Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Funk-Monitoring sorgt für permanente Funktionsüberwachung
Im Universitätsklinikum Heidelberg ist der weltweit erste Herzschrittmacher implantiert worden, der beide Herzkammern synchronisiert. Das Gerät verfügt darüber hinaus aber auch noch über eine funkübermittelte Informationsweitergabe an den Arzt bzw. die Klinik, berichtet die Universität von Heidelberg. Nach amerikanischen Studien ist die Überlebenschance nach der Implantierung von solchen Schrittmachern wesentlich größer.
Max-Planck-Wissenschaftler finden neuen Ansatz, mit dem molekulare Engpässe der Chemotherapie bei Virus-Infektionen und Krebs überwunden werden können
Ein üblicher Weg in der Chemotherapie von Tumoren und Virus-Infektionen sind so genannte Pro-Drugs: Die Patienten erhalten nicht das eigentliche Medikament, sondern eine chemische Vorstufe, die erst im Körper, idealerweise sogar erst in den kranken Zellen selbst, aktiviert wird. Doch leider wird die Wirkung dieser Medikamente häufig ger
Ein spanisches Forschungsteam hat aus Erbsen eine Promoter namens END1 isoliert. Dieser stimuliert die Expression bestimmter Gene, die mit dem gesamten Entwicklungsprozess von strukturellen Staubbeutel- und Staubgefäßgeweben in Zusammenhang stehen.
Alle Gene in allen Organismen besitzen Steuerungselemente, die als “Promoter” bezeichnet werden und ihre Expression zu definierten Zeitpunkten in definierte Zellen leiten. Die Mehrheit der Gene wird zur Zelldifferentiation, Entwicklung ode
Wie erkennen Viren ihre Wirtszelle? Auf welchen Wegen gelangen Viren in die Zelle und welche molekularen Werkzeuge benutzen sie, um ihr Erbgut in die Wirtszelle einzuschleusen? Zwei Forschergruppen von HU und FU haben gemeinsam einen neuen Weg eingeschlagen, um die molekularen Details der Virusinfektion zu verstehen.
Zahlreiche der uns bekannten Viren wie Grippevirus, HIVirus, SARS-Virus oder Ebolavirus, sind mit einer stabilen Membranhülle umgeben. Diese Hülle umschließt und schützt
Wissenschaftspreis der Stadt Ulm 2003
In allen Lebewesen übersetzen die Transfer-RNAs (tRNAs) die in der DNA in Form des genetischen Codes gespeicherte Information in die Proteine (Eiweiße). Die tRNAs werden zunächst als größere Moleküle (Vorläufer-Moleküle) synthetisiert, aus denen die funktionsfähigen tRNAs erst durch die sogenannte Prozessierung herausgeschnitten werden müssen. Für die Entdeckung der molekularen Schere, die die tRNA am vorderen Ende aus dem Vorläufer herausschneide
Heller Hauttyp, rotblonde Haare, viele Muttermale und häufiges Auftreten von Melanomen innerhalb der Familie – das erhöht die Gefahr, eines Tages am schwarzen Hautkrebs zu erkranken.
Neben diesen genetischen Risikofaktoren können auch exzessive Sonnenbäder oder Sonnenbrände zu Hautkrebs führen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Melanome entwickeln, ist nach schmerzhaften Sonnenbränden zwei- bis dreimal so hoch. Bösartige (maligne) Neubildungen der Haut zählen zu den häufigsten Tumore
Erkenntnis könnte neue Therapieform sein
Wissenschaftler der Berliner Charite haben einen neuen, eigenständigen Marker für Brustkrebs identifiziert. Bei dem Marker handelt es sich um ein Enzym, das den Wissenschaftlern schon seit längerem bekannt war. Es ist an der Schmerzentstehung und am Wachstum von Tumoren, unter anderem durch Anregung der Gefäßbildung beteiligt, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Cancer.
“Die Konzentration des Enzyms, die so genannte Cycloox
Ein niederländisches Unternehmen hat ein auf Antikörpern basierendes Medikament entwickelt, das die Abstoßung von Transplantaten verringern und zur Behandlung verschiedener Autoimmunstörungen, an denen T-Zellen beteiligt sind, geeignet sein könnte.
Organtransplantationen beim Menschen sind bei einigen Krankheiten die einzige Behandlungsmöglichkeit. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre wurde durch technische Verbesserungen und die Entwicklung besserer Immunsuppressiva eine beträchtliche
Britische Forscher untersuchen kurzlebigstes Wirbeltier – einen Fisch in Afrika
Dem Alterungsprozess von Wirbeltieren gehen italienische Forscher nun genauer auf die Spur. Mit Hilfe des kleinen Killifisches Nothobranchius furzeri, der nur maximal drei Monate alt wird, wollen sie Alterung genetisch erklären, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Biology Letters der Royal Society der britischen Akademie der Wissenschaften.
Der Fisch mit dem deutschen Namen Furzers Prac
Max-Planck-Forschern beobachten erstmals, wie Nervenzellen die Ausschüttung von Vesikeln über einströmendes Kalzium steuern
Synapsen sind Schnittstellen zwischen Nervenzellen, wo elektrische Impulse in chemische Signale umgewandelt und damit Signale übertragen werden. Durch einen Nervenimpuls werden Vesikel, winzige mit Botenstoffen gefüllte Bläschen, freigesetzt und entleeren ihren Inhalt in die nachgeschaltete Zelle. Eine Forschergruppe des Max-Planck Instituts für experimentelle
Preisgekrönte Arbeit an der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg
Beim Zebrafisch lässt das Liebeskummer-Gen (lik) die Herzmuskulatur anschwellen und wird ihm zum tödlichen Verhängnis. Beim Menschen könnte es ein wichtiger Ansatzpunkt sein, neue Medikamente zu entwickeln, die den zerstörten Herzmuskel nach einem Herzinfarkt regenerieren. Das Gen lik spielt eine lebenswichtige Rolle in zahlreichen Lebewesen – von der Hefe über den Zebrafisch bis zum Menschen. Für seine Identifik
Die Nadel im chemischen Heuhaufen finden
Angenommen, Sie stehen auf einem Platz in einer großen Menschenmenge. Ihre Aufgabe: Finden Sie eine ganz bestimmte Person! Sie wissen jedoch lediglich, dass sie einen bestimmten Dialekt spricht. Vor einem vergleichbaren Problem stehen Chemiker, wenn sie in einem Naturstoffextrakt nach pharmakologisch interessanten Wirkstoffen suchen. Im Gemisch mehrerer hundert Substanzen müssen sie die eine finden, von der eine Wirkung angenommen wird. Klassis
Interdisziplinäres Symposium von CGE&Y und EMBLEM zum Thema ”Leverage your IP – New ways for sustainable Growth” in Heidelberg.
Heidelberg. Auf der Suche nach neuen Wegen in der Biotechnologie trafen sich am 10. Juli in Heidelberg 120 Vertreter aus Forschung und Wirtschaft mit Risikokapitalgebern, Patentanwälten und Multiplikatoren der Branche. Hauptthemen auf der von der Cap Gemini Ernst & Young Deutschland GmbH (CGE&Y) und EMBLEM Technology Transfer GmbH (EMBLEM), der kommerziell
Deutsche Krebshilfe fördert Therapie-Optimierungsstudie
Die Heilungschancen beim Wilms-Tumor, dem häufigsten bösartigen Nierentumor im Kindesalter, sind gut: Bis zu 90 Prozent der kleinen Patienten werden wieder gesund. Doch einige müssen dafür gravierende Spätfolgen am Herzen in Kauf nehmen. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt eine Therapie-Optimierungsstudie, um diese Nebenwirkungen zu verringern. “Wir untersuchen, ob auf Chemotherapeutika verzichtet werden kann, die das Herz angr
Forscher schalten lebensgefährliche Atemdepression aus
Deutschen Forschern ist es gelungen, die Nebenwirkung von Opiaten, die in der Medizin als Schmerzmittel bei Narkosen oder in der Therapie chronischer Schmerzpatienten eingesetzt werden, zu minimieren. Im Tierversuch konnten die gefährlichen Nebenwirkungen zumindest ausgeschaltet werden, berichten die Forscher der Universität von Göttingen in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science. Die Forscher sind überzeugt, das
Für die rund 47 000 Frauen, die in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs erkranken, gehört zu den wichtigsten Fragen die nach der Prognose, also nach der Überlebenszeit insgesamt oder nach der symptomfreien Zeit bis zum erneuten Ausbruch der Krankheit. Denn für die Lebensgestaltung und die Nutzung der möglichen Therapien kann es entscheidend wichtig sein, zu wissen, ob man für Monate oder für Jahre planen kann. Zwar gibt es bereits zahlreiche Anhaltspunkte für die wahrscheinlich verbleibende Zeit. D