Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Auf der Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Krebs
Biologische Funktion von Organometallverbindungen
Neue Forschergruppe an der Ruhr-Universität
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in den entwickelten Ländern. Spektakuläre Fortschritte im Kampf gegen den Krebs werden in der Regel nur dann erzielt, wenn völlig neue Wirkmechanismen identifiziert werden können, mit denen Krebszellen gezielt getötet werden, möglichst ohne dass gesunde Nachbarzellen in Mitle
Pilz ermöglicht Erweiterung der Zellen in der Nasenschleimhaut
Wissenschafter der University of Leeds gehen davon aus, dass Diabetikern Insulin auch über einen Nasenspray verabreicht werden kann, der auf Hefe basiert. Das Team um Emily Fuller wies nach, dass der Pilz, der traditionell in der Bier- und Brotherstellung eingesetzt wird, die Zellen derart erweitert, dass das Insulin über das Gewebe der Nase aufgenommen werden kann. Es wird gehofft, dass damit ein Spray entwickelt
Welche Erkältungsviren und -bakterien derzeit von “Nase zu Nase” wandern, überwachen die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. Seit dem 16. Januar 2006 veröffentlichen sie wöchentlich eine Zusammenfassung der Surveillance-Daten.
Krankmacher in Zeiten der Grippe
Hitliste der 6. Kalenderwoche*
Folgende Erkältungs-Erreger sind momentan in Deutschland besonders aktiv:
1. (1.) Rhinovirus
2. (neu) Adenoviren
3. (3./neu) Respiratory Syncy
Ermittlung neuropsychologischer Prädiktoren
Allein die Diagnose einer Alzheimer-Erkrankung rechtfertigt nicht, dass auf das Autofahren verzichtet werden muss. Der individuelle Krankheitsverlauf führt dazu, dass die Fahreignung der betroffenen Personen unterschiedlich lange erhalten bleibt. Zudem können mitunter Defizite, z.B. durch Fahrerfahrung oder angepasste Fahrweise (wie Verzicht auf Nachtfahrten), ausgeglichen werden. Diese Auffassung vertritt Professor Dr. Rüdiger Mielke vo
Rostocker Mediziner entwickelten spezielle Implantate für Frakturen
In der alternden Gesellschaft nimmt die Zahl der Frakturen gerade im Bereich des Armes und der Hand beständig zu, nicht zuletzt weil bei älteren Menschen die Stabilität der Knochen nachlässt. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach schneller Genesung und hoher Funktionalität der verletzten Körperteile. Jetzt entwickelten Rostocker Mediziner gleich drei Implantate, mit denen Knochenbrüche geheilt werden können, ohne d
Das Gehirn der Taufliege Drosophila birgt ein Geheimnis weniger. Forscher vom Biozentrum der Uni Würzburg haben herausgefunden, an welchen Orten das Insekt die Erinnerung an optische Eindrücke speichert. Darüber berichtet die neue Ausgabe des Wissenschaftsmagazins “Nature”.
Die Taufliege legt das Bild von ihrer Umwelt nicht wie einen fotografischen Schnappschuss im Gehirn ab – das würde zuviel Speicherplatz kosten. Stattdessen merkt sie sich nur bestimmte Merkmale von Mustern,
SUMO ist an der Antwort von Körperzellen auf oxidativen Stress beteiligt: Göttinger Forscher beschreiben den molekularen Mechanismus im Wissenschaftsmagazin „Molecular Cell“
Unsere Körperzellen sind in ständigem Stress. Nicht nur der normale Energieumsatz, auch Sonnen-licht, Chemotherapien oder Unterkühlung belasten die Zellen. Es entstehen dann schädliche Sauerstoff-Varianten, die den Stoffwechsel durcheinander bringen. Gelingt die Korrektur der Redox-Situation nicht, erleiden d
Durch Prionen verursachte Erkrankungen, beispielsweise Rinderwahnsinn, richteten weltweit bislang Schäden in Milliardenhöhe an. Schuld sind schädliche Eiweiße (Prionen), die sich scheinbar unkontrolliert in Gehirnzellen ablagern und diese zerstören. Nun forscht am Institut für Organische Chemie der MLU eine Gruppe hallescher Chemiker unter der Leitung von Prof. Dr. René Csuk an einer Möglichkeit, den Verlauf prionischer Erkrankungen zu beeinflussen.
Prionenerkrankungen (Transmissible
Neue Methoden zur Untersuchung von Bakterien
Wissenschaftlern der Uni Wien ist es in Zusammenarbeit mit Forschern aus Deutschland und Dänemark gelungen, ein seit 135 Jahren gefürchtetes Trinkwasserbakterium, den so genannten “Brunnenfaden” Crenothrix polyspora, zu erforschen. Dabei kamen sie zu einem erstaunlichen Befund: Die lebensnotwendige Energie und den Kohlenstoff für seine Zellsubstanz bezieht der Brunnenfaden aus dem Treibhausgas Methan. Dazu verwendet er ein äußerst u
In den kommenden Jahren wollen Forscher einen dreidimensionalen “Atlas der Niere” erstellen. In ihm sollen die neuesten Erkenntnisse über die Organentwicklung und die Entstehung von Nierenerkrankungen gebündelt werden. Ziel der Forscher ist es vor allem Schlüsselgene zu kartieren, die bei diesen Prozessen eine maßgebliche Rolle spielen, um langfristig Diagnose und Therapie von Nierenkrankheiten zu verbessern und die Behandlungskosten in Milliardenhöhe zu senken. Der Atlas ist Teil eines von der
Gentechnik soll zeitsparende Alternativen ermöglichen
Wissenschafter der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben einen Impfstoff entwickelt, für den sie ein Gen eines Stammes des tödlichen H5N1 Vogelgrippevirus in einen Grippevirus eingefügt haben. Die Weiterentwicklung wurde anders als bei herkömmlichen Impfstoffen nicht in den Eiern von Hühnern sondern in Zellkulturen vorgenommen. Experten wie John Oxford von der Barts and the Royal London School of Medicine and
Manchmal reichen wenige Moleküle eines Proteins, um wichtige physiologische Vorgänge in einer Zelle zu steuern oder Krankheiten auszulösen. Während der Nachweis winzigster DNA-Mengen dank der Polymerasekettenreaktion (PCR) bereits zu den Standardtechniken zählt, gibt es bisher noch keine Technik, die Eiweißmoleküle mit vergleichbarer Empfindlichkeit nachweist. Wissenschaftler von der University of Alberta in Kanada haben nun eine ultrasensitive Methode zum Proteinnachweis entwickelt. Sie basiert
BMBF fördert Pflanzengenomforschung gemeinsam mit Frankreich und Spanien
Nutzpflanzen lassen sich vielseitig verwenden: Sie können ebenso gut als Quelle für erneuerbare Energien dienen, wie als Fabriken für Medikamente und Chemikalien. Möglich macht diese Vielseitigkeit die moderne Genomforschung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb gemeinsam mit dem französischen und dem spanischen Forschungsministerium Vorhaben, die die Züchtung europäischer
Wenn die Gelenke mal mehr und mal weniger Schmerzen, scheint dem Laien schnell klar: Das ist Rheuma. Er quält sich damit oder geht zum Hausarzt und fordert schleunigst helfende Medikamente gegen diese Krankheit. “Rheuma ist aber keine Krankheit, sondern ein Symptom”, korrigiert Prof. Holm Häntzschel, 1. Sprecher des Rheumazentrums e.V. am Universitätsklinikum Leipzig und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV. “Das aus dem griechischen stammende Wort Rheuma bedeutet soviel wie der flie
Silber wirkt wie ein Breitbandantibiotikum. Das Edelmetall tötet Keime ab. Dieses Wissen haben sich Mitarbeiter des sächsischen Strumpfwerkes Lindner (Hohenstein-Ernstthal) zu nutze gemacht: Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) haben sie eine neuartige Socke entwickelt, die mit Hilfe von Silberionen in den Stofffasern vor Infektionen schützt, hautverträglich und haltbar ist. In Kooperation mit dem Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK
Weltweit erste Kupfer-Therapiestudie bei Patienten mit Alzheimer-Demenz zeigt positive Zwischenergebnisse Noch weitere 10 Alzheimer-Patienten können in die Homburger Studie aufgenommen werden und von einer qualitativ hochwertigen Behandlung profitieren Aufgrund der viel versprechenden Ergebnisse der biochemischen Forschung und der tierexperimentellen Beobachtungen hat man sich in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes (Di