datensammler folgen, die wichtige Öko-Parameter in…