Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
MHH-Studie fand aber höhere Werte bei Rauchern
Publikation im Deutschen Ärzteblatt
Acrylamid steckt in hoch erhitzten, kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Pommes Frites, Kartoffelchips und Bratkartoffeln. Die krebserzeugende Substanz ist auch im Tabakrauch enthalten. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) kam jetzt zu dem Ergebnis, dass wir Acrylamid nicht nur über die Nahrung aufnehmen, sondern möglicherweise auch körpereigene Abbauprozesse von Proteinen dazu
Viele Paare wünschen sich Kinder, doch nicht immer klappt eine Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt, den die zukünftigen Eltern planen. In einer ganzen Reihe von Fällen ist ein Baby auf natürlichem Wege überhaupt nicht möglich. Hier setzt die Arbeit der Fortpflanzungsmedizin ein, die auch zahlenmäßig zunehmend an Bedeutung gewinnt: 80 000 mal pro Jahr werden in Deutschland Eizellen eines Zyklus künstlich im Reagenzglas befruchtet. 1,5 % aller Neugeborenen sind Retortenbabies.Die Befruchtung einer Eizelle
Die Zahl der neu erkannten HIV-Infektionen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 weiter angestiegen und liegt mit 1.164 um 20 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten bleiben mit nahezu 60 Prozent der neu diagnostizierten HIV-Infektionen die größte Betroffenengruppe. Das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, ist für Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten in Deutschland aktuell so groß wie nie in den letzten zwölf Jahren, nä
Mit Medikamenten aus dem Tal der Tränen? Welttag für Seelische Gesundheit am 10. Oktober 2005 / Pro und Contra der Behandlung mit Antidepressiva
Antidepressiva in der Kritik
Die Behandlung von schweren Depressionen erfordert neben der psychotherapeutischen Behandlung gerade in der Akutphase auch eine pharmakologische Therapie mit so genannten Antidepressiva. Zur Wahl stehen heute neben den “trizyklischen Antidepressiva” auch die “Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehe
Der Begriff eHealth entwickelt sich immer mehr zum Leitbegriff für zukunftsfähiges Gesundheitswesen. Erstmals erstellten die Wegweiser GmbH Berlin und das Fraunhofer IAO in Zusammenarbeit mit BDI, BITKOM, ZVEI und dem Hartmannbund das Jahrbuch “Monitoring eHealth Deutschland 2005/2006”.
Ganze Patientenakten auf einer Chipkarte, Sensoren, die den Gesundheitszustand von Herz-Kreislauf-Patienten überwachen und Roboter, die operieren – eHealth hat viele Gesichter. Spätestens mit Einführu
Erste Operation mit Hilfe einer an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Jena mitentwickelten Innovation
Ein neu entwickeltes Modell einer Herz-Lungen-Maschine ist heute, am 5. Oktober 2005, an der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Jena (UKJ) erstmals im Operationssaal eingesetzt worden. Das von den Kardiotechnikern und Medizinern der Klinik mitentwickelte Gerät ist das erste einer neuen Generation von computergestützten Herz-Lung
Gemeinsam einsam: Molekül mit drei Einzelelektronen
RUB-Chemiker isolieren Moleküle mit Elektronenstress
Angewandte Chemie: Neuer Typ eines Triradikals erstmals isoliert
Einen neuen Typ von Molekülen mit drei “ungepaarten” Elektronen konnten die Bochumer Chemiker Sugumar Venkataramani, Dr. Michael Winkler und Prof. Dr. Wolfram Sander (Lehrstuhl für Organische Chemie II der RUB) erstmals isolieren und untersuchen. Die Forscher isolierten ein Benzolmolekül, dem drei Wasserstoff
Heidelberger Wissenschaftler entschlüsseln, wie fehlerhafte Proteine in der Zelle ausgemerzt werden / Medikamente gegen Defekt im Kontrollsystem?
Wenn eines der internen “Qualitätssicherungs-Systeme” in der Zelle ausfällt, wird sie krank. Heidelberger Wissenschaftler haben ein als “Nonsense Mediated Decay” bezeichnetes System zur Qualitätskontrolle der Genexpression jetzt näher analysiert: Es vernichtet fehlerhafte RNAs (Botenmoleküle) sofort und verhindert dadurch die Produktion feh
Jahresbericht 2004 zum Nationalen Rückstandskontrollplan vorgestellt
Rund 0,2 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben tierischer Herkunft wie Fleisch, Milch, Eier und Honig wie auch Proben aus lebenden Tieren wiesen im Jahr 2004 Rückstandsgehalte oberhalb der gesetzlichen Normen auf. Dies ist das Ergebnis des Jahresberichts 2004 zum Nationalen Rückstandskontrollplan, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aus den Daten der Bundesländer für die B
Die Toxikologin Angela Mally von der Uni Würzburg erforscht einen Giftstoff aus Schimmelpilzen, der die Nieren schädigt und dort Krebs auslösen kann. Für ihre Arbeit wurde sie nun mit einem Stipendium der Gesellschaft für Mykotoxin-Forschung ausgezeichnet.
Der Giftstoff heißt Ochratoxin A. Er wird in Nahrungs- und Futtermitteln gefunden, wenn diese unsachgemäß gelagert und darum von Schimmelpilzen befallen waren. Bei Nagern kann der Stoff Tumoren an den Nieren hervorrufen, “er gehör
Gewinner der TechVenture Stage des Münchener Business Plan Wettbewerbs (MBPW) 2005 ist ein Team der TU München. ?EndoRivet” ließ in der letzten Runde des Wettbewerbs zehn mitnominierte Geschäftsideen hinter sich und belegte den mit 25.000 Euro dotierten Spitzenplatz.
Die Geschäftsidee ?EndoRivet” stammt aus der Branche Maschinenbau/Medizintechnik. Ziel ist der effiziente Wundverschluss mit den Vorzügen der minimalinvasiven Chirurgie. Mit dieser Entwicklung erweitert das junge, interd
Kolorektale Karzinome (bösartige Tumoren des Dickdarms) gehören weltweit zu den Hauptverursachern krebsbedingter Todesfälle. Dabei ist die Entstehung kolorektaler Karzinome ausgesprochen gut untersucht. Sie entstehen in einer Adenom-Karzinom Sequenz, die sich auf der Grundlage der Veränderung der Gewebearchitektur (histologisch) gut definieren lässt. Parallel zu dieser histologischen Sequenz findet man in den Tumoren eine Ansammlung von genetischen Veränderungen (Mutationen) in Genen, die Tumorwac
Giessener Lungenforscher weisen erneut erfolgreiche Umsetzung des translationalen Forschungskonzeptes vor
Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen, haben die Lungenforscher unter der Leitung von Prof. Friedrich Grimminger bei der klinischen Anwendung eines neuen Tumormedikamentes aus der Klasse der Tyrosinkinasehemmer entdeckt, dass der eingesetzte Wirkstoff (Imatinib) das Gewebewachstum bei Tumoren, aber auch bei chronischen Herz- und Lungenerkrankungen hemm
Fernsteuerung ermöglicht genaue Untersuchung
Es klingt wie in einem Albtraum: Der kleine Roboter krallt sich im Darm fest und bewegt sich von außen gesteuert durch die Regionen, die der Mediziner untersuchen will. Die Kamera-in-der-Pille, die steuerbar ist, gehört zu den jüngsten Erfindungen der Medizin, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Bisher existente Kamerapillen haben nämlich einen gravierenden Nachteil: Sie “marschieren” auf der natürlichen Route durch den Körp
Neue Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen von Blutkrebs (Leukämien) haben jetzt Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Sie konnten eine neuartige Funktion eines Genschalters aufklären, der die Blutzellbildung steuert, und wenn er mutiert ist, das Ablesen genetischer Information verhindert. Das kann zur Entstehung von Blutkrebs (Leukämie) führen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Myeloblastose Protein (c-Myb), das die Vermeh
Forscher der TU Chemnitz entwickeln im Rahmen des EU-Projekts SEMOFS Technologien für biomedizinische Analysechips zur schnellen Diagnose von Krebs oder Virusinfektionen
Das Zentrum für Mikrotechnologien (ZfM) an der TU Chemnitz leitet seit September 2005 das europäische Forschungsprojekt SEMOFS (Surface Enhanced Micro Optical Fluidic Systems). SEMOFS ist ein Projekt zur Entwicklung von Technologien für biomedizinische Analysechips und wird von der Europäischen Kommission mit 1,