Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Projekt am Tag der Forschung 2006 der Universität Hannover
Die Universität Hannover lädt am Sonntag, 23. April 2006 von 11 bis 17 Uhr die Öffentlichkeit zum Tag der Forschung ins Welfenschloss, Welfengarten 1, 30167 Hannover ein. Unter dem diesjährigen Motto “Klima – Kultur – Kleine Welten” präsentieren mehr als 30 Institute ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Das Institut für Mikroelektronische Systeme beschäftigt sich in enger Kooperation mit der Klinik für Thorax-, Herz- u
Schauen Sie auf Füße anderer …
Wann Bewegungsmuster Gefahr bedeuten
RUB-Biopsychologen in Current Biology
Warum hat ein Reh weniger Angst vor einem Auto als vor einem Menschen, der zu Fuß geht? Warum ist es so viel leichter wilde Vögel und andere Tiere zu beobachten, wenn man sich in einem Boot oder auf einem Fahrrad fortbewegt? Die Mechanismen, die Flucht und andere basale soziale and kommunikative Verhaltensweisen auslösen, müssen schnell und zuverlässig die Anwesenh
Zwei Kopien der Variante C machen anfälliger
Wissenschafter der Boston University School of Medicine haben die erste verbreitete genetische Variante identifiziert, die das Risiko einer Fettleibigkeit deutlich erhöht. Das Team um Albert Herbert ermittelte eine kleine genetische Veränderung in einem DNA-Bereich nahe dem Gen INSIG2. Der DNA-Code besteht aus vier “Buchstaben”. Eine einzelne Veränderung in diesem Bereich, von einem G zu einem C, macht einen Menschen anfälliger f
Bei 25 bis 30 Prozent aller Brustkrebspatientinnen bilden sich Tumoren unter einer Chemotherapie vollständig zurück. Für Betroffene wie für ihre Ärzte wäre es hilfreich, bereits vor der Behandlung Anhaltspunkte zu haben, wer von der oftmals belastenden Behandlung profitiert. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg identifizierten ein spezifisches Genaktivitätsprofil, das solche Tumoren charakterisiert, die auf ein bestimmtes Therapiesche
Besserer Verbraucherschutz durch Früherkennung von Schimmelpilzgiften in der Industrie
Die Begegnung mit verschimmelten Lebensmitteln ist nicht nur unschön, sondern vor allem schädlich für den Verbraucher. Genauer gesagt ist es nicht der Schimmel selbst, sondern die Schimmelpilzgifte, die Mykotoxine, die von Schimmelpilzen wie Penicillium oder Aspergillus freigesetzt werden. Diese Gifte müssen frühzeitig von der Lebensmittelindustrie in Kaffee, Getreide oder anderen Nahrungsmittel
Fehlerquelle in Formular rasch beseitigt
Seit fünf Jahren arbeitet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit einem Risikomanagement, um mögliche Fehlerquellen rechtzeitig zu entdecken und auszumerzen. Seit dem Jahr 2001 werden Informationen ausschließlich über Beinahe-Zwischenfälle gesammelt, die ohne Intervention zu einer größeren Komplikation und somit Gefährdung des Patienten hätten führen können. Als zentrales Element wählte die MHH das CIRS (Critical Incident Reporting Sy
Rheumakranke Kinder in Deutschland sind fachmedizinisch drastisch unterversorgt. Schätzungen zufolge wird nur jedes dritte an Gelenkrheuma erkrankte Kind im Alter bis zu 18 Jahren einem Kinder- und Jugendrheumatologen vorgestellt. Die Kinder, die die Rheuma-Sprechstunde erreichen, kommen im Durchschnitt erst acht Monate nach Beginn der Symptome zum Facharzt. Das geht aus der Kinderkerndokumentation des Kompetenznetzes Rheuma (KNR) hervor, in der seit 1997 die Krankheitsverläufe rheumakranker Kind
Die Gesellschaft für Nephrologie warnt: Nierenversagen ist eine häufige Spätfolge von Bluthochdruck
Hoher Blutdruck tut nicht weh – und deshalb bemerken viele Menschen gar nicht, dass sie an dieser Erkrankungen leiden und ein erhöhtes Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen haben. Mit dem Welthypertonietag soll auf diese Gefahr hingewiesen und das dramatisch unterschätzte Leiden des Bluthochdrucks in das öffentliche Bewusstsein gerückt w
Der Berichtsplan des IQWiG
Angesichts der immensen Bedeutung der Volkskrankheit Hypertonie für die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität kommt der Wahl des Antihypertensivums ein bedeutendes Gewicht zu. Für die initiale Behandlung der Hypertonie stehen dem Arzt im wesentlichen die fünf Arzneimittelgruppen Calciumantagonisten, Angiotensin II-Rezeptoren-Blocker, Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer, Diuretika und Beta-Rezeptoren-Blocker zur Verfügung (s. Leitlinien de
Auf der Suche nach dem Gen, das für Atherosklerose (Arterienverkalkung) verantwortlich ist, machte ein junger Wissenschaftler der Universität Leipzig eine erstaunliche Entdeckung: Atherosklerose kann nur vom gegenteiligen Geschlecht vererbt werden.
Dr. Daniel Teupser, Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik der Universität Leipzig, untersuchte während seines Aufenthalts an der Rockefeller University New York die Genetik von Atherosklerose, im
Ein internationales Forscherteam, zu dem auch Wolfgang Meyerhof und Bernd Bufe vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) gehören, widerlegt eine vor 67 Jahren aufgestellte Evolutions-Hypothese.
Bereits 1939 entdeckten Wissenschaftler, dass Menschen und Schimpansen den Bitterstoff Phenylthiocarbamid (PTC) in ähnlicher Weise wahrnehmen. Bei beiden Spezies gibt es in annähernd gleicher Verteilung Individuen, die entweder PTC schmecken oder nicht schmeck
Internationales Forscherteam macht erstmals sichtbar, wie Giftstoffe an Kaliumkanäle binden und deren interne Struktur verändern
Bisse und Stiche von Schlangen, Spinnen und Skorpionen sind oft tödlich. Dabei werden im Körper des Opfers Giftstoffe freigesetzt, die dann an Ionenkanäle in der Zellmembran binden. Was genau dabei passiert, haben jetzt Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie zusammen mit deutschen und französischen Kollegen aufgedeckt. Mi
Kontrolle des Proteins Cyclin entscheidend
Wissenschafter der Oklahoma Medical Research Foundation haben eine Möglichkeit gefunden, die Zellteilung wieder rückgängig zu machen. Bisher wurde angenommen, dass dieser Vorgang nicht gestoppt werden kann. Entscheidend für den positiven Ausgang des Experiments war das Kontrollieren des Proteins Cyclin, das normalerweise eine Schlüsselrolle bei der Initiierung der Zellteilung spielt. Diese Forschungsergebnisse könnten wichtige Auswirk
DFG fördert zwei neue Schwerpunktprogramme an der RUB
Bochumer Biologen und Elektrotechniker bewerben sich erfolgreich
Sie erforschen die Bedeutung von RNA-Molekülen für Zellfunktionen sowie digital vernetzte, dynamische Systeme: Wissenschaftler der RUB aus Biologie und Elektrotechnik, die sich erfolgreich mit Vorschlägen für DFG-Schwerpunktprogramme beworben haben. 16 neue Schwerpunktprogramme fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bundesweit ab 2007, davon zwei,
An der Medizinischen Klinik I des Bonner Universitätsklinikums steht jetzt ein neues Gerät, der sogenannte “Fibroscan”, zur Verfügung. Das neuartige Verfahren kann Leberschäden schnell und vollkommen gefahrlos bestimmen. Momentan setzen Bonner Ärzte das Gerät ein, um Lebervernarbung besser zu erfassen.
Etwa 14.000 Menschen in Deutschland sterben jährlich an einer Vernarbung ihrer Leber – Alkoholmissbrauch und Viren sind die häufigsten Ursachen für eine chronische Lebererkrankung.
Filigrane Technik hilft dem Herzen im Notfall
Eine Katheterpumpe kann beim Herzinfarkt zum Lebensretter werden. Sie muss einerseits so klein sein, dass sie zum Herzen gelangen kann. Andererseits braucht sie eine gewisse Größe, damit sie überhaupt funktioniert, also ausreichend Blut transportiert. Forscher vom Aachener Kompetenzzentrum für Medizintechnik (AKM) konnten diese beiden scheinbaren Gegensätze nun auflösen: Sie haben eine Pumpe konstruiert, die sich im Herzen automa