Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Wissenschaftler weisen nach wodurch Risiko erhöht wird
Es war bereits bekannt, dass es sich bei Azathioprin um ein an Schadstoffen reiches Medikament handelt, das das Hautkrebsrisiko erhöhen kann. Wissenschaftler von Cancer Research UK haben jetzt nachgewiesen, dass Azathioprin die DNA verändert. Eine Krebserkrankung kann die Folge sein, wenn der Patient zusätzlich ultraviolettem Licht ausgesetzt ist. Das Team um Peter ODonovan untersuchte, welche Reaktionen das Medikam
Strahlentherapie: Thema der Zeitschrift „Deutschen Krebshilfe“
Kaum eine andere medizinische Disziplin hat sich so rasant entwickelt wie die Strahlentherapie. Immer präziser können die Strahlen auf den Tumor ausgerichtet werden. Die Strahlentherapie ist neben der Operation und Chemotherapie die wirksamste und am häufigsten eingesetzte Methode gegen Krebs. Mindestens die Hälfte aller Krebs-Patienten wird mit Strahlen behandelt. In der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift berichtet die
„Forschungsoffensive“, Teil 12 (Ende der Serie): Institut der Universität Witten/Herdecke erforscht genetische Ursachen von Herzerkrankungen Herzkrankheiten und Risikofaktoren – zwei auch in der Bevölkerung mittlerweile verbundene Begriffe. Wenig bekannt ist jedoch, dass bei Arteriosklerose, Herz- und Hirninfarkten nur in circa der Hälfte der Fälle die klassischen Risikofaktoren wie Rauchen und Fettstoffwechselstörung als Ursache identifiziert werden können; bei den anderen Patien
Transplantierter Eierstock nach drei Jahren noch funktionsfähig
Wissenschafter des israelischen Institute of Animal Science ist es bei Schafen erstmals gelungen, Embryos aus vollständigen Eierstöcken entstehen zu lassen, die nach dem Einfrieren und Auftauen transplantiert wurden. Das Fachmagazin Human Production berichtet, dass die Eizellen, die von zwei derartigen Eierstöcken gewonnen wurden, Schafembryos in einem Frühstadium produzierten. Das Team um Amir Arav geht davon aus
Bei der “Gelatin Conference 2005” an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wurden neue Felder der Gelatine-Forschung erschlossen – BSE-Erreger in Gelatine nicht nachweisbar
Gelatine – ein vielseitig einsetzbares Produkt, das in Nahrungsmitteln, Filmen, Fotocolorpapier oder Medikamentenkapseln seine Verwendung findet. Kein Wunder, dass sich dieser Tage bei der “Gelatin Conference 2005” der International Advanced Gelatin Science Society (IAGS) nahezu 100 Wissenschaftler aus aller
Prof. Dr. Christian E. Elger von der Universität Bonn und Prof. Dr. Samuel F. Berkovic, Epilepsy Research Centre, University of Melbourne, erhalten den Zülch-Preis 2005 Zum 16. Mal vergibt die von der Max-Planck-Gesellschaft treuhänderisch geführte Gertrud Reemtsma Stiftung den mit 50000 Euro dotierten Zülch-Preis für besondere Leistungen in der neurologischen Grundlagenforschung. Wie in den vergangenen Jahren wird der Preis geteilt. Geehrt werden zwei Forscher, die Herausragendes z
Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für physikalische Chemie eingerichtet – Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Am Institut für Physikalische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird eine neue Nachwuchsforschergruppe gebildet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Carsten Sönnichsen bewilligt und wird die Forschungsarbeiten fünf Jahre lang finanziell unter
Professor Dr. Ivan Dikic vom Institut für Biochemie II des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main startet zum 1. Januar 2006 eine wissenschaftliche Kooperation mit Professor Dr. Yosef Yarden vom Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel). Der renommierte Krebsforscher Professor Yarden arbeitet in der Abteilung für Biologische Regulation und ist Dekan der Feinberg Graduate School des Weizmann Instituts. Professor Dikic ist Leiter des hiesigen Labors für moleku
Forscher des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) haben in einer systematischen Studie mehrere Proteine gefunden, die die Zellteilung anregen und somit Krebs auslösen könnten. Darüber hinaus entdeckten sie auch Proteine, die das Zellwachstum hemmen und damit potentiell verhindern, dass Tumore entstehen. Für ihre Studie setzten die Wissenschaftler ein speziell entwickeltes Analysesystem ein, mit dem sie mehr als 100 Proteine gleichzeitig untersuchen können. Das Bundesministerium für Bildung u
Neue Klasse synthetischer Biomaterialien aus Zucker- und Peptidbausteinen
Biomaterialien werden immer begehrter, braucht man sie doch als Stoff für Implantate und Prothesen, als “Transporter” für Pharmaka, um DNA für eine Gentherapie in Zellen einzuschleusen, als Träger für die Züchtung von Gewebetransplantaten oder für die moderne Diagnostik. Auf welche Art von Material soll man dabei aber zurückgreifen? Forscher von der University of California in Irvine haben nun eine neue Kla
Innerhalb von sechs Monaten wäre weltweite Verbreitung möglich / Bundesländer treffen unterschiedliche Vorsorgemaßnahmen Die weltweite Bedrohung durch die Vogelgrippe wächst. Würde das Virus zu einer Epidemie führen, könnte sich, Schätzungen zufolge, die Zahl der Opfer auf mindestens 8 Millionen belaufen. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der Oktober-Ausgabe (EVT 16.9.2005). Im 20. Jahrhundert verbreitete sich bereits dreimal ein Grippevirus um den Globus – mi
Rostocker Tagung beschäftigt sich mit Theorie und Praxis der Mikrozirkulation
Mikrozirkulation bezeichnet die Versorgung der Organe der Körpers mit Blut, die über winzige Äderchen erfolgt. Der Erforschung der Vorgänge in den mikroskopisch kleinen Gefäßen und der Anwendung dieser Erkenntnisse in der Praxis der Kliniken widmet sich eine Tagung vom 15. bis 17. September 2005, zu der Experten aus der ganzen Bundesrepublik nach Rostock kommen. Die Veranstaltung ist beispielhaft: Grund
Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenserwartung in der westlichen Welt suchen Forscher nach neuen Wegen, um zu gewährleisten, dass die Lebensqualität bis ins hohe Alter aufrechterhalten werden kann.
Durch das LIFE QUALITY-Programm der EU wurde ein spezielles Projekt gefördert, in dessen Rahmen Wege zur Umkehrung der neuronalen Störung im alternden Gehirn untersucht werden sollten. Die anfänglichen Ergebnisse verdeutlichten, dass altersbedingte Gedächtnisbeeinträchtigungen mit Ne
Obwohl transgenetische Lebensmittelprodukte auf zahlreichen Märkten weltweit präsent sind, konnte mit Hinblick auf deren langfristige Sicherheit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit bisher noch keine Entwarnung gegeben werden. Nahrungsmittel auf Grundlage genetisch modifizierter (GM) Pflanzen standen im Mittelpunkt des EU-Projekts SAFOTEST, das auf die Entwicklung von stabilen Testverfahren für GM-Lebensmittel gerichtet war.
Viele der genetischen Modifikationen, die an GM-Pfla
Was haben Zunge und Arm- und Beinmuskeln gemeinsam? Sie entwickeln sich aus wandernden Zellen und ihre Entwicklung wird offenbar von zwei verschiedenen Genen gesteuert. Das haben jetzt Elena Vasyutina und Prof. Carmen Birchmeier vom Max-Delbrück Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch an Mäuse- und Hühnerembryonen herausgefunden.
Muskeln bilden sich aus so genannten Muskelvorläuferzellen. Sie kommen aus dem Somiten, einer segmentierten Struktur, die bei Wirbeltieren in d
Die Medizintechnik gehört zu Deutschlands innovativsten Branchen schlechthin, was sich auch in einer Spitzenposition auf dem Weltmarkt dokumentiert. So lautet das Resümee einer breit angelegten Studie, welche die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) zusammen mit dem AMK Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt hat.
Bereits die Zahlen sprechen für sich: Mit einem Produktionsvolumen vo