Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Experten bewerten Arbeit der Kompetenzzentren für die Medizintechnik positiv
Mit einem neuartigen Diagnoseinstrument können Hörgeräte optimal auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Dies ermöglichen die so genannten Oldenburger Messprogramme, die das Oldenburger Kompetenzzentrum für die Medizintechnik “HörTech” mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelt hat. “HörTech” wurde gemeinsam mit sieben weiteren Kompetenzzentren für die Medizinte
Das Rätsel, warum einige Menschen, die genetisch männlich sind, aber mit weiblichen Fortpflanzungsorganen oder Genitalien geboren werden, wurde von Wissenschaftlern der australischen Monash University und des Prince Henrys Institute of Medical Research (PHIMR) gelöst.
Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Intersexualität bereits in der Gebärmutter zu erkennen. Eine derartige Diagnose könnte nicht nur werdenden Eltern helfen, sich vorzubereiten, sondern könnte auch – da intersexuelle M
Die Behandlungserfolge waren verblüffend: Maßgeschneiderte Impfstoffe, die individuell für jeden Patienten aus “seinem” Erreger hergestellt worden waren, sogenannte Autovakzinen, waren in der Lage, schwere chronische Infektionen durch Bakterien zu heilen.
Berichte über derartige Impferfolge erschienen bereits vor 100 Jahren in medizinischen Fachzeitschriften, Jahrzehnte bevor Antibiotika die Infektionstherapie eroberten – und schließlich die Autovakzinen verdrängten und weitgehend i
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Patienten mit malignen Melanomen sprunghaft angestiegen, weshalb der Schutz vor intensiver UV-Bestrahlung unerlässlich ist. Durch die zunehmende Ozonbelastung reichen die herkömmlichen physikalischen und chemischen Sonnenschutzmittel nicht mehr aus. In ihrer Dissertation, die am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin entstanden ist, weist Sylvia Wissing nach, dass feste Lipid-Nanopartikel ein geeignetes, innovatives Trägersystem für die Entw
Neuer Ausgangspunkt für die Diagnostik von Influenza
Die Grippe – das klingt für uns so harmlos, ist es aber nicht, zumindest wenn es sich tatsächlich um die echte Grippe handelt. Über 20 Millionen Tote forderte allein die große Grippe-Epidemie, die Anfang des letzten Jahrhunderts wütete. Das Tückische am Influenza-Virus, dem Erreger der Grippe, ist seine Fähigkeit, in immer wieder neuen Spielarten aufzutreten. Nach überstandener Erkrankung oder Impfung ist man immer nur gegen diesen
Forscher arbeiten an Implantat mit Infektions-Sensoren
US-Forscher arbeiten an einem Hightech-Hüftimplantat, das mit Sensoren ausgestattet ist, die eventuelle Infektionen melden und automatisch Antibiotika abgeben. Das Implantant soll dadurch verhindern, dass permanente Infektionen eine neue Operation erforderlich machen, berichtet BBC-Online. In weiterer Folge soll diese Technologie auch für künstliche Kniegelenke verwendet werden.
Verhindert werden soll insbesonders, dass inf
Zahnschmerzen sind grauenhaft – doch sie gehen vorüber. Wenn sich die Schmerzen aber von der Grunderkrankung lösen, dann schickt das für die Schmerzleitung zuständige System dauerhaft Schmerzimpulse zum Gehirn. Den Teufelskreis der Nervenschmerzen durchbrechen jetzt Bochumer Schmerzforscher: Im aktuellen Wissenschaftsmagazin RUBIN präsentieren Prof. Dr. Christoph Maier (Klinik für Schmerztherapie) und Prof. Dr. Martin Tegenthoff (Klinik für Neurologie), Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, Bergmanns
Gießener Forscher finden gemeinsame molekulare Grundlagen für Krankheitsresistenz in Pflanzen und Zelltodregulation bei Säugetieren
Die Ergebnisse von Untersuchungen am Institut für Phytopathologie und Angewandte Zoologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (Gf. Direktor Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel und Dr. Ralph Hückelhoven, IFZ für Umweltsicherung Gießen), die kürzlich in den “Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA” veröffentlich wurden(100: 5555-5560), zeigen, da
Biologe der Universität Jena beweist: Photosynthese stellt einen empfindlichen Umweltsensor dar
Leben ist auf der Erde nicht denkbar ohne Photosynthese. Ob Nahrungsmittel, fossile oder biologische Brennstoffe, sie entstammen diesem fundamentalen biologischen Prozess, bei dem Pflanzen das Sonnenlicht in Energie umwandeln. Seit gut 200 Jahren erforschen Wissenschaftler die Photosynthese. Doch erst seit kurzem beginnen die Experten zu verstehen, dass dieser Prozess nicht alleine die
Die gerade ein hundertstel Millimeter messende, einzellige Alge Prymnesium parvum tötet ihre Feinde durch Gift und frisst die Opfer anschließend auf. Während in der Regel die Rolle von Konsumenten und ihrem Futter in der Natur klar verteilt ist, dreht die im Wasser schwebende Alge durch den Einsatz chemischer Waffen den Spieß einfach um.
Einzellige Algen dienen normalerweise einer Vielzahl verschiedener Tiere als Futter. Auch Populationen der Alge Prymnesium parvum können von Räubern
Die Stoffwechselprodukte der Alge Prymnesium sind tödlich für ihre Feinde: Die gerade ein hundertstel Millimeter messende, einzellige Alge Prymnesium parvum tötet ihre Feinde durch Gift und frisst die Opfer anschließend auf. Während in der Regel die Rolle von Konsumenten und ihrem Futter in der Natur klar verteilt ist, dreht die im Wasser schwebende Alge durch den Einsatz chemischer Waffen den Spieß einfach um.
Einzellige Algen dienen normalerweise einer Vielzahl verschiedener
Manche Viren haben sich im Lauf der Evolution fest ins Erbgut des Menschen integriert, wo sie allerdings meistens inaktiv sind. Nun aber gibt es Hinweise darauf, dass eine Gruppe dieser Viren möglicherweise eine Rolle bei der Multiplen Sklerose spielen könnte.
Ob dieser Verdacht stimmt, untersuchen Dr. Klemens Ruprecht und Prof. Dr. Peter Rieckmann von der Neurologischen Klinik der Uni Würzburg in einem Projekt, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (Frankfurt/Main) gefördert wi
Klinischer Test an 2.000 Kindern in Afrika gestartet
Wissenschaftler hoffen, einem wirksamen Malaria-Impfstoff gefunden zu haben. Die ersten klinischen Tests waren nach Angaben des Herstellers GlaxoSmithKline positiv verlaufen, nun sollen 2.000 Kinder in Afrika geimpft werden, berichtet BBC-online . Bei den Erwachsenen war der Impfschutz nämlich nach zwei Monaten vorbei. Die Experten hoffen, dass die Wirksamkeit bei Kindern länger andauert.
Täglich sterben in Afrika 3.000 Ki
Die Belastung von Gemüsepaprika mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln ist in den letzten Jahren zu einem Dauerthema geworden. Zuletzt meldete die Stiftung Warentest, nicht alles sei im grünen Bereich in punkto Paprika, da keine Schote pestizidfrei gewesen sei, aber auch nicht gesundheitlich kritisch einzustufen.
Drei von 29 Proben überschritten bei den Warentestern die gesetzlich erlaubte Höchstmenge. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage in Baden-Württemberg dar: Hier meldeten die
Aromatische Amine gelten als Auslöser von Blasenkrebs. Inwieweit beruflicher Aminkontakt, z.B. in der Farbstoffindustrie, stoffspezifische Schäden verursacht, soll am Tumormaterial eines hoch belasteten Kollektivs durch molekularbiologische Untersuchungen geprüft werden.
Ein Zusammenhang zwischen der berufsbedingten Exposition gegenüber aromatischen Aminen und der Entstehung von Harnblasenkrebs wird bei Beschäftigten in der chemischen Industrie vielfach vermutet. Entsprechend kommt e
MDC-Wissenschaftler und Kliniker dem Gen auf der Spur
Der Nachweis einer Genveränderung durch ihre Ärzte führt zu einer vorbeugenden Behandlung, die junge Männer vor dem plötzlichen Herztod rettet. Betroffene Patienten erhalten einen Defibrillator, ein Gerät, das im Notfall durch einen Stromstoß das Herz wieder in den normalen Rhythmus bringt. Es gibt bereits einige Fälle in den betroffenen Familien, bei denen der Defibrillator das Leben der jungen Männer verlängern konnte.