Ökologie Umwelt- Naturschutz

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Wasser mit intelligentem Rost und Magneten reinigen

Nanopartikel filtern Östrogenmoleküle aus Wasser. Wird Rost ins Wasser geschüttet, wird es normalerweise schmutziger. Forscher/-innen der FAU haben spezielle Eisenoxid-Nanopartikel entwickelt, die es tatsächlich sauberer machen, sozusagen „intelligenter Rost“. Dieser Rost kann je nach Beschichtung der Partikel viele Stoffe anziehen, darunter Öl, Nano- und Mikroplastik sowie das Herbizid Glyphosat. Und weil die Nanopartikel magnetisch sind, können sie mit einem Magneten ganz einfach zusammen mit den Schadstoffen aus dem Wasser entfernt werden. Jetzt berichtet das Forschungsteam, dass sie die Partikel so…

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Globale Hitzewelle 2023

Juli brachte die heißesten drei Wochen aller Zeiten. Forschende des KIT veröffentlichen Bericht über diesjährige Temperaturrekorde auf der Nordhalbkugel – Hitze-Hotspot in Europa war mit Abstand Italien. Die ersten drei Wochen des Monats Juli 2023 waren global betrachtet der bis jetzt heißeste Drei-Wochen-Zeitraum. In Deutschland waren in den Sommermonaten 2023 doppelt so viele Menschen täglich Temperaturen von 35 Grad Celsius und höher ausgesetzt als im Mittel der Jahre 1980 bis 1999. Dies geht aus einer nun am Karlsruher Institut für…

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Der Meeres-Superrechner

Thomas Frölicher verbindet seine Freude an Mathematik mit der Liebe zur Natur und entwickelt Klimamodelle, um Auswirkungen von Treibhausgasen auf die Ozeane zu berechnen. Was macht das Plakat zum Kinderbuch «Globi und die Energie» an der Türe zum Büro von Thomas Frölicher? «Die Autoren haben mich für ein Fact-Checking angefragt. Natürlich habe ich zugesagt.» Der Professor für Klima- und Umweltphysik, der auch als leitender Autor an den Uno-Klimaberichten beteiligt ist, ist sich für die Mitarbeit an Kinderbüchern nicht zu schade….

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Kleine Inseln, um sich mit der Natur zu verbinden

Können Tiny Forests die grüne Infrastruktur in Berlin ergänzen? Eine Masterarbeit gibt Antworten. Das Wiederaufforstungskonzept Tiny Forest stammt ursprünglich von dem japanischen Pflanzenbiologen Akira Miyawaki. Auf kleiner Fläche ab 100 qm werden sogenannte Miniwälder dicht mit standortgerechten Baum- und Straucharten bepflanzt. Durch die hohe Pflanzdichte treten die Pflanzen in Konkurrenz und wachsen sehr schnell in die Höhe, sodass in sehr kurzer Zeit ein kleines Ökosystem entsteht. Sina Franke hat an der TU Berlin Stadtökologie studiert und in ihrer Masterarbeit untersucht,…

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Bär-Mensch-Koexistenz neu gedacht

Eine ETH-​Forscherin erstellt das erste Modell, das die Koexistenz von Mensch und Bär in einer Nationalparkregion Italiens auf einer Landkarte abbildet. Als Werkzeug für die Praxis identifiziert das Modell Massnahmen und Gebiete, die vorrangig sind für die Förderung der Koexistenz von Mensch und Bär. Das Modell wird auf den Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise angewendet, kann aber auch für  andere Regionen und Grossraubtiere genutzt werden. Keine zwei Fahrstunden von der Millionenstadt Rom entfernt lebt noch immer Meister Petz. Etwa 70…

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Immer im Fluss

In den 1980er-Jahren hat die Elbmündung aufgrund der Schwermetallbelastung ihre Funktion als Mündungsfilter weitgehend verloren. Nach Jahrzehnten konnte sie sich davon erholen, hat ein Team um die Doktorandin Louise Rewrie vom Helmholtz-Zentrum Hereon durch Messung von Kohlenstoff und anderen Parametern herausgefunden. Erst seit wenigen Jahren laufen die biochemischen Prozesse in der Elbmündung wieder natürlich ab. Die Ergebnisse erschienen jüngst in der Zeitschrift Limnology and Oceanography. Flussmündungen können sich von langjähriger Verschmutzung erholen, wenn man ihnen die Zeit dafür gibt. Das…

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Flussmündungen als Klimagas-Hotspot

Lachgas hat eine viel stärkere Klimawirkung als Kohlendioxid. Es wird unter anderem aus Böden, Mooren und Flüssen freigesetzt. Wann, wo und wie viel Lachgas in die Luft entweicht, ist bisher aber nicht ausreichend erforscht. Ein Team um die Doktorandin Gesa Schulz vom Helmholtz-Zentrum Hereon hat die Lachgasproduktion in der Elbmündung jetzt genauer untersucht und dabei regelrechte Hotspots entdeckt. Die Ergebnisse, die heute in der Zeitschrift Biogeosciences erschienen sind, können helfen, die Lachgasquellen weltweit besser abzuschätzen. Beim Thema Klimawandel ist meist…

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Meere geben Mikroplastik an die Atmosphäre ab

Winzige Plastikteilchen sind selbst fernab von Küsten in der Meeresluft zu finden. Deutsche und norwegische Forschende präsentieren erstmals Daten dazu, wie hoch die Masse verschiedener Plastiksorten in der Luft über dem Nordatlantik ist und woher die Partikel stammen. Demnach werden sie nicht nur vom Wind transportiert, sondern gelangen zum Teil auch aus dem Meerwasser in die Atmosphäre. Die Ergebnisse sind kürzlich im Fachjournal Nature Communications erschienen. Die Meeresluft enthält selbst in entlegenen Teilen der Welt Mikroplastikteilchen. Die winzigen Kunststoffpartikel stammen…

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Klimaschutz: Kohlenstoffsenke schrumpft durch Landnutzungsänderungen

Forschende berechnen Kohlenstoffspeicher in Osteuropa anhand von Modellen, Satellitendaten und Statistiken neu. Kohlenstoffsenken auf der Landoberfläche können den Treibhauseffekt abschwächen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an weiteren Forschungseinrichtungen haben verschiedene Datenquellen zusammengeführt und ermittelt, dass der überwiegende Teil der gesamten europäischen Kohlenstoffspeicherung durch oberirdische Biomasse in Osteuropa erfolgt. Vor allem durch Änderungen der Landnutzung ist diese Kohlenstoffsenke jedoch zurückgegangen. Die Forschenden berichten in Communications Earth & Environment. (DOI: 10.1038/s43247-023-00893-4) Wälder können große Mengen Kohlenstoff auf…

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Pará trägt unerwartet hohe Spurenmetallkonzentrationen ins Amazonasdelta ein

Studie nimmt bislang übersehene Flusseinträge von gelöstem Neodym und Hafnium in die Ozeane in den Blick. Flüsse tragen lebenswichtige Nähr- und Spurenstoffe in den Ozean. Dabei führen sie Elemente mit charakteristischen isotopischen Signaturen mit sich, anhand derer Geolog:innen erkennen können, woher das Wasser im Ozean stammt. Im Rahmen des internationalen Projekts GEOTRACES, das eine Kartierung von Spurenmetallen im Ozean anhand solcher Signaturen zum Ziel hat, haben Forschende des GEOMAR die Gewässer der Amazonasmündung untersucht. Dabei haben sie herausgefunden, dass das…

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Halogen-Klimagase werden auch in Deutschland ausgestoßen

Neues Messgerät der Goethe-Universität: Viele gasförmige Stoffe mit Halogenen wie Chlor oder Fluor tragen ähnlich wie Kohlendioxid zum Treibhauseffekt bei. Am Taunus-Observatorium auf dem Kleinen Feldberg bei Frankfurt haben Forschende der Goethe-Universität jetzt ein Messgerät in Betrieb genommen, das erstmals in Deutschland kontinuierlich und mit hoher Genauigkeit die Konzentrationen solcher Gase im Rahmen eines internationalen Netzwerks überwacht. Erste Messergebnisse deuten auf Quellen spezieller fluorierter Gase (F-Gase) auch in Deutschland hin. Die Frankfurter Wissenschaftler:innen betonen, dass die Erfassung von F-Gasen langfristig…

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Wie sich Seegras um die Welt verbreitete

Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung des GEOMAR rekonstruiert die Besiedelungsgeschichte der weitest-verbreiteten Meerespflanze. Seegräser sind die einzigen vollständig unter Wasser lebenden blühenden Meerespflanzen, die Küstenlebensräume auf der ganzen Welt erobert haben. Eine internationale Gruppe von Forschenden unter Leitung von Professor Dr. Thorsten Reusch, Meeresbiologe am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, rekonstruierte die Besiedlungsgeschichte des Seegrases Zostera marina von dessen Ursprung im Nordwestpazifik über den Pazifik und Atlantik bis ins Mittelmeer. Darüber hinaus stellten sie eine Verringerung der genetischen…

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Künstliche Gesteine aus Makroplastik bedrohen Gesundheit der Meere

Deutsch-indonesisches Forschungsteam identifiziert erstmalig neue steinähnliche Verbindungen aus Kunststoffmüll und Korallenschutt. Plastikmüll stellt an hiesigen Stränden ein Problem dar. Deshalb wird er weitestgehend koordiniert und binnen weniger Wochen entfernt. An anderen Küsten der Welt lagert er durch ungeregelte Abfallentsorgung über viele Monate bis Jahre. Oftmals wird der Müll am Strand einfach verbrannt und eine besondere Form des Plastikmülls entsteht: sogenanntes Plastiglomerat. Dieses „Gestein“ besteht aus natürlichen Komponenten, wie Korallen-Bruchstücken, die durch das geschmolzene und wieder erstarrte Plastik zusammengehalten werden. Eine…

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Erwärmung beschleunigt den Kohlenstoffkreislauf

Böden sind die größten natürlichen Kohlenstoffspeicher der Welt. Im hohen Norden ist dieser Speicher besonders groß, er ist dort aber auch besonders stark von der Klimaerwärmung betroffen. Eine kürzlich erschienene Studie eines internationalen Teams um Michael Bahn von der Universität Innsbruck untersuchte, wie die anhaltende Erwärmung die Aufnahme und Freisetzung von Kohlendioxid im Grasland der Subarktis beeinflusst. Als natürliche „Klimakammer“ nutzen die Wissenschaftler:innen ein geothermisch aktives Gebiet in Island. Subarktische Ökosysteme speichern große Mengen an Kohlenstoff. Durch die fortschreitende Klimaerwärmung…

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Neue Embryonen und Leihmütter für BioRescue

– das Forschungsprojekt zur Rettung der Nördlichen Breitmaulnashörner. Vier Jahre nach Beginn des ehrgeizigen BioRescue-Forschungsprojekts zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns erzielt das BioRescue-Konsortium bedeutende Fortschritte: Mithilfe moderner Technologien der assistierten Reproduktion wurden 29 Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt und in flüssigen Stickstoff eingefroren (cryo-konserviert), um später für den Transfer in eine Leihmutter zur Verfügung zu stehen. Bei der letzten Eizellentnahme im Mai 2023 wurden 18 Eizellen entnommen, aus denen 5 neue Embryonen entstanden sind. Die Spermien für die Befruchtung stammten…

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Tiefseegraben: Müllhalde am Meeresgrund

Plastikmüll in einer Tiefe von 9600 Metern gefunden. Ein Team von Forscher*innen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt, der Universität Basel und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung, hat die aktuell umfangreichste Untersuchung von (Makro-)Plastikmüll in einer Tiefe von bis zu 9600 Metern vollendet. In ihrer im Fachjournal „Environmental Pollution“ erschienenen Studie analysierten die Forschenden die Anzahl, das Material und die Art der Plastikabfälle im pazifischen Kurilen-Kamtschatka-Tiefseegraben. Sie zeigen, dass die meisten Plastiküberreste aus dem regionalen Seeverkehr und der…

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