Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
An den magnetischen Feldlinien der Erde orientieren sich nicht nur Zugvögel. Auch vermeintlich “einfach” organisierte Bakterien haben im Lauf der Evolution die Fähigkeit entwickelt, das Magnetfeld für die Suche nach optimalen Lebensbedingungen zu nutzen. Solche “magnetotaktischen” Mikroorganismen verwenden einen zellulären Mini-Kompass, der aus einer Kette von einzelnen Nano-Magneten, den Magnetosomen, besteht und die gesamte Bakterienzelle wie eine Kompassnadel im magnetischen Feld ausrichtet. Bish
NGFN-Wissenschaftler decken molekulare Hintergründe der Krankheit auf Ein Hauptmerkmal der Parkinson-Krankheit ist das Absterben von Dopamin-produzierenden (dopaminergen) Nervenzellen in der Substantia nigra – einer Region des Mittelhirns, die an der Koordination unserer Bewegungen beteiligt ist. Wieso diese Zellen sterben, während die dopaminergen Nervenzellen in benachbarten Gehirnregionen verschont bleiben, ist bislang ein Rätsel. Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetz
Mit der Hilfe von Blut saugenden Wanzen gelingt es Forschern des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, Vögeln stressfrei Blut abzunehmen.
Biologen aus Wilhelmshaven und Berlin haben eine ebenso elegante wie trickreiche Methode entwickelt, um Vögeln stressfrei Blut abzunehmen. Sie nutzen dazu eine Raubwanze, die sie den Federtieren im wahrsten Sinne des Wortes unterschieben: in einem präparierten Ei. Die Forscher haben das Verfahren erfolgreich in einer Seeschwalb
Neue Wege in der Kunststoffproduktion – nachwachsende Rohstoffe ersetzen mineralölbasierte Ausgangsstoffe
Als erfolgreich und sehr vielversprechend hat sich ein neues Verfahren zur Gewinnung von Polyolen aus Zuckern herausgestellt, das in einem Forschungsprojekt der Dow Deutschland GmbH und des Fraunhofer Instituts für Chemische Technologie getestet wurde. Das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderte Vorhaben zeigt wirtschaftlich attraktive Alternativen in der He
Marburger Forscher identifizieren die Öffnung spezieller Kaliumionenkanäle als einen Auslöser für das Absterben von dopaminergen Gehirnzellen – Möglicher Ansatzpunkt für therapeutische Behandlung
Die Parkinson-Krankheit ist einer der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen – allein in Deutschland sind über 200.000 Patienten betroffen. Ursache für die bei dieser Erkrankung im Mittelpunkt stehenden Bewegungsstörungen ist ein Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn, der wiederum ei
Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg entwickeln “Heidelberger Kurzfragebogen Rückenschmerz” zur Risikoabschätzung
Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg haben einen Fragebogen entwickelt, der das Risiko für die Entwicklung chronischer Rückenschmerzen ermittelt. Danach sind vor allem Personen gefährdet, deren Rückenschmerzen mehr als eine Woche andauern und sehr intensiv sind, und die auch in anderen Körperregionen Schmerzen versp
Zwei junge Patientinnen erhalten im Universitätsklinikum Göttingen erstmals dynamische Bandscheibendübel mit elastischem Silikonkern.
Zwei Patientinnen haben im Rahmen einer Studie im Universitätsklinikum Göttingen neuartige künstliche Bandscheiben erhalten. Mit den “dynamischen Bandscheibendübeln” wurden bei den jungen Frauen frühe Bandscheibenschäden in der unteren Lendenwirbelsäule behandelt. Weitere Operationen im Rahmen der klinischen Studie sind geplant. Die Operationen führte
Interview-Angebot zur Dezember-Ausgabe von GEO: Im Kampf gegen die Folgen eines Schlaganfalls könnte sich das Edelgas Xenon als Wunderwaffe erweisen. Einem Bericht in der Dezember-Ausgabe des Magazins GEO zufolge, unterbricht das Narkosegas eine verhängnisvolle Reaktionskette. Normalerweise regt eine schlechte Versorgung mit Sauerstoff Nervenzellen dazu an, “Selbstmord” zu begehen. Dadurch greift der Zelltod auch in nur schwach betroffenen Regionen um sich, und irreversible neurologi
Nur Kombination aus Prävention und Therapie kann Epidemie aufhalten
Der aktuelle UNAIDS/WHO-Bericht “AIDS Epidemic Update 2005”, dessen deutsche Version die Deutsche AIDS-Stiftung in diesem Jahr in Kooperation mit UNAIDS herausgebracht hat, zeigt deutlich die globale Dimension der AIDS-Epidemie auf: 40,3 Millionen HIV-infizierte Menschen, 4,9 Millionen Neuinfektionen in 2005 und 3,1 Millionen Tote 2005 durch AIDS weltweit. Ein Virus, das keine Ländergrenzen kennt, kann folglich nu
Olympus stellte neues Kapselendoskop auf der MEDICA vor
Im Rahmen der MEDICA 2005 präsentierte der Endoskopiespezialist Olympus ein neues Kapselendoskop (EndoCapsuleTM), das sich durch seine außergewöhnliche Bildqualität und Nutzerfreundlichkeit auszeichnet. Sechs miniaturisierte LED-Leuchten bieten dem Untersucher auch in schwierigen anatomischen Verhältnissen detaillierte Einblicke in das Innerste des Verdauungssystems. Mit zwei Bildern pro Sekunde liefert die Endokapsel Bilder,
Eine multizentrische Forschungsinitiative der Neurologischen Universitätskliniken in Kiel, Lübeck und Hamburg-Eppendorf, die in einer aktuellen Ausgabe der Forschungszeitschrift “Brain” veröffentlicht wurde, hat neue Ergebnisse erbracht, wie es das Gehirn schafft, sich gegen das Auftreten eines Parkinsonsyndroms zu wehren.
Mit Hilfe eines modernen Schnittbildverfahrens, der so genannten funktionellen Magnetresonanztomographie, erfassten die Forscher die Gehirnaktivierung bei bestimmt
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena auf der “Medica”
Auf der weltgrößten Medizinmesse, der “Medica”, hat vom 16.-19. November die Friedrich-Schiller-Universität Jena inmitten von Highlights aus der ambulanten und stationären Versorgung einige Forschungsergebnisse präsentiert. “Die Wissenschaftler der Universität sind mit der Resonanz des Fachpublikums zufrieden und gehen von positiven nachhaltigen Effekten aus”, so Dr. Michael Achard vom Büro für Forschungsförderung und -transfe
Stammzellen im Einsatz am Patienten
Neues Produktionsverfahren ermöglicht 800fache Vermehrung
Wissenschaftspreis für RUB-Forscher aus dem HDZ-Oeynhausen
Erstmals haben Wissenschaftler ein geschlossenes Produktionsverfahren entwickelt, mit dem sie adulte mesenchymale Stammzellen für die Therapie am Patienten gewinnen und anreichern können. Für diese Entwicklung wurden kürzlich Dr. Martin Gastens und Dr. Wolfgang Prohaska mit dem Preis für wissenschaftliche Posterpräsentatione
Täglich 30g unlösliche Ballaststoffe aus Weizen oder Hafer senken den Blutzuckerspiegel, ohne die Insulinausschüttung zu erhöhen, und tragen damit zu einer deutlichen Verbesserung des Glucosestoffwechsels bei. Dieses fand ein Forscherteam unter der Leitung von Professor Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke heraus. Der wissenschaftliche Artikel wird am 22. November 2005 in der Zeitschrift Diabetologia erscheinen (Weickert et al., Nov;48:2343-53)*.
Kölner Max-Planck-Forschern weisen nach, dass die dauerhafte Resistenz von Pflanzen gegen Pilzparasiten auf einem mehrstufigen Abwehrmechanismus beruht
Pflanzen sind in ihrer Umwelt vielen verschiedenen Krankheitserregern ausgesetzt. Doch nur sehr wenige davon sind in der Lage, eine Pflanzenart zu befallen und sie “krank zu machen”. Wenn eine Pflanze von einem bestimmten Krankheitserreger nicht befallen wird, ist sie ihm gegenüber resistent – also kein Wirt. Diese dauerhafte Spie
Walter-Clawiter-Preis für Dr. med. Sven Waßmann
Für neue Erkenntnisse in der Bluthochdruck-Forschung hat Dr. med. Sven Waßmann (Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums des Saarlandes) den Walter-Clawiter-Preis für das Jahr 2004 erhalten. Verliehen wurde der Preis kürzlich von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen der Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät.
Waßmann konnte in experimentellen Arbeiten und anschließend in klinischen Therapies