Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Das Geschlechtsgen SRY spielt eine entscheidende Rolle
Die Entdeckung einer neuen Funktion des für das Geschlecht eines Menschen entscheidenden Gens SRY könnte erklären, warum Männer eineinhalb Mal so wahrscheinlich an Parkinson erkranken wie Frauen. Wissenschafter der University of California (UCLA) wiesen nach, dass das gleiche Gen, das dafür entscheidend ist, dass ein Embryo männlich wird und Hoden entwickelt, ebenfalls durch die Gehirnregion produziert wird, die durch eine P
1982 haben die Australier Robin Warren und Barry Marshall die Existenz des Magenkeims Helicobacter pylori und dessen Heimtücke nachgewiesen. 2005 erhielten sie für diese Bahn brechende Leistung den Nobelpreis für Medizin. Heute werden Gastritis, Magengeschwür und Magenkrebs weitestgehend auf dieses Bakterium zurückgeführt und bei frühzeitiger Erkennung nicht mehr durch eine Operation sondern durch die Beseitigung des Bakteriums mit Antibiotika behandelt. H. pylori führt zur Gastritis und bei einem T
Klinische Tests an Menschen erwartet
Wissenschaftler der University of Minnesota haben eine neue Art der Immunsystem-Unterdrückung entwickelt, mit der sie Schweinezellen in Affen vor der Abstoßung retten konnten. Mit der Xenotransplantation von Inselzellen des Hausschweins hat das Forscherteam um Bernhard J. Hering bei den Affen die Stoffwechselerkrankung Diabetes behandelt. Die Mediziner hoffen jetzt in den nächsten drei Jahren mit klinischen Tests an Menschen beginnen zu können
Das Jaagsiekte Retrovirus beim Schaf (JSRV) ist für das Auftreten infektiöser Lungentumore bei Schafen verantwortlich. Im Rahmen des LIFE QUALITY-Programms wurde ein spezifisches Projekt zur Bestimmung der molekularen Vorgänge während einer JSRV-Infektion und zur Beurteilung neuartiger Impfstoffanwärter gegen diesen Virus finanziert.
Den Vorsitz des Projektkonsortiums hatte das Moredun Research Institute, dessen Forscher zahlreiche Untersuchungsrichtungen verfolgten. Ihr Ziel la
Die Systembiologie des biotechnologisch genutzten Mikroorganismus Corynebacterium glutamicum steht im Mittelpunkt eines soeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gestarteten Verbundprojekts an dem das Siegener Forschungszentrum für Multidisziplinäre Analysen und Angewandte Systemoptimierung FOMAAS mit mehreren Doktoranden beteiligt sein wird. Die hierfür benötigten experimentellen Daten werden von den Partnern in Jülich, Köln, Halle, Bielefeld, Ulm und Erlangen bereitgestellt.
Sex verlängert das Leben. Was bislang für wenige Insektenarten galt, haben Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen nun erstmals für ein Säugetier nachgewiesen. Professor Dr. Hynek Burda, Leiter der Abteilung für Allgemeine Zoologie, sowie Doktorand Philip Dammann haben eine afrikanische Graumullen-Art untersucht und sind zu unerwarteten Ergebnissen gekommen.
Frühere Forschungen, die das Altern und die Lebensgeschichten vieler Organismenarten zum Inhalt hatten, belegen: Fortpflanzu
Bei der Osteoporose und anderen Störungen des Knochen-Stoffwechsels scheint das Protein FGF23 eine Rolle zu spielen. Für ihre Forschung auf diesem Gebiet hat Regina Ebert (35) von der Uni Würzburg ein Stipendium der Elsbeth-Bonhoff-Stiftung (Berlin) erhalten, das mit 50.000 Euro dotiert ist.
Mit diesem Geld kann die promovierte Biologin am Lehrstuhl für Orthopädie ihre Studien zur Rolle des Phosphat-Stoffwechsels bei der Osteoporose weiter vorantreiben. Während die meisten Stoff
Aufgrund des Zusammenhangs mit dem Ausbruch des tödlichen hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) durch den Verzehr verunreinigter Lebensmittelprodukte wurde die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Attaching-Effacing Escherichia Coli (AEEC) gelenkt. Dies veranlasste die Wissenschaftsgemeinschaft dazu, die molekulare, immunologische und epidemiologische Basis von AEEC zu untersuchen, um effektive Strategien zur Kontrolle der damit verbundenen Infektionen bei Mensch und Tier zu entwickeln.
Die Abteilung Medizinische Physik in der Radiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat jetzt das Assistenzsystem INNOMOTION? in Betrieb genommen. Mit dem Gerät lassen sich minimal invasive Eingriffe direkt in der engen Röhre eines Magnetresonanztomographen (MRT) sicher und zielgenau durchführen. Das Assistenzsystem besteht aus einem mit Druckluft angetriebenem Arm, der ein Instrument halten und ausrichten kann.
Primäres Einsatzgebiet ist die perkutane Intervention, bei der ei
Veröffentlichung der ersten Ergebnisse im Journal of Clinical Investigation
Wissenschaftler der Abteilung Klinische Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben in vorklinischen Untersuchungen an Mäusen einen neuen Mechanismus bei immunbedingten Erkrankungen des Blutes entdeckt. Die Wechselwirkung zwischen C5a, einem Entzündungsmediator, und Rezeptoren auf Fresszellen der Leber entscheidet darüber, ob diese eine Infektion abwehren können oder aber eine schädlich
MHH Wissenschaftler stellt ungewöhnlichen Fall von Multipler Persönlichkeit im Zusammenhang mit exzessivem Internet-Rollenspiel vor
Fernsehen, Computer, Videospiele oder Internet – immer mehr Menschen nutzen immer länger und intensiver die elektronischen Medien. Im Rahmen einer Studie untersucht Dr. Bert te Wildt, Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Menschen, die sich suchtartig immer tiefer in virtuelle Welten verstricken
Ursache vieler Schwerhörigkeiten ist eine Fehlfunktion der Hörschnecke (Cochlea). Ihre Funktion und Dysfunktion ist bislang nicht vollständig aufgeklärt. Um menschliche Kommunikation zu ermöglichen, benötigt die Cochlea Eigenschaften, die bisher von keinem künstlich hergestellten System erfüllt werden können. Prof. Anthony Gummer von der Tübinger Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und seinem Team ist es gelungen, grundlegende Erkenntnisse über die Stimulation der sensorischen
Mit neuesten bildgebenden Verfahren und speziellen Substanzen ist es heute möglich, schon kleinste “hormonaktive” Krebsgeschwüre auszuspüren. Stoffmengen im Bereich von einem Milliardstel Gramm reichen dafür aus. Moderne Technik in der Diagnostik hormoneller Erkrankungen ist ein Thema auf dem 50. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Essen.
Hormonaktive oder auch “endokrine” Tumore befallen die Hormon-Produktionsstätten des Körpers wie zum Beispiel die
Die humanen Immundefizienzviren (HIV), die Erreger von AIDS, zeichnen sich durch eine extrem hohe genetische Variabilität aus. Dies stellt ein erhebliches Problem für die AIDS-Therapie dar, weil in vielen Patienten rasch HIV-Varianten auftreten, die gegen verschiedene Medikamente resistent sind und erschwert die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes. Weiterhin kann sich das Virus aufgrund seiner Variabilität der Kontrolle durch das Immunsystem entziehen und sich rasch an den jeweiligen menschlic
Welche Erkältungsviren und -bakterien derzeit von “Nase zu Nase” wandern, überwachen die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. Seit dem 16. Januar 2006 veröffentlichen sie wöchentlich eine Zusammenfassung der Surveillance-Daten.
Krankmacher in Zeiten der Grippe
Hitliste der 8. Kalenderwoche*
Folgende Erkältungs-Erreger sind momentan in Deutschland besonders aktiv:
1. (1.) Rhinovirus
2. (-) Respiratory Syncytial Virus
3. (3.) humanes Met
Klinische Studie belegt Nutzen chirurgischer Eingriffe bei Blutkrebserkrankung / Preis für Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Patienten, die an der Blutkrebserkrankung Multiples Myelom leiden, erleiden häufig Knochenbrüche und werden deshalb operativ behandelt. Erstmals ist der Nutzen dieser Therapie in einer klinischen Studie nachgewiesen worden. Für seine Arbeit wurde Dr. Felix Zeifang, Oberarzt der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, ausg