Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Kokain ist gefährlicher als viele glauben. Bereits der einmalige Gebrauch kann einen Herzinfarkt auslösen. Die Deutsche Herzstiftung warnt deshalb davor, die Einnahme dieser Droge zu verharmlosen oder als Kavaliersdelikt herunterzuspielen.
Mehrere hunderttausend Menschen zählen in Deutschland zum Kreis der Kokain-Konsumenten. Betroffen sind nicht nur vermeintliche Randgruppen, sondern auch Manager, Künstler oder Prominente aus Sport- und Fernsehwelt. Es gilt als schick, zu koksen. Deshalb ka
Das Max-Planck-Institut (MPI) für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig und das Robert Koch-Institut haben gemeinsam mit der Wildlife Conservation Society die Erste Internationale Konferenz zum Thema “Krankheiten – die dritte Bedrohung wildlebender Großer Affen” vom 6.-9. Mai 2004 in Leipzig veranstaltet.
Ein Schwerpunkt der Konferenz, an der etwa 70 Experten aus aller Welt teilnahmen, war die Bedrohung der Menschenaffen durch vom Menschen übertragbare Krankheitserreger. Diskutiert wurden M
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen weltweit an erster Stelle der Todesursachen. Blutfette, insbesondere das LDL-Cholesterin, gelten dabei als die größten Risikofaktoren. Sie führen zur Verkalkung von Gefäßen. Die Folgen sind Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch der Cholesterinspiegel im Blut ist Schwankungen unterworfen.
Soviel ist bekannt: je größer der Quotient aus “schlechten” LDL-Cholesterinwerten und “guten” HDL-Cholesterinwerten, desto größer ist das Risiko für einen Einzelnen eine Herz
Mäuse ohne RAGE-Rezeptor überleben Sepsis / Heidelberger Studie im “Journal of Clinical Investigation” veröffentlicht
RAGE reguliert die Sepsis im Mausmodell
Heidelberger Wissenschaftler haben entdeckt, dass ein bestimmtes Protein nicht nur bei der Zuckerkrankheit, Entzündungs- und Alterungsprozessen eine entscheidende Rolle spielt, sondern auch bei der Sepsis (Blutvergiftung): Mäuse, die das Regulatormolekül RAGE nicht in ihren Zellen bilden können, überleben deutlich häufi
Biologe weist erstmals Existenz spezieller Mikroorganismen in der Kreidezeit nach
Fünf Gramm Bernstein und viel Geduld – mehr brauchte Dr. Alexander Schmidt nicht für seine sensationellen Entdeckungen. Der Biologe, der an der Universität Jena seine Doktorarbeit anfertigte, hat Einschlüsse in hunderten von Bernsteinsplittern untersucht. In dem Harz von Bäumen, die vor 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit wuchsen, entdeckte er einen hochinteressanten biologischen Mikrokosmos. “Es si
Jüngste Fortschritte auf dem Gebiet der Genomik haben viele aufregende Forschungswege eröffnet, die eine echte Hoffnung bei der Identifizierung neuer Behandlungsmethoden für Erkrankungen des Menschen und genetische Störungen bieten. Die Meeresbiologie wurde jedoch im Laufe der so genannten “Genomikrevolution” zum größten Teil übergangen. Das heißt, bis heute.
Am 11. Mai wurden im Rahmen der EUROCEAN 2004 Konferenz in Galway, Irland, die Einzelheiten eines Exzellenznetzwerks vorgestellt, das
Der Herzinfarkt ist bei Frauen mittlerweile die Todesursache Nummer eins vor Brustkrebs und Schlaganfall. 87.000 Frauen sterben jährlich am Infarkt, während es bei den Männern 78.000 sind, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Zugleich werden die Opfer immer jünger. Frauen unter 50 Jahren haben ein doppelt so hohes Risiko wie Männer, an den Folgen eines durch ein Blutgerinnsel verstopften Herzkranzgefäßes zu sterben. Die Infarkt-Häufigkeit bei Frauen hat sich in den letzten 40 Jahren versechs
Das Medikament Suramin brachte in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts den Durchbruch im Kampf gegen die Schlafkrankheit. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigten nun, dass die Substanz auch gegen akutes Leberversagen wirksam ist.
Dr. Sören Eichhorn, Dr. Andreas Krüger und Kollegen aus der Abteilung von Professor Peter Krammer beschreiben in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Medicine* einen vielversprechenden neuen Einsatzbereich für
Gegen inoperable Krebsgeschwüre wird eine neue Waffe geschmiedet. Mit der Behandlungsmethode der so genannten Partikeltherapie können Ärzte bisher unheilbare Krebsarten schnell, präzise und schonend zu Leibe rücken. Siemens entwickelt auf Basis von Patenten der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) standardisierte Anlagen für Spezialkliniken, wie das Siemens-Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet.
Bei der Methode „beschießt“ eine Ionenquelle den vorher exakt vermessenen Tum
Lübecker Pathologen stellen die Datengrundlage für die Entwicklung neuer Antikörper
Das Institut für Pathologie der Universität zu Lübeck und Antibodies by Design (AbyD), eine Geschäftseinheit der MorphoSys AG, arbeiten künftig auf dem Gebiet der gewebebasierten Tumordiagnose zusammen. Aus der Kooperation sollen neuartige immunhistochemische Diagnose-Kits hervorgehen, die gegenüber aktuellen Techniken präzisere Aussagen erlauben und so eine verbesserte Diagnostik ermöglichen. Den Sch
Genfähren bringen Tumorzellen den Tod
Die mit Stammzellen verbundenen medizinischen Hoffnungen richten sich in der Regel auf den Ersatz erkrankter Gewebe oder Organe. Die Onkologie, die ja ein Zuviel von (krankhaftem) Gewebe bekämpft, wird selten in einem Atemzug mit Stammzellen genannt. Für PD Dr. Christian Beltinger in der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Ulm ist das Grenzland zwischen Stammzellbiologie und Onkologie jedoch ein überaus vielverspreche
Untersuchungen mit Synchrotronstrahlung deuten auf ring- oder kettenförmige Struktur hin
Struktur der ersten Koordinierungsschale von flüssigem Wasser
Wasser faszinierte schon Wissenschaftler der Antike, für sie war es eins der “Grund”-Elemente und ein Schlüssel zum Verständnis von Natur und Leben. Heute weiß zwar jedes Schulkind, dass Wasser aus zwei Elementen besteht und wir kennen unzählige lebenswichtige Prozesse, die ohne Wasser nicht stattfinden könnten. Wie wenig wir
Die bekannte Hülsenfrucht kann auch gesundheitsschädlich wirken
Soja ist in – ob nun als Soja-Drink, Soja-Würstchen oder als bewährte Soja-Sauce, die Hülsenfrucht, die in Asien als Grundnahrungsmittel dient, wird auch hierzulande immer häufiger gegessen. Der Grund: Soja gilt als gesund. Krebsvorbeugend ist ein Attribut, das Soja häufig bescheinigt wird. Außerdem soll der gerne als Fleischersatz verwendete Stoff die Beschwerden der Wechseljahre mildern. Doch gibt es wirklich nur posit
Die DNA in den “Kraftwerken” der Zelle, den so genannten Mitochondrien, wird gerne zur Untersuchung von Verwandtschaftsverhältnissen herangezogen: Da nach gängiger Theorie beim Menschen immer die Mütter ihre Mitochondrien an die Kinder weitergeben, nie aber die Väter, lassen sich aus den DNA-Unterschieden vergleichsweise unkompliziert umfangreiche Stammbäume rekonstruieren – bis zurück zur “Ur-Eva”. Wissenschaftler aus den USA, Dänemark und Bonn haben das Dogma der rein mütterlichen Vererbung mitocho
Muttermilch reduziert “schlechtes” Cholesterin
Wissenschafter des Institute of Child Health haben weitere Beweise dafür gefunden, dass das Stillen das Risiko eines Menschen verringert, als Erwachsener an einer Herzkrankheit zu leiden. Sie untersuchten mehr als 200 Teenager, deren Ernährung als Kinder ermittelt worden war. Jene, die gestillt wurden, verfügten über bessere Cholesterinwerte. Zusätzlich konnte eine Verbindung zu geringeren Werten des C-reaktiven Proteins (CRP) hergestellt
Samen enthält wesentliche Moleküle zum Heranreifen des Embryos
Dass ohne Samen Nachkommenschaft erfolgreich gezogen wird, scheint nach jüngsten Erkenntnissen eines amerikanisch-britischen Forscherteams eher ungewöhnlich. Denn, so berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature, in Samen werden mehr als nur männliche DNA-Stränge abgeliefert.
Licht in die bisher ungeahnten Vorgänge der Befruchtung haben die Wissenschaftler um Stephen Krawetz vom Center for Molecular Medic