Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Großteil hält sie für genauso wirksam wie die Schulmedizin
Eine von der Diagnostic Clinic in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass der Großteil der Menschen alternative Heilmethoden für genauso wirksam wie die Schulmedizin hält. Von 1.000 befragten Briten vertrauten 68 Prozent auf pflanzliche Heilmittel und Naturheilkunde. Einer von vier Teilnehmern ging davon aus, dass traditionelle Heilmethoden die einzige Möglichkeit zur Behandlung von Krankheiten sind. Die Altersgruppe de
Zu Beginn des Jahres hat der Sonderforschungsbereich (SFB646) unter Beteiligung des GSF – Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg seine Arbeit aufgenommen. Zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried untersuchen sie das Zusammenspiel molekularer Maschinen der Genexpression und Genomerhaltung.
Seitens der GSF beteiligen sich das Institut für Molekulare Strahl
Gluconobacter oxydans: Ein wichtiger “Arbeiter” für die Biotechnologie
Forscher entschlüsseln Genom des Bakteriums, das Zucker in nützliche Produkte umwandelt
Göttinger Wissenschaftler haben das Genom eines Bakteriums entschlüsselt, das zu den wichtigsten “Arbeitern” in der Biotechnologie zählt: Spezialisiert auf die Oxidation von Glucose, setzt Gluconobacter oxydans Zucker massenhaft in nützliche Produkte wie Zuckersäuren oder Vorstufen von Vitaminen um. Von den 2,9 Millionen
Kein Zweifel: Menschen sind komplizierter gebaut als Seeanemonen. Dennoch findet sich bereits bei den eher einfach strukturierten Nesseltieren ein ganzes Dutzend Kopien von Genen der so genannten Wnt-Genfamilie, die gemeinsam mit anderen Genen für die Organisation des Bauplans zuständig sind. Dies sind ebenso viele wie beim Menschen und viel mehr, als Biologen bisher bei so ursprünglichen Tieren vermuteten. Die unverhoffte Erbgut-Vielfalt der Seeanemonen entdeckten Wissenschaftler des John von Neum
Dass bei Leukämien die Zellvermehrung außer Kontrolle gerät, ist nicht der einzige Grund für die “Überschwemmung” von Blut und Lymphsystem mit weißen Blutzellen; die krankhaft veränderten Zellen sterben auch nicht mehr ab. Natürliche Abwehrprogramme, welche die übermäßig wachsenden Zellen abtöten könnten, sind außer Kraft gesetzt. Ein Virusprotein mit der Bezeichnung Tax ist wesentlich beteiligt, wenn das menschliche T-Zell-Leukämievirus Typ 1 Lymphozyten zu permanentem Wachstum transformiert. A
Forscher der University of Otago haben ein auf Keratin basierendes Hilfsmittel entwickelt, das eine schnellere, bessere und natürliche Knochenheilung unterstützt. Der Keratin-Knochenersatz, entwickelt von Dr. George Dias und Dr. Phil Peplow, könnte bald in der Heilung schwerer Brüche Einsatz finden und bisher verwendete Materialien wie Stahlplatten oder Titanschrauben ersetzen.
Keratin ist ein Protein, das in Haaren, Haut oder Fingernägeln, aber auch in Hörnern, Hufen und der Woll
Neue Orchidee wird nach OBM Dr. Wolfgang Tiefensee benannt: Präfectus Lipsiensis
Es ist nicht alltäglich, daß es gelingt eine wirklich neuartige und jeder Hinsicht bezaubernde Orchidee zu züchten. Eine solche neue Pflanze ist jedoch dem Entstehen einer neuen Art in der Natur gleichzusetzen und wird dann auch benannt. In diesem speziellen Fall hat die Fa. Röllke gleich drei unterschiedliche Gattungen gekreuzt und nach langen schwierigen Versuchen eine zauberhafte Hybride hervorgeb
Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat in einer Pressemitteilung vom 11. Januar 2005 aktuelle Ergebnisse der EPIC-Studie bekannt gemacht. Diese lassen den Schluss zu, dass für Brustkrebs der Verzehr von Gemüse und Obst keinen Schutz darstellt. Manche Medien haben daraus verallgemeinernd abgeleitet, dass die Ernährung keine Rolle bei der Entstehung von Krebs spielen würde und der Verzehr von Gemüse und Obst nicht vor Krebs schütze. Solche Schlussfolgerungen treffen nach Ansich
Seit Jahrzehnten bemühen sich Tierschutzverbände, um die Abschaffung oder Reduzierung von Tierversuchen für chemische, medizinische und kosmetische Zwecke. Der Hauptfeind der Tierschützer ist dabei meist der Wissenschaftler im weißen Kittel, der an wehrlosen Tieren immer neue Substanzen testet. Das Hauptproblem in der Sache ist jedoch, dass die Risken neuer Chemikalien für den Menschen aufgeklärt werden müssen. Der Gesetzgeber verlangt deshalb nach ausführlichen Versuchsreihen, bevor die entsprec
Siemens hat einen Magnetresonanztomographen (MR) entwickelt, der besonders für klaustrophobische und übergewichtige Patienten neue Diagnosemöglichkeiten eröffnet. Das System zeichnet sich durch eine extra-weite Tunnelöffnung, einen extrem kurzen Magneten und einer Leistung wie bei herkömmlichen Hochfeldsystemen aus. In seiner Form ist das Magnetom Espree weltweit einzigartig. Das europaweit erste System wurde nun am Klinikum „Bremen Mitte“ in Betrieb genommen. „Das Magnetom Espree bi
Krebsforschungszentrum und Siemens Medical Solutions vertiefen Kooperation
Zu den Aushängeschildern des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) gehört die Forschung im Bereich Strahlentherapie. Nun zahlt sich die Arbeit der Medizinphysiker in barer Münze aus: Kürzlich schlossen das Zentrum und der Siemens-Bereich Medical Solutions einen Kooperations- und Lizenzvertrag für das neue Gebiet der Partikeltherapie mit Protonen ab.
Siemens erhält die exklusiven Nutzungsrechte fü
Forschungsergebnisse zu Stoffwechsel von Riesenbakterien in der kommenden Ausgabe von Science veröffentlicht
Erst vor etwa fünf Jahren wurden sie entdeckt und beschrieben: die bei weitem größten Bakterien der Welt Thiomargarita namibiensis. Sie sind mit dem bloßen Auge sichtbar und circa ein Drittel bis drei Viertel Millimeter groß. Diese Schwefelbakterien gibt es unter anderem in den Meeresgebieten vor der Küste Namibias. Auf einer der Briefmarken Namibias ist das Bakterium seitdem
Ein Forscherteam von MPI für Biochemie und EMBL enthüllt das Zellskelett extrem kleiner Bakterien und die Funktionsweise ihrer spiralförmigen Fortbewegung
Dreidimensionale kryoelektronenmikroskopische Bilder aus dem Max-Planck-Institut für Biochemie und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) liefern jetzt erstmals eindeutige Beweise für das Vorhandensein und die genaue Struktur des Zellskeletts eines der kleinsten Lebewesen, des Mycoplasmas Spiroplasma melliferum. Mit dies
Max-Planck-Gesellschaft startet in Dortmund ein neues “Zentrum für Chemische Genomik” an der Schnittstelle von Biologie, Chemie und Medizin
Während die Genetik versucht, Lebensvorgänge über die Beeinflussung der Gene selbst zu entschlüsseln, verfolgt die Chemische Genetik dieses Ziel mit Hilfe chemischer Substanzen, die die Funktion der Genprodukte (Proteine) modulieren. In dem neuen “Zentrum für Chemische Genomik” in Dortmund, an dem insgesamt sechs Max-Planck-Institute beteiligt s
Botenstoffe verändern die Gebärmutterschleimhaut / Klinische Studie der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg: Mehr Schwangerschaften nach künstlicher Befruchtung? Die Technik der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas ist heute nahezu perfekt, der Kinderwunsch wird dennoch oft enttäuscht: Nur knapp ein Drittel der künstlich befruchteten Eizellen führen nach dem Einsetzen in die Gebärmutter zur erwünschten Schwangerschaft.
Wissenschaftler der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg unt
Matthias Westerhausen zum Professor für Anorganische Chemie der Universität Jena ernannt
“Lebende Polymere” nennt Prof. Dr. Matthias Westerhausen die langkettigen Verbindungen aus zyklischen Carbonsäureester-Bausteinen, die er im Labor erzeugt. “Die Ketten wachsen so lange, wie Baustoffe zur Verfügung stehen”, berichtet der gerade ernannte Lehrstuhlinhaber für Anorganische Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die eigentliche Besonderheit der entstehenden Polymere b