Geowissenschaften

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Schwingende Berge

Resonanzschwingungen am Matterhorn gemessen und simuliert. Das Matterhorn wirkt wie ein unverrückbarer, massiver Berg, der seit Tausenden von Jahren in der Landschaft über Zermatt thront. Eine Studie zeigt nun, dass dieser Eindruck täuscht. Ein internationales Forschungsteam hat nachgewiesen, dass das Matterhorn dauernd leicht in Bewegung ist: Der Gipfel schwingt in gut zwei Sekunden um wenige Nano- bis Mikrometer hin und her, angeregt durch seismische Wellen in der Erde. Diese werden durch natürliche Quellen wie die Gezeiten, die Meeresbrandung, den Wind,…

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Der Pelosol ist der Boden des Jahres 2022

Seit 2005 wird alljährlich einem ausgewählten Bodentyp der Titel „Boden des Jahres“ verliehen. Verantwortlich dafür ist das Kuratorium für den Boden des Jahres, hinter dem die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG, eine der Trägerorganisationen der GeoUnion), der Bundesverband Boden (BVB) sowie der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling (ITVA) stehen. Boden des Jahres 2022 ist der Pelosol, ein schwerer Tonboden, der einerseits mäßig fruchtbar, andererseits aber auch schwer zu bearbeiten ist. Der Initiative „Boden des Jahres“ geht es vor allem darum,…

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Schmelzwasser beeinflusst Ökosysteme im Arktischen Ozean

Süßwasser aus Meereis verzögert die biologische Kohlenstoffpumpe um vier Monate. In den Sommermonaten driftet das Meereis der Arktis über die Framstraße in den Atlantik. Um das Drifteis herum bildet sich im Ozean durch das Schmelzwasser eine stabile Schicht auf dem salzigeren Meerwasser, die sich stark auf die biologischen Prozesse und Organismen auswirkt. Dies beeinflusst wiederum, wann Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufgenommen und gespeichert wird. Das hat ein Forschungsteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts mithilfe des FRAM Ozeanbeobachtungssystems herausgefunden. Die Ergebnisse erscheinen…

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Große Messfahrt quer über den Atlantik

Expedition SO287-CONNECT mit der SONNE verfolgt biogeochemische Kreisläufe. Quer über den Atlantik transportiert eine große Strömung Meerwasser von Afrika in die Sargasso-See und bis in die Karibik. Die biogeochemischen Prozesse, die unterwegs ablaufen, sind bislang kaum erforscht. Ein internationales Team quert daher unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel den Atlantik auf der Expedition „SO287-CONNECT“ mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE und nimmt dabei Tausende von Messungen vor – auch um zu klären, wie diese Prozesse mit dem Klimawandel…

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Neueste Forschungsergebnisse zeigen: Cali-Glas durch Vulkanismus entstanden

Was Alexander von Humboldt vor 200 Jahren bereits vermutet hatte, konnte ein internationales Forscher*innen-Team nun bestätigen: Das ungewöhnliche Cali-Glas aus Kolumbien ist nicht durch einen Meteoriteneinschlag entstanden, sondern ist ein vulkanisches Glas. Glas ist ein Material, das in unserem täglichen Leben häufig vorkommt, aber auch in der Natur in Erscheinung tritt. Natürliches Glas existiert auf der Erde in verschiedenen geologischen Formen, hauptsächlich als vulkanisches Glas oder Obsidian (entsteht bei schneller Abkühlung von Lava und besitzt einen charakteristischen Wassergehalt von mehr…

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Schnell und unsichtbar: Die unterirdische Flut

Eine neue Forschungsgruppe unter Federführung des Fachbereichs Geographie der Philipps-Universität Marburg wird in den kommenden vier Jahren den sogenannten „Subsurface Stormflow“ (SSF) genauer erforschen. Was nach allerfeinstem Blockbuster-Kino klingt, sind in Wirklichkeit schnelle, unterirdische Wasserbewegungen in Mittel- und Hochgebirgen, die Einfluss auf die Qualität von Fließgewässern und Grundwasser haben und Erdrutsche sowie Hochwasser begünstigen können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die FOR 5288/1 mit insgesamt über 4,8 Millionen Euro. Geographinnen und Geographen unterscheiden zwischen verschiedenen Formen von Wasserabflüssen. Unter dem…

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Aus dem Polarflugzeug die Gletscher vermessen

Geographen der FAU erforschen gemeinsam mit Geodäten der TU Dresden die Eisfelder Patagoniens. Sie sitzen in einem kleinen Polarflugzeug, fliegen über die riesigen Eisfelder Patagoniens. Die Reise an das Ende der Welt gehört – zumindest hin und wieder – zum Berufsalltag von Prof. Dr. Matthias Braun. Der Professor am Institut für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg beobachtet, vermisst und erforscht Gletscher, Schelfeis, Hochgebirge und Polargebiete. Für seine aktuelle Messkampagne war er in der ersten Novemberhälfte mit dem Forschungsflugzeug Polar 5…

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Erdbeben und Tsunamis in Europa?

Positionspapier gibt Empfehlungen zur Reduzierung geologischer Risiken. Erdbeben und Tsunamis bedrohen nicht nur weit entfernte Küsten, sondern auch Häfen, Städte und Küsten in Europa. Ein neues Positionspapier des European Marine Board, dessen Erstellung am GEOMAR koordiniert wurde, informiert erstmals umfangreich über die marinen geologischen Gefahren, von denen alle europäischen Staaten betroffen sein können. Die vielfältigen Risiken sollten bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden. Spätestens seit dem Tsunami, der im Dezember 2004 die Küsten um den Indischen Ozean verwüstete,…

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Neue Art von Erdbeben entdeckt

Eine neue Art von Erdbeben hat ein kanadisch-deutsches Forschungsteam in Britisch Kolumbien entdeckt. Anders als herkömmliche Erdbeben der gleichen Stärke verlaufen sie langsamer und dauern länger an. Bei den untersuchten Ereignissen handelte es sich um sogenannte induzierte Erdbeben, die durch Fracking ausgelöst werden, eine Methode, die in Westkanada zur Öl- und Gasgewinnung genutzt wird. Mit einem Netz aus acht seismischen Stationen rund um das Bohrloch zeichneten die Forschenden des Geological Survey of Canada, der Ruhr-Universität Bochum und der McGill University…

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Katastrophenschutz durch Simulation

Die Zahl der Gletscherseen hat sich in den letzten 40 Jahren verdoppelt. Für Menschen, die in Hochgebirgstälern leben, bilden sie eine Gefahr: Bei Gletschersee-Ausbrüchen entsteht eine schlammige Sturzflut, die sich mit hoher Geschwindigkeit talabwärts bewegt. Forschende der Hochschule München haben erstmals simuliert, was in einem Himalaya-Tal im Königreich Bhutan im Katastrophenfall passiert. Weltweit schmelzen die Gletscher in Folge des Klimawandels. „Dies führt nicht nur zu einem Anstieg des Meeressspiegels, sondern erhöht auch die Zahl der Gletscherseen“, erklärt Wilfried Hagg, Professor…

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Vibrationen offenbaren Mars-Untergrund

Analyse der durch Wind ausgelösten Vibrationen des Mars offenbart die Beschaffenheit des Untergrunds. Seismologische Untersuchungen im Rahmen der NASA-Marsmission InSight zeigen abwechselnde Lagen von Basalt und Sedimenten in der Region Elysium Planitia und erlauben so Rückschlusse auf die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Untergrunds / Veröffentlichung in ‘Nature Communications’ Seismische Daten aus Elysium Planitia, der zweitgrößten Vulkanregion des Mars, zeigen unter der Oberfläche eine dünne Sedimentschicht zwischen zwei erkalteten Lavaflüssen. Die Ergebnisse stammen aus Forschungen im Rahmen der NASA-Mission InSight (Interior…

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Stalagmiten als Kronzeugen des Monsuns

Grönländisches Schmelzwasser stoppte Golfstrom und schwächte Indischen Sommermonsun vor mehr als 100.000 Jahren. Die Eisschilde Grönlands schmelzen massiv. Dadurch fließen große Mengen an Süßwasser in den Nordatlantik und verlangsamen den Golfstrom. Forschende fürchten spürbare Auswirkungen auf das Klima weltweit. Als besonders gefährdet gelten dicht besiedelte, tropische Gebiete, die für ihre Süßwasserversorgung auf Monsunregenfälle angewiesen sind. Um verlässliche Prognosen für zukünftige Klimabewegungen treffen zu können, blicken Klimaforscher weit zurück in die Vergangenheit. Ein internationales Team um Jasper Wassenburg vom Max-Planck-Institut für…

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Antarktischer Eisschild baute sich in einem Jahrzehnt ab

Studie der Universität Bonn liefert kritische Erkenntnisse zum Eismassenverlust in der Antarktis. Nach der natürlichen Erwärmung, die der letzten Eiszeit folgte, gab es wiederholte Phasen, in denen von der Antarktis massenhaft Eisberge in den Südlichen Ozean abbrachen. Eine neue geowissenschaftliche Studie unter der Federführung der Universität Bonn zeigt nun, dass es lediglich ein Jahrzehnt gedauert hat, diesen Kipppunkt im Klimasystem in Gang zu setzen und dass der Eismassenverlust dann für viele Jahrhunderte anhielt. Begleitende Modellstudien legen den Schluss nahe, dass…

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Zermalmter Widerstand

Geophysiker erklären mithilfe eines neuen Modells, wie sich eine in einer Subduktionszone abtauchende Platte im Erdmantel verhält: weil Mineralienkörner auf der Unterseite der Platte verkleinert werden, wird diese schwach und somit besser verformbar. Unsere Erdoberfläche besteht aus wenigen grossen und zahlreicheren kleinen Platten, die die sich fortlaufend und äusserst langsam voneinander weg oder aufeinander zu bewegen. An den Grenzen zweier Platten taucht die schwerere ozeanische unter die leichtere kontinentale Platte ab. Subduktion nennen die Fachleute diesen Vorgang. Schon lange rätseln…

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Mäander helfen dem Klima

Flussläufe, die sich natürlich verlagern können, sind effizientere Kohlenstoffsenken als begradigte Flüsse. Rund 8500 Jahre dauert es, bis ein Sandkorn aus den Anden über das argentinische Tiefland in den Río Paraná gespült wird. Die 1200 Kilometer weite Reise in dem Fluss namens Río Bermejo wird von vielen Pausen in Flussauen unterbrochen, wo das Körnchen zum Teil über Jahrtausende abgelagert und dann wieder weiter transportiert wird. Begleitet wird der Sand von organischem Kohlenstoff, eingespült aus Boden und Pflanzen. Damit gewinnt der…

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Wechselwirkungen zwischen Mineralen und Fluiden im Gestein

Heidelberger Geowissenschaftler erproben neuen Methoden, um die Auswirkungen von Bruchprozessen im Erdinneren zu untersuchen. Mit spontan auftretendem Wachstum und Zerfall von Mineralen im Gestein der Erdkruste stehen Vorgänge im Fokus eines neuen Forschungsvorhabens an der Universität Heidelberg, die bisher nur zufällig beobachtet und noch nie beschrieben oder systematisch untersucht wurden. Ziel des am Institut für Geowissenschaften angesiedelten Projektes ist es, Bedingungen, die natürlichen Bruchprozessen im Gestein ähneln, kontrolliert im Labor zu reproduzieren. „Der Ausgang unserer Experimente ist ungewiss“, betont Dr….

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