Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Pro Jahr sterben etwa 220.000 Menschen in der BRD an bösartigen Neubildungen, wobei von etwa 450.000 Neuerkrankungen pro Jahr auszugehen ist. Damit stellt diese Erkrankungsgruppe nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache dar. Dank der modernen Medizin konnte die Sterblichkeitsrate allein in den letzten zehn Jahren um mehr als 10 % gesenkt werden.
Hauptverantwortlich hierfür ist neben der insgesamt raschen Entwicklung in der Medizin ein konzeptionelles Umdenk
Mutation macht Mäusehaut straff und dick
Was Falten, Haarwuchs und Übergewicht gemeinsam haben ist ein einziges Gen, wie nun Forscher der Washington University School of Medicine entdeckt haben. Demnach soll ein vom “Fett-Gen” kodiertes Protein bei Mäusen nicht nur für den Fettstoffwechsel, sondern auch für die normale Haut- und Haarentwicklung zuständig sein. War das bekannte Gen, das bereits als Angriffsziel für Medikament gegen Fettsucht im Visier der Forscher steht, mutiert, war d
Die Erreger von Infektionskrankheiten werden in Zukunft vielleicht mit Hilfe von Zuckern bekämpft. Auf dieses Ziel arbeitet das europaweite Forschungsprojekt “Polycarb” hin. Von deutscher Seite sind Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Infektionsbiologie der Uni Würzburg beteiligt. Sie erhalten für ihr Projekt von der Europäischen Union fast 400.000 Euro.
Die Biologen Prof. Dr. Jörg Hacker und Dr. Abdulsalam Khan erforschen, wie sich Bakterien an Oberflächen anheften. Dieses “
Träger bestimmter Gen-Variante entwickeln Erkrankung seltener
Kleine Variationen in den Proteinen, die im Körper für die Energieproduktion verantwortlich sind (Mitochondrien), scheinen vor der Parkinson-Erkrankung zu schützen. Forscher des Duke Unversity Medical Centers in Durham haben nachgewiesen, dass zwei Varianten vor allem Frauen schützen. Die Forschung könnte erklären, warum die Krankheit häufiger Männer betrifft. Die genetischen Faktoren für Parkinson zu ergründen gestaltet
Sekrete von Miesmuscheln (Mytilus edulis) könnten medizinische Implantate in Zukunft sicherer machen. Forscher der Northwestern University entwickeln aus der natürlichen Substanz eine ungewöhnliche Hülle für Implantate wie Stents, Dialyse-Schläuche und Harnkatheter.
Eine Seite des Materials ist klebrig und basiert auf Adhäsions-Proteinen, die von den Muscheln abgesondert werden. Es bleibt sicher an der Oberfläche des Implantats haften. Die andere Seite ist besonders wasser-abweisend
Die so genannte Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist eine genetisch bedingte Augenerkrankung. Sie stellt bei Menschen ab 55 Jahren die Hauptursache für Sehstörungen bis hin zur Erblindung dar. Die Würzburger Firma Lynkeus Biotech GmbH kooperiert nun mit Wissenschaftlern von den Universitäten Würzburg, München und Tübingen, um die genetischen Ursachen dieser Krankheit zu analysieren.
Die Studien sollen einen vermuteten Zusammenhang bestimmter Gene mit der AMD aufdecken. Dami
Angeborene Immunabwehr bei Pflanzen und Tieren ähnlich
Alle höheren Lebensformen verwenden einen Großteil ihrer Energie für den Kampf gegen mikrobielle Krankheitserreger. Ebenso wie Tiere haben auch Pflanzen im Laufe der Evolution hocheffiziente Abwehrstrategien gegen ein breites Spektrum feindlicher Invasoren entwickelt. Man vermutet, dass diese pflanzliche Basisimmunität durch ähnliche molekulare Mechanismen vermittelt wird wie die angeborene Immunantwort bei Tieren und Insekten. W
Vor etwa drei Jahren isolierten Wissenschaftler um Peter Northcote eine bisher unbekannte Verbindung aus einem neuseeländischen Meeres-Schwamm, die sich als potenzieller Wirkstoff gegen Krebs erwies. Pelorusid A zeigt einen ähnlichen Wirkmechanismus wie Taxol und könnte dieses in der Chemotherapie ergänzen. Amerikanischen Chemikern um Jef De Brabander von der University of Texas Southwestern Medical Center at Dallas ist nun die erste Totalsynthese von Pelorusid A geglückt – allerdings in einer geg
Forscher erklären Entscheidungs-Schwierigkeiten
Kip Smith von der Kansas State University will herausgefunden haben, warum manchmal Entscheidungen besonders schwer fallen. Seinen vorläufigen Forschungsergebnissen zu Folge sind die menschlichen kognitiven Prozesse noch komplexer als bisher angenommen. Smith und seine Kollegen haben demnach herausgefunden, dass das Hirn nicht etwa über ein einheitliches Entscheidungssystem verfügt, sondern mit zwei getrennten neuronalen Netzen ausgesta
Karposi-Sarkom betrifft einen von 200 Nierenempfängern
Tumorzellen in Organen können bei einer Transplantation den Organempfänger befallen, berichten Forscher der Universität von Modena im Fachmagazin Nature Medicine . Wird der Tumor, in der Fachsprache Kaposi-Sarkom, nicht richtig behandelt, kann dies tödlich enden. Bei der Untersuchung kanzeröser Hautzellen von fünf Frauen mit dem Kaposi-Sarkom entdeckten die italienischen Mediziner mit dem Auslöser des Kaposi-Sarkom, das Herpesviru
Erinnern, Lernen, Urteilen – verschiedene intellektuelle Fähigkeiten nehmen im Verlauf der Alzheimerkrankheit drastisch ab, die Persönlichkeit verfällt. Ursache sind fortschreitende Zerstörungen von Gehirnzellen und zunehmende Fehler weiterer Nervenzellen bei der Signalverarbeitung. Die Frage, ob die charakteristischen Amyloid-Plaques dafür verantwortlich oder nur Begleiterscheinungen sind, ist für Prof. Dr. rer. nat. Gerd Multhaup vom Institut für Biochemie der Freien Universität Berlin noch nicht e
Zusammenhang unabhängig von anderen Faktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck
Französische Forscher haben erstmals eine steife Hauptschlagader mit einem tödlichen Hirnschlag in Verbindung gebracht, unabhängig von anderen Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Demnach haben Menschen mit einer steifen Hauptschlagader ein besonders hohes Schlaganfallrisiko. Zu diesem Schluss kommt das Team unter der Leitung von Stephane Laurent vom Europäischen Krankenhaus George Pompidou in Paris im Fac
Rapid-Prototyping-Verfahren für genauen Blick ins Körperinnere
Ingenieure der University of Sussex haben eine Möglichkeit gefunden, einen medizinischen Scan in eine genaue plastische Nachbildung des Körperinneren zu verwandeln. Die 3-D-Modelle sollen für Ärzte ein unverzichtbares Tool für die Diagnose und chirurgische Eingriffe werden. Die dreidimensionalen Modelle werden mit dem als Rapid Prototyping bezeichneten Verfahren hergestellt. Die Besonderheit des Verfahrens besteht darin,
Der Volksmund nennt es “Impotenz”, die Medizin spricht von einer erektilen Dysfunktion. Jeder zweite Mann zwischen 40 und 70 Jahren leidet daran. Die derzeit am häufigsten zum Einsatz kommende Therapie beruht auf der Gabe der Potenz-Pille Viagra. Wie erfolgreich – oder auch mit Nebenwirkungen behaftet – diese Therapie sein kann, hängt möglicherweise von der genetischen Disposition der Patienten ab. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie am Essener Universitätsklinikum hin.
Ein Forschertea
In Zukunft Socken gegen Fußpilz und Uniformen mit Anthrax-Schutz
Forscher des Queens College an der City University of New York haben molekulare Dolche entwickelt, die auf Kleidung aufgetragene Mikroorganismen abtöten. Die “Killer-Kleider” könnten demnächst auf den Markt kommen und etwa bei Socken gegen Fußpilz oder sogar Uniformen mit Anthrax-Schutz Einsatz finden. Die Nano-Dolche wurden auf dem Jahrestreffen der American Chemical Society in New Orleans präsentiert.
Forscher
Neues Verfahren der Züchtung von Zeolithen
Prof. Dr. Wilhelm Schwieger vom Institut für Bio- und Chemieingenieurwesen der Universität Erlangen-Nürnberg ist ehrlich: “Nach dreijähriger Arbeit in einem Projekt mit der ESA (European Space Agency) wurden nicht alle Annahmen bestätigt.” Jedoch ein Teilergebnis – gewissermaßen ein experimentelles “Nebenprodukt” – hat sich statt dessen zu einem echten “Volltreffer” entwickelt. Mittels Ultraschall kann in einem weltweit einmaligen Verfahren