Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Tumoren haben oft sehr spezielle Eigenschaften, die im Labor an Gewebeproben ermittelt werden. Das Ergebnis dieser Untersuchungen bestimmt ganz wesentlich mit, welche Therapie die beste ist. Ein neuartiges optisches High-Tech-Verfahren von der Uni Würzburg soll die Laboranalysen und damit auch die Behandlung von Krebspatienten weiter verbessern.
Entwickelt wird die Technik namens “SpectroQuest” von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe aus Physikern, Chemikern und Medizinern. Die Un
BfR kritisiert lange Fristen bei Maßnahmen der Druckfarbenindustrie
Der Nachweis der Chemikalie Isopropylthioxanthon (ITX) in kartonverpackten Getränken hat eine Diskussion über die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Druckfarben ausgelöst: Weit über 1000 Stoffe werden zum Bedrucken von Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Ob und in welchem Umfang sie in das Lebensmittel übergehen können, hängt von der Zusammensetzung der Druckfarbe und des Lebensmittels sowie vom Verpackungsma
Neuer Terramare-Bericht faßt aktuelle Ergebnisse zur nachhaltigen Miesmuschelzucht zusammen
Der jetzt erschienene Band aus der Berichte-Reihe des Forschungszentrums TERRAMARE in Wilhelmshaven widmet sich aktuellen Ergebnissen zur nachhaltigen Miesmuschel-Anzucht in Niedersachsen. Auf 80 Seiten erfährt der Leser Aktuelles rund um die Bewirtschaftung des schmackhaften Schalentiers und über neue Möglichkeiten zu schonendem Umgang mit der Natur.
Unter dem Titel “Nachhaltige Mies
“As my university gears up for human embryonic stem cell research,” says Stanford law professor Henry Greely in an Essay for PLoS Medicine, “it finds that a host of ethical and legal questions still need to be answered.”
Some of these questions, says Greely, focus on ethical issues related to donors. For example, given the long life span of human embryonic stem cell lines, and their likely use in clinical practice, will it really be possible to promise donors anonymity? “It seem
Implantat-Nervenzell-Kopplung im Innenohr
RUBIN 1/06: Aktuelles aus der Cochlea-Implantat-Forschung
Das Cochlea-Implantat (CI) ist ein kleines technisches Wunderwerk, mit dem gehörlose Menschen hören lernen. Mit der “bioaktiven Elektrode” wollen Mediziner um Prof. Dr. Stefan Dazert (HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum, St. Elisabeth-Hospital) nun für die zielgenaue Ankopplung der Nervenzellen an das Implantat sorgen – und die Technik damit wesentlich verbessern. Zudem hoff
Innovative Kunststofflinsen werden ihrem Vorbild immer ähnlicher / Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen Implantation und Refraktive Chirurgie vom 2. bis 4. März 2006 in Heidelberg
Winzig, aber äußerst variantenreich: Das Spektrum der Kunstlinsen, die die getrübte Augenlinse (grauer Star) ersetzen, wird immer breiter. Neue Linsentypen sorgen nicht nur für einen klaren Blick, sondern streben danach, möglichst viele Fähigkeiten der natürlichen Linse abzu
Im Nordwesten Chinas, in der Wüstenlandschaft des Junggarbeckens nahe der Stadt Urumqi, hat der Boden Erinnerungsstücke aus der Zeit der Dinosaurier aufbewahrt. Das Team des Tübinger Paläontologen Prof. Hans-Ulrich Pfretzschner untersucht die Knochen und Zähne der jurassischen Tiere, die vor etwa 170 bis 150 Millionen Jahren gelebt haben, und hat einen kleinen fossilen Araukarienwald aus dieser Zeit virtuell rekonstruiert.
Eine Momentaufnahme aus der Zeit des Jura im chinesische
Der Direktor des Friedrich-Loeffler-Institutes für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Greifswald, Prof. Lutz Gürtler (Foto), warnte davor, das Medikament Tamiflu oder ähnliche Arzneimittel gegen die Vogelgrippe vorbeugend einzunehmen. “Das ist absolut überflüssig und ohne Nutzeffekt. Zu befürchten ist allerdings, dass die massenhafte Einnahme von Tamiflu Resistenzen erzeugen kann. Im Ernstfall würde das bedeuten, dass die wenigen Präparate gegen die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) u
Bessere Therapiemöglichkeiten durch Einteilung in Risikogruppen
Wissenschaftlern der Klinischen Abteilung für Onkologie der Univ.-Klinik für Innere Medizin in Wien ist es gelungen, verschiedene Risikokategorien für die Behandlung des multiplen Myeloms (MM) zu unterscheiden. MM ist die zweithäufigste Form von Blutkrebs und geht von Zellen des Knochenmarks aus. In Europa sind mehr als 31.000 Menschen von der Krankheit betroffen. Die meisten Patienten sind über 60 Jahre alt, weni
Frauen und Männer im mittleren Lebensalter sind nicht gleich krank. Krankheiten und Gesundheitsstörungen unterscheiden sich in Häufigkeit und Art, selbst wenn sie bei beiden Geschlechtern vorkommen. Der Versorgungsbedarf differiert zwischen Mann und Frau ebenso wie die Inanspruchnahme von Prävention und Früherkennung. Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten werden entscheidend von geschlechtsspezifischen Arbeits- und Lebensbedingungen beeinflusst. Zu diesen Forschungsergebnissen kommen Wissensch
Aufmerksamkeitsgrad entscheidet über Merk-Erfolg
Englische Wissenschaftler können voraussagen, ob man sich neue Information merkt oder nicht. Bei Experimenten konnte ein Forscherteam des University College London mit Hilfe von Gehirnstrom-Aufzeichnungen (EEG) zeigen, dass Probanden am besten abschnitten, wenn ihr Denkapparat bereits kurz vor der eigentlich neuen Information aktiv war. Diese Gehirnaktivität hat einen großen Einfluss auf das Erinnerungsvermögen und lässt damit a
Das Beobachtungssystem senSAVE bietet telemedizinische Betreuung rund um die Uhr.
senSAVE ist ein Beobachtungssystem aus intelligenten Sensoren, die per Funk miteinander vernetzt sind. Die Sensoren sind in ein Hemd integriert und erfassen drahtlos EKG-Werte. Weitere, am Körper getragene Sensoren messen andere wichtige medizinische Daten wie Blutdruck und Sauerstoffgehalt im Blut. Das System bewertet daraus den körperlichen Zustand, erkennt zuverlässig Verschlechterungen und alarm
Das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum der Universität Leipzig beteiligt sich an dem jetzt gestarteten europaweiten Projekt Cardioworkbench zur Suche von Wirkstoffen gegen Erkrankungen von Herz und Blutkreislauf.
Das Leipziger Teilprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Robitzki vom Lehrstuhl für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik verbindet dabei computerbasierte Diagnosen (zum Beispiel Bioinformatik, Chemoinformatik oder Bioengin
In Zeiten steigender Kraftstoffpreise und der Klimaveränderung hat die Suche nach Alternativen zu fossilen Energieträgern Priorität. Ein Ersatz für herkömmlichen Treibstoff ist Biodiesel. Mit einem neuen Verfahren lässt sich Rapsöl effizienter in Biodiesel umwandeln.
In der Reklame wird Biodiesel gern mit blühenden Rapsfeldern und dem Begriff “CO2-neutral” beworben. Tatsächlich werden “nachwachsende” Pflanzen gezeigt, aus denen die meisten flüssigen Motorkraftstoffe dieser Art gewon
Das Einschleusen von Genen mit Hilfe feinster Kanülen in eine lebende Zelle gehört in der Forschung schon fast zur Routine. Doch viele Zelle platzen, wenn man etwas einspritzt. Ein Mikroinjektionschip, der auf der Messe MEDTEC gezeigt wird, arbeitet kontrolliert und genau.
Substanzen wie zum Beispiel Gene in eine lebende Zelle zu injizieren erfordert viel Erfahrung und Geschick. Zellbiologen und Gentechniker arbeiten mit Flüssigkeitsmengen von nur wenigen Milliardstel Milliliter
Die Zahl der Raucher ist europaweit zurückgegangen, eine generelle Entwarnung darf aber längst nicht gegeben werden. Zu dieser Bewertung kommen Epidemiologen des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit. Sie waren an der europäischen ECRHS 2 – Studie beteiligt, die in 14 europäischen Staaten unter etwa 9000 Teilnehmern durchgeführt wurde. Die Forscher hatten in der Studie neue Daten denen der Vorläuferstudie aus den Jahren 1990 bis 1994 gegenübergestellt. Ziel der Studie war es, innerhalb ein