Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Eine Innovation aus dem BMWA-Programm “Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen” (PRO INNO)
Die meisten Patienten mit der chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus müssen ihren erhöhten Blutzuckerspiegel durch die Injektion von Insulin ausgleichen, in der Regel mehrfach täglich. Sonst drohen den allein in Deutschland rund sechs Millionen Diabetikern Schlaganfall, Nierenversagen, Nervenschädigungen und Erblinden. Die regelmäßige Blutzuckermessung und die ständigen
Erste Tests mit Patienten erfolgreich verlaufen
Wissenschaftler der Ludwig Institute Oncology Unit haben einen Impfstoff entwickelt, der bei Krebspatienten einen Rückfall verhindern soll. Der Impfstoff wurde bisher an 19 Patienten getestet, nachdem bei ihnen Tumore operativ entfernt wurden. Nach zwei Jahren hatten 14 Teilnehmer keinen Rückfall erlitten. Dieses Ergebnis konnte nur bei zwei von sieben Patienten erzielt werden, die ein Blindpräparat erhielten. Für 2005 ist laut BBC ein g
Patienten mit rezidivierender-remittierender Multipler Sklerose (MS), die mit hoch dosiertem, hoch frequenten Interferon-beta-1b behandelt werden, sollten bei diesem Regimen bleiben und vermeiden, auf niedrig dosiertes, einmal wöchentlich verabreichtes Interferon-beta-1a umzusteigen, selbst bei Abwesenheit von klinischen oder MRT-bestätigten Anzeichen einer Krankheitsaktivität. Dies ist die Schlussfolgerung einer unabhängigen Studie, die in der Ausgabe von diesem Monat des “peer-reviewed” Journal of
Ein neuartiges Medikament gegen Multiple Sklerose zu entwickeln ist das Ziel des Göttinger Biotechnologie-Unternehmens Selecore. Der neue Wirkstoff soll der Substanzklasse der Mikroproteine angehören, auf deren Herstellung Selecore spezialisiert ist. Das BioProfil “Funktionelle Genomanalyse” hat dieses Projekt zur Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) empfohlen. Die Fördersumme beträgt eine Million Euro.
Weltweit leiden rund 2,5 Millionen Mens
Kleiner Unterschied, große Wirkung: Vollsynthetischer Wirkstoff um Größenordnungen wirksamer als Naturstoffanalogon
Was ist besser – Original oder Fälschung? In diesem Fall ging der Vergleich zu Gunsten des “Imitats” aus: New Yorker Chemiker machten einen Meeresschwamm-Wirkstoff im Labor nach, der dafür bekannt ist, das Immunsystem zu stimulieren und so bei mehreren Krankheiten zu helfen. Bei ihrem Imitat ersetzten die Forscher um Richard W. Franck ganz bewusst ein spezielles Atom
Frankfurter Wissenschaftler nehmen Alterstheorie unter die Lupe
Was passiert mit uns und unserem Körper, wenn wir in die Jahre kommen? Altern ohne zu leiden, geht das? Derartige Fragen beschäftigen uns immer mehr, je älter wir werden. Aus Sicht der Wissenschaft erscheint die Antwort allerdings ernüchternd: Demnach ist Altern durch einen fortschreitenden und irreversiblen Verlust physiologischer Funktionen charakterisiert, die für das Individuum häufig nachteilig sind und zu einem A
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie haben Funktion eines Schlüsselprotein in der Zelltod-Signalkette aufgeklärt
Alle Zellen des Körpers besitzen ein eigenes Selbstmordprogramm, welches geschädigte, überflüssige oder überalterte Zellen zerstört. Der Apoptose genannte programmierte Zelltod erlaubt es, die Anzahl der Zellen im Körper und damit auch die Größe von Organen und Geweben zu kontrollieren sowie für den Körper schädliche Zellen zu beseitigen. Fehler in diesem
Führende Wissenschaftler aus Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Frage der Zellteilung zu erforschen.
Das Projekt wird unter dem Sechsten Rahmenprogramm der EU (RP6) finanziert und stellt mit seinen 11 Partnern das größte Integrierte Forschungsprojekt zur Erforschung der Zellzyklus-Kontrolle dar. Mit Fördermitteln in Höhe von 8,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren wird im Rahmen von “M
Europas Raumfahrzeug Mars Express hat vielleicht Ammoniak in der Atmosphäre um den Roten Planeten entdeckt, ein Zeichen, das nach der Ansicht einiger Wissenschaftler auf Leben hindeuten könnte.
Forscher der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) sagen, dass die Sensoren an Bord von Mars Express laut Berichten der BBC in Versuchen die Spektralsignatur von Ammoniak entdeckt haben.
Die Entdeckung von Ammoniak in der Atmosphäre wäre, falls sie bestätigt wird, deshalb so aufregend, weil A
Teilnehmer für klinische Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg gesucht
Hilft Akupunktur gegen Knieschmerzen? Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg sucht Teilnehmer an einer Studie, die an Schmerzen durch Verschleißerscheinungen im Kniegelenk (Kniegelenksarthrose) leiden. Kniegelenkschmerzen sind häufige Begleiterkrankungen von entzündlichen Darmerkrankungen sowie der Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose, die schwerpunktmäßig in der Abteilung für Gastrente
MHH-Wissenschaftler sind maßgeblich an Forschungskooperation beteiligt
Es ist das erste Forschungsnetz (“network of excellence”), das die Europäische Union im 6. Rahmen-Förderungsprogramm mit mehr als 9 Millionen Euro fördert: VIRGIL steht für “Vigilance against Viral Resistance” und soll vier Jahre lang die europaweite Forschung zu Hepatitis B und C sowie zur Influenza bündeln. Im Augenmerk der Wissenschaftler sind so genannte Resistenzen: Bei einigen Viren wirken bislang erfolgr
Nebenwirkungen wie Schwindel verschwinden schnell
Cannabis kann die Schmerzen von Patienten mit Multipler Sklerose reduzieren, behaupten Forscher vom Aarhus University Hospital n Dänemark. Frühere Studien hatten bereits den Einsatz von Cannabinoiden, Extrakten von Cannabis, in Medikamenten untersucht, die Menschen mit Krankheiten wie Multipler Sklerose helfen sollen. Nach wie vor ist jedoch die Wirkung derartiger Medikamente umstritten.
Die aktuelle Studie unter 24 Patiente
Das französische Forschungskonsortium Génolevures hat in der Juliausgabe der Fachzeitschrift „Nature“ eine komparative Genomstudie der Gensequenz von vier neuen Hefesorten veröffentlicht. Der evolutionäre Abstand zwischen diesen vier Hefesorten ist genauso weitläufig wie der zwischen wirbellosen Meerestieren und Menschen. Die Analyse dieser Chromosomkarten deckt die komplexen Evolutionsmechanismen dieser verschiedenen Hefearten auf. Die neuesten Fortschritte bei der Genomsequenzierun
Fische hinterlassen im Wasser charakteristische Verwirbelungen, an denen sich sogar ablesen lässt, welche Art dort entlanggeschwommen ist – und das teilweise noch nach Minuten.
Das zeigen Laborexperimente an der Universität Bonn, bei der Zoologen die Schwimmspuren von Kugelfischen, Sonnenbarschen und Buntbarschen miteinander verglichen. Sonnenbarsche hinterließen im Becken sogar derart ausgeprägte “Fußspuren”, dass ein Raubfisch sie mit seinem strömungsempfindlichen Seitenlinienorgan
Moderne Dekonvolution-Algorithmen ermöglichen die 3D-Visualisierung von definierten Zellregionen in der Molekularpathologie.
Pathologen nutzen in der Krebsdiagnostik heute bevorzugt Fluoreszenz- und Laserkonfokalmikroskopie, um zu untersuchende Gewebeproben mittels moderner Bildverarbeitungswerkzeuge dreidimensional auf dem Computermonitor darstellen zu können. Zur Bildanalyse und -rekonstruktion werden dabei bereits seit vielen Jahren bekannte, mathematische Methoden zur Dekonvolut
Wissenschaftler des Freiburger Max-Planck-Instituts für Immunbiologie berichten, dass die spätere Form des Embryos in Eizellen von Säugetieren noch nicht festgelegt ist
Mit Ausnahme der Säugetiere sind bei den meisten Tieren die Körperachsen, wie Vorder- und Rückseite, Kopf und Schwanz, rechts und links, bereits in der Eizelle festgelegt. Neuere Untersuchungen hatten allerdings Hinweise geliefert, dass gewisse morphologische Eigenschaften der Säugetier-Eizelle die zukünftige embryon