Geowissenschaften

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Globale Klimakatastrophe der Triaszeit

Fossil-Fundstelle in Niederösterreich gibt tiefe Einblicke in die Erdgeschichte. Über 6.000 einzigartige Fossilien der alpinen Triaszeit wurden von NHM Wien-Paläontologen Alexander Lukeneder und Paläontologin Petra Lukeneder von der Universität Wien untersucht. Die Überreste sind Zeugen einer der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte, der „Karnischen Krise“. Diese Phase zeichnet sich durch einen Klimawandel vor 233 Millionen Jahren aus, der zu einem gigantischen weltweiten Massensterben in den Meeren des Erdmittelalters führte. Die Ergebnisse wurden nun erstmals publiziert (Scientific Reports). Die Polzberg-Fundstelle Ein kleiner…

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Thwaites-Gletscher: Viel Erdwärme unter dem Eisstrom

Die Eismassenverluste des Thwaites-Gletschers in der Westantarktis verursachen rund vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstieges. Dieser Anteil könnte weiter steigen, denn kaum ein anderer Eisstrom in der Antarktis verändert sich derzeit so drastisch. Fachleute führen dies bislang auf den Klimawandel und die Tatsache zurück, dass der Gletscher vielerorts auf dem Meeresboden aufliegt und somit für warme Wassermassen erreichbar ist. Mit geothermalen Wärmeströmen kommt jetzt ein dritter, bislang vernachlässigter Einflussfaktor kommt hinzu, wie Forschende des Alfred-Wegener-Instituts in Communications Earth & Environment berichten….

Anatomie einer Erdbebenserie

Studie zu Erdbeben nach Injektion von Gas in ehemaliges Ölfeld: Die Seismizität in der Castor-Gaslagerstätte vor der Küste Ostspaniens wurde durch Porendruckdiffusion und das Versagen vorgespannter Bereiche auf einer geologischen Störung in geringer Tiefe kontrolliert. Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ hat in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen spanischer, italienischer und US-amerikanischer Institutionen eine neue wissenschaftliche Arbeit zur induzierten Seismizität in Europa in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Die Studie konzentriert sich…

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Wie das Mittelmeer dem hohen Norden einheizt

Studie zeigt klimatische Zusammenhänge. Warmes Wasser, das vom Mittelmeer in den Atlantik strömt, könnte einen bedeutenden aber bisher übersehenen Anteil an der Erwärmung im nordatlantischen Raum haben. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam um Dr. Stefanie Kaboth-Bahr von der Universität Potsdam herausgefunden, dessen Studie nun in der Zeitschrift „Communications Earth & Environment“ erschienen ist. Die hohen nördlichen Breiten sind eine der empfindlichsten Regionen der Erde hinsichtlich der Auswirkungen der globalen Erwärmung, die durch anthropogene Treibhausgasemissionen verursacht wird. Tatsächlich sind das…

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Großes Sensornetz vermisst Erdschwingungen im Rheinland

Aus der Dynamik und Verteilung von Erdbeben will ein Forscherteam mehr über die geologische Struktur des Rheinlands erfahren. Dazu stellt es nun für ein Jahr rund 40 Seismometer in einem Umkreis von rund 10 Kilometern um die Gemeinde Eschweiler auf. »Das Rheinland gehört zu den aktivsten Erdbebenregionen in Deutschland«, erklärt Thomas Reinsch vom Fraunhofer IEG und Koordinator der gemeinsamen Messkampagne in der sechs regionale Institutionen zusammenarbeiten. »Hier kann man eine Menge über die Entstehungsprozesse lernen«, ergänzt Claudia Finger vom Fraunhofer…

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Grundwasservorkommen vor der Küste Maltas

Forschende entdecken Trinkwasser im Mittelmeer. Wasser gibt es auf unserem Planeten, genug, aber der weitaus größte Teil ist Salzwasser, dass als Trinkwasser ungeeignet ist. Gerade in trockenen Regionen der Erde wird sehr aktiv nach neuen Süßwasservorkommen gesucht. Ein internationales Team unter Beteiligung der Universität Malta und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat jetzt starke Hinweise auf ein großes Grundwasservorkommen vor der Küste Maltas entdeckt. Die Ergebnisse Ihrer Untersuchungen sind jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Geophysical Research Letters erschienen. Nur…

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Atmosphärenforschung in Deutschland wird deutlich ausgebaut

Nationaler Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS wird künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen. Deutschland bekommt eine neue Infrastruktur zur Erforschung von Feinstaubpartikeln, Wolken und Spurengasen. Verteilt auf elf Einrichtungen wird dieser deutsche Beitrag zur EU-Forschungsinfrastruktur ACTRIS künftig bessere Vorhersagen für Luftqualität, Wetter und Klima ermöglichen. Der Aufbau dieser Infrastruktur wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden acht Jahren mit insgesamt 86 Millionen Euro gefördert. In ACTRIS-D arbeiten viele Akteur:innen der deutschen Atmosphärenforschung zusammen –…

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Gletscherbewegungen im Web verfolgen

Frei zugängliches FAU-Gletscherportal zeigt, wie schnell Gletscher fließen. Fast überall auf der Erde schwinden die Eismassen. Die Geschwindigkeit, mit der Eis ins Tal transportiert wird, ist dabei ein Indikator für den Zustand der Gletscher. Aber auch kurzfristige Beschleunigungen und Vorstöße, sogenannte „Surges“, können von großer Bedeutung sein, wenn zum Beispiel Gletscherbäche aufgestaut werden und Überflutungsgefahr entsteht. Ein Forschungsteam der FAU hat nun ein Webportal aufgebaut, das für alle Gletscher außerhalb der großen Eisschilde die Eisbewegung bestimmt, und stellt es der…

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Die Geburt eines Ozeans

Die Theorie der Plattentektonik ist erst gut 50 Jahre alt. Wie genau die sich über Millionen von Jahre erstreckenden Prozesse beim Auseinanderbrechen eines Kontinents ablaufen, ist in vielen Details noch unbekannt. Ein internationales Team von Forschenden will im Sommer dieses Jahres im Rahmen einer Expedition des Integrated Ocean Discovery Programs (IODP) mit dem Forschungsschiff Joides Resolution umfangreiches Probenmaterial am Rande des norwegischen Schelfs erbohren. Die Expedition wird gemeinsam von Prof. Sverre Planke von der Universität Oslo und Prof. Christian Berndt…

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Tauender Permafrost lässt Methan aus der Tiefe entweichen

In einer Studie unter Federführung der Universität Bonn haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten verglichen. Das Ergebnis: Die Methangehalte der Luft nach der Hitzewelle des vergangenen Jahres deuten darauf hin, dass verstärkte Gasaustritte aus Kalkstein stattfanden. Welche Auswirkungen hatte die Hitzewelle des Sommers 2020 in Sibirien? In einer Studie unter Federführung der Universität Bonn haben Geologen die räumliche und zeitliche Verteilung der Methankonzentration in der Luft Nordsibiriens mit geologischen Karten…

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Der Puls des Toten Meeres

Forscher*innen aus einem interdisziplinären Team mehrerer Sektionen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ haben zusammen mit Kollegen aus Hannover, Kiel und Padua zum ersten Mal einen direkten Zusammenhang zwischen der Abnahme des Wasserspiegels des Toten Meeres, der Verdunstung und der Landabsenkung in der Region nachgewiesen. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Das Tote Meer schrumpft. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Klimawandel trägt ebenso dazu bei wie menschliche Übernutzung der Ressource Wasser. Der sinkende Wasserspiegel hat eine ganze Reihe gefährlicher Folgen….

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Ein Gestein mit vielen Perspektiven

Die wechselvolle Geschichte des kambro-ordovizischen Alaunschiefers in Nordeuropa bietet Einblicke in Öl- und Gasbildung und Spuren des Lebens auf dem Mars. Der Alaunschiefer Nordeuropas hat nicht nur eine bewegte Entstehungsgeschichte, verbunden mit dem Mikrokontinent Baltika, er birgt auch großes Potential als Untersuchungsobjekt für zukünftige Forschungsfragen. Geologen rekonstruieren anhand des Gesteins Prozesse der Öl- und Gasbildung, und sogar mögliche Spuren vergangenen Lebens auf dem Mars lassen sich mit seiner Hilfe identifizieren. Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam GFZ haben zusammen mit Kolleg*innen…

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Vermehrte Regenfälle im Sommer verändern den Kohlenstoffkreislauf in der Arktis

Arktische Flüsse transportieren mehr Nährstoffe und Kohlenstoff – mit potenziellen Auswirkungen auf Wasserqualität, Nahrungsketten und freiwerdende Klimagase. Arktische Flüsse werden zunehmend auch von Regen und nicht nur von Schneeschmelze gespeist. Das führt zu einer stärkeren Wechselwirkung der Gewässer mit Pflanzen und Boden – und damit zu einem stärkeren Eintrag von Nährstoffen, Kohlenstoff und anderem organischen wie anorganischen Material. Das zeigen Forschende um Joanne Heslop vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und Casey Beel von der Queens University, Kingston (Kanada) in einer…

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Den Klimawandel in Grönland untersuchen

Ein internationales Team von 20 Forschenden wird die Veränderungen in der Meeresumwelt vor der grönländischen Westküste untersuchen. Los geht es am Samstag, den 17. Juli. Von der Hauptstadt Nuuk in Grönland aus brechen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu einer dreiwöchigen Forschungsfahrt auf. Sie wollen erforschen, was die Veränderungen für die Fischerei bedeuten und für die Fähigkeit des Ozeans, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu speichern. Mit an Bord sind drei Forschende aus dem Helmholtz-Zentrum Hereon. An der Forschungsfahrt an Bord von…

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Kontinental-Pirouetten

Berechnungen und Modelle eines Teams aus Utrecht und Potsdam zeigen, wie ein aus dem Erdmantel gespeister Supervulkan Erdkrustenplatten nicht nur spreizte, sondern auch drehte. Die Vorgänge, die vor 105 Millionen Jahren begannen, haben noch heute dramatische Folgen: Erdbeben im Mittelmeerraum entstehen durch die seinerzeit angestoßenen Subduktionsprozesse. Die Platten der Erdkruste vollführen komplizierte Bewegungen, die sich auf einfache Mechanismen zurückführen lassen. Das ist die kurze Version der Erklärung eines Risses, der die Welt vor 105 Millionen Jahren auf einer Länge von…

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Die innere Schönheit des Hagelkorns

Körner aus dem verheerenden Tübinger Unwetter von 2013 analysiert: Studie verbildlicht innere Kristallstruktur von Hagelkörnern. Hagelstürme im Südwesten Deutschlands lösten kürzlich Erinnerungen an das verheerende Unwetter von 2013 aus. Damals wurden in Baden-Württemberg Schäden in Milliardenhöhe angerichtet, die Schäden aus den jüngsten Unwettern werden derzeit noch erhoben. Bei allem Ärger, den Hagelkörner für Menschen bedeuten, besitzen sie jedoch gleichzeitig eine bislang unbekannte „innere Schönheit“: Die Tübinger Geowissenschaftler Professor Paul Bons und Dr. Catherine Bauer haben in einer Studie erstmals ihre…

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