Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Deutsche Herzstiftung: Bei Schmerzen im Brustkorb immer an einen Herzinfarkt denken und sofort die 112 rufen
Viele Menschen könnten einen Herzinfarkt überleben, vorausgesetzt sie würden bei den ersten Symptomen sofort die 112 rufen. Denn bei einem Herzinfarkt kann jederzeit lebensgefährliches Kammerflimmern auftreten, das ohne notärztliches Eingreifen einen Kreislaufstillstand nach sich zieht und somit unweigerlich zum Tode führt.
Zwar wissen heutzutage viele Menschen, d
Inaktivierung des Pcsk9-Gens reduziert Werte um 52 Prozent
Ein wichtiger Durchbruch ist US-amerikanischen Wissenschaftern im Bereich der Cholesterinforschung gelungen: Sie konnten ein Protein inaktivieren, das wesentlich für die Regulierung von gesundheitsschädigendem LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) verantwortlich ist. Durch die Hemmung des Proteins konnten die Forscher die Cholesterinwerte bei Mäusen um mehr als 50 Prozent senken. Die Forscher erhoffen sich von der Entde
Forscher der Universität Freiburg entdecken neuen Mechanismus in den Kraftwerken lebender Zellen
Die Kraftwerke der Zellen sind lebensnotwendig für alle Lebewesen, von Einzellern bis zum Menschen. Auf kleinstem Raum wandeln die Kraftwerke, die so genannten Mitochondrien, die Energie aus den Nahrungsstoffen in Energiepakete um, die in der Zelle verteilt werden. Die Kraftwerke werden von zwei stabilen Wänden umgeben, einer äußeren und einer inneren Membran. Die Proteine (Eiweiße) s
Düfte, Farben, Muster – diese drei Dinge prägen sich im Gedächtnis von Honigbienen ein. Die Insekten können nicht nur einzelne optische Muster wiedererkennen, sondern sich auch Kombinationen merken. Und sie sind sogar dazu in der Lage, das Gelernte zu verallgemeinern und in Situationen anzuwenden, denen sie vorher noch nie ausgesetzt waren. Über diese neuen Erkenntnisse aus dem Biozentrum der Uni Würzburg berichtet das US-Fachblatt “PNAS”.
Fiola Bock und Professor Jürgen Tautz aus d
Kleinste Mengen, synthetische Zusätze – Lebensmittelchemiker, die den Vitamingehalt eines Lebensmittels bestimmen wollen, suchen oft nach der Nadel im Heuhaufen. Michael Rychlik, Lebensmittelchemiker an der TU München, beschreibt, mit welchen Methoden seine Kollegen und er Vitaminen wie Folsäure und Vitamin C auf der Spur sind. Der Einstieg in das komplexe Gebiet der Vitaminanalyse bietet mit ausführlichen Literaturzitaten auch den aktuellen Ausgangspunkt für weitere Recherchen
Volkskrankheiten
Nach 40 Jahren endlich der Nachweis: Leghämoglobin ist essenziell für die symbiontische Stickstofffixierung in Leguminosen
Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm bei Potsdam konnten erstmalig den Beweis erbringen, dass pflanzliche Eiweiße, die so genannten Leghämoglobine, die physiologischen Voraussetzungen schaffen, damit bestimmte Bakterien molekularen Luftstickstoff binden und für Pflanzen nutzbar machen können. Wie die Forscher
Neuer Ansatz zur Behandlung von Glatzen
Wissenschafter der University of California haben nachgewiesen, dass Nervenzellen aus Stammzellen von Haarfollikeln gewonnen werden können. Haar entsteht aus Follikeln. Neue Follikelzellen werden aus Stammzellen gebildet, die in einer kleinen Ausbuchtung seitlich der Haarfollikel zu finden sind. Das Team um Yasuyuki Amoh hat jetzt gezeigt, dass die gleichen Stammzellen potenziell für die Behandlung von neurologischen Gegebenheiten einge
Das Protein Mnd2 hemmt während der Entstehung von Keimzellen den vorzeitigen Zerfall von Chromosomen. Die jetzt veröffentlichte Entdeckung dieser Steuerfunktion könnte zum Verständnis der Entstehung angeborener chromosomaler Defekte beitragen. Das vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierte Projekt eines Teams der Universität Wien trägt zur Stellung des Campus Vienna Biocenter im Spitzenfeld der Erforschung von Zellteilung bei.
Während der Zellteilung von Körperzellen (Mitose) werden
Neues Fachgebiet Radiopharmazie an der TU München – eine weitere Brücke zwischen Naturwissenschaft und Medizin
Mit der Berufung von Prof. Hans-Jürgen Wester auf das neu eingerichtete Extraordinariat für Radiopharmazie der Technischen Universität (TU) München stärkt die TU die enge Verknüpfung zwischen experimenteller Chemie und medizinischer Anwendung.
Für die moderne molekulare Bildgebung wird die enge Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern und Medizinern immer wi
Babys aufgrund schlechter Bedingungen 20 Mal gefährdeter
Babys, die in Krankenhäusern der Entwicklungsländer geboren werden, erkranken bis zu 20 Mal eher an einer Infektion. Wissenschaftler der Aga Khan University machen die schlechten hygienischen Bedingungen in den Geburtenstationen und nach der Geburt verantwortlich. Sie gehen davon aus, dass bis zu 70 Prozent der neonatalen Infektionen gegen eine Behandlung durch Antibiotika resistent sind. Die Angst vor einer Infektion könne d
Verfahren ermöglicht eine genaue Analyse des Infektionsverlaufs
Ein neuer Aids-Test macht es nunmehr möglich den Infektionszeitraum bei neu infizierten Patienten bis auf die sechs vorangegangenen Monaten genau zu datieren und gibt so einen Hinweis auf den Verlauf der Infektion. Das Testverfahren wurde heute, Freitag, online auf der Homepage des italienischen Gesundheitsinstituts Istituto Superiore di Sanità (ISS) vorgestellt.
Bei dem neuen Testverfahren handelt es sich
Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche dennoch gering
Rohkost-Veganer haben laut neuesten Erkenntnissen zufolge eine extrem niedrige Knochenmasse. Doch während dieses Symptom eigentlich ein Anzeichen für Osteoporose und ein erhöhtes Knochenbruchrisiko ist, konnten die Forscher der Washington University School of Medicine feststellen, dass die Knochen der Veganer trotzdem eine gute Qualität aufwiesen, berichtet Medical News Today.
Das Forscherteam unter der Leitung von Lu
Zwei Stamperl der Spirituose wirken sich positiv bei Diabetes mellitus aus
Nicht nur der regelmäßige Genuss von Rotwein, sondern auch geringe Mengen Wodka haben laut einer aktuellen Studie eine gesundheitsfördernde Wirkung. Italienische Wissenschafter des Istituto die Ingegneria Biomedica del Cnr di Padova konnten feststellen, dass ein Gläschen Wodka sich positiv bei der Bekämpfung von Diabetes mellitus – Typ 2 Diabetes – auswirkt, berichtet der italienische Branchendienst JUGO.
Zunehmende Lebenserwartung und veränderte Lebensgewohnheiten mit geringer körperlicher Alltagsaktivität sind wesentliche Ursachen dafür, dass Osteoporose zu einem wachsenden Gesundheitsproblem mit erheblichen sozialen und finanziellen Folgen geworden ist. Krafttraining kann die Beschwerden deutlich lindern, wie Dr. Monika Siegrist nun in ihrer am Lehrstuhl für Bewegungs- und Trainingslehre (Prof. em. Manfred Grosser) der TU München angefertigten Dissertation ?Stellenwert verschiedener Trainingsp
Unsere fossilen Rohstoffquellen sind in wenigen Jahrzehnten erschöpft. Wissenschaftler suchen daher fieberhaft nach so genannten “nachwachsenden” Rohstoffen. Und nicht nur Benzin und Heizöl müssen ersetzt werden, auch Schmieröl wird aus Erdöl gewonnen.
Schmieröl: ein unscheinbares Produkt, ohne das aber unsere Haustür quietschen, unser Auto stehen bleiben und unsere Gartensäge nicht sägen würde. Momentan werden 90 Prozent der Schmieröle aus Erdöl hergestellt, nur zehn Prozent aus pf
In Deutschland wurden bereits bedeutende Beiträge zur Altstoffbewertung geleistet und viele Erfahrungen bei der Identifizierung und Bewertung von Chemikalien gesammelt. Diese Erfahrungen fließen in die europäischen und internationalen Chemikalien-Programme ein. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die zahlreichen Chemikalien nur dann sinnvoll bearbeiten lassen, wenn anhand der Daten zur Exposition und zu den Stoffeigenschaften zunächst diejenigen Stoffe mit den höchsten Risiken identifiziert und pri