Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Methode erkennt aktive Gene an Färbung
Onkologen des Albert Einstein College of Medicine in New York haben einen Test entwickelt, der Tumore mit leuchtend fluoreszierender Farbe erhellt. Verschiedenfarbige Punktmuster-Aufnahmen sind laut Forschern das neue Untersuchungsmodell, mit Hilfe dessen die Wahrscheinlichkeit einer wiederholten Tumorentwicklung prognostiziert werden kann. Die Methode wurde am Londoner Royal Marsden Hospital an Kindern mit einem Wilms-Tumor, einer Form von Ni
Angebot der FH Münster und der Uniklinik verbindet Medizin mit Technik und Handwerk Die Zeit ist reif für ein völlig neuartiges Kooperationsmodell. Erstmalig soll es ab dem kommenden Wintersemester an einer deutschen Hochschule einen Studiengang geben, der alle Bestandteile der neuzeitlichen Orthopädie berücksichtigt. Der Diplom-Studiengang “Technische Orthopädie” an der Fachhochschule Münster verbindet medizinisch-klinisches Wissen mit ingenieurwissenschaftlichem und handwerklichem Know-
Übergewicht trägt bekanntlich zu herzschädigenden Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck bei, die das Risiko für eine Herzschwäche erhöhen. Wie US-Forscher aber jetzt entdeckten, steigert auch das überschüssige Gewicht an sich das Risiko für die gefährliche Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Eine Herzschwäche ist eine Erkrankung, die unbehandelt relativ schnell zum Tode führen kann. Dr. Ramachandran S. Vasan von den National Institutes of Health und seine Kollegen haben fast 590
Jenaer Forscher stellen weltweit ersten Prototypen eines fötalen Magnetokardiografen mit aktiver Abschirmung vor Menschen sind wie Maschinen. Ihre Organe und Muskeln setzen Ströme frei, die ein Bild über den Zustand der “Maschine Mensch” geben können. Allerdings sind die menschlichen Ströme, etwa des Herzens, so gering, dass selbst eine Steckdose millionenfach stärkere Signale ausstößt. Um die menschlichen Ströme messen und in der Krankenversorgung einsetzen zu können, existiert seit
Mit drei Millionen Euro fördert die Bayerische Forschungsstiftung den neuen Bayerischen Forschungsverbund “Miniaturisierte Analyseverfahren durch Nanotechnologie in Biochemie, Chemie und Physik” (ForNano). Drei der neun Projekte sind an der Uni Würzburg angesiedelt. Zusammen erhalten sie rund 700.000 Euro Fördermittel. Über dem Forschungsverbund könnte genau so gut das zurzeit moderne Schlagwort “Lab on a chip” stehen (Labor auf einem Chip). Dahinter verbergen sich Bemühungen, mit Hi
Ansatzpunkte für die künstliche Photosynthese Winzige Hohlräume in Enzymen und Rezeptoren sind der Ort, an dem biochemische Reaktionen ablaufen. Solche nur einige Millionstel Millimeter messenden “Nanospalten” lassen sich beispielsweise auch in künstlichen Membranen erzeugen und könnten für katalytische Reaktionen genutzt werden. Im Laufe ihrer Untersuchungen machte eine Berliner Forschergruppe um Jürgen-Hinrich Fuhrhop eine überraschende, bisher einmalige Beobachtung: Wasserlösliche
Reform für gemeinsame Studieninhalte und Multimedia-Einsatz Deutschland und Frankreich gehen bei der Reform des Chemiestudiums künftig gemeinsame Wege. Dabei soll die Darstellung der Studieninhalte neu festgelegt und moderne Multimedia-Angebote entwickelt werden, teilte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag in Berlin mit. Das Fachinformationszentrum Chemie (FIZ Chemie Berlin) und die in der französischen Wissenschaftsorganisation Fédération Gay-Lussac (F
Schulung soll Infektions- und Impfstoffforschung in Entwicklungsländern vorantreiben Die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) veranstaltet vom 5. August bis 13. September Internationales Trainingsprogramm (ITP). Dabei sollen Wissenschaftler aus Entwicklungsländern mit Spezialwissen ausgestattet werden, damit sie nach ihrer Rückkehr die Infektions- und Impfstoffforschung in den Heimatländern vorantreiben können. Die Teilnehmer stammen aus Indien, Thailand, von den Philipp
Cannabinoid-Rezeptor für das Auslöschen von Aversionen wichtig
Am Beispiel der Angstkonditionierung von Labormäusen konnten Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München zusammen mit Kollegen aus Neapel zeigen, dass beim Abklingen von Angstreaktionen der Cannabinoid-Rezeptor eine maßgebliche Rolle spielt. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Nature (1. August 2002) berichten, klang bei Mausmutanten, denen der Cannabinoid-Rezeptor fehlte, die durch
Trotz aller Behandlungserfolge sind Ablagerungen an den Herzgefäßen weiterhin die führende Krankheits- und Todesursache, sogar mit weltweit steigender Tendenz. Diese Ablagerungen können plötzlich und ohne vorangehende Warnzeichen aufbrechen und einen Herzinfarkt verursachen. Bislang gibt es kaum Möglichkeiten vorherzusagen, welche Ablagerungen sich ruhig verhalten und welche aufzubrechen drohen. Nach einem ersten Test in Neuseeland wird ein neuartiger Herzkatheter nun erstmals in Europa am Universi
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ). Zahlreiche verwirrende Pressemitteilungen über ein generelles Verbot von Fluoriden in Belgien haben zu einer erheblichen Verunsicherung in der Bevölkerung geführt. Tatsache ist, dass man von Seiten der Belgischen Gesundheitsbehörde überlegt, Fluoridsupplemente in die Verordnungspflicht zu nehmen. Zudem soll der freie Verkauf fluoridhalt
Eine neue Hypothese zur Entstehung von Schizophrenie legt eine Kombination aus defekten Genen und Viren nahe.
Die defekten Gene führen nach Ansicht von Dr. Irving I. Gottesman von der University of Minnesota und seinen Kollegen dazu, dass bestimmte Hirnzellen, die Gliazellen, Defizite bei Wachstumsfaktoren aufweisen. Käme noch eine Virusinfektion hinzu, würde dies die Zellen weiter schwächen. Diese Schwächung könnte dazu führen, das Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnzellen
Körpereigenes Cannabinoid-System löscht unangenehme Erinnerungen wieder aus
Hanf als Droge, Therapeutikum oder beides? In der modernen Medizin werden die Aufbereitungen von Cannabis sativa zunehmend eingesetzt – unter anderem in der Schmerztherapie. Die Wirkstoffe ähneln körpereigenen Botenstoffen des Endocannabinoidsystems und aktivieren dieselben Rezeptoren im Zentralnervensystem. Die LMU-Anästhesiologin Shahnaz Christina Azad zeigt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift N
In der aktuellen Ausgabe der renommierten Wissenschaftszeitschrift “Nature” stellt eine internationale Arbeitsgruppe die Funktionsanalyse aller Gene der Bäckerhefe vor. Damit liegt erstmals eine vollständige Auflistung der Rolle jedes einzelnen Gens für das Wachstum der Hefe vor. Mit beteiligt an dieser bahnbrechenden Forschung ist ein Team der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Hegemann (Institut für Mikrobiologie).
Das Genom der Bäckerhefe ist bereits seit
Wird Muscarin-Rezeptor lahmgelegt, reduziert sich Morphium-Abhängigkeit
Die Blockade eines bestimmten Gehirnrezeptors minimiert das Suchtpotenzial von Morphium ohne dessen Wirkung als eines der wirksamsten Schmerzmittel zu reduzieren. US-Forscher um Anthony S. Basile, derzeit tätig für das in Cambridge/Massachusetts ansässige Unternehmen Alkermes, zeigten, dass Mäuse, denen der Rezeptor M5-Muscarin fehlte, ein deutlich reduziertes Suchtverhalten aufwiesen, der Schmerz durch die Morphi
Kölner Experte äußert sich zu Lebensmittel-Schlagzeilen
Nitrofen ist nur ein temporäres Problem, das aber gesamt-gesundheitlich in der Bevölkerung so gut wie keine Folgen haben wird. Dagegen ist das in hoch erhitzten stärkehaltigen Nahrungsmitteln enthaltene Acrylamid tatsächlich ein nennenswerter Krebsrisikofaktor, den der Verbraucher kennen sollte. Basilikum und vor allem Fencheltee sollten von der Nahrung für Kinder ausgeschlossen werden. Professor Dr. Edgar Schömig, Direktor des I