Geowissenschaften

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Arktis Im Wandel: Grönlands Höhlen Als Klimaarchiv Entdeckt

In einer abgelegenen Höhle im Norden Grönlands hat ein Forschungsteam um die Geolog:innen Gina Moseley, Gabriella Koltai und Jonathan Baker von der Universität Innsbruck Spuren einer deutlich wärmeren Arktis entdeckt. Die Höhlenablagerungen zeigen, dass die Region vor Millionen Jahren frei von Permafrost war und sensibel auf steigende Temperaturen reagierte. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Nature Geoscience, liefern neue Einblicke in vergangene Klimaentwicklungen und ihre Bedeutung für den heutigen Klimaschutz. Ein gutes Verständnis historischer Klimaentwicklungen ist entscheidend, um künftige Entwicklungen besser verstehen…

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Die Ironie des Eisens: Neue Perspektiven auf Innovation

Hydrothermale Austrittsfahnen als unsichtbare Transportwege für EisenEine neue Studie unter der Leitung des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen – beleuchtet, wie hydrothermale Quellen am Meeresboden die Eisenverfügbarkeit und den globalen Stoffkreislauf im Ozean prägen. Die Überblicksstudie mit dem Titel „Iron’s Irony“ ist in Communications Earth & Environment erschienen. Die Studie fasst bestehende Forschungsergebnisse zusammen und interpretiert sie neu, um zu erklären, wie Eisen, das aus hydrothermalen Systemen freigesetzt wird, über ganze Ozeanbecken transportiert werden kann. „Das…

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Hatten Meereslebewesen Im Paläozän Einen Inneren Kompass?

Vor Jahrmillionen produzierten einige Meeresorganismen Magnetpartikel von ungewöhnlicher Größe, die heute als Fossilien in Sedimenten zu finden sind. Nun ist es einem internationalen Team gelungen, die magnetischen Domänen auf einem dieser „Riesenmagnetfossilien” mit einer raffinierten Methode an der Diamond-Röntgenquelle zu kartieren. Ihre Analyse zeigt, dass diese Partikel es den Organismen ermöglicht haben könnten, winzige Schwankungen sowohl in der Richtung als auch in der Intensität des Erdmagnetfelds wahrzunehmen. Dadurch konnten sie sich verorten und über den Ozean navigieren. Vor einigen Jahren…

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Vulkanforschung: Neue Einblicke In Vulkane Verstehen

Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz konnten Tremore lokalisieren, die durch Magmabewegungen ausgelöst werden. Wie tickt ein Vulkan? Was passiert in der Erde darunter? Wo entstehen Erschütterungen – Tremore genannt – erzeugt durch Magma oder Gase, die sich durch Schlote einen Weg nach oben bahnen? Jun.-Prof. Dr. Miriam Christina Reiss, Vulkanseismologin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), und ihr Team haben am Vulkan Oldoinyo Lengai in Tansania solche Tremore lokalisiert. „Wir konnten die Tremore nicht nur nachweisen, sondern ihren Ort in…

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Flusspferde In Europa: Leben Während Der Letzten Eiszeit

Flusspferde, die heute nur noch in Afrika südlich der Sahara vorkommen, haben in Mitteleuropa viel länger überlebt, als bisher angenommen. Analysen von Knochenfunden zeigen, dass Flusspferde noch vor etwa 47.000 bis 31.000 Jahren im Oberrheingraben lebten, also während der letzten Eiszeit. Ein internationales Forschungsteam angeführt durch die Universität Potsdam und die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim mit dem Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie hat dazu eine Studie im Fachjournal Current Biology veröffentlicht. Bisher ging man davon aus, dass gewöhnliche Flusspferde (Hippopotamus amphibius) in Mitteleuropa vor ungefähr…

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3D-Modell Enthüllt Geheimnisse Des Blauenis-Tals

Der Klimawandel macht Gebirge gefährlicher. 3D-Modelle helfen, Veränderungen in diesen Landschaften festzustellen und Gefahren früher zu erkennen. Ein Team der Uni Würzburg hat eins für das Blaueis-Tal in den Alpen erstellt. Der Klimawandel verändert die Hochgebirgsräume weltweit. Mit steigenden Temperaturen nehmen Naturgefahren wie Steinschläge, Felsstürze und Rutschungen erheblich zu. Somit erhöht sich auch das Risiko für Besucherinnen und Besucher. Auch in den Berchtesgadener Alpen sind die Auswirkungen der Klimaveränderung schon spürbar. Dort hat im Sommer 2025 ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität…

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3D-Modell Der Höchsten Steilwand Der Alpen Entdeckt

Die höchste Steilwand der Alpen – die Ostwand des Monte Rosa-Massivs an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz – ist zum ersten Mal mit hoher Präzision dreidimensional erfasst worden. Ein internationales Forschungsteam der Universitäten Mailand, Prag und Heidelberg hat dafür aus einem Helikopter heraus mehr als 3.000 hochauflösende Fotos aufgenommen. Daraus entsteht nun mithilfe eines speziellen Verfahrens ein detailreiches 3D-Modell. Damit wollen die Forscherinnen und Forscher nachvollziehen, wie sich der unterhalb der Steilwand gelegene Belvedere-Gletscher verändert und welche Folgen…

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Eierförmige Steinchen Enthüllen Geheimnisse Der Erdgeschichte

ETH-Forschende widerlegen die Annahme, dass ein riesiger Vorrat an gelöstem organischem Kohlenstoff im Meer für die Eiszeiten und das Auftreten von komplexem Leben vor 1000 bis 541 Millionen Jahren mitverantwortlich war.Mit einer neuen Methode zur Analyse von Eisenoxid-Steinchen konnten sie den Gehalt an gelöstem organischem Kohlenstoff des damaligen Ozeans erstmals direkt bestimmen.Die Messungen zeigen, dass das damalige Lager an gelöstem organischem Kohlenstoff im Meer um 90 bis 99 Prozent kleiner als heute gewesen sein musste.Diese Erkenntnisse verlangen nach neuen Erklärungen,…

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Leipziger Wissenschaftler Beteiligt An Neuer ESA Weltraummission

Das Forschungsprojekt WIVERN ist für die elfte „Earth Explorer“-Satellitenmission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ausgewählt worden. WIVERN wird erstmals globale Messungen der Winde innerhalb von Wolken liefern. Dies wird das Verständnis von Stürmen und Niederschlag verbessern und für bessere Wettervorhersagen sorgen. Von der Universität Leipzig ist der Meteorologe PD Dr. Maximilian Maahn an der Mission beteiligt. Genaue Wettervorhersagen sind für das tägliche Leben wichtig, insbesondere zur Unterstützung des Notfallmanagements bei Unwettern. Wind, Wolken und Niederschlag sind die grundlegenden Variablen in modernen…

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Subduzierende Platten: Neue Temperaturwerte Entdeckt

Die Temperatur tektonischer Platten beeinflusst ihre Dynamik bei der Subduktion und den damit verbundenen Transport von Wasser in tiefe Erdschichten. Die abgetauchten Platten sind 200 K heißer als bislang angenommen. Forschende zeigen erstmals: Das darin dominierende Mineral Olivin ist unter den dortigen extremen Drücken und Temperaturen transparent für Wärmestrahlung, die 40% zum Wärmetransport im Material beiträgt. Einzigartige Labormessungen konnten die extremen Bedingungen des Erdinneren reproduzieren und die Transparenz mit einem Trick bestimmen. Eine Konsequenz: Wasserhaltige Mineralien können nur in alten,…

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Kultur Und Innovation: Forschungsergebnisse Zum Kloster Kaltenborn

Im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Kaltenborn bei Allstedt finden derzeit archäologische Untersuchungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt statt. Möglich ist die weitere Erforschung dieses authentischen Ortes des Bauernkriegs dank der Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Gedenkjahrs ›Gerechtigkeyt. Thomas Müntzer & 500 Jahre Bauernkrieg‹. Unterstützt wird das Ausgrabungsteam daneben durch die Gemeinde Emseloh, die Stadt Allstedt sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Forschungen widmen sich insbesondere den Wirtschaftsbereichen der…

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Neuseeländisch-deutsche Zusammenarbeit in der Atmosphärenforschung: Wolken über Neuseeland werden eineinhalb Jahre lang intensiv untersucht

Wo unberührte und verschmutzte Luftmassen abwechselnd ihre Spuren in der Atmosphäre hinterlassen: Start des Feldexperimentes „goSouth-2“ in Neuseeland zur Untersuchung der Auswirkungen von Luftverschmutzung auf die Entwicklung von Wolken. Invercargill/Leipzig. In Sachen Wolken ist die Region im äußersten Süden Neuseelands weltweit einzigartig: Es ist eine der unberührtesten, saubersten und dennoch zugänglichen Regionen der Welt. Ein internationales Konsortium mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) und der Universität Leipzig wird deshalb die Wolken in dieser Region während der Kampagne „goSouth-2“ eineinhalb…

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Entfernte Kräfte: Wie Sie Formung von Bergen Beeinflussen

Forschende des GFZ und Kollegen beobachten und modellieren einen seltenen geologischen Prozess namens „Same-Dip Double Subduction“. Dieser führt zu Gebirgsbildung, ohne dass daran eine direkte Kollision von Kontinentalplatten beteiligt ist. Ein Team von Geowissenschaftlern unter der Leitung von Guido M. Gianni hat eine unauffällige, aber mächtige Kraft identifiziert, die die Gebirgsbildung und Verkürzung der Erdkruste in Japan und den angrenzenden Regionen antreibt: Die „Same-Dip Double Subduction“ (SDDS, auf Deutsch in etwa: doppelseitige gleichgerichtete Subduktion) in nahegelegenen Tiefseegräben hat Auswirkungen, die…

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Klimawandel: Anstieg von Superzellen-Gewittern in Europa

Forschende der Universität Bern und der ETH Zürich haben untersucht, wie der Klimawandel sogenannte Superzellen-Gewitter in Europa beeinflusst. Eine Klimaerwärmung von 3 Grad Celsius dürfte gerade im Alpenraum deutlich öfter zur Entstehung dieser zerstörerischen Stürme führen. Als Basis für die Simulation diente den Forschenden eine neuartige digitale Karte, die die Häufigkeit von Superzellen-Gewittern in bisher unerreichter Genauigkeit abbildet. Superzellen-Gewitter zählen zu den gefährlichsten Wetterphänomenen Europas. Diese besonders intensiven Gewitterzellen treten meistens im Sommer auf. Sie zeichnen sich durch einen rotierenden…

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Rätsel Gelöst: Kraterseen Im Höchsten Gebirge Der Sahara

„Nature“-Studie mit Beteiligung von Forschenden der Freien Universität Berlin belegt überraschende Klimamechanismen mithilfe hochauflösender Klimamodelle.Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe unter Leitung von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie konnte zeigen, wie vor rund 9500 Jahren tiefe Seen in Kratern des Tibesti-Gebirges entstehen konnten und über 5000 Jahre existierten. Diese Studie gibt nicht nur Aufschluss über die paläohydrologischen Veränderungen zwischen dem im heutigen Tschad gelegenen Tibesti und den saharischen Ebenen während der damaligen Nordafrikanischen Feuchtphase, sondern belegt die Bedeutung…

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Neue Erkenntnisse Zu Vulkanischen Strukturen In Neapel

Die Analyse der zunehmenden Bebentätigkeit in den vergangenen Jahren deckt u.a. langperiodische Signale auf, die auf Fluid-gefüllte rissartige Strukturen hinweisen. Das bietet neue Ansätze zur Risikoeinschätzung. Zusammenfassung In den letzten Jahren sorgen die zunehmenden Erdbeben im Vulkankomplex der Phlegräischen Felder unter dem Ballungsraum der 900.000-Einwohner-Metropole Neapel in Italien für Unruhe. Erst kürzlich wurde das bisher stärkste Beben der Region mit einer Magnitude von M 4,6 registriert. Die Beben gehen mit der Hebung des Bodens einher, die seit 2005 rund 1,4…

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