Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Viele Krebspatienten müssen sich einer Strahlentherapie unterziehen. Dabei ist es wichtig, den Tumor möglichst genau mit einer hohen Dosis zu bestrahlen. Aber dieses Ziel ist nicht immer ideal zu verwirklichen – etwa bei Lungentumoren, denn diese bleiben durch die Atembewegungen der Patienten während der Bestrahlung nicht an Ort und Stelle.
Hier wollen Medizinphysiker und Informatiker von der Uni Würzburg gemeinsam mit einem Partner aus der Industrie Abhilfe schaffen. Das Projekt
Experten des Kompetenznetzes Hepatitis Süd-West tagen am 30. November 2005 in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg
Die virusbedingte Leberentzündung (Hepatitis) ist eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten. In Deutschland leiden annähernd eine Million Menschen an einer chronischen Hepatitis, verursacht durch die Viren B, C und D.
In den vergangenen Jahren konnte die Behandlung dieser gefährlichen Erkrankung durch neue Medikamente und ihre kombini
Jenaer Symposium zur Naturheilkunde widmet sich dem Darm als Krankheitsquelle
In der Naturheilkunde ist der Darm Schicksalsgeber über Leben und Tod. “Viel körperlich und seelisches Weh hat seine Ursache meist im Bauch”, sagte schon Pfarrer Kneipp vor 120 Jahren.
Der Darm gilt als das “zweite Gehirn” in unserem Körper: Mit einer Länge von etwa sechs Metern, einer Oberfläche von etwa 200 Quadtratmetern und einer größeren Ansammlung von Nervenzellen als im Gehirn beeinflusst
Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) haben einen molekularen Marker entdeckt, der es erleichtert, den Verlauf von speziellen Hirntumoren bei Kindern, den Medulloblastomen, vorherzusagen. Dies ermöglicht es Ärzten, rechtzeitig gezielte Therapiemaßnahmen zu ergreifen. Das Medullablastom tritt bei Kindern meistens im Alter von sieben Jahren auf und zählt zu den häufigsten bösartigen Hirntumoren. Trotz intensiver Behandlungsmaßnahmen stirbt fast die Hälfte der jungen Patienten.
Chinesisches Gewürz enthält Basisstoff für Influenza-Medikament
Die globale Nachfrage nach dem Medikament Tamiflu steigt und das sorgt dafür, dass das chinesische Gewürz Sternanis plötzlich mehr gefragt ist denn je. Sternanis (Illicium verum) enthält nämlich die so genannte Shikimisäure und aus dieser gewinnt der Pharmakonzern Oseltamivir, das unter dem Handelsnamen Tamiflu verkauft wird. Berichten von China Daily zufolge, hat sich der Handelspreis von Sternanis innerhalb eines Mo
Siemens Medical Solutions und die Schering AG werden gemeinsam das Potenzial der neuartigen Dual Source-Computertomographie-(CT)-Technologie von Siemens untersuchen. Diese Technologie wird erstmals mit dem CT-System Somatom Definition in Verbindung mit Scherings Röntgenkontrastmittel Ultravist® eingesetzt.
Das von Siemens anlässlich des 91. Kongresses der Radiological Society of North America (RSNA) in Chicago vorgestellte Somatom Definition ist das weltweit erste Dual Source-C
Bisher kennt die Forschung rund 20 Genschalter, welche die Entwicklung der verschiedenen Blutzellen aus den Blutstammzellen des Knochenmarks steuern. Eine zentrale Rolle unter diesen so genannten Transkriptionsfaktoren spielt dabei der Genschalter PU.1. Er steuert die Entwicklung zweier großer Blutzell-Linien des Immunsystems, einmal der Lymphozyten, zum anderen der myeloischen Blutzellen. PU.1 reguliert auch die Entwicklung der Blutstammzellen, und stellt damit sicher, dass sich immer wieder neue B
Erfolgreiche Nachzucht bedrohter seltener Tiere im Zoo
Zoos werden zunehmend Stätten, an denen auch vom Aussterben bedrohte Tierarten nachgezüchtet werden. Ein Beispiel erfolgreicher Nachzucht meldet der Londoner Zoo. Eine Kolonie von 56 Bermuda-Landschnecken Poecilozonites cumfirmatus wurde im Februar in die britische Hauptstadt gebracht, da die Populationszahl auf Bermuda auf ein kritisches Maß gesunken war.
Auf den Bermudas im Atlantischen Ozean waren im Februar
Deutschlandweit erster universitärer Kurs für Zwischenfallmanagement in Anästhesie und Notfallmedizin mit dem neuen Säuglingssimulator “SimBaby” in Göttingen: Anästhesisten und Notärzte aus dem Bundesgebiet trainieren den Umgang mit Säuglingsnotfällen.
Der bundesweit erste universitäre Kursus für Zwischenfallmanagement in Anästhesie und Notfallmedizin mit einem Baby-Simulator findet Ende November 2005 am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen statt. Zwölf Anästhesisten un
Jedes zweite Mädchen und ein Viertel der Jungen zwischen 12 und 15 Jahren gaben bei einer repräsentativen Studie in Vorpommern an, unter wiederholten Kopfschmerzen zu leiden. Die Lebensqualität der Betroffenen ist beeinträchtigt. Sorgen bereitet den Experten, dass nur jeder vierte Jugendliche mit wiederkehrenden Kopfschmerzen einen Arzt konsultiert, aber 60 Prozent ihre Schmerzen mit Medikamenten selbst behandeln oder von den Eltern Medikamente bekommen. Das sind wichtige Ergebnisse der ers
Die neue Leitlinie zur Migränetherapie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gibt auf der Grundlage neuer Erkenntnisse wichtige Hinweise zum Einsatz der Triptane genannten Migränemitteln. Einige Analgetika wurden neu bewertet und die Liste der Medikamente zur Migräneprophylaxe ergänzt. Erstmals bescheinigen die Experten psychologisch-verhaltensmedizinischen Verfahren, dass diese in der Migräneprophylaxe ebenso wirksam sind wie medikamentöse Strategien. Darum empfehlen die Spezial
Bei chronischen Lebererkrankungen wie der Hepatitis C kommt es mit der Zeit häufig zu gefährlichen Organveränderungen, bei denen Leber- durch Bindegewebe ersetzt wird. Um festzustellen, wie weit die Umwandlung fortgeschritten ist, mussten Mediziner bislang eine Gewebeprobe entnehmen. Ein neues Ultraschallgerät erlaubt es, den Ausmaß der Organschädigung ohne Eingriff zu erfassen. Am Freitag, 2.12.05, stellen Gastroenterologen der Universitätsklinik Bonn den “Fibroscan” auf einer Ärztefortbildung
Gerade bei jungen Menschen ist die Ursache eines Schlaganfalles oft keine Gefäßkrankheit sondern ein angeborener Herzfehler, ein so genanntes “offenes Foramen ovale”. Der kathetergestützte Verschluss dieser Öffnung durch ein Schirmchen verhindert einen erneuten Schlaganfall und kann bei manchen Migräne-Patienten die Häufigkeit von Attacken reduzieren. Die Medizinische Klinik II des Universitätsklinikums Bonn ist deutschlandweit eines der wenigen Zentren das alle Schirm-Typen anbietet und führte di
Marvin ist ein neugieriges, aufgewecktes Kind. Doch im Kindergarten versteckte er sich plötzlich nur noch hinter seinem Kuschelkissen, hockte stundenlang auf einem Stuhl und sagte kein einziges Wort. Nur mit seinen Eltern und den beiden Schwestern sprach der Dreijährige ganz unbefangen – sobald die Großeltern oder gar Fremde den Raum betraten, zog sich Marvin völlig zurück. Auch der Kinderarzt wusste keinen Rat, hielt das Verhalten für eine Trotzphase. Eine Phase, die allerdings kein Ende nahm.
Internationale Experten empfehlen wichtige Änderungen bei der Ersten Hilfe durch Laien und professionelle Helfer / Heute Veröffentlichung in Fachzeitschrift / Heidelberger Anästhesist Mitglied des Expertengremiums
Mehr Menschenleben durch effektivere Erste Hilfe zu retten: Das ist das Ziel der neuen, überarbeiteten Richtlinien zur Notfallversorgung und Wiederbelebung, die heute von einer internationalen Expertenkommission in den Fachzeitschriften “Resuscitation” und “Circulation
Leibniz-Nachwuchspreis 2005 geht an Hamburger Biologin – Anneke Funk fand als erste heraus, wie Hepatitis-B-Viren in Leberzellen eindringen – Hans Will: “sehr gute Basis für eine neue Art von antiviralen Medikamenten”
Dr. Anneke Funk (27) ist die Leibniz-Nachwuchspreisträgerin 2005. Die Hamburger Biologin nahm die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung auf der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft am 24.11.2005 in Bonn entgegen. Der Leibniz-Nachwuchspreis würdigt seit 1997 jedes Jahr