Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
GBF-Wissenschaftler analysieren Enzym-Struktur für die Blutfarbstoffbildung Häm heißt der rote Farbstoff, von dem das Leben abhängt. Er ist ein wichtiger Bestandteil menschlichen und tierischen Blutes und transportiert den lebenserhaltenden Sauerstoff von der Lunge in das Gewebe. Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) und der Technischen Universität Braunschweig (TU) haben jetzt die dreidimensionale Struktur des Enzyms aufgeklärt, das den ersten Schr
Die Berliner Biologin Astrid Vogel erhält den Nachwuchswissenschaftlerinnen-Preis 2005 des Forschungsverbundes Berlin für ihre Doktorarbeit über neuronale Prozesse. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben.
Die Biologin Dr. Astrid Vogel (31) erhält den Nachwuchswissenschaftlerinnen-Preis 2005 des Forschungsverbundes Berlin (FVB). Die Preiskommission zeichnet damit die hervorragende Dissertation aus, die sie an der Humboldt-Universität zu Berlin vorgelegt hat.
Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie haben molekularen Mechanismus eines schaltbaren fluoreszierenden Proteins aufgeklärt
Schaltbare fluoreszierende Proteine, die sich reversibel zwischen einem ‚Ein’- und einem ‚Aus’-Zustand hin und herschalten lassen, sind erst seit wenigen Jahren bekannt, versprechen aber bereits eine Vielzahl neuartiger Anwendungen von der Zellbiologie bis hin zu Datenspeicherung. In einem Kooperationsprojekt haben Göttinger Z
Oldenburger Mikrobiologe berichtet im Wissenschaftsmagazin “Nature” über Kultivierungserfolg bei Mikroorganismen.
In der neuesten Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins “Nature” (Volume 437 Number 7058 / 22. September 2005) berichtet der Mikrobiologe Dr. Martin Könneke vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg über die erfolgreiche Kultivierung der “marinen Crenarchaeota”, eines Bakteriums, das zu den häufigsten in den Ozeanen zählt u
Heidelberger Wissenschaftler finden neue Ansatzpunkte für Medikamente gegen Hepatitis-B-Virus-Infektion / Internationale Expertentagung in Heidelberg
Wissenschaftler aus Heidelberg haben neue Ansätze für eine Wirkstoffentwicklung gegen die potentiell tödlich verlaufende Hepatitis-B-Infektion entdeckt. Flexible Strukturmerkmale und ein Eiweißbestandteil (Peptid) des Virus könnten Ausgangspunkte für die Entwicklung von Medikamenten sein.
Die Heidelberger Ergebnisse wurde
Grundsätzlich kann jedes Lebensmittel eine Allergie auslösen. Verantwortlich hierfür sind Proteine und Glykoproteine (Allergene), die für den Gesunden unschädlich sind und von Natur aus in nahezu allen Lebensmitteln vorkommen. Auf dem Deutschen Lebensmittelchemikertag vom 19. bis 21. September 2005 in Hamburg sind Lebensmittelallergien – von der individuellen Problematik zur generellen Analyse – ein Thema des wissenschaftlichen Programms, das die Lebensmittelchemische Gesellschaft, die grö
Internationaler Kongress zur Bioinformatik in der Virenforschung im Forschungszentrum caesar
Seit der ersten erfolgreichen Impfung durch den Arzt Edward Jenner im Jahr 1798 hat die Medizin eine Reihe vorher tödlicher Infektionen besiegt, darunter die Viruserkrankungen Pocken und Polio. Aktuelle Beispiele zeigen, dass mit diesen “Schlachten” keineswegs der Krieg gegen Viruserkrankungen gewonnen ist: HIV ist zu einem der größten globalen Killer gewachsen; die drohende weltweite Gripp
Wie lässt sich das Lernen verbessern? Diese Frage ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund des schlechten Abschneidens deutscher Schüler bei der PISA-Studie von besonderer Aktualität. Die Diskussion konzentrierte sich dabei allerdings bislang vornehmlich auf politisch beeinflussbare Aspekte wie Klassengröße oder Lehrpläne. In einem soeben bewilligten Forschungsprojekt an der Universität Münster wollen Wissenschaftler unterschiedlicher Fachgebiete jetzt untersuchen, inwieweit Lernen, Gedächtnis und e
Siemens schließt Kooperationsvertrag mit Paul Scherrer Institut
Das Schweizer Paul Scherrer Institut (PSI), Villigen, und Siemens Medical Solutions (Med) haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Beide Partner verständigten sich darin auf eine intensivere Zusammenarbeit bei der Protonentherapieplanung, einem Teilgebiet der Partikeltherapie.
Im Rahmen der Vereinbarung erhält Siemens Zugang zum Know-how des Paul Scherrer Instituts auf dem Sektor der Therapieplanung. Die
Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurde Anfang August 2005 die erste Cross-over-Nierentransplantation in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Dabei wurden zwischen zwei Ehepaaren die Nieren vom einen Ehemann auf den anderen Ehemann und von dessen Ehefrau auf die andere Ehefrau (also über Kreuz) transplantiert. Dieses Vorgehen wurde notwendig, weil eine direkte Spende zwischen Ehemann und Ehefrau in beiden Fällen aus Verträglichkeitsgründen nicht möglich war. Das Nierentransplant
“Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet.” Dieser schon mehr als hundert Jahre alte Ausspruch Friedrich Nietzsches kennzeichnet die heutige Ernährungssituation und das heutige Ernährungsproblem sehr treffend. Das Thema Übergewicht ist von wachsender Bedeutung. Ihm nimmt sich mehr und mehr auch die Politik und Wissenschaft an. In Deutschland sind mehr als 20 Prozent aller Erwachsenen und 15 Prozent der Sch
Quallenprotein lässt Sperma grün leuchten
Ein Verfahren, das Sperma grün leuchten lässt, soll Fortschritte in der Erforschung von Ursachen für eine Unfruchtbarkeit ermöglichen. Wissenschafter der University of Oxford haben ein Gen extrahiert, das ein grünes Protein bei einer Qualle hervorbringt. In der Folge wurde damit in den Hoden von Hamstern grünes Sperma geschaffen. Das grün fluoreszierende Protein wird nur im mittleren Bereich des Spermas sichtbar. Verantwortlich dafür ist, d
Ernst Schering Preis 2005 geht an RNA-Forscher Thomas Tuschl
Für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der RNA-Interferenz zeichnet die Schering Stiftung Thomas Tuschl mit dem Ernst Schering Preis 2005 aus. Der an der Rockefeller University in New York tätige RNA-Forscher ist der 14. Preisträger der seit 1992 jährlich vergebenen Auszeichnung. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen Deutschlands. Die offizielle Preisverleihung
Mit Hilfe innovativer Technologien will sich die BASG AG auf dem Lebensmittelmarkt stärker positionieren. Im Fokus der laufenden Entwicklungen stehen funktionelle Nahrungsmittel, die zusammen mit Gen-Profil Analysen der „personalisierten Ernährung“ den Weg ebenen sollen.
Weil Arzneimittel individuell ganz unterschiedlich wirken, arbeiten diverse Pharmaunternehmen bereits seit knapp zehn Jahren an maßgeschneiderten Medikamenten, die auf das Genprofil des Patienten zugeschnitten sind.
Ein herausragendes Merkmal von Krebszellen ist ihre genetische und chromosomale Instabilität: Die häufig auftretenden krebsauslösenden Veränderungen wären ein viel versprechender Ansatzpunkt für eine Therapie – wenn sie denn bei allen bösartigen Zellen identisch wären. Tatsächlich können die Unterschiede aber sogar innerhalb eines Tumors groß sein. Ein Forscherteam um Privatdozent Dr. Christoph Klein, Institut für Immunologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, berichtet jetzt in
Kohlenstoffnanoröhren schleusen Antimykotikum in Zellen ein und verbessern dessen Wirkung
Pharmawirkstoffe in den Körper einzubringen ist nicht schwer, sie aber gezielt in Zellen einzuschleusen kann problematisch sein. Werden Pharmaka nicht in ausreichendem Maße von Zellen aufgenommen, muss ein passender “Transporter” her. Ein französisch-italienisches Forscherteam versuchte sich erfolgreich an Kohlenstoffnanoröhrchen als Transporter für ein Antimykotikum (Wirkstoff gegen Pilzinfekt