Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Injektionen in Gehirne von Ratten erfolgreich
Stammzellen könnten für die Wiederherstellung von Gewebe eingesetzt werden, das durch einen Schlaganfall beschädigt wurde. Ein Team der Stanford University hat fötale Stammzellen in die Gehirne von geschädigten Ratten injiziert. Es zeigte sich, dass die Zellen in die beeinträchtigen Bereiche wandern und sich in die richtige Art von Gehirnzellen verwandeln konnten. Ob sie einen wirklichen Beitrag zur Wiederherstellung leisten, ist derzeit n
Elektrochemische Verfahren verbessern viele Produkte
Wissenschaft und Technik sind selten so verzahnt wie in der Elektrochemie. Das gilt für ihre klassischen Gebiete wie die Elektrolyse, die Stoffreinigung und -trennung, die elektrochemische Energietechnik, Analytik und Sensorik, die Oberflächentechnologie und den Korrosionsschutz ebenso wie für die noch recht junge Nanotechnologie. Beiträge der Elektrochemie zur Nanotechnologie sind herausragende Themen auf der Jahrestagung der Fach
1.130 Säugetierarten und 1.183 Vogelspezies werden aussterben
Ein in Großbritannien gelaunchtes Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den genetischen Code von gefährdeten Tierarten für die Zukunft aufzubewahren. Die “Gefrorene Arche” wird DNA von Säugetieren, Vögeln, Insekten und Reptilien, die vom Aussterben bedroht sind, sammeln. Die ersten Proben von gefährdeten Arten wie der Socorro-Taube, der Säbelantilope und dem gelben Seepferdchen sind am Montag, 25.07.2004, eingefroren worden.
Feuerwehrleute wünschen sie sich schon lange: Kostengünstige und hochempfindliche Infrarotsensoren, die große Waldgebiete automatisch überwachen und im Falle eines Brandes rechtzeitig warnen. Zoologen der Universität Bonn sind diesem Ziel einen Schritt näher gekommen: Sie haben einen Waldbrandsensor konstruiert, der zwar noch nicht so empfindlich ist wie handelsübliche Infrarotdetektoren, dafür aber kostengünstiger hergestellt werden könnte. Das bisher in Natur und Technik unbekannte Messprinzip habe
Ein EU-finanziertes Projekt hat sich auf die Bestimmung von Behandlungsverfahren und Ergebnismessungen für Friedreich-Ataxie konzentriert. Hierbei handelt es sich um eine seltene Erbkrankheit mit europäischem/kaukasischem Ursprung. Die Wirksamkeit von Idebenon wurde erfolgreich in einer dreistufigen Demonstration gezeigt, in der Zellkulturen, Mäusemodelle und menschliche Versuchspersonen genutzt wurden.
Die Friedreich-Ataxie (FRDA) ist eine sehr seltene schwerwiegende Krankheit mit
Die Weinherstellung hat einen bedeutenden Anteil an der europäischen Wirtschaft. Die Produktion hochwertiger Weine und die hierfür erforderlichen Normen sind besonders deshalb von Bedeutung, weil importierte Weine aus nicht-europäischen Ländern zunehmend auf den Markt drängen. Deshalb wurde ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Glycerinspuren in Wein erkannt werden können.
Glycerin ist eine farblose, geruchlose, süß schmeckende und sirupartige Flüssigkeit, die in der Natur vorkom
Der Geschmacksverstärker Glutamat kann Hirnzellen töten. Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer August-Ausgabe. Der führende US-Glutamatforscher, John Olney von der Washington University in St. Louis, hat in mehreren Untersuchungen an Versuchstieren die neurotoxischen Effekte des Stoffes nachgewiesen. Vor allem die Wirkungen im Gehirn erscheinen gefährlich: “Glutamat ist ein Nervenzellgift”, sagt der Heidelberger Alzheimerforscher Konrad Beyreuther: “Zu viel Glutamat bringt uns
Kernreaktion gegen Metastasen Erstmals konnte ein Patient in Europa mit der Bor-Neutroneneinfangtherapie behandelt werden. Dabei sollten Hirnmetastasen des schwarzen Hautkrebses verringert werden. Die Behandlung wurde am Forschungsreaktor der Europäischen Kommission in Petten, Niederlande, unter der Leitung von Ärzten des Universitätsklinikums Essen ausgeführt. Schon seit mehreren Jahren ist die Bor-Neutroneneinfangtherapie ein Schwerpunkt am Universitätsklinikum. Sie verwend
Extrem kalt muss es sein, damit sich Schneealgen wohl fühlen. Die Mikroalgen sind Überlebenskünstler – sie haben sich sehr gut an arktische Temperaturen angepasst. In schwer zugänglichen Gletschern und Schneefeldern Spitzbergens sind Prof. Dr. Günter Fuhr, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT und Dr. Thomas Leya dem Geheimnis der Extremophilen auf der Spur (Expedition vom 25. Juli bis 7. August).
Die Berliner Arbeitsgruppe Extremophilenforschung des Fraunhofer-In
Australischer Schindlerfisch bricht alle Minimal-Rekorde
Forscher der Scripps Institution of Oceanography an der University of California in La Jolla haben das kleinste Wirbeltier der Welt entdeckt. Nur zwischen sieben und acht Millimeter groß wird der Schindlerfisch (Schindleria brevipinguis) in ausgewachsener Größe. Damit ist der Fisch, der auch in adultem Zustand larvenähnlich aussieht, aber auch das leichteste Wirbeltier des Tierreichs, berichtet das Scripps Institute.
Vielen Frauen mit Brustkrebs wird unnotwendig die ganze Brust entfernt. Der Wissenschaftler Robert Kuske von Arizona Oncology Services argumentiert, dass Patientinnen durch die notwendige Bestrahlung von weniger radikalen Eingriffen abgeschreckt werden. Laut Kuske überwindet die so genannte Brachytherapie diese Hindernisse. Er geht davon aus, dass bei 80 Prozent der Betroffenen brusterhaltende Eingriffe möglich wären. Frühere Studien der University of Gdansk haben laut BBC ergeben, dass die Brust bei
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, die STIKO, hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin 30/2004 veröffentlicht. Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Windpockenimpfung, die jetzt für alle Kinder empfohlen wird, die Keuchhustenimpfung, die nun allen Frauen mit Kinderwunsch sowie vor der Geburt eines Kindes allen engen Kontaktpersonen geraten wird, und Präzisierungen für die Impfung chronisch Kranker. Impfungen schützen nicht nur den Geimpften vor
Deutsche Krebshilfe fördert neuen Therapie-Ansatz
Jedes Jahr erkranken etwa 11.400 Menschen in Deutschland an einem malignen Melanom – dem bösartigen schwarzen Hautkrebs. Seit den 70-er Jahren haben sich die Erkrankungsraten annährend versechsfacht. Dieser Tumor ist besonders gefährlich und beim Vorliegen von Metastasen nur selten heilbar. Wissenschaftler der Dermatologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen arbeiten jetzt an einer neuartigen Therapie-Strategie, bei der harml
Einem internationalen Ärzte-Team unter Leitung von Ärzten des Universitätsklinikums Essen gelang es erstmals in Europa, einen Patienten mit der Bor-Neutroneneinfangtherapie zu behandeln. Dabei ging es um die Verringerung von Hirnmetastasen des schwarzen Hautkrebses. Die Behandlung erfolgte am Forschungsreaktor der Europäischen Kommission in Petten (Niederlande). Die Vorbereitungen am Universitätsklinikum in Essen trugen im Wesentlichen Strahlenklinik und Hautklinik.
Die Bor-Neutroneneinfang
Auch wenn Tuberkulose hierzulande viel von ihrem Schrecken verloren hat, sterben doch lt. WHO weltweit jährlich 2 Mio. Menschen an dieser Infektionskrankheit. In der Zellwand von Mycobacterium tuberculosis, dem Tuberkulose-Erreger, haben Forscher der Universität Leeds nun ein Kohlenhydrat mit unerwarteter Struktur entdeckt, das ein neuer Ausgangspunkt für die Pharmaforschung sein könnte.
Hauptbestandteil der Zellwand von Mycobakterien ist ein Lipoarabinomannan (LAM), ein Molekül, das aus ein
Bislang hat sich die Epilepsie-Forschung vor allem auf die Übertragung der Nervenzell-Signale an den so genannten Synapsen konzentriert. Neue Beobachtungen von Medizinern aus den USA, Frankreich und der Universität Bonn sprechen jedoch dafür, dass bei der “Fallsucht” auch die Signalverarbeitung in den Nervenzellen (Neuronen) verändert ist: Normalerweise dämpfen bestimmte Ionenkanäle die neuronale Aktivität. Bei epilepsiekranken Ratten ist diese Signal-Bremse jedoch gestört: Sie verfügen über viel wen