Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Verbreitung von Virusinfektionen unter europäischen Hoftieren gibt Anlass zu stetiger Sorge. Das Multiplex-PCR-Projekt wurde ins Leben gerufen, um neuartige Diagnoseverfahren auf Nukleinsäure-Basis zu entwickeln, die es ermöglichen, in einer einzigen Probe eine Reihe von krankheitserregenden Viren zu ermitteln. Ziel war dabei die Verkürzung der Wartezeiten und die Verminderung der damit verbundenen Kosten.
Im Rahmen des Projekts sollte ein schnelles Multiplex-PCR-Verfahren zur
Eine durch oxidativen Stress verursachte DNA-Schädigung wurde wiederholt mit menschlichen Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Deshalb ist es äußerst wichtig, präzise und effektive Diagnosehilfen zu entwickeln, die den Grad der Schädigung kennzeichnen können, welche durch oxidativen Stress in der menschlichen DNA hervorgerufen wurde.
Die Bildung von Etheno-DNA-Addukten wird, ähnlich wie Schäden an der Oberfläche der DNA-Moleküle, zum Teil oxidativem Stress zugeschrieben. Es wer
Entwicklungen in der Biotechnologie ermöglichen es den Forschern, “natürliche” Methoden zur Produktion von qualitativ hochwertigen Proteinen mit hohem Mehrwert in vielfältigen Anwendungsformen zu nutzen. Im Rahmen des Projekts BACELL FACTORY konzentrierte man sich auf die Optimierung von zellbasierten Systemen zur Proteinproduktion.
Eines der meist verbreiteten bakteriellen Systeme zur Proteinproduktion ist die Spezies Bazillus subtilis. Die Theorie hinter der Nutzung von Bakterien
Neurobiologen der Universität Jena untersuchen Einfluss von Schwerelosigkeit auf Entwicklung von Nervensystemen. Ihre Experimente sind Teil der aktuellen “Eneide” Mission der Europäischen Raumfahrtbehörde.
Am vergangenen Sonntag (17.4.) hat eine Sojus-Rakete an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Die dreiköpfige Besatzung der European Space Agency (ESA), die am vergangenen Freitag von Baikonur gestartet ist, hat ein straffes Experimentierprogramm zu bewältigen. Unter den
Einfacher Aufbau, gigantische Oberflächen: Metal Organic Frameworks (MOF), aus einfachen Grundbausteinen aufgebaute poröse Festkörper, eröffnen neue Möglichkeiten für Brennstoffzellen-getriebene Fahrzeuge. Warum MOF einfach sensationell sind, erklärt der Chemie-Professor Stefan Kaskel in der aktuellen Ausgabe der “Nachrichten aus der Chemie”.
Metal Organic Frameworks, MOF, sind poröse Festkörper, die aus vielen, immer gleichen Grundbausteinen bestehen. Die einfache Herstellung und vor al
Mai, Juni und Juli besonders riskant
Jüngsten Untersuchungsergebnissen zu Folge gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Risiko eines Sonnenbrandes und den Faktoren Geschlecht, Alter, Hauttyp und exzessivem Sonnenbaden. Vor allem jüngere Frauen sind eine Risikogruppe, die sich unbedacht dem stundenlangen Sonnenbad hingibt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der University of Copenhagen, die in der aktuellen Ausgabe der Archives of Dermatology publiziert wurde. “Trotz d
Borsäuregehalt in Spielzeug muss minimiert werden
Sie hat Eigenschaften wie eine Kreuzung aus Knete und Flummi, wird Hüpf- oder Springknete genannt und von vielen Kindern als spaßige Spielmasse geliebt. Sie lässt sich beliebig verformen und springt wie ein Gummiball. Allerdings verwenden die Hersteller bei der Produktion der Hüpfknete unter anderem Borsäure. “Es besteht das Risiko, dass Borsäure beim Spielen durch Hautkontakt, aber auch durch Kauen oder Verschlucken aus der Hüpfknet
Schädliche Bakterien im Mundraum werden einfach weggeleuchtet
Eine wirksame Methode zur Bekämpfung von Zahnbelag haben texanische Forscher der University of Texas ermitteln können: Sie stellten fest, dass die Bestrahlung mit einem speziellen Breitbandlicht eine schnelle und schmerzfreie Methode ist um Bakterien abzutöten, die Plaque und Parodontose verursachen. Zudem kann das Licht als Prophylaxe gegen Zahnfleischentzündungen, Infektionen, Zahnfäulnis und Zahnausfall eingesetzt werd
Frühkindliche Gehirnschäden sind oft nicht – wie bisher angenommen – durch eine schwierige Geburt bedingt. Häufig entsteht der Schaden schon vorher: “Man weiß heute, dass für einen bedeutenden Anteil der scheinbaren Geburtskomplikationen in Wirklichkeit vorgeburtliche Ursachen verantwortlich sind”, sagt Privatdozentin Dr. med. Regina Trollmann, Oberärztin an der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universität Erlangen. Eine wichtige Aufgabe sei es, “Risiko-Neugeborene” frühzeitig auszumachen. Die
Belastung durch Fischkonsum und Umweltgifte hat keine neurologischen Nachteile
Hohe Quecksilberwerte im Blut – durch den Verzehr von Fisch und durch schadhafte Umweltenflüsse – haben keinerlei Auswirkungen auf die neurologische Gesundheit von Erwachsenen. Quecksilber ist ein Umweltgift, das über die Blutbahnen ins Gehirn gelangt und dort abgelagert wird. Trotz der gestiegenen Quecksilberkonzentration durch die Belastung durch Abgase und Giftstoffe, die in weiterer Folge auch in die
Erkrankungen des blutbildenden Systems und des Knochenmarks sind vielfältig und treten in allen Alterstufen auf. Eine zunehmend häufiger auftretende Form ist das Myelodysplastische Syndrom (MDS). Hierunter werden Fehlbildungen zusammengefasst, bei denen einzelne Zellen des Blutbildenden Knochenmarkes unterschiedlich stark in Hinblick auf ihr Aussehen, ihre Funktion und die Anzahl verändert sind und häufig so einer Leukämie vorausgehen. Die Blutbildung (Hämatopoese) wird im Wesentlichen durch sogenann
Lästiges Injizieren wird zukünftig für Diabetes-1-Patienten wegfallen
Ein Inhalationsgerät soll Diabetes-Patienten schon in einem Jahr eine leichtere Selbsttherapie ermöglichen. Dadurch müssen die Betroffenen nicht mehr wie bisher Insulin injizieren, sondern könnten die benötigte Dosis über die Atemwege aufnehmen. Diese Nachricht gaben die Wissenschafter der University of Birmingham am derzeit stattfinden Diabeteskongress in London bekannt. “Insulin zu inhalieren mag nicht für jeden
Zwei LMU-Publikationen aus der Strukturforschung
Die Erbinformation DNA muss von bestimmten Proteinen, so genannten Transkriptionsfaktoren, abgelesen werden, damit ihre Gene in die entsprechenden Genprodukte umgesetzt werden. Im Zellkern höherer Organismen liegt die DNA aber dicht gepackt und mit verschiedenen Proteinen assoziiert vor. Es war lange fraglich, wie die Transkriptionsfaktoren unter diesen Umständen an das Erbmolekül binden können. Vermutet wurde, dass ein Multi-pr
Stickstoffverbindungen sind der Dünger, der die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen mit kontrolliert, und dadurch die Grundlage für alle Lebensformen auf der Erde darstellt. Das Meer verliert aber ständig an Stickstoff, weil besondere Bakterien es abbauen und als Stickstoffgas in die Atmosphäre freisetzen. Mit ausgefeilten Analysetechniken konnten Bremer Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie zusammen mit ihren niederländischen Kollegen von der Universität Nijmegen
Die Substanz, die Süßstofffirmen auf die Barrikaden treibt, ist 300mal süßer als Zucker. Sie hat keine Kalorien, soll die Entstehung von Zahnbelag verhindern und bei regelmäßigem Verzehr den Blutdruck senken. Der Wunderstoff heißt Steviosid und steht auch in Deutschland kurz vor der Zulassung als Nahrungsergänzungsmittel. Steviosid kommt in hohen Konzentrationen in den Blättern der lateinamerikanischen Stevia-Pflanze vor. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun festgestellt, dass das Süßs
Neue Ansatzpunkte für das medizinische Stressmanagement
Französische Forscher der Université de Bordeaux haben einen speziellen molekularen Strom im Gehirn ermittelt, der die negativen Effekte von Stress noch verstärkt. Durch das Blockieren dieses Molekularstrangs konnten die Forscher in einer Versuchsreihe mit Mäusen beweisen, dass die Versuchstiere wesentlich entspannter auf Stresssituationen reagierten. Die Ergebnisse der Studie werden in der kommenden Mai-Ausgabe des Natur