Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Strahlentherapie hilft im Kampf gegen die Krebszellen: Sie soll unter anderem den so genannten programmierten Zelltod im Tumor auslösen.
Bei etwa 60 Prozent aller Krebspatienten werden im Verlauf der Erkrankung strahlentherapeutische Verfahren eingesetzt. Doch nicht immer ist diese Methode erfolgreich. Die Tumorzellen können Schutzmechanismen entwickeln, die sie resistent gegenüber den Strahlen machen – der Krebs kann weiter wachsen. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt ein Fors
Ansatz liefern Pflanzengene in Parasit Trypanosoma brucei
Der Parasit Trypanosoma brucei, Auslöser der Schlafkrankheit, hat einmal eine Pflanze geschluckt. Wissenschaftler der Universite catholique de Louvain in Belgien http://www.ucl.ac.be entdeckten im Organismus pflanzenartige Gene, die einen neuen Ansatz für Medikamente gegen die Mikrobe darstellen könnten. Die Schlafkrankheit befällt jährlich rund eine Mio. Menschen in Afrika südlich der Sahara. Durch Trypanosomen werden die ebe
Schnellere und einfachere Produktion durch mehr Milchproteine
Proteinreiche Milch aus geklonten Genkühen könnte die Kosten der Käseproduktion drücken. Milchproduzenten bräuchten weniger Milch, um Eis cremiger und Cheddar fester zu machen, so das Wunschdenken neuseeländischer Forscher. Das dafür notwendige Rindvieh lebt in Neuseeland und wurde von der Biotech-Firma AgResearch kreiert. Es produziert eigenen Angaben zufolge rund 13 Prozent mehr Milchproteine als herkömmliche Kühe. Der Be
Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben zusammen mit italienischen Kollegen eine neue Fledermausart auf Sardinien entdeckt: Das “sardische Langohr”. Damit sind jetzt fünf Langohr-Fledermäuse in Europa bekannt. Bestimmung gelang durch morphologische und genetische Untersuchungen.
Das “sardische Langohr” unterscheidet sich deutlich von den vier anderen Langohr-Fledermäusen in Europa durch die auffallende Länge des Ohrdeckels, das ist eine steife Hautfalte in der Ohrmusc
Forschungsergebnisse von der University of Melbourne zwingen Wissenschaftler, das Potenzial einer hoch gehandelten Heilmethode von Adipositas, welche derzeit in klinischen Versuchsreihen weltweit erprobt wird, zu überdenken.
Leptin, ein vom Körper automatisch produziertes Hormon, wurde von Forschern als neues Schlankeits-Wundermedikament der Zukunft gefeiert. Es wird von den Fettzellen des Körpers gebildet und fungiert im Gehirn als Appetitzügler. Je mehr Fett man hat, desto mehr Lep
Neues Zentrum in Heidelberg bietet kompetente Betreuung von Kindern und Erwachsenen
Die Lebenswartung von jungen Patienten, die an Mukoviszidose leiden, hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert: Starben in den sechziger Jahren noch 90 Prozent vor dem 15. Lebensjahr, so werden die meisten Patienten heute 30 Jahre und älter. Einzelne erreichen sogar das fünfte oder sechste Lebensjahrzehnt. Dieser positiven Entwicklung wird die Einrichtung des neuen Mukoviszidose-Zentru
Angiogenin-4 lässt nicht nur Adern sprießen – Es tötet auch Bakterien ab
Gewöhnlich steuern so genannte Angiogenine das Wachstum von Adern. Laut Forschern der Washington School of Medicine können sie aber mehr: Das Team unter der Leitung von Jeffrey Gordon entdeckte, dass Angiogenine scheinbar auch Bakterien im Darm oder Blutkreislauf abtöten.
Bei der Untersuchung von Mäusen entdeckten die Wissenschaftler das Protein Angiogenin-4 (Ang4). Dieses zählt zu einer Proteinklasse,
Mit genetischer Detektivarbeit haben US-Forscher möglicherweise den Grund dafür gefunden, warum eine Diät, die an die Grenzen des Verhungerns heranreicht, das Leben vieler Tiere verlängert. An der Harvard Medical School of Boston ist es Robert Kahn und seinen Kollegen gelungen, die Lebensdauer von Mäusen um 18 Prozent zu verlängern. Dafür blockierten sie die Fettspeicherung in spezifischen Zellen. Die Studie ist ein Hinweis dafür, dass nicht der Verzicht auf Kalorien, sondern ein schlanker Körper für
Konvertierte Zellen liefern neuen Ansatz in Diabetes-Behandlung
Wissenschaftler der University of Bath haben erfolgreich Leberzellen in Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) umfunktioniert. Letztendlich könnte mit der Methode der so genannten Transdifferenzierung die Behandlung von Diabetes revolutioniert wird, da bei der “Zuckerkrankheit” die Pankreaszellen defekt sind und zu wenig Insulin produzieren. Ist zu wenig Insulin vorhanden, können die Körperzellen wiederum zu wenig Gluk
Der Herzkammerscheidewanddefekt, ein Loch zwischen der linken und rechten Herzkammer, ist der häufigste angeborene Herzfehler. Defekte, die zu einer Belastung des Herzens führen, müssen bereits im Kindesalter verschlossen werden. Mit einer neuartigen Methode haben Ärzte der Göttinger Kinderklinik jetzt bei drei Kindern im Alter von drei und sechs Jahren einen Defekt der Herzkammerscheidewand behoben.
In der Abteilung Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin (Direktor Prof. Dr. Tho
“Da Vinci” operiert am AKH-Wien
Seit heute, Freitag 24.01.2003, operiert der erste Operations-Roboter auch am Wiener Allgemeinen Krankenhaus AKH. Die Anschaffungskosten für den Operations-Roboter “da Vinci” betrugen rund 1,2 Mio. Euro. Die Kosten für die Adaptierung des Operationssaales in der Höhe von mehr als 400.000 Euro werden vom Unternehmer Karl Wlaschek übernommen. Das neue Gerät soll insbesondere bei Herzerkrankungen für einen raschen und problemlosen Eingriff sorgen.
US-Wissenschaftlern ist es gelungen, mit einem modifizierten Tintenstrahldrucker lebende Zellen zu dreidimensionalen Röhren zusammenzusetzen.
Dabei wird die Farbe in den Druckerpatronen durch ein Gel ersetzt, das lebende Zellen enthält. Die Arbeit ist laut Forschern ein erster Schritt, auf diesem Weg komplexe Gewebe und sogar ganze Organe herzustellen.
Die Drucker werden adaptiert, indem die Farbe aus den Patronen entfernt und durch eine Art “Zellsuspension” ersetzt wird, erk
Forscher wenden hochpräzise Röntgenmethode zum Studium lebender Insekten an
Ein internationales Forschungsteam berichtet in der aktuellen Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift “Science” (24. Januar), dass Insekten über einen bislang unbekannten Atemmechanismus verfügen, der analog zur Lungenventilation der Wirbeltiere funktioniert. Insekten haben ein System innerer Röhren (Tracheen), das Sauerstoff zu den inneren Organen transportiert und dort über passive und relativ langsame D
Für den Knochenschwund hat der Volksmund die treffende Bezeichnung “Witwenbuckel” gefunden und auch Ärzte haben sich lange Zeit fast ausschließlich mit der Osteoporose bei Frauen beschäftigt. Zu Unrecht: Wie man heute weiß, kommen Knochenbrüche durch Osteoporose auch bei Männern wesentlich häufiger vor als bisher angenommen. Da die Lebenserwartung auch bei Männern immer mehr ansteigt, wird das vermeintliche “Frauenproblem” schwacher Knochen auch für sie immer bedeutsamer. Als Sinnbild
Datenabruf in acht Sekunden – Reprogrammierungszeit zwei Sekunden
In Wien erfolgte heute, Donnerstag, die Präsentation des weltweit “ersten volldigitalen Herzschrittmachers”. Die sechsjährige Forschungsarbeit wurde in ein Gerät mit den Maßen 50,6 x 45,9 x 72,5 mm, einem Gewicht von 28,3 Gramm und einem Volumen von 12,7 Kubikzentimeter gepackt. Der Herzschrittmacher, der in Form der digitalen Signale exakt die Reizleitung des Herzens wiedergibt, wird nach Abschluss der internationale
Farbstoff blockiert Zerstörungsvorgang im Gehirn
Der Farbstoff “Congo red” eignet sich zur Behandlung der Huntington-Krankheit, auch Chorea Huntington, genannt. Der Farbstoff soll laut Forschern der Harvard Medical School in Boston die Fähigkeit besitzen, einen abnormalen Vorgang, der zur Zerstörung des Gehirns führt, zu blockieren. Die Huntington-Krankheit ist eine genetisch bedingte und autosomal dominant vererbbare Nervenkrankheit, die meist zwischen dem vierten und fünften Leben