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Entdeckung: Ganzkörper-Gehirn bei Seeigeln Identifiziert

Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…

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Biowissenschaften Chemie

Neuartiges Verfahren zur Herstellung anspruchsvoller Moleküle

FAU-Forschungsteam gelingt Durchbruch in der Organischen Chemie. Ein Forschungsteam vom Department Chemie und Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat das bislang bestehende Problem gelöst, wie sich durch einen unkomplizierten und kosteneffektiven Prozess Hexaarylbenzolmoleküle herstellen lassen, die sechs verschiedene aromatische Ringe enthalten und eine wichtige Rolle zum Beispiel als funktionale Materialien spielen. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ veröffentlicht. Einfache, so genannte symmetrische Hexaarylbenzolmoleküle (HAB) herzustellen, bei denen Wasserstoffatome des Benzols durch die immer gleichen Atomgruppen ersetzt…

Biowissenschaften Chemie

Die Evolution der Körperachsen

Vergleich von Seeanemonen und Seeigel gewährt Einblick in Achsenbildung von Urzeitorganismen. Körperachsen sind molekulare Koordinatensysteme, entlang derer regulatorische Gene aktiviert werden. Diese steuern die Entwicklung der anatomischen Strukturen in den richtigen Positionen. So stellt der Körper sicher, dass sich z.B. Ohren nicht auf dem Rücken entwickeln. Bei vielen Organismen wird die Hauptkörperachse durch den β-Catenin Signaltransduktionsweg reguliert. Eine Forschungsgruppe um Grigory Genikhovich von der Universität Wien hat aktuell in Nature Communications festgestellt, dass die Art, wie die Hauptkörperachse von Seeanemonen…

Biowissenschaften Chemie

Wie die Epigenetik zur Entstehung von Leukämien beiträgt

„Über den Genen“… Leukämien sind lebensbedrohende Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Sie betreffen alle Altersgruppen, allerdings steigt ihre Inzidenz mit dem Alter stark an. Trotz der großen Behandlungsfortschritte liegt die 5-Jahres-Überlebensrate – je nach Leukämieform – nur bei etwas über 50 Prozent. Daher wird weltweit nach neuen Therapieansätzen geforscht. Dabei stehen insbesondere Gene im Fokus, die das Wachstum von Krebszellen beeinflussen. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Stuttgart und des DRK-Blutspendedienstes Frankfurt in einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojekt eine neue…

Biowissenschaften Chemie

Mechanische Multitalente in biologischen Zellen

Göttinger Forschungsteam untersucht spezielle Proteinstrukturen. Menschliche Körperzellen sind dauerhaft verschiedensten mechanischen Belastungen ausgesetzt. So müssen Herz und Lunge lebenslangem Ausdehnen und Zusammenziehen standhalten und Immunzellen sind stark verformbar, um sich durch den Körper zu bewegen. Dabei spielen spezielle Proteinstrukturen, sogenannte Intermediärfilamente, eine wichtige Rolle. Forscherinnen und Forschern der Universität Göttingen ist es jetzt erstmals gelungen, genau zu messen, welche physikalischen Effekte die Eigenschaften der einzelnen Filamente bestimmen und welche besonderen Eigenschaften erst durch das Zusammenspiel vieler Filamente in Netzwerken auftreten….

Biowissenschaften Chemie

microRNAs als mögliche Biomarker zur Früherkennung von Krankheiten wie Parkinson

Einen neuen Ansatz, Krankheiten wie Parkinson noch vor Auftreten von Symptomen mit Hilfe von Biomarkern im Blut nachzuweisen, erforscht die Humangenetikerin Caroline Diener im Team von Professor Eckart Meese am Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes. Ihre Ergebnisse zu microRNAs in T-Zellen könnten auch zu neuen Therapieverfahren führen. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung zeichnet die Nachwuchsforscherin aus und fördert ihre weitere Forschung. Parkinson, eine der häufigsten Nervenkrankheiten der Welt, wird meist erst spät erkannt. Dabei haben die zerstörerischen Prozesse im Körper und…

Biowissenschaften Chemie

Hy2Biomethane: Intelligente Kombination von Biogas und Wasserstoff

Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) erhält eine Förderung für das Projekt „Hy2Biomethane“. Unter Verwendung des bei Biogasanlagen durch die Fermentation anfallenden Kohlendioxids soll mit Wasserstoff aus einer vor Ort angeschlossenen Elektrolyse wiederum Methan erzeugt werden. Als vielversprechender Konversionspfad wird dabei die biologische Methanisierung näher untersucht. Das konkrete Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Konzeptionierung, Entwicklung und labortechnischen Erprobung der verfahrenstechnischen Einbindung eines Rieselbettreaktors in die Druckwasserwäsche-basierten Biogasaufbereitung. Das Institut für neue Energie-Systeme (InES) der…

Biowissenschaften Chemie

Synchrotrons beschleunigen Corona-Forschung

Eine Information des Komitees für Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS) Synchrotrons wurden ursprünglich von Physikern gebaut, um Teilchen zu erforschen. Heute werden sie auch gegen COVID-19 eingesetzt. Die Projekte sind so vielfältig wie die Nutzerschaft: Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen wie BioNTech. Um COVID-19 zu bekämpfen, brauchen wir Impfstoffe und Medikamente. Für ihre Entwicklung muss man das Virus SARS-CoV-2 genau kennen. Doch für diese Untersuchungen reicht die Auflösung eines normalen Lichtmikroskops nicht aus, denn das Virus selbst ist kleiner als die Wellenlänge…

Biowissenschaften Chemie

Neuer Corona-Massentest bis zu 100-mal empfindlicher als Antigen-Schnelltests

Ein neuer am Universitätsklinikum Bonn entwickelter Corona-Test kann mithilfe von Sequenziertechnologie eine Vielzahl von Abstrichen gleichzeitig analysieren und hat eine ähnlich hohe Sensitivität wie der gängige qPCR-Test. Insbesondere für die systematische Testung in Kitas, Schulen oder Betrieben bietet das innovative Verfahren großes Potential. Heute sind die Studienergebnisse zu dem neuen Corona-Test im renommierten Fachjournal „Nature Biotechnology“ veröffentlicht worden. Um in der Corona-Pandemie das Infektionsgeschehen effektiv überwachen und eindämmen zu können, bleibt neben der Impfung die systematische Testung der Bevölkerung von…

Biowissenschaften Chemie

Der Regenwurm in einem neuen Licht

Regenwürmer sind etwas ganz Besonderes, denn sie sorgen auf der ganzen Welt für die Gesundheit des Bodens. Von außen wirken sie unscheinbar und einfach. Wie sie aber von innen aussehen, von den Organen bis hin zu Mikroben und Parasiten, die diese besiedeln können, war bisher schwer zu erfassen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie haben jetzt eine Methode entwickelt, diese anatomischen Strukturen und deren Produkte des Stoffwechsels eines Regenwurmes zu visualisieren. Das eröffnet neue Wege in der Mikrobiologie, Immunologie und…

Biowissenschaften Chemie

Ein Atlas des Hummelgehirns

Vom Gehirn der Erdhummel gibt es jetzt einen dreidimensionalen Atlas. Mit ihm lässt sich künftig noch besser erforschen, wie Nervenzellen miteinander verschaltet sind und wie sie Informationen verarbeiten. Die Erdhummel Bombus terrestris gehört zu den häufigsten Hummelarten in Europa. Sie ist nicht nur in der Natur als Bestäuberin aktiv – der Mensch setzt sie auch in Gewächshäusern und Folientunneln ein, um gute Ernten bei Tomaten oder Erdbeeren zu bekommen. In der Wissenschaft wird die Erdhummel ebenfalls genutzt: „Der Grundlagenforschung dient…

Medizin Gesundheit

Gastrulationsforschung enthüllt neue Details über die Embryonalentwicklung

Eine neue Studie des Helmholtz Zentrums München revidiert das bisherige Lehrbuchwissen über die sogenannte Gastrulation, die Entstehung des Körperbauplans während der Embryonalentwicklung. Diese Studie könnte auch für Fortschritte im Bereich der Zellersatztherapie und Krebsforschung von Relevanz sein. Unter Gastrulation versteht man die Bildung der drei Keimblätter Endoderm, Mesoderm und Ektoderm. Das Wissen darüber, wie sich der Bauplan des Körpers in der ersten Phase der Embryonalentwicklung ausbildet, ist nicht nur wichtig, um zu verstehen, wie aus einem befruchteten Ei ein erwachsener…

Biowissenschaften Chemie

Was Termiten und Zellen gemeinsam haben

Die Natur ist voll von faszinierenden Mustern. Pflanzen zeigen spiralförmiges Wachstum, Tiere beeindrucken mit symmetrischen Fellmustern und soziale Insekten bauen komplexe Neststrukturen. Diese nahezu perfekt angeordneten Muster bilden sich scheinbar ohne Bauplan, ein Phänomen, das auch bei der Entstehung von neuen Zell- und Körperformen zu beobachten ist. Mit der Erschaffung einer künstlichen, lebensähnlichen Protozelle, die externe Reize in Formveränderungen umsetzt, hat das Team um Philippe Bastiaens am Max-Planck-Institut in Dortmund, zeigen können, dass die gleichen selbstorganisierenden Prozesse sowohl den Bau…

Medizintechnik

Wenn das Hüftgelenk aus dem Drucker kommt

Deutsch-polnisches Leistungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft bringt additive Fertigung in die Medizintechnik – erste Demonstratoren werden bereits Ende 2021 präsentiert. Es geht um Hightech-Zahnersatz, um Prothesen, die Entzündungsreaktionen im Körper eigenständig erkennen oder individuell angepasste Sitze für Rollstühle. Ein deutsch-polnisches Leistungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft erforscht neue Technologien für den Einsatz von 3D-Druckverfahren, der sogenannten additiven Fertigung, in der Medizintechnik. Für die Fraunhofer-Gesellschaft ist es eines von zwei im März gestarteten internationalen Leistungszentren, die sich explizit der grenzübergreifenden Zusammenarbeit widmen. Beteiligt am Zentrum »Additive…

Biowissenschaften Chemie

Ein Hilferuf aus dem Gehirn

Wie Immunzellen bei Enzephalitis ins Gehirn gelockt werden. Bestimmte Viren können eine Entzündung der Hirnhäute oder sogar des gesamten Hirns, die sogenannte Virus-Enzephalitis, hervorrufen. Dazu gehört neben dem Tollwutvirus und dem West Nil-Virus im Mausmodell auch das vesikuläre Stomatitis Virus (VSV). Die für die Bekämpfung der Infektion notwendigen Immunzellen müssen zunächst aus der Peripherie des Körpers ins Gehirn gelangen. Dazu produziert das Immunsystem Botenstoffe als Lockmittel. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Institut für Experimentelle Infektionsforschung am TWINCORE konnten nun zeigen,…

Medizintechnik

Zellulärer Herzschrittmacher bei der Arbeit

Hochleistungsrechner ermöglicht neue Einblicke in Struktur und Funktion der Ionenkanäle. Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden der TU Darmstadt hat neue Erkenntnisse über Proteinstruktur und Funktion der Ionenkanäle gewonnen, die den Herzschlag steuern. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal „Molecular Cell“ veröffentlicht und könnten zur Entwicklung nebenwirkungsärmerer Herzmedikamente beitragen. Jeder kennt es: Zu viel Aufregung oder ein starker Kaffee, und schon schlägt das Herz schneller. Diese Alltagserfahrung ist schon seit vielen Jahren von Biologen und Medizinern sehr gut auf…

Biowissenschaften Chemie

Bildgebende Darstellung eines Schlüsselenzyms im Pflanzenstoffwechsel erstmalig gelungen

Neue Technologie gibt Einblicke in die atomare Struktur der pflanzlichen Zellatmung. Jüngste Weiterentwicklungen der Elektronen-Kryomikroskopie machen es möglich, eine Schwelle in der pflanzengenetischen Grundlagenforschung zu überschreiten: Die Arbeitsgruppe von Dr. Jennifer Senkler und Prof. Hans-Peter Braun vom Institut für Pflanzengenetik der Leibniz Universität Hannover (LUH) konnte erstmalig ein zentrales Enzym des Pflanzenstoffwechsels auf atomarer Ebene untersuchen. Dieses bildgebende Verfahren ist erst seit kurzer Zeit technisch möglich. Durch die neuen Einblicke können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun Erkenntnisse über die genaue…

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