Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
CGRP als Ursache für Schmerzreaktion
Wissenschaftler aus vier Nationen, darunter Peter Reeh vom Institut für Psychologie der Universität Erlangen-Nürnberg, vermuten, dass nur ein einziges Gen das Hitzeschmerzempfinden regelt. Es geht um ein Neuropeptid mit der Bezeichnung CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide): Eine Substanz mit einer stark gefäßerweiternden Wirkung. CGRP lagert sich nach der Freisetzung an der Zelloberfläche ab und wirkt auf die Nervenenden zurück. Reeh fand he
Viele Zellen können mit ihren Nachbarn kommunizieren, indem sie über Röhren in ihrer Hülle Signalmoleküle austauschen. In der Regel geht das ziemlich flott. Im Herzen sorgen solche “schnellen” Röhren beispielsweise dafür, dass sich die Muskelzellen fast zeitgleich zusammenziehen. Doch zumindest im Mäuseherzen gibt es auch Röhren, die elektrische Reize und Signalmoleküle nur sehr langsam durchlassen. Das zeigt eine Studie an der Universität Bonn, die am Institut für Genetik und in der Medizinisc
Internationales Wissenschaftlerteam weist nach, dass Serotonin aus Blutplättchen für die Heilung von geschädigtem Lebergewebe unverzichtbar ist
Das Hormon Serotonin hat vielfältige Aufgaben im Organismus – es überträgt Signale im Gehirn und ist an der Regulation des Blutdruckes beteiligt. Wird ein Blutgefäß verletzt, setzen die Blutplättchen Serotonin frei, um die Blutgerinnung zu unterstützen. Ein interdisziplinäres Team von Chirurgen und Pathologen aus Zürich und Straßburg konn
Ernährungswissenschaftler der Universität Jena koordiniert neues EU-Projekt “Lycocard”
Die Tomate ist nach der Kartoffel das am meisten verwendete Gemüse in Europa. Und das ist gut so, denn sie beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, was dem Tomateninhaltsstoff und Pflanzenfarbstoff Lycopin zugeschrieben wird. Doch wie die Wirkungskette von der gesunden rohen Tomate bis hin zu einem guten Gesundheitszustand im einzelnen aussieht, ist bisher nicht bekannt. Diese Lücke wollen Wissens
Der Gesundheitsmarkt ist einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Dennoch steht der Health & Care-Sektor unter einem zunehmenden Kosten- und Effizienzdruck. Mit dem Verbundforschungsprojekt “Pflege 2020” will das Fraunhofer IAO Wege und Lösungen aufzeigen, diesem zu begegnen.
Wer hätte gedacht, dass dem Deutschen seine Gesundheit einmal wichtiger sein könnte als sein sprichwörtliches liebstes Kind, das Auto? Genau das scheint aber momentan der Fall zu sein, die Zahlen sprechen zum
Wichtige Erkenntnisse zur Neubildung von Blutgefäßen liefert eine Forschungsarbeit aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die jetzt in der renommierten internationalen Fachzeitschrift “Development” veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse der interdisziplinären Arbeitsgruppe aus Anatomen, Herzchirurgen, Internisten und Kardiologen um Priv.-Doz. Dr. Süleyman Ergün, Institut für Anatomie I, sind sowohl für die Tumorforschung als auch für die Forschung zu Gefäßverschlusserkrankungen von Bed
Studie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg weist günstigen Effekt einer Zusatzbehandlung nach
Psychotherapie kann Rückenschmerzen lindern und Kranke wieder fit machen: Bei zusätzlicher Anwendung zur medizinischen Standardbehandlung haben die Patienten weniger Schmerzen, sind beweglicher und arbeitsfähiger. Dies hat jetzt eine kontrollierte Studie der Orthopädischen und der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg unter Federführung von Professor Dr. Marcus Schilt
Stärkere Entzündungen und Schleimbildung
Wissenschaftler des Münchner Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (GSF) haben entdeckt, dass ultrafeine Partikel bei Allergikern zu einer Verstärkung des allergischen Entzündungsgeschehens führen. Dieser Zusammenhang zeigt sich vor allem dann, wenn die Partikelbelastung bereits vor dem Kontakt mit dem Allergen erfolgt. Die Forscher leiten diese Erkenntnisse aus einer neuen Studie am Mausmodell ab, die in der jüngsten Ausgabe des
Verbessertes Verfahren bringt Zeitgewinn für Ärzte und Patienten
Medizintechnik-Forscher der Fachhochschule Linz möchten Knochenimplantate in Zukunft direkt im Operationssaal herstellen. In Zusammenarbeit mit der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg wollen sie dazu das neu entwickelte 3D-Rapid-Prototyping Verfahren einsetzen. Schädelteile, die zum Beispiel bei einem Unfall zerstört wurden, können mit diesem Verfahrens steril direkt vor Ort im Operationssaal durch Implantate erset
Scientists at the Royal Swedish Academy of Sciences Kristineberg Marine Research Station are using the brittlestar as a new model for studying stem cells, allowing them to do experiments that avoid the ethical issues associated with human and vertebrate research. The brittlestar, Amphiura filiformis, is a close relative of the starfish and can regenerate lost arms in a matter of weeks. Sam Dupont and Mike Thorndyke are presenting their latest work on Friday 7th April at the Annual Meeting for
Zellen teilen sich, damit ein Organismus wachsen kann, Wunden schließt oder Zellen erneuert. Bevor sich eine Zelle jedoch teilt und damit vermehrt, muss sie ihren gesamten Chromosomensatz mit der Erbinformation DNA verdoppeln. Dieses biologische Grundprinzip gilt für die Hefe, für Bakterien, Viren, alle Säugetiere und damit auch für den Menschen. Dabei muss die Zelle sicherstellen, dass die gesamte Erbinformation – beim Menschen immerhin rund drei Milliarden Genbausteine – lückenlos kopiert wird,
Biologen der Universität Münster bestimmten Verwandtschaftsverhältnisse
Die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen heute lebenden Arten und Rassen lassen sich häufig aus morphologischen Merkmalen wie Körperbau und Knochenstruktur ableiten. Auch Fossilien längst vergangener Lebensformen, ausgegraben aus verschieden alten Erdschichten, helfen Morphologen und Paläontologen, die Entstehung heutiger, aber auch längst ausgestorbener Lebewesen chronologisch nachzuzeichnen. Gelegentlich h
Schweinepest und Vogelgrippe: Wegen großer Nachfrage weitet Universität Witten/Herdecke ihr Weiterbildungsangebot “RisikomanagerFood” auf ganz Deutschland aus / Neue Kooperation mit Lebensmittel Zeitung und SoftM AG
Viele Unternehmen der Ernährungswirtschaft befinden sich in einem grundlegenden Dilemma: Einerseits müssen sie kurzfristig auf Skandale reagieren und Qualität sichern, andererseits jedoch in einem beinharten Wettbewerb bestehen, der gekennzeichnet ist durch Verdrängung
Sie erkranken im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, haben einen taumelnden Gang, können kaum ihre Hand- und Beinbewegungen koordinieren und haben eine undeutliche, verwaschene Sprache. Diese Menschen leiden an einer “spinozerebellären Ataxie”, einem genetisch bedingten, unheilbaren Nervenleiden, von dem es über 28 verschiedene Formen gibt. Die Symptome werden von absterbenden Nervenzellen (Neuronen) im Kleinhirn (Cerebellum) ausgelöst, dem Zentrum, das die unbewusst ablaufenden Bewegungen des
Das Erbgut, das eine Mikrobe zu einem der wichtigsten Lieferanten von Stickstoff in der Atmosphäre macht, ist aufgeklärt: In der heutigen Ausgabe der Zeitschrift nature publiziert ein europäisches Forscherkonsortium das überraschend große Genom des Einzellers Anammox.
Bioinformatiker des GSF – Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Genomorientierte Bioinformatik der Technischen Universität waren für Verarbeitung,
“Wahl des Transportmittels” entscheidend
Ernst Ebermann von der Arbeitsgruppe Acarologie am Institut für Zoologie der Universität Graz hat herausgefunden, dass die drei Milbenarten “Imparipes apicola”, “I. breganti” und “I. haeseleri” richtige Feinschmecker sind und ein ganz erstaunliches Verhalten an den Tag legen, um nicht auf ihre Lieblingsspeise verzichten zu müssen. Jede der drei Spezies fressen jeweils nur einen bestimmten Pilz. Um ihren Weiterbestand zu sichern nehmen