Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Netzwerk zur Erforschung stammzellbasierter Therapiemöglichkeiten gegründet
Neue Impulse zur Therapie des Schlaganfalls, einer der vorherrschenden Erkrankungen unserer Zeit, soll der nun gegründete Forschungsverbund “Stammzellbasierte Regeneration nach Schlaganfall” unter der Koordination von Prof. Dr. Magdalena Götz vom Institut für Stammzellforschung am GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Charité in Berlin bringen. Der Verbu
Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik entwickelte eine Apparatur, mit der in Wasser gelöste Proteinmoleküle definiert auf eine feine Metallspitze gezogen bzw. wieder freigesetzt werden.
In der medizinischen Analytik, z. B. bei der Bestimmung der Blutwerte, geht die Entwicklung hin zu immer kleineren Probenmengen. Dies hat nicht nur – im wahrsten Sinne des Wortes – spürbare Vorteile für den Patienten. In kleineren Volumina geschehen chemische Reaktionen schneller, sie v
Eine so genannte Thrombolyse (oder Lysetherapie) könnte mehr Schlaganfall-Patienten als bisher helfen. Viele Ärzte setzen die Therapie jedoch trotz guter Ergebnisse in klinischen Studien nicht ein. Eine aktuelle Untersuchung aus Kanada belegt jetzt, dass die Behandlung nicht nur unter optimalen Studienbedingungen, sondern auch im normalen Klinikalltag gute Ergebnisse erzielt. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft hofft nun auf eine höhere Akzeptanz der Behandlung, die zur Zeit in Deutschland
Zweiter Europäischer Depressionstag soll über Krankheit aufklären und informieren
Für Donnerstag, 6. Oktober 2005, hat die European Depression Association zum zweiten Mal den Europäischen Depressionstag ausgerufen. Die Koordination in Deutschland übernimmt Privatdozent Dr. Detlef Dietrich aus der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): “Die Welt-Gesundheits-Organisation geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Depression
Forschungsprojekt zu Biomaterialien in der Zahnmedizin von der Universität Rostock eingeworben
Von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde und dem Institut für Biomedizinische Technik wurde ein wichtiges Forschungsprojekt mit 451.000 € Bundesmittel für unsere Universität eingeworben. Dieses beinhaltet die Entwicklung innovativer Werkstoffe und Materialien zum Wiederaufbau von Zahnhartsubstanz unter Verwendung der Nanotechnologie. Dem Verbundprojekt gehören au
Das Komplementsystem vernichtet Erreger und spielt eine Rolle bei Krebs und Autoimmunerkrankungen / Heidelberger Immunologin Professor Dr. Ursula Rother für ihr Lebenswerk ausgezeichnet
Das Immunsystem hält uns gesund. Einen wesentlichen Anteil daran hat ein komplexes System von mehr als einem Dutzend sich gegenseitig aktivierenden Eiweiß-Stoffen im Blut, das so genannte “Komplement-System”, das Bakterien, Viren oder Würmer abtöten kann.
Seit Jahrzehnten haben Wissensc
Labormediziner und Klinische Chemiker tagen vom 6.-8. Oktober am Universitätsklinikum Jena
“Unser Ziel ist es, immer mehr Krankheiten mit Hilfe schmerzfreier Methoden wie eines Bluttests zu erkennen und damit dem behandelnden Arzt den Weg für die Therapie zu zeigen”, umreißt Prof. Dr. Thomas Deufel, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik am Universitätsklinikum Jena (UKJ), die Aufgabenstellung seines Fachgebiets. Bereits heute kann aus einer einzige
Implantat hält Wirbelsäule beweglich / Studie belegt Patientenzufriedenheit / Nach 15 Jahren Erprobung Aufbau eines bundesweiten Kompetenznetzwerkes für Bandscheibenchirurgie “87 Prozent der Patienten sind mit der künstlichen Bandscheibe Prodisc zufrieden”, sagt Andreas Schmitz, Neurochirurg aus Jena, auf einem Pressegespräch des Bochumer Implantate-Spezialisten Clinical House. “Im Vergleich: Bei der Versteifung der Wirbelsäule war das nur bei 62 Prozent der Fall. Der Patient erholt
Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, koordiniert Verbundprojekt im BMBF-Förderprogramm für regenerative Medizin
Seit September fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderprogramms “Zellbasierte, regenerative Medizin” das Projekt “Reprogrammierung von somatischen Zellen für die Therapie von Herzerkrankungen” für zunächst drei Jahre. Das Projekt wird mit rund 1,4 Mio. Euro finanziert. Die Koordi
Treibhausgase gefährden Ökosysteme in den Ozeanen
Durch Verbrauch fossiler Brennstoffe produziert jede Person auf unserem Planeten täglich im Durchschnitt elf Kilogramm Kohlendioxid, die in die Atmosphäre gelangen. Vier Kilogramm davon werden von den Weltmeeren aufgenommen, was den Treibhauseffekt mildert. Unglücklicherweise reagiert das Kohlendioxid mit dem Meerwasser zu Säure, welche die Kalkschalen vieler Meeresbewohner auflösen kann.
Die jetzt im Wissenschaftsmagazi
GSF-Wissenschaftler beobachten hohes Vorkommen an bisher kaum wenig bekannten, luftgetragenen Partikeln
Dr. Klaus Wittmaack vom Institut für Strahlenschutz am GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit hat beim Sammeln von Feinstaub entdeckt, dass eine bisher weitgehend unbekannte Art von Bioaerosolen, sogenannte Brochosomen, in völlig unerwartet hoher Konzentration in der Luft vorkommen. Brochosomen werden von Kleinzikaden produziert, um sich damit gegen Benetzung du
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein gemeinsam von der Arbeitsgruppe Angewandte Ökologie des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock (Prof. Dr. Ulf Karsten) und der Arbeitsgruppe Makroalgen-Biologie des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (Prof. Dr. Christian Wiencke) beantragtes Projekt über die ökologische Bedeutung und Leistungsfähigkeit von Kieselalgen des Meeresbodens im arktischen Kongsfjord auf Spitzbergen genehmigt. Diese Mikroalgen bilden ph
DFG-Graduiertenkolleg “Elementspeziation” stellt Ergebnisse vor – Nachweis von hochgiftigem Methylquecksilber in Seafood gelungen
Nach einer ersten, dreijährigen Förderperiode hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Fortsetzung des Graduiertenkollegs “Spurenanalytik von Elementspezies: Methodenentwicklungen und Anwendungen” an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bewilligt. Zum Abschluss der ersten und dem Start der zweiten Phase werden aktuelle Entwicklungen auf dem
Mit einem am Forschungszentrum TERRAMARE modifizierten Probennehmer gelang es dem Biologen Dr. Jens Stecher, biologische Proben nahe heißer unterseeischer Quellen im Atlantik aus fast 2000 m Wassertiefe reibungslos und sicher zu bergen. Möglich wurde dieser Erfolg durch eine enge Zusammenarbeit der TERRAMARE-Technik mit dem Wissenschaftler. Stecher arbeitete als Senckenberg-Mitarbeiter zwei Monate an Bord des Forschungsschiffs Meteor innerhalb des Schwerpunktprogrammes 1144 mit dem Titel “Vom Ma
Das Modellprojekt Mammographie-Screening Weser-Ems wurde durch die heutige Übergabe des Schlussberichts vom Regionalen Tumorzentrum Weser-Ems an den Vorsitzenden des Lenkungs- und Finanzausschusses (LuFa) offiziell abgeschlossen. Finanziert wurde das dreijährige Modellprojekt von den gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Krebshilfe. Es hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Screening nun bundesweit eingeführt wird.
Jedes Jahr erkranken in Deutschland ungefähr 48.000 Fra
Das mit den neusten Geräten ausgestattete “Forschungszentrum für Hochpräzisionsbestrahlung und intraoperative Navigationstechniken” am Tübinger Uniklinikum dient der Weiterentwicklung und dem Einsatz neuer Generationen von strahlentherapeutischen Geräten, der Erprobung neuer Navigationsmethoden zur strahlentherapeutischen Behandlung und der Anwendung der intraoperativen Bestrahlung. Neue Techniken in der Strahlentherapie werden dort einerseits weiter erforscht und andererseits einem größeren Pat