Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bei Zulassung und Nachzulassung von Tierarzneimitteln erfolgreich: BgVV hat gesteckte Ziele für 2001 übertroffen Gesundheitsschutz für die Bevölkerung und Planungssicherheit für den pharmazeutischen Unternehmer gewährleistet Das BgVV befindet sich bei der Zulassung und Nachzulassung von Tierarzneimitteln nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) auf einem guten Weg. Im Jahre 2001 hat das Institut 86 Verfahren zur Zulassung neuer Tierarzneimittel abgeschlossen. Rund ein Fünftel der Zulassungen w
Göttinger Max-Planck-Forscher finden Proteine, die die Übertragungsleistung von Nervenzellen vielfältig steuern
Synapsen sind wichtige Schaltelemente der Informationsverarbeitung im Gehirn. Doch bisher war nicht bekannt, wie ihre Übertragungsleistung reguliert wird. Zwei Forscherteams um Christian Rosenmund, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, und Nils Brose, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, haben jetzt bei neuartigen Experimenten mit genetisch veränderten
“Domänenkonzept” des Dortmunder Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie ermöglicht effizientere Suche nach medizinischen Wirkstoffen Ein neues Konzept für eine effizientere Wirkstoffsuche haben Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Herbert Waldmann am Dortmunder Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie entwickelt. Das so genannte “Domänenkonzept” soll zum Aufbau von Substanzbibliotheken führen, in denen die Trefferquote für medizinisch relevante Wirkstoffe entscheidend er
Am Universitätsklinikum Heidelberg wird das bundesweit erste Interdisziplinäre Uveitis-Zentrum eröffnet. Dort werden Patienten, die an Uveitis, einer besonderen Augenentzündung leiden, gemeinsam von Augenärzten und Rheuma-Spezialisten behandelt. Heute wird das in Deutschland einmalige Interdisziplinäre Uveitis-Zentrum, das im Otto-Meyerhof-Zentrum des Klinikums angesiedelt ist, eingeweiht. Viele Patienten mit Uveitis haben eine rheumatische Erkrankung, die auch Gelenke und andere Körp
Der Stundenplan ist dicht gefüllt. Statt Beruf, Studium oder Hausarbeit bestimmen für eine Weile regelmäßige Einzel- und Gruppengespräche, daneben unter anderem Konzentrative Bewegungstherapie und Gestaltungstherapie den Tagesablauf. Wer sich auf dieses Programm einlässt, muss Zeit mitbringen. Im Schnitt 60 Tage, manchmal aber auch deutlich länger dauert die stationäre Intensivtherapie in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster. “Für die meisten Patienten s
Als “gefährlichen Rückschritt” bezeichnet die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin die Entscheidung des Hamburger Senats, den Spritzentausch in Hamburger Gefängnissen zur Vermeidung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten zu beenden. Als “gefährlichen Rückschritt” haben die führenden deutschen Fachleute für Suchtmedizin die Entscheidung des Hamburger Senats bezeichnet, den Spritzentausch in Hamburger Gefängnissen zur Vermeidung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten zu beend
Engagement bei der Einführung des neuen klinischen Ausbildungsganges in der Medizin ausgezeichnet Erstmals vergibt die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg den HEICUMED-Lehrpreis in Höhe von EURO 15.000,-. Damit werden besondere Leistungen ausgezeichnet, die im Rahmen des neuen Unterrichtprojektes HEICUMED erbracht worden sind. HEICUMED steht für das neue Heidelberger Klinische Curriculum, das auf eine moderne, praxisnahe Ausbildung der angehenden Ärzte ausgerichtet ist und se
In Deutschland erblinden jährlich 17. 000 Menschen, nahezu die Hälfte aller Erblindungen sind durch Netzhauterkrankungen bedingt. Auch in der Augenheilkunde wird am Einsatz technischer Implantate geforscht. Sie sollen die komplexe Netzhautfunktion ersetzten und so das Sehvermögen wiederherstellen. In einer Übersichtsarbeit ** in Science vom 8. 2. 2002 diskutiert Professor Eberhart Zrenner die beiden seit Anfang der 90er Jahre grundsätzlich verfolgten – subretinalen und epiretinalen – Ansätze de
Untergewicht ist nach Einschätzung der Diplom-Ernährungswissenschaftler Dr. rer. nat. Susanne Nowitzki-Grimm und Dr. rer. nat. Peter Grimm (Universität Hohenheim) weiter verbreitet als vielleicht vermutet. Da es “alles andere als gesund” sei, sollte jenen, die sich mit ihrem Untergewicht nicht wohl fühlten, die Möglichkeit gegeben werden, auf gesunde Weise zuzunehmen. In dem von den Ernährungsexperten entwickelten Programm “Mensch, bist Du dünn!” verweisen die Wissenschaftler auf eine epidemiologis
Nach gut halbjähriger Laufzeit liegen erste Zwischenergebnisse des Modellprojektes Mammographie-Screening in Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis vor. Dies wurde von der Projektleiterin, Dr. Margrit Reichel, heute angekündigt. In der Anfangsphase des Projektes lag die Entdeckungsrate mit knapp über acht Karzinomen pro 1000 teilnehmenden Frauen 2,5 Mal höher als in der Deutschen Mammographiestudie Anfang der 90er Jahre in Norddeutschland. Die Daten wurden am vergangenen Mittwoch bereits von international
Vor allem in Frankreich und Italien ist der Stechende Mäusedorn (Ruscus aculeatus) bereits ein bekanntes Mittel gegen Venenschwäche. Weil dieses Gewächs aber auch hierzulande immer mehr Aufmerksamkeit findet, wurde es vom Studienkreis “Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde” an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2002 gewählt. Schätzungsweise sechs Millionen Bundesbürger leiden an einer chronischen Venenschwäche: Sie haben Schmerzen und Schweregefühl in den Bein
Kieler Physiker entwickeln Modell Die Wechselwirkung zwischen Aktion und Reaktion zwischen Viren und dem menschlichen Immunsystem hat eine physikalische Forschergruppe an der Universität Kiel mit Hilfe mathematischer Modelle untersucht. Wie Katz und Maus: Viren verändern sich ständig, um zu überleben. Auf sie reagiert das menschliche Immunsystem, das eine möglichst perfekte Abwehr aufzubauen versucht. Dieses Zusammenwirken ist nun von Dr. Stefan Bornholdt und seiner Forschergruppe am I
Nach einer Reihe unerwarteter Nebenwirkungen bei Patienten sind Tests mit einem Impfstoff gegen die Alzheimer-Krankheit vorerst auf Eis gelegt worden, berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer neuen Ausgabe. Seit Dezember sind sieben von insgesamt 360 freiwilligen Testpatienten in Frankreich, den USA und der Schweiz nach der Impfung an einer Entzündung von Hirn und Hirnhaut (Meningoenzephalitis) erkrankt. Ob die Zwischenfälle durch den Impfstoff des irischen Unternehmens Elan ausgelöst wurd
In zwei aufeinander folgenden Ausgaben hat die Ärzte Zeitung auf ein neues Therapieprinzip in der Dermatologie aufmerksam gemacht. Häufig kann bei der Behandlung von Hautkrebs das Skalpell durch eine Immun-Creme ersetzt werden. Nach Überzeugung von Prof. Eggert Stockfleth (Charité, Berlin) wird eine neue Methode die Behandlung von oberflächlichem Hautkrebs revolutionieren. Er stellt Patienten mit Basalzell-Karzinomen, Plattenepithel-Karzinomen und auch mit deren häufiger Vorstufe, der Aktinis
Bei vielen Patienten mit einem Blutgerinnsel tritt der Blutgerinnungsfaktor VIII in zu hoher Konzentration auf. Das kann erbliche Gründe haben, weshalb Wissenschaftler von der Universität Würzburg jetzt die genetische Ursache identifizieren wollen. “Wenn zwei Jungen bei der Beschneidung an Blutungen gestorben sind, brauchen alle weiteren Söhne der Mutter, ihrer Töchter und ihrer Schwestern nicht mehr beschnitten werden.” Dieses erste Zeugnis der Bluterkrankheit stammt aus dem 2. Jahrhund
Durch Abnehmen können Entzündungsstoffe im Körper reduziert und das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst werden. Dies fanden kanadische Forscher um Dr. André Tchernof von der University of Vermont heraus. Bereits seit einiger Zeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass ein spezieller Eiweißstoff, das so genannte C-reaktive Protein (CRP), ein eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Zudem steht dieses Protein in enger Verbindung mit dem Körpergewicht und dem Körpe