Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Rund 30.000 Gene umfasst das Erbgut des Menschen; jedes von ihnen enthält die Bauanleitung für mindestens ein Protein. Erst von einem Bruchteil dieser Eiweißmoleküle weiß man bisher, welche Funktion sie im Körper erfüllen. Eine elegante und schnelle Methode könnte nun Licht ins Dunkel bringen: Wissenschaftler der Universität Bonn konnten beobachten, dass sich mit Hilfe so genannter Aptamere selbst sehr ähnliche Proteine ganz spezifisch „ausschalten“ lassen. In ihrer Veröffentlichung im US-amerikani
Ein Salamander als Regenerationskünstler – und begehrtes Studienobjekt für Wissenschaftler / Neue MaxPlanckForschung erschienen
Wird ihm ein Bein abgerissen, bedeutet das für den Axolotl keinen Beinbruch. Denn diesem mexikanischen Salamander wachsen verlorene Gliedmaßen wieder vollständig nach. Forscher um Elly Tanaka am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden ergründen dieses erstaunliche Phänomen – um daraus vielleicht Nutzen für den Menschen zu zieh
Hallesche Zoologen erforschen das Liebesleben der Wüstenheuschrecken
Eine Arbeitsgruppe, geleitet von Prof. Dr. Hans-Jörg Ferenz vom Institut für Zoologie an der Martin-Luther-UniversitätHalle-Wittenberg, hat herausgefunden, dass bei anhaltend guten Umweltbedingungen und reichlichem Futterangebot das Paarungsverhalten der Wüstenheuschrecken sich gravierend ändert und dadurch eine “Massenvermehrung” ausgelöst wird.
Wüstenheuschrecken leben normalerweise vereinzelt in wassera
Klinische Tests mit VentrAssist beginnen im Herbst 2004
Eine neue Art von Pumpe zur Unterstützung versagender Herzen wird im Herbst 2004 in Großbritannien klinischen Tests unterzogen. Das Design des VentrAssist ist darauf ausgelegt, Probleme wie mechanisches Versagen und Blutgerinnung nicht mehr entstehen zu lassen. Beide Komplikationen haben künstliche Herzen und Pumpen seit ihrer Erfindung begleitet. Die neue Pumpe führt zusätzlich zu einer eigenartigen Nebenwirkung. Menschen, denen
Das New England Journal of Medicine veröffentlichte heute die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der APRICOT (AIDS PEGASYS(r) Ribavirin International CO-infection Trial) (Internationale AIDS-Koinfektionsstudie mit PEGASYS Ribavirin), die umfassendste und einzige multinationale Prospektiv-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon an nahezu 900 mit HIV and HCV doppelinfizierten Patienten. APRICOT zeigt, dass eine Kombination aus PEGASYS (
Leber-Transplantationszentrum nimmt mit neuem kommissarischem Direktor wieder Arbeit auf
Mit einer erfolgreichen Lebend-Lebertransplantation und einer Pankreas-Nieren-Transplantation hat Professor Utz Settmacher, der kommissarische Direktor der Klinik für Allgemeine und Viszerale Chirurgie am Universitätsklinikum Jena, das Transplantationsprogramm der Klinik wieder aufgenommen. Spenderin und Empfängerin der Lebend-Leberspende, zwei 42 bzw. 47 Jahre alte Schwestern sind nach den erfol
Ein internationales Wissenschaftler-Konsortium unter Beteiligung der Philipps-Universität Marburg hat eine effiziente Methode zur Herstellung von Antikörpern gegen SARS entwickelt. Die Ergebnisse wurden jetzt in Nature Medicine veröffentlicht. Im Tierversuch führten die gewonnenen neutralisierenden Antikörper bereits zu einer Blockade der Vermehrung des SARS-Coronavirus.
Ein Wissenschaftler-Konsortium aus vier Ländern unter Beteiligung von Marburger Virologen hat eine Methode entwick
Europäische Flusskrebse sind durch die Krebspest, eine hoch ansteckende Infektionskrankheit mit einer Sterblichkeitsrate von annähernd 100 Prozent in starkem Maße bedroht.
Der Fadenpilz Aphanomyces astaci ist der Erreger dieser Tierseuche, die im 19. Jahrhundert erstmalig in Europa auftrat und heute auf dem ganzen Kontinent verbreitet ist. Der Ursprung der Infektion konnte nie ermittelt werden, ab etwa 1960 wurde die Krankheit jedoch über amerikanische Flusskrebse eingeschleppt. Sie
Schon jetzt hecheln Kontrolleure den immer raffinierteren Doping-Methoden der Profi-Sportler regelmäßig hinterher. Künftige Athleten können auch mit den Werkzeugen der Gentechnik auf Sieg programmiert werden, schreibt das Technologiemagazin Technology Review in der aktuellen Ausgabe 8/04. Je genauer Forscher die Maschine Mensch verstehen, desto mehr Ansatzpunkte für Doping-Mittel werden erkennbar. Kein Wirkstoff hat den Profisport in den letzten Jahren mehr verändert als das Nierenhormon Ery
Biologen auf der Spur pflanzlicher Nährstoffaufnahme
Amerikanische Wissenschaftler haben in Pflanzen jene Gene entdeckt, die für den Transport von Phosphat zuständig sind, berichtet die Cornell Universität. Die Erkenntnisse werden für die Zukunft große Bedeutung haben, denn so hoffen die Forscher, das Wissen wird helfen, in Zukunft landwirtschaftliche Erträge zu steigern und den Düngeanteil zu reduzieren. Phosphate zählen neben Kalium und Magnesium zu den wichtigsten Pflanzennährstoff
Deutsches Krebsforschungszentrum gründet Alumni-Verein
Um die Kontakte und wissenschaftlichen Kooperationen zwischen derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern auch über einen Forschungsaufenthalt hinaus aufrecht zu erhalten, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum den Verein “Alumni Deutsches Krebsforschungszentrum e.V.” gegründet. Ein vorrangiges Anliegen des Vereins ist es, Mittel einzuwerben, um junge Wissenschaftler bei Forschungsaufenthalten und der Anbahnung von Kooperationen zu
Forscher hoffen auf neue Erkenntnisse zur Behandlung
US-Forscher haben eine möglicherweise vererbbare Komponente für Lungenkrebs gefunden. Normalerweise wird Lungenkrebs auf externe Faktoren wie Zigarettenrauchen zurückgeführt. Ein interdisziplinäres Konsortium aus 12 Forschungsinstituten und Universitäten, einschließlich des Nationales Krebs Institutes (NCI) und dem National Human Genome Research Institute (NHGRI), hat auf einem Segment des Chromosoms 6 eine Region für eine höhere Lu
Biomarker bereits sehr früh feststellbar
Schwangere Frauen können auf Infektionen getestet und so Frühgeburten verhindert werden. Laut Wissenschaftlern der Oregon Health & Science University ist dafür ein einfacher Test ausreichend. Das Team um Michael Gravett geht davon aus, dass früh durchgeführte Tests und eine folgende Behandlung zahlreiche Frühgeburten verhindern könnten. Der Test stellt Muster von Proteinmarkern im Fruchtwasser fest. Bei Vorhandensein einer Infektion sieht das M
Gerade bei hohen Temperaturen im Sommer verliert der Körper durch Schwitzen mehr Flüssigkeit als gewöhnlich. Wer erst trinkt, wenn er durstig ist, zögert zu lange. Denn sobald sich Durst einstellt, hat der Körper schon zu viel Wasser verloren. Er reguliert die Flüssigkeitsbilanz nämlich nur grob. Deshalb ist es wichtig, zu trinken, bevor das Durstgefühl eintritt. Am besten ist es, Tag und Nacht Getränke in greifbarer Nähe zu haben. Ein erwachsener Mensch sollte mindestens 1,5 bis zwei Liter
9. Bremer Colloquium für Produktionsintegrierte Wasser-/Abwassertechnik vom 13.-14. Sept. 2004
Antibiotika wirken immer weniger. Bakterien werden zunehmend resistenter, weltweit. Infektionen sind auch in den Industrieländern wieder auf dem Vormarsch. Mit Sorge beobachten Mediziner diese Entwicklung. Die Hauptursache dafür: Trinkwasser ist mit Antibiotika belastet, gelangt so in die Nahrungskette und in den Menschen. Der menschliche Körper wiederum gewöhnt sich an seine A-Dosis und u
Generalschlüssel für die Gentherapie
Viren kennen den Weg in die menschliche Zelle, leider. Virologen machen das Beste daraus: Sie schicken ein therapeutisches Gen mit auf die Reise. Doch die veränderten Viren (Vektoren) erreichen den Kern nur, wenn sich die Zellen teilen. Aus einem speziellen Lentivirus, dem Affen-Immundefizienzvirus SIV, haben Forscher um Prof. Dr. Klaus Überla (Molekulare und Medizinische Virologie, Medizinische Fakultät der RUB) jetzt ein Vektorsystem für Zellen