Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Testosteronspiegel der Partner bei Verliebtheit auf gleichem Niveau
Der Grundsatz “Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus” gilt unter einer Bedingung nicht: Wenn beide ineinander verliebt sind. Denn, so hat die Forscherin Donatella Marazitti von der Universität Pisa entdeckt, während dieser Zeit sind sie quasi gleichgeschaltet. Die Testosteronspiegel sind bei Mann und Frau in Zeiten der Verliebtheit auf gleichem Niveau, so New Scientist.
Marazziti hatte in Untersuchunge
Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffes “Polarstern” waren in den vergangenen sechs Wochen im bisher kaum erforschten Lazarewmeer dem Krill auf der Spur.
Die Expedition endete heute in Kapstadt. Als Nahrung für Wale, Robben, Pinguine und Seevögel nimmt Krill eine Schlüsselstellung im Ökosystem der Antarktis ein. Über die Verteilung, Biologie, Populationsdynamik und Physiologie dieser Leuchtgarnelen im Lazarewmeer und in der Übergangszeit vom Herbst zum Südwinter ist noch sehr w
Struktur eines parasitären “Killerproteins” zum ersten Mal entschlüsselt
Die Kieler Strukturbiologen Dr. Joachim Grötzinger und Oliver Hecht (Biochemisches Institut, Lehrstuhl Professor Stefan Rose-John) haben in Zusammenarbeit mit Professor Matthias Leippe (Institut für Zoophysiologie) die dreidimensionale Struktur eines Proteins (Amoebapore) aufgeklärt, das als Zellgift wirkt und wesentlich für den Ausbruch der gefährlichen Tropenkrankheit Amöbiasis (Amöbenruhr) verantwortlich ist.
Aus Mäusestammzellen lassen sich Aggregate von kontrahierenden Herzmuskelzellen herstellen, die den empfindlichen Nachweis von herz-toxischen Medikamentenwirkungen erlauben. Zum schnellen und kostengünstigen Einsatz dieses Verfahrens in der Pharmaindustrie entwickeln Axiogenesis und Fraunhofer FIT gemeinsam eine hochintegrierte Instrumentenplattform. Das neue Verfahren kann bisher noch erforderliche Tierversuche in diesem Bereich komplett ersetzen.
In Zukunft kann man aus Stammzellen noch v
Das Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), Freising, untersucht im Auftrag der kanadischen Biotechnologiegesellschaft Burcon NutraScience die möglichen gesundheitsfördernden Wirkungen der von Burcon produzierten Rapsproteine Puratein(R) and Supertein[TM]. Das Fraunhofer Institut wird für Burcon eine Reihe von Experimenten durchführen, mit denen die bioaktiven Eigenschaften von Puratein(R) and Supertein[TM] untersucht werden. Insbesondere geht es dabei um die mögliche
Blutdruck bei Kindern und Jugendlichen steigt an – Übergewicht ist verantwortlich
Der Blutdruck von Kindern und Jugendlichen ist innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich angestiegen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Tulane University gekommen. Die Forscher machen im Journal of the American Medical Association großteils das allgemeine Ansteigen des Übergewichtes für diese Entwicklung verantwortlich. Ein hoher Blutdruck wiederum erhöht das Risiko einer Herzerkrankung oder ein
In-vitro-Tests mit mehreren Wirkstoffen aus der Substanzgruppe der Acylaminopyrazole haben sich als äußerst erfolgversprechend erwiesen. Der Wirkstoffe hindern bestimmte bei der Alzheimer-Krankheit abnormal veränderten Eiweiße im Gehirn an der Verklumpung und schützen Nervenzellen vor dem Absterben. Nun sind in-vivo-Tests an Mäusen geplant.
Mehrere Wirkstoffe aus der Substanzgruppe der Acylaminopyrazole haben sich während der in vitro-Testphase an lebenden Nervenzellen als äußerst viel vers
Wer einmal in der Kindheit Pigmentmale durch UV-Strahlung erworben hat, entwickelt im Laufe seines Lebens immer mehr. Auch ohne weitere Sonnenbrände kann sich die Anzahl der Pigmentmale bereits in vier Jahren verdoppeln. Und das schon im Kindesalter. Dies zeigt eine neue Studie der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention und der Deutschen Krebshilfe. Dabei steigt mit der Anzahl der Pigmentmale das individuelle Risiko für ein Malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs). “Sonnenschutz ist kein Kinder
Alternative zu herkömmlicher Behandlung am Prüfstand Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM erprobt eine neuartige musiktherapeutische Behandlungsmethode bei chronischem Tinnitus. In Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik und der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Heidelberg sowie der Musiktherapeutischen Ambulanz der Fachhochschule Heidelberg soll untersucht werden, inwieweit eine ursachenbezogene Behandlung bei den Betroffenen zu eine
Freiburger und Münchener Ärzte kooperieren mit Agfa Deutschland
Brustkrebs, ein bösartiger Tumor der Brustdrüse, ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) erkranken jährlich 46.000 Frauen neu, etwa jede zehnte Frau wird im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Um die Heilungschancen zu erhöhen ist es wichtig, die Erkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen. Die beste Möglichkeit, klein
Wenn durch Arthrose der Gelenkknorpel vollständig abgenutzt ist, kann nur noch ein künstliches Gelenk die Beschwerden lindern. Im fortgeschrittenen Stadium schränkt der Gelenkverschleiß nicht nur die Lebensqualität ein, sondern verursacht auch einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden. “Durch die rechtzeitige Behandlung mit biologischen Medikamenten kann ein späterer Gelenkersatz vermieden beziehungsweise deutlich hinaus geschoben werden”, so Professor Dr. Rüdiger Krauspe, Direktor der Orthopädische
Klinische Tests beginnen in der zweiten Jahreshälfte
Wissenschaftler der University of Reading wollen nachweisen, dass probiotische Bakterien bei der Behandlung von Autismus unterstützend wirken können. Die Bakterien sollen konkret bei den Darmproblemen helfen und die psychologischen Symptome erleichtern. Klinische Tests zur Überprüfung dieses Behandlungsansatzes sind laut Nature bereits geplant.
Es ist bekannt, dass autistische Kinder über eine größere Menge so genannter “
Algenwachstum verbraucht Kohlendioxid und bindet dadurch große Mengen dieses Treibhausgases im Meer. Während sie wachsen, scheiden Algen allerdings zuckerhaltige Substanzen aus. Diese werden von Bakterien rasch wieder zersetzt, wodurch das darin gebundene Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre gelangt. So zumindest war die bisherige Vorstellung. Eine gerade in Nature erschienene Studie* von Meereswissenschaftlern zeigt jedoch, dass die Algenausscheidungen ein ganz anderes Schicksal erfahren können. Wi
Forschungszentrum Jülich nimmt Glashaus für Pflanzenforschung in Betrieb Wie Pflanzen auf wechselnde Umweltbedingungen reagieren, wird in der neuen Versuchspflanzen-Anlage des Forschungszentrums Jülich untersucht. Mit PhyTec gehen die Wissenschaftler des Instituts Phytosphäre neue Wege in der Pflanzenanzucht und Umweltforschung. Eine neuartige Kombination aus hochtransparentem Solarglas und einer außergewöhnlichen Lüftung sorgt dafür, dass Pflanzen im High-Tech-Glashaus unter freiland
Seit dem 19. April untersuchen 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und der Universitäten Erlangen, Aberdeen, Bologna und Galway, an Bord des Forschungsschiffs METEOR die ausgedehnten Tiefwasserkorallenriffe in 600-1100m Wassertiefe im Seegebiet westlich von Irland.
Die Reise METEOR 61-1 unter der Leitung von Dr. Olaf Pfannkuche (IFM-GEOMAR) ist eine multidisziplinäre Forschungsfahrt mit biologischen, geologisc
Innsbrucker Wissenschaftler entdecken ein Sicherheitsrisiko bei Defibrillatoren
Aufmerksamen Beobachtern ist es sicher aufgefallen: Immer häufiger sieht man an öffentlichen Orten wie Flughäfen oder bei Rettungssanitätern auf Großveranstaltungen Automatische Externe Defibrillatoren (AED), die inzwischen als Therapiemittel gegen den plötzlichen Herztod durch Kammerflimmern zur Grundausstattung für Ersthelfer gehört. Grund dafür ist eine weltweite Kampagne, die die Verbreitung von AED