Partikel haben einen Durchmesser von 110 Nanometer
Winzige Nanopartikel können in Tumore eingeschleust werden und mittels Licht so erhitzt werden, dass sie gezielt Krebszellen zerstören. Wissenschaftler der Rice University haben laut den Proceedings of the National Academy of Sciences erfolgreich Tests mit Mäusetumoren durchgeführt. Die eingeschleusten Partikel haben einen Durchmesser von rund 110 Nanometer. Mit dem neuen Verfahren sollen Tumore behandelbar werden, die inoperabel oder resistent gegen eine Chemotherapie sind. Zusätzlich wird eine größere Schonung des umliegenden Gewebes erwartet.
Die “Nanogeschoße” bestehen aus Siliziumdioxid, das mit Gold überzogen ist. Mittels eines Scanners sollen diese Partikel in Zukunft in die Tumore eingeschleust werden. Licht mit einer infrarotnahen Wellenlänge wird für die Bestrahlung des betroffenen Bereiches eingesetzt. Diese Bestrahlung führt in der Folge zur Erhitzung der Partikel. Bei den durchgeführten Tests wurde die notwendige Erwärmung innerhalb von vier bis sechs Minuten erreicht.
Laut BBC arbeiten weitere Teams an der Entwicklung von Partikeln, die nur noch einen Nanometer Durchmesser haben sollen. Diese Partikel sollen sich mit den gleichen Bestandteilen selbst zusammenbauen. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass sie über die Blutbahnen in den Körper gelangen und mittels Magneten an die richtige Position gebracht werden.



