Verbundprojekt unter Leitung der Universität Hohenheim entwickelt neues Sensorsystem / Mikroklima im Weinlaub unterscheidet sich deutlich von Umgebung. Weniger Pilzbekämpfungsmittel im Weinberg – diese Vision könnte bald Realität werden. Denn oft ist das tatsächliche Risiko für eine Pilzinfektion niedriger als gängige Prognosemodelle angeben. Ursache sind deutliche Unterschiede zwischen den klimatischen Bedingungen unmittelbar rund um und im Rebstock und den Daten, die von Wetterstationen erfasst werden. So das Ergebnis eines Verbundprojektes unter Leitung der Universität Hohenheim in Stuttgart. Zur feinmaschigen Messung…
– ein „Citizen Science“-Projekt an der Universität Bayreuth. Im Nordwesten der Republik Tschad, in einer entlegenen Wüstenregion des Tibesti-Gebirges, befinden sich bewässerte, in Stockwerke gegliederte Gärten für den Anbau von Obst, Gemüse, Kräutern und Datteln. Dr. habil. Tilman Musch, Ethnologe an der Universität Bayreuth, hat diese Saharagärten in enger Kooperation mit der Bevölkerung vor Ort eingerichtet. Über Ziele, Herausforderungen und Erfolge des seit 2021 von der Gerda Henkel-Stiftung geförderten Projekts, das an frühere Traditionen des Oasen-Gartenbaus in der Sahara anknüpft,…
Forschungsprojekt zu Kreislaufwirtschaft… Auf dem Weg zur nachhaltigen Kreislaufgesellschaft stellt die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Lebensmittelproduktion einen wesentlichen Baustein zum Erfolg dar. Ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten entwickelt Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributionskreisläufen für eine effiziente dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion. Die wachsende Weltbevölkerung, immer häufiger und intensivere Wetterextreme sowie unterbrochene globale Lieferketten stellen die klassische Nahrungsmittelproduktion vor große Herausforderungen. Eine Möglichkeit, diese Probleme zu lösen, sind aquaponische Systeme. Aquaponik verbindet Aquakultur, also die Aufzucht…
Internationales Team entwickelt im „PathFinder“-Projekt nationale Waldinventuren weiter. Forschende der Universität Göttingen sind an dem Projekt „PathFinder – Towards an Integrated Consistent European LULUCF* Monitoring and Policy Pathway Assessment Framework“ beteiligt. Die Europäische Kommission finanziert das Projekt im Rahmen ihres Programms Horizon Europe mit sechs Millionen Euro. Das „PathFinder“-Projekt befasst sich mit der Anforderung der Europäischen Kommission nach europaweit vereinheitlichten, wissenschaftlich belastbaren Daten zum Wald, die in kurzen Abständen aktualisiert werden. Die Forschenden erarbeiten die wissenschaftlichen Grundlagen für eine entsprechende…
Dass Obst und Gemüse gesund sind, weiß jeder. Trotzdem erreichen viele Menschen nicht die empfohlene Tagesdosis. Im Rahmen des Projekts “SharpGreens” stellen sich Forschende die Frage, wie die Aufnahme von gesunden Pflanzenstoffen mithilfe von Kohlgemüse erhöht werden kann. Ziel ist es, Kohlsorten mit einem hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Pflanzeninhaltsstoffen zu identifizieren und daraus innovative Lebensmittel zu entwickeln. Die offizielle Vorstellung des Projekts findet am 15. Juni auf dem “Infotag an den Parzellen” im MAFZ Erlebnispark Paaren statt. Dort wurde ein…
BÖL-Studie: Werden Liniengemische und Kreuzungspopulationen kombiniert, kann dies die Widerstandskraft von Kopfsalat gegen Krankheitserreger und Stressfaktoren unter ökologischen Anbaubedingungen deutlich verbessern. Zudem ermöglicht der neue Züchtungsansatz der Liniengemische eine hohe Ertragsstabilität und Produktqualität. Zu diesen Ergebnissen kommen die Fachleute des Julius Kühn-Instituts (JKI) und des Kultursaat e.V. in einer fünfjährigen Studie, die über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) finanziert wurde. In den Versuchen wurden vier Jahre lang zehn verschiedene Liniengemische in Versuchsanlagen und auf Praxisbetrieben in je zwei bis drei…
DBU-Projekt entwickelt Mulchverfahren für Gemüsebau. Besonders beim Gemüseanbau im Freiland werden häufig zur Bekämpfung von Unkräutern – sogenannten Beikräutern – Herbizide verwendet. Der übermäßige Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln kann allerdings negative Auswirkungen auf Mensch und Natur haben. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert daher, den Gebrauch zu reduzieren. Damit das gelingt, sind Alternativen gefragt: Ein Team aus Straubing in Bayern entwickelt mit DBU-Förderung ein umweltfreundliches, biobasiertes Mulchverfahren für den Gemüsebau. Herbizide gehören zur Gruppe der Pestizide und werden im konventionellen…
Für eine in der Fachzeitschrift “Science of the Total Environment” erschienene Studie unter Leitung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) wurden erstmals die Auswirkungen von Silizium-Düngung auf Weizenerträge untersucht. In einem Feldversuch auf Grenzertragsböden in Brandenburg bildeten die Pflanzen deutlich mehr Biomasse aus: Der Ertrag im Vergleich zur konventionell bewirtschafteten Fläche stieg um 80 Prozent. Auch die Bindung von Kohlenstoff im Boden sowie die Verfügbarkeit von Wasser verbesserten sich durch die Düngung deutlich. Perspektivisch könnte dies die Robustheit der Pflanzen gegenüber…
Im Fachjournal Nature warnen Eva Stukenbrock von der Uni Kiel und Sarah Gurr von der Uni Exeter vor den verheerenden Folgen durch Pilzkrankheiten. Trotz des weit verbreiteten Einsatzes von pilzabtötenden Pflanzenschutzmitteln (Fungiziden) gehen in der Landwirtschaft weltweit jedes Jahr zwischen 10 und 23 Prozent der Ernten durch Pilzbefall verloren. Weitere 10 bis 20 Prozent Verlust fallen nach der Ernte an. Die Situation wird sich zukünftig noch verschärfen. Das prognostizieren die Kieler Expertin für pflanzenschädigende Pilze, Professorin Eva Stukenbrock, und ihre…
Stickstoff kann als Dünger Erträge steigern. Ein Zuviel hat aber auch negative Auswirkungen: etwa durch Belastungen des Grundwassers, einen hohen Energieaufwand bei der Dünger-Produktion und die Erzeugung klimarelevanter Gase. Die Wissenschaft sucht deshalb nach Wegen, wie Kulturpflanzen mit weniger Stickstoff auskommen. Forschende der Universität Bonn haben nun Genvarianten des Nitratsensors NPF2.12 entdeckt, die bei niedrigen Stickstoffgehalten im Boden eine Signalkette auslösen. Dadurch wird ein stärkeres Wurzelwachstum induziert, und die Pflanzen verbessern die Stickstoffverwertung. Die Studie wurde vorab online in “New…
Marburger Klimaforschung und Start-Ups wollen mit intelligenter Datenauswertung zur Ernährungssicherheit beitragen. Kleinbäuer*innen stellen im Afrika südlich der Sahara eine zentrale Säule der lokalen Ernährungssicherheit dar. Klima- und Umweltwandel bedrohen dabei zunehmend die Erträge und damit die Existenzgrundlage der Kleinbäuer*innen. Um die Anbauplanung und Ertragsabschätzung zu verbessern, wollen Marburger Klimaforscher*innen um Prof. Dr. Jörg Bendix und Partner*innen aus Start-Up-Unternehmen mit modernen Satellitendaten eine bessere Datengrundlage schaffen. „Das wäre ein wichtiges Element, um die lokalen Wertschöpfungsketten klimaresilienter zu gestalten und damit das…
Das Thünen-Institut für Waldökosysteme veröffentlicht erstmals deutschlandweite Waldkarten, die auf aktuellen Satellitendaten und terrestrischen Daten der Bundeswaldinventur 2012 basieren. Das Thünen-Institut bietet in seinem Thünen-Atlas (atlas.thuenen.de) ab sofort interaktive Karten zum Wald an, die eine deutschlandweite Übersicht geben zur bestockten Holzbodenfläche – also der Fläche, auf der Bäume wachsen – und zu den dominierenden Baumarten. Die Karten sind nicht nur wichtige Informationsquellen für Behörden, Politik, NGOs und Verbände, sondern können auch für weiterführende Forschung und für Bildungszwecke im Bereich Wald…
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat neue Erkenntnisse über die Bedeutung von Pflanzenwurzeln für das Leben im Boden, insbesondere in den Tropen, gewonnen. Millionen kleiner Lebewesen wie Regenwürmer, Springschwänze, Milben, Insekten und andere Gliederfüßer, die in einem einzigen Hektar Boden arbeiten, sind für die Zersetzung und die Gesundheit des Bodens von entscheidender Bedeutung. Lange Zeit ging man davon aus, dass Laubstreu die wichtigste Ressource für diese Tiere ist. Die jüngste Studie ist jedoch die erste, die…
Ölpalmen sind die produktivste Ölpflanze und die weltweite Nachfrage nach ihnen steigt. Ihre Produktivität ist jedoch auf konventionelle Bewirtschaftungsmethoden der Ölpalmplantagen zurückzuführen, mit einem hohen Einsatz an Düngemitteln und Herbiziden und schweren Folgen für die Umwelt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun gezeigt, dass eine Umstellung auf mechanische Unkrautbekämpfung und ein reduzierter Düngemitteleinsatz sowohl die Multifunktionalität des Ökosystems als auch den Gewinn der Plantage erheblich steigern. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Sustainability erschienen….
Uni Hohenheim schließt vermutlich weltgrößten Urgetreide-Versuch ab / Auch bei Einkorn große Sortenunterschiede / Tipps für Landwirtschaft, Müllerei und Bäckerei. Anbau und Verarbeitung von Urgetreide erfordern ein gewisses Know-how. Im vermutlich weltgrößten Urgetreide-Versuch mit Dinkel, Emmer und Einkorn wurde dies nun auch abschließend für Einkorn bestätigt. Prof. Dr. Friedrich Longin von der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim in Stuttgart testete zusammen mit seinem Team 148 Einkorn-Sorten an mehreren Anbauorten auf ihre Eigenschaften auf dem Feld, in der Mühle und in der…
Staub, Ruß oder Salz aus der Luft: Was wenig vielversprechend klingt, kommt Mikroorganismen auf Blattoberflächen von Pflanzen zugute. Welche positiven Effekte solche Aerosole für die Mikroben und die Pflanzen haben können, untersucht ein Forschungsteam der Universität Bonn und der Hebrew University of Jerusalem. Die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) fördert das Vorhaben in den nächsten vier Jahren mit rund 800.000 Euro. Die Anschubfinanzierung stammt von einem Collaborative Research Grant aus Exzellenzmitteln der Universität Bonn. Ein einziges Pflanzenblatt…