Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Bionikforscher des Alfred-Wegener-Instituts zu Gast auf der Bundesgartenschau
Aus der Natur lernen: Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung nehmen die Schalenstrukturen von Algen zum Vorbild für Autofelgen, Computergehäuse und Lampenschirme. Modelle und Computeranimationen dieser Produktideen sowie ein Prototyp sind vom 28. April bis 9. Oktober auf der Bundesgartenschau (BUGA) in München zu sehen.
Eine verbesserte Straßenlage durch erhöhte Stab
Internationale Wissenschaftlerkollaboration, darunter das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, stellt technische Neuerungen zur Visualisierung ultrakurzer Prozesse vor
Was bei atomaren und molekularen Prozessen im Zeitraum von wenigen Femtosekunden geschieht, untersucht zurzeit ein internationales Konsortium von 18 Forschungslaboratorien, darunter eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Bisher entziehen sich dies
Jenaer Max-Planck-Wissenschaftler haben neue Kontrollmechanismen in Tier-Pflanze-Symbiosen entdeckt
Ein Enzym, das die Zusammensetzung der Zucker im Nektar von Pflanzen maßgeblich beeinflusst, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena entdeckt. Dieses Enzym spaltet Zucker, die im Nektar nicht benötigt werden. Bestimmte Pflanzenarten können auf diese Weise ihren Nektar in einer genauen Rezeptur anbieten, die den Bedürfnissen erwünschter Ameisenarte
Lange Zeit nahm man an, dass das Gehirn “immunprivilegiert”, also von der Immunfunktion des Organismus ausgenommen, sei. Seit jedoch der Marburger Physiologe Professor Dr. Hugo Besedovsky in den 1980er Jahren nachgewiesen hatte, dass Botenstoffe des Immunsystems über das neuroendokrine System auch das Gehirn beeinflussen, entwickelte sich die Forschung auf dem Gebiet der neuro-immun-endokrinen Interaktionen zu einem attraktiven Forschungsgegenstand. Nun wird am 29. und 30. April 2005 an der Philipps-
Im Teleradiologie-Projekt Rhein-Neckar-Dreieck tauschen mehr als 20 Kliniken und Praxen medizinische Daten aus / Projektleitung am Universitätsklinikum Mannheim angesiedelt / Einsatz in der Notfallversorgung und für konsiliarische Dienstleistungen / Förderung durch die Landesstiftung Baden-Württemberg / Technisch anspruchsvoll, aber flexibel
Nach einer dreijährigen Aufbauphase ist das Teleradiologieprojekt Rhein-Neckar-Dreieck erfolgreich in Betrieb genommen worden. Über 20 Kliniken
Jeder zehnte Deutsche über 65 Jahren hat ein Aortenaneurysma, eine Aussackung der Hauptschlagader unterschiedlicher Art und Lokalisation, die ab einer kritischen und therapiebedürftigen Größe von 4-5 cm im Durchmesser platzen kann; die Überlebensrate nach einer Ruptur liegt lediglich bei 50 %.
Jährlich werden in Deutschland etwa 10. 000 Operationen an Bauchaortenaneurysmen durchgeführt. Die langjährige Therapie der Wahl bei Aneurysmen ist die konventionelle Operation, bei der das An
Im Rahmen einer internationalen Studie setzt die Medizinische Klinik und Poliklinik II der Universität Leipzig als einzige deutsche Einrichtung ein neues endoskopisches Gerät für die Behandlung der Refluxkrankheit ein. Das als Plicator bezeichnete Gerät vernäht einen Teil des Mageneingangs dauerhaft und verhindert so das Zurückfluten der Magensäure in die Speiseröhre.
Die als Sodbrennen oder “saures Aufstoßen” bekannte Refluxkrankheit wird verursacht durch den Rückfluss von saurem M
Schizophrenie ist eine Erkrankung, die für die meisten Betroffenen und ihre Angehörigen mit großen Belastungen verbunden ist. Rund 800.000 Menschen in Deutschland erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer schizophrenen Psychose. Die Unsicherheit im Umgang mit der Erkrankung ist groß. Im Durchschnitt vergehen bis zu fünf Jahre von den ersten noch unspezifischen Krankheitsanzeichen bis zum Behandlungsbeginn. Wie für somatische Krankheiten gilt auch bei psychischen Erkrankungen, dass ein f
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg bietet erstmals “Arteriosklerose-Sprechstunde” für besonders gefährdete Patienten an
Eine Gefäßverkalkung kann schon in recht jungen Jahren zum Problem werden. Rund 20 Prozent der Betroffenen sind unter 50 Jahren und benötigen eine umfassende Behandlung und Beratung, um ihr hohes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall zu senken.
Die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg bietet jetzt eine neue “Arteriosklerose-Sprechstunde” f
Die bakterielle Flora, die sich an der Oberfläche von Käsesorten mit Schmierereifung (Livarot, Munster, Epoisses…) entwickelt, ist ein komplexes Ökosystem. Anhand effizienter Forschungsmethoden haben Forscher des Französischen Instituts für Agrarforschung (INRA) den Meeresbakterien ähnliche Bakterien in der Rinde dieser Käsesorten nachgewiesen.
Als sie die Verschiedenartigkeit der Oberflächenflora eines Käses mit Schmierereifung untersuchten, haben die Forscher unerwartete Arten
Mit der Geburt ist die Entwicklung des Gehirns keineswegs abgeschlossen. Zwar kommen Tier und Mensch mit allen Nervenzellen (Neuronen) zur Welt, aber nur mit einem Bruchteil ihrer Hirnmasse. Der größte Teil des Gehirns bildet sich offenbar nach der Geburt aus.
Neugeborene reagieren auf ihre Umwelt, sie lernen, sie erinnern sich und verstärken damit die vor der Geburt begonnene Verschaltung von Neuronen, das heißt die Ausbildung von Synapsen. Wodurch dieser Prozess auf molekularer
Tyrosinasen spielen bei der Bräunung der Haut, der Skelettbildung von Gliederfüßern und der Immunantwort von Wirbellosen eine zentrale Rolle
Das Farbpigment Melanin ist beim Menschen für die Bräunung der Haut verantwortlich. Es kommt in der Haut natürlich vor. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht oder UV-Bestrahlung wird es jedoch von sogenannten Tyrosinasen vermehrt produziert. Wie es genau zur Bildung dieser Stoffe kommt, untersucht ein Forschungsprojekt am Institut für Molekulare Bi
Art der Verarbeitung entscheidend
Das Essen von zu vielen Hot Dogs, Würsten und anderen verarbeiteten Fleischsorten kann das Risiko einer Erkrankung an Bauspeicheldrüsenkrebs erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Hawaii gekommen. Fleisch wurde bereits in der Vergangenheit als mögliche Ursache für Krebs genannt. Die Forschungsergebnisse blieben laut BBC jedoch widersprüchlich. Die aktuelle Studie geht davon aus, dass entscheidend ist, wie das Fleisch verarbeit
Schweizer Neurologe entdeckt Signal zur Steuerung von Neuroprothesen
Bevor ein Körperteil sich bewegt, kann im Gehirn bereits die Absicht für diese Bewegung gemessen werden. Hansjörg Scherberger von der Universität und ETH Zürich hat nun zusammen mit Forschern des California Institute of Technology eine neue, einfache Methode entwickelt, um solche Bewegungsabsichten zu messen. Dies könnte die Entwicklung einer neuen Generation von so genannten Neuroprothesen ermöglichen.
Ein neues Verfahren zur Erkennung von Tumor- und Herzerkrankungen wird nun im klinischen Alltag eingesetzt: Die weltweit ersten SPECT•CT-Systeme von Siemens sind an der Uniklinik in Erlangen und der University of Michigan Health System (UMHS) in Ann Arbor in Betrieb genommen worden. Die Geräte ermöglichen Ärzten frühere, genauere und zuverlässigere Diagnosen, was die Chancen der Patienten auf Heilung erheblich verbessert.
Das System kombiniert erstmals die Empfindlichkeit der SPEC
Die abnehmende Nutzung des bekannten wichtigen Duftstoffallergens Isoeugenol für Kosmetikprodukte wird voraussichtlich nicht zu einer dauerhaften Reduzierung der Verbreitung von Allergien führen. Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission finanzierten Projekts wurde diese Eventualität und die Möglichkeit der chemischen Substitution von allergenen Duftstoffen mit Isoeugenol-Derivaten untersucht.
Isoeugenol ist eine aromatische Flüssigkeit, die normalerweise aus Nelkenöl hergeste