2022 erleben wir einen weiteren trockenen, heißen Sommer. Flüsse führen wenig Wasser, Böden trocknen aus, es drohen Ernteverluste. Ob Bewässerung wirklich die Lösung ist, verrät Dr. Katrin Drastig vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Biookonomie e.V. Wie kann die Landwirtschaft am besten mit Dürresommern umgehen? Ist Bewässerung die Lösung? “Trockenheit ist für Kartoffeln, Zuckerrüben und Braugerste besonders problematisch. Auch wasserhaltige Produkte wie Obst und Gemüse sowie Blumen und Zierpflanzen reagieren bei Trockenheit sehr empfindlich mit Qualitätsverlusten”, sagt Katrin Drastig auf vdi.de….
Eine vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) durchgeführte Umfrage unter Landwirtinnen und Landwirten zeigt, dass der Lupinenanbau in Deutschland die Abhängigkeit der Betriebe von Eiweißfutterimporten verringern und die Verwendung von Düngemittel einsparen könnte. Für zufriedenstellende Erträge und rentablen Anbau sind jedoch Züchtungsmaßnahmen und finanzielle Anreize entscheidend. Teile von Ostdeutschland sind ein historisch bedeutendes Anbaugebiet für Lupinen. Warum die Anbauflächen und Erntemengen seit einigen Jahren trotzdem stark schwanken, sollte eine Umfrage im Rahmen der Leguminosenforschung am ZALF klären. Dafür wurden Ende 2019…
Satellitengestützte Erkennung von Waldbränden im Waldmonitor Deutschland jetzt online. Seit heute kann jedeR BürgerInnen verfolgen, ob und wo es in Deutschlands Wäldern brennt. Der Waldmonitor Deutschland [http://Waldmonitor-deutschland.de] zeigt jetzt frei verfügbar neben den Informationen zum Waldzustand und der Verteilung der Hauptbaumarten auch, wo Satelliten Feuer im Wald erkennen. Die Daten zeigen die Nah-Echtzeit Erkennungen aktiver Feuer durch die Satelliten MODIS (Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer) und VIIRS (Visible Infrared Imaging Radiometer Suite) der letzten sieben Tage. Es werden nur die Feuerdetektionen…
Setzt die deutsche Landwirtschaft zukünftig auf Mikroalgen? Mit den einzelligen Wasserpflanzen lassen sich jedenfalls zahlreiche Wertstoffe produzieren – somit haben sie ein großes Potenzial als nachwachsender Rohstoff und Biomassequelle für die Bioökonomie. Im Verbundprojekt »FuTuReS« untersuchten Forschende des Fraunhofer IGB, der Universität Hohenheim in Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), unter welchen Bedingungen und für welche Zwecke sich die Algenkultivierung lohnt. Nach zwei Projektjahren zieht das Forschungsteam eine positive Bilanz: Der Schlüssel liegt in der richtigen Auswahl der…
Forschende der Universität Bern haben untersucht, wie sich eine biologische, biodynamische und konventionelle Bewirtschaftung in Weinbergen auf die Insektenfauna auswirkt. Sie konnten zeigen, dass biologische – und in einem geringeren Masse auch biodynamische – Bewirtschaftung bessere Lebensraumbedingungen für die Insekten bietet als konventionell bewirtschaftete Weinberge. Weinberge werden zumeist entweder konventionell, biologisch oder biodynamisch bewirtschaftet. Konventionell bedeutet, dass synthetischer Dünger und Pestizide erlaubt sind. Zudem werden häufig Herbizide, also Unkrautmittel, eingesetzt, um eine allfällige Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zwischen den…
Im Projekt „FInAL” erproben Forschende des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) Maßnahmen für den Insektenschutz. Seit 2018 untersuchen sie in einem eigens eingerichteten Landschaftslabor im brandenburgischen Havelland Möglichkeiten zur insektenfreundlichen Bewirtschaftung von Niedermoorböden. Diese können nur eingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden, sind aber aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung, zum Beispiel als CO2-Speicher, sehr wertvoll. Über den direkten Vergleich von Flächen mit und ohne Maßnahmen liegen jetzt praxisnahe Ergebnisse über Erfolge und Grenzen verschiedener Insektenschutzmaßnahmen vor. Laut des neuesten Berichts der Intergovernmental Science-Policy Platform…
Der Giebel gilt als eine der erfolgreichsten invasiven Fischarten in Europa. Vor allem seine Fähigkeit, sich ungeschlechtlich zu vermehren, bietet ihm einen großen Vorteil gegenüber konkurrierenden Fischen. Ein internationales Forschungsteam hat nun erstmals das vollständige Genom des Giebels beschrieben. Dadurch kann auch seine ausgefallene Fortpflanzungsmethode wesentlich besser verstanden werden. Die Studie unter der Leitung von Dunja Lamatsch vom Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee, der Universität Innsbruck wurde im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Der aus Asien stammende Giebel Carassius gibelio ist in…
Im Rahmen des BMEL-geförderten Experimentierfelds DIWAKOPTER haben Geisenheimer Forschende mit ihren Partnern erstmals Versuche zur sensorgesteuerten Präzisionsdüngung im Weinbau durchgeführt. Dabei misst ein am Schlepper angebrachter Sensor über die Reflexion der Blätter den Versorgungszustand der Rebe. Diese Information wird digital an den Düngestreuer weitergegeben, der die Gabe reguliert. Ein Baustein, um die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion zu steigern, ist die effizientere Applikation von Betriebsmitteln. Hier setzt die Hochschule Geisenheim im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und…
Der Anbau in oder auf Gebäuden in Ballungszentren bietet eine ressourcenschonende und flächeneffiziente Form der Agrarproduktion. Unter der Dachmarke inFARMING® entstehen am Fraunhofer UMSICHT seit mittlerweile 10 Jahren innovative Technologien und Materialien, die die Basis für regionale und qualitativ hochwertige pflanzliche Produkte sind. Das Potenzial ist enorm, weiß Volkmar Keuter, Abteilungsleiter Umwelt und Ressourcennutzung, mit Blick auf das bisher Erreichte und die nächsten Schritte. Warum werden moderne Anbautechniken immer wichtiger für die Agrarwirtschaft? Volkmar Keuter: Moderne Kultivierungstechniken findet man häufig…
Das südliche Afrika verfügt über eine reichhaltige Vielfalt an Nutzpflanzen – mit deren natürlichen und wild vorkommenden Verwandten sowie sogenannten “Orphan Crops”. Bei Letzteren handelt es sich um „vernachlässigte” Pflanzensorten, die als genetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (PGRFA) dienen, aber nicht häufig genutzt werden. Das Projekt Farmer Resilience and Melon Crop Diversity in southern Africa” (FRAMe) zielt auf eine zukunftsorientierte Landwirtschaft der Nutzpflanzenvielfalt am Beispiel der Melonen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben in den…
Forschungsteam der Universität Kiel hat Ausbreitung des Getreides von Ostasien nach Mitteleuropa im Detail rekonstruiert. Bereits vor 3.500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt. Das ist die Schlussfolgerung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sie haben den Ausbreitungsweg von Rispenhirse im Detail rekonstruieren können und herausgefunden, dass das Getreide damals von Asien nach Mitteleuropa verbreitet wurde. Leicht anzubauen, kurze Wachstumsperiode und Dürreresistent: Die Rispenhirse (Panicum miliaceum) gehört heute zu den Nahrungsmitteln mit unschätzbarem Wert für die Welternährung….
DBU fördert neues Verfahren mit Wärmebildkameras Drohnen mit Wärmebildkameras erhalten für Rehpopulationen künftig eine völlig neue Bedeutung. Bislang waren sie für die Tiere vor allem als Lebensretter im Einsatz. Denn der Frühling bedeutet für Rehe oft Lebensgefahr. Im Mai und Juni erwarten sie Nachwuchs. Und zum Schutz werden die Kitze von ihren Müttern häufig im hohen Gras der Wiesen versteckt. Mit Kameras ausgestattete Drohnen können dann verhindern, dass beim ersten Mähen Tiere zu Tode kommen. Künftig könnte solche Technik auch…
Forschungsprojekt HypoWave+ auf der IFAT 2022. Das im Forschungsprojekt HypoWave erfolgreich entwickelte Verfahren einer landwirtschaftlichen Lebensmittelproduktion mit recyceltem Wasser geht erstmals im großen Maßstab in die Anwendung. Im „kleinen Maßstab“ wird das Modell für die hydroponische Gemüseproduktion mit aufbereitetem Bewässerungswasser auf der IFAT in München zu sehen sein. Das Forschungsteam von HypoWave+ stellt das Projekt vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 in Halle B2 am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor. Die landwirtschaftliche Gemüseproduktion ist wasserintensiv….
Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) präsentiert zum ersten Mal einen vollautomatischen Roboter zur Unkrautbekämpfung im Zuckerrübenanbau in Brandenburg. Die Zuckerrübe gehört zur Uckermark wie die Gurke zum Spreewald. Doch ihr Anbau ist in der Region rückläufig. Er ist zu aufwendig. Unkräuter müssen während der gesamten Vegetationsperiode regelmäßig beseitigt werden, um gute Erträge zu erzielen. Im konventionellen Anbau greift man deshalb zu Pestiziden, im Ökolandbau zur Hacke. Beide Methoden sind suboptimal, weil sie entweder umweltschädlich oder zu teuer sind….
Deutsch-Französisches Projekt R4Agri gestartet. Auch wenn Roboter zukünftig über längere Zeit autonom arbeiten sollen, müssen sie natürlich die fachlichen und rechtlichen Regeln einhalten, die im Anwendungsgebiet gelten. In dem Projekt R4Agri entwickeln das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das französische Institut national de recherche en informatique et en automatique (INRIA) Grundlagen für KI-basierte Empfehlungssysteme zur Entscheidungsunterstützung. Agrarrobotik ist das exemplarische Einsatzgebiet für diese Grundlagenforschung; Erkenntnisse daraus werden in parallel im DFKI laufende Transferprojekte zur Digitalisierung der Agrartechnik einfließen….
Die räumliche Verteilung von Poren entscheidet mit, wo Kohlenstoff im Boden gespeichert wird. Schon lange ist bekannt, dass Böden mehr Kohlenstoff speichern als die gesamte Vegetation an der Erdoberfläche. Doch welche Prozesse im Detail dort die Anreicherung begünstigen, dazu sind immer noch viele Fragen offen. Unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) hat ein Team von Bodenwissenschaftler:innen nun eine neue Methode entwickelt, mit der sich zeigen lässt, wo und unter welchen Voraussetzungen Kohlenstoff im Boden fixiert wird. Wie sie…