Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Medikamenten-Resistenz könnte die kalte Schulter gezeigt werden
US-Forscher haben auf dem HIV-Molekül ein neues Ziel für eine HIV/Aids-Behandlung entdeckt. Infolge dessen identifizierten die Wissenschaftler der University of Maryland, Baltimore County (UMBC) und des privaten Pharma-Unternehmens Achillion Pharmaceuticals eine neuartige Substanzklasse, die genau jene Stelle inhibiert. Die Erkenntnisse könnten zu einer neuen antiviralen Medikamentenklasse führen, um das Virus zu bekämpf
Von der Forschung zum patientenfreundlichen Diagnoseinstrument. Vorstellung auf der Industrie-Messe 2003 in Hannover.
Die dem Augeninnern zugewandte einlagige Zellschicht der menschlichen Augenhornhaut, die Endothel-Schicht, ist ein extrem empfindliches Organteil: Etwa zwei- bis dreitausend Zellen je Quadratmillimeter, jede nur etwa 20 Mikrometer groß, sorgen dafür, dass die Augenhornhaut klar und durchsichtig bleibt. Wenn diese Schicht verletzt oder beeinträchtigt wird – ob bei Unter
Vitalparameter einfacher, sicherer und flexibler messen zu können, ist der Wunsch vieler Mediziner und auch Patienten. Winzige Sensoren und optische Technologien erschliessen im Verbund diese neuen Märkte.
Das mikrooptische Modul MORES 01-3 von CiS beinhaltet alle wesentlichen Funktionen für den flexiblen Einsatz als leistungsfähiger 3-Farben-Reflexions-/Remissionssensor.
Ein grundlegendes Problem der bekannten integrierten Reflexions- und Remissionssensoren ist das konstruktiv beding
Eine einfache Blutprobe ermöglicht es, die genetische Krankheit „spinale Muskelatropie“ zu diagnostizieren. Die Forschergruppe um Patricia Paterlini-Bréchot (Inserm – Necker Krankenhaus, Paris) hat eine neue Diagnostik-Methode entwickelt, die eine Alternative zu den derzeitigen, für den Fötus gefährlichen Techniken (Amniozentese, Choriozentese) darstellen könnte. Es handelt sich hierbei um eine Analyse der Fötalzellen. In diesem Verfahren wird das Mutterblut filtriert, um die g
Neuer Mechanismus für Membran-Transport in Zelle entdeckt
Chloroplasten sind wichtige Bestandteile von Pflanzenzellen und von zwei Membranen umgeben. Die meisten Proteine, also Eiweißbausteine, der Chloroplasten werden im Zellkern kodiert, im Zellinneren synthetisiert und müssen dann durch diese Doppelmembran geschleust werden. Es sind mehrere Membranproteine bekannt, die dabei eine Rolle spielen. Der Mechanismus des Transportvorganges selbst ist unverstanden. Prof. Jürgen Soll und z
Manipulierte T-Lymphozyten in Laborversuchen wirksam
Mittels Genmanipulation ist es Forschern des Paterson Institute for Cancer Research gelungen, aus gewöhnlichen Blutzellen wirksame “Krebskiller” herzustellen. Weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) wurden so manipuliert, dass sie Tumore erkennen und zerstören. 2004 sind bereits erste Behandlungsversuche an britischen Patienten geplant.
T-Lymphozyten bilden die zelluläre Immunabwehr. Sie schützen das körpereigene Gewebe und l
Hydroxyurea reduziert bei neunjähriger Einnahme Todesrate um 40 Prozent
Das Medikament Hydroxyurea reduziert bei Sichelzellen-Anämie-Patienten nach einer neunjährigen Einnahme die Todesrate um 40 Prozent. Hydroxyurea, das zur krankheitsbedingten Schmerzreduktion eingenommen wird, steht häufig mit Krebs- und Aids-Behandlung in Verbindung. Es ist dies die erste Studie, die die lebensverlängernde Wirkung des Medikaments bei einer Sichelzellen-Anämie evaluiert. Die Ergebnisse präsentieren
Die Hauptenergiereserven tierischer Organismen bestehen aus Fetten. Eine fehlerhafte Regulation des Gleichgewichtes zwischen Fettsynthese und Fettverbrauch führt zu ernsthaften Stoffwechselerkrankungen wie Fettleibigkeit. Wie eine Gruppe um Dr. Ronald Kühnlein am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen in der Fachzeitschrift Current Biology berichtet, gibt es erste Hinweise darauf, dass Menschen und Taufliegen grundlegende Mechanismen der Regulation des Fettgleichgewichtes teilen
Erst ab gewisser Dosis reparieren Zellen geschädigtes Erbgut
Schwache Röntgenstrahlung führt dazu, dass sich bei Zellen die Reparatur ihrer geschädigten DNA verzögert. Erst ab einer gewissen Strahlungsdosis reparieren die Zellen die Schäden am Erbgut. Diese unerwartete Entdeckung machten Biologen der Universität des Saarlandes in Homburg. Damit sind zwar Routineaufnahmen im Krankenhaus zwar schädigender als gedacht, unbedingt gefährlicher ist die Strahlung aber nicht. Zu diesem Schlu
Täglich sterben 300 bis 350 Menschen an tabakbedingten Krankheiten in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank sprechen inzwischen von einer Epidemie, die in den Industrieländern ihren Ausgang genommen hat und nun auch die Entwicklungsländer erreicht.
Eine deutliche und zeitnahe Absenkung des Zigarettenkonsums kann nur mit einschneiden-den, vor allem politisch durchzusetzenden Maßnahmen erreicht werden. Dies mahnt der Bericht “Curbing the Epidemic” der Weltb
Ob Injektionen des Bakteriengiftes Botulinumtoxin A chronische Kopfschmerzen günstig beeinflussen, ist noch unklar. “Darum sollten Patienten nur im Rahmen klinischer Studien behandelt werden”, empfehlen Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in den Mitglieder-Informationen Kopfschmerz-News.
Niedrig dosiert, wird das Bakteriengift Botulinumtoxin in der Medizin schon seit vielen Jahren bei verschiedenen Erkrankungen, etwa Spastik oder Schiefhals, erfolgreich
Zellen müssen in bestimmten Entwicklungsphasen eines Organismus in der Lage sein, ihren Entstehungsort zu verlassen, gezielt zu wandern und sich gegebenenfalls wieder festsetzen zu können. Diese grundlegenden Prozesse sind sowohl bei der Embryonalentwicklung als auch für die Funktion eines ausgereiften Organismus von entscheidender Bedeutung. Geraten diese sehr genau aufeinander abgestimmten Prozesse aus dem Takt, können Krankheiten etwa des Herz-Kreislauf- sowie Nervensystems die Folge sein, aber a
Dritter Zwischenbericht eines BfR-Forschungsprojekts zur Erfassung von Resistenzen veröffentlicht
Nach neuesten Erkenntnissen von Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung sind in der Rind-, Schweine- und Geflügelfleischproduktion die Raten potentieller Krankheitskeime, die gegen Antibiotika unempfindlich (resistent) sind, noch immer zu hoch. “Wir haben in den letzten Jahren zwar einen Rückgang der Gesamtzahl resistenter Keime bei den Salmonellen beobachtet,” sagt Dr. Reiner He
Jedes Chromosom hat seinen Platz
Seit mehr als 100 Jahren beschäftigt Zellbiologen die grundlegende Frage, ob Chromosomen im Kern von Säugetierzellen zufällig angeordnet sind oder es aber einen Mechanismus gibt, der sie in spezieller Weise positioniert.
Eine mögliche Antwort fanden nun die Wissenschaftler Daniel Gerlich und Roland Eils am Deutschen Krebsforschungszentrum in Zusammenarbeit mit Jan Ellenberg am EMBL in Heidelberg, indem sie Chromosomen markierten und deren Wand
Es ist fast wie ein Puzzle: Harald Steiner und Dieter Edbauer im Labor von Professor Christian Haass am Adolf-Butenandt-Institut der LMU ist es erstmals gelungen, die vier Bestandteile der g-Sekretase zu einer funktionsfähigen Einheit zusammenzusetzen, wie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Cell Biology berichtet.
Dieses Schlüsselenzym der Alzheimer-Erkrankung schneidet in einem bisher noch unverstandenen Mechanismus wie eine Schere das Amyloid ß-Peptid aus einem groß
Urnebel wabern über die Erde, die ersten winzigen Lebewesen entstehen. Zum Aufbau von Amino- und Nucleinsäuren brauchte es das Element Stickstoff in der “Ursuppe”. Molekularer Stickstoff (N2), wie er in der Atmosphäre vorkommt, ist allerdings als Quelle ungeeignet, da er viel zu reaktionsträge ist. Stickstoff muss also in einer wesentlich reaktiveren Form an der Entstehung des Lebens beteiligt gewesen sein: als Ammoniak (NH3).
Aber wie entstand Ammoniak aus Luftstickstoff? Jenaer For