Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
So wie ein gutes Frühstücks-Müsli aus Getreideflocken, Nüssen und Früchten besteht, braucht auch das Phytoplankton in den Weltmeeren ausgewogene Mahlzeiten aus verschiedenen Nährstoffen zum Wachsen und Gedeihen. Das zeigt ein Bericht von Matthew M. Mills und anderen Wissenschaftlern in der aktuellen Ausgabe von Nature (2550, 07.05.2004)*. Sechs Wochen lang waren Mills und seine Kollegen an Bord des deutschen Forschungsschiffs METEOR im tropischen Nordatlantik unterwegs, um die komplexen Zusammenhän
Fliegen sind erst dank der direkten Verschaltung ihrer Nervenzellen in der Lage, extrem geschickt zu navigieren, berichten Max-Planck-Neurobiologen
Die eigene Fortbewegung steuern und den Kurs bei auftauchenden Hindernissen sofort korrigieren zu können, erfordern eine komplexe Verrechnung jener Reize, die das Gehirn über die Augen erhält. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried haben jetzt entdeckt, wie raffiniert einzelne Nervenzellen im Sehzentrum v
Max-Planck-Chemiker haben ein fundamental neues Prinzip entwickelt, mit dem die Effizienz enantioselektiver Biokatalysatoren beträchtlich gesteigert werden kann
Katalysatoren steuern mehr als 80 Prozent aller großtechnischen Prozesse in der chemischen Industrie. Von besonderem Interesse sind deshalb Katalysatoren, die es ermöglichen, so genannte chirale, also spiegelbildliche Verbindungen, gezielt herzustellen. Chirale Verbindungen werden heute vor allem als Medikamente, Pflanzenschu
Die Computertomographie erlebt derzeit ein “revolutionäres Comeback”. Davon sind die Experten auf dem 85. Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden überzeugt. Angetrieben von wissenschaftlichem Fortschritt, technischen Neuerungen und Dank der Zusammenarbeit von Radiologen und Herstellern liefern die Geräte inzwischen bessere diagnostische Informationen ohne zusätzliche Strahlenbelastung – und eröffnen damit auch neue Anwendungsbereiche für die Bildgebung.
Angetrieben vom rasanten technischen F
Jährlich werden rund 46.000 Frauen mit der Schock-Diagnose “Brustkrebs” konfrontiert. Weil jeder getastete Knoten und jede Veränderung auf dem Röntgenbild abgeklärt werden muss, müssen sich die betroffenen Frauen weiteren Untersuchungen, beispielsweise einer Gewebeentnahme, unterziehen. Auf diesem Gebiet gibt es neue Entwicklungen, die auf dem 85. Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden diskutiert werden.
Vom Mammographie-Screening ab dem 50.Lebensjahr, das bis zum Jahr 2005 in Deutschland f
Dickdarmkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung in Deutschland: Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen daran, bei etwa der Hälfte von ihnen führt dieser Krebs zum Tode. Die virtuelle Darmspiegelung per CT, ist inzwischen beim Nachweis von Krebsvorstufen (Polypen) der konventionellen Darmspiegelung ebenbürtig – und es gibt neue Ansätze, um die Methode weiter zu verbessern. Dies berichten Experten auf dem 85. Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden.
In den Vorsorgeuntersuchungen der Krankenka
Ein neues minimal-invasives Verfahren erspart Patienten mit einer Gefäßaussackung (Aneurysma) im Gehirn die Operation. Winzige Spiralen dichten die lebensbedrohliche Blutblase ab. Das Verfahren ist der herkömmlichen Operation ebenbürtig, berichten Experten auf dem 85. Deutschen Röntgenkongress in Wiesbaden.
Unmittelbar einsetzende Kopfschmerzen, ein kurzer Ohnmachtsanfall und ständig zunehmende neurologische Ausfälle wie Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen – so können sich plötzlich auftre
Jede Frau im gebärfähigen Alter kann Myome in der Gebärmutter bekommen. Diese gutartigen Geschwülste sind die häufigsten Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane und oft der Anlass die Gebärmutter zu entfernen. Eine Alternative ist hier ein neues nichtoperatives, gebärmuttererhaltendes Verfahren, die so genannte Myomembolisation. Diese Therapie bietet das Universitätsklinikum Bonn, neben wenigen deutschen Zentren wie beispielsweise die Berliner Charite, jetzt auch in Nordrhein-Westfalen an.
Körperliche Erholung findet am raschesten statt
Die vollständige Genesung nach einer Zelltransplantation zur Behandlung von Leukämie oder eines Lymphoms kann drei bis fünf Jahre dauern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Fred Hutchinson Cancer Research Center gekommen. Hämopoetische Zelltransplantationen (HCT), Knochenmarks- oder Stammzellentransplantationen, werden häufig zur Behandlung von hämatologischen Erkrankungen eingesetzt. Der Grad und die Voraussagen der körperlichen un
An der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig wurde jetzt ein für die Leukämie-Behandlung älterer Patienten eingesetztes Verfahren auch erfolgreich eingesetzt für die Behandlung der seltenen Erkrankung PNH.
Die seltene Erkrankung PNH (Paroxysmal Nocturnal Hemoglobinuria) oder deutsch: Plötzliches Nächtliches Hämoglubin im Harn, führt dazu, dass der Patient ohne jegliche Vorankündigung nachts roten Harn ausscheidet. Zurückzuführen ist das PNH-Syndrom auf das Fehlen eines bestimmten E
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung haben ein Schlüsselelement für die Übertragung von Schmerzsignalen ins Gehirn gefunden
Seit langem ist bekannt, dass Entzündungsreaktionen, wie beispielsweise chronische Arthritis, zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit bei Patienten führen. Jetzt berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung von Ulrike Müller vom Max-Planck Institut für Hirschforschung, Frankfurt, über die Identifikation eines bisher nicht bekan
Australische Forscher auf Spuren der Bedienungsanleitung des Lebens
Forschern des Institute for Molecular Bioscience (IMB) der University of Queensland ist es gelungen, genetische Elemente zu entdecken, die seit hunderten von Jahren identisch geblieben sind. Das Forscherteam unter der Leitung von John Mattick nimmt an, dass diese genetischen Elemente Teil einer ausgeklügelten und vorher unentdeckten Bedienungsanleitung zur Zusammensetzung komplexer Organismen wie dem Menschen sind, b
Ergebnis der BMBF-Förderung “Marine Naturstoffe” in Frankfurt vorgestellt
Gerade in Meeresorganismen entdecken Wissenschaftler immer mehr Substanzen zur Behandlung von Krankheiten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenzzentrum BIOTECmarin in Mainz hat einen Wirkstoff gefunden, der in biologischen Tests gegen Leukämiezellen wirkt. Den Wirkstoff Sorbicillacton filterten die Forscherinnen und Forscher aus Pilzen heraus, die in Meeresschwämmen lebe
Proteine sind die Schlüsselmoleküle in biologischen Prozessen. Einen entscheidenden Schritt auf dem Weg, ihre Funktion aufzuklären, hat das Proteincenter der Ruhr-Universität Bochum gemacht: Juniorprofessor Dr. Eckhard Hofmann hat am Lehrstuhl für Biophysik (Leiter: Prof. Dr. Klaus Gerwert, Fakultät für Biologie) ein Röntgendiffraktometer in Betrieb genommen, mit dem Forscher Eiweißmoleküle in atomarer Auflösung abbilden und so Kenntnisse über ihre räumliche Struktur gewinnen können. Das aufwändige
Würzburger Forscher schlagen neue Therapieansätze vor
Eine Herzschwäche muss nicht immer durch einen Infarkt oder einen Herzklappenfehler bedingt sein. Sie kann auch dann entstehen, wenn das Immunsystem den Herzmuskel angreift. Das haben Wissenschaftler von der Uni Würzburg jetzt erstmals nachgewiesen. Ihre Arbeit ist in der Mai-Ausgabe 2004 des renommierten Fachblatts “Journal of Clinical Investigation” veröffentlicht.
Ultraschall an Rattenherzen. Rechts ein gesundes Tier
Forscher des Instituts für Biochemie entdecken Enzym, das zur Therapie der Erkrankung dienen kann – Publikation im Journal of Clinical Investigation
Bereits bis zu 30 Jahre bevor Alzheimer-Patienten die klinische Phase mit ihren typischen kognitiven Störungen erreichen, bilden sie im Gehirn vermehrt Amyloid-Peptide, Bestandteile der später nachweisbaren Ablagerungen, auch Plaques genannt. Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben nun im Tiermodell gezeigt, dass ein von