Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Risikogruppen müssen bei Änderung des Lebensstils unterstützt werden
Weltweit wird bei immer mehr Menschen Diabetes festgestellt. Ist dieser Aufschwung das Ergebnis der Entwicklung genauerer Forschungsmethoden, einer Änderung der Diagnosekriterien, eines tatsächlichen Zuwachses an Fällen oder einer Kombination dieser und anderer Faktoren? Forscher des Center of Disease Control and Prevention haben versucht, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Sie gelangen dabei zu der S
Tauchen ist wohl eine der schönsten Sportarten und gewinnt gerade deshalb immer mehr Anhänger. Doch Tauchen birgt auch Risiken und kann mit tödlichen Unfällen enden. Deshalb muss man auf einen eventuellen Ernstfall intensiv vorbereitet sein. Am Universitätsklinikum Halle findet vom 29. April bis zum 7. Mai 2006 der 13. Lehrgang für Tauchmedizin statt, dessen Inhalte am Curriculum der “Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V.” ( GTÜM ) orientiert sind. Kursleiter ist Dr. Hendrik Liedtk
Siemens macht Bewegungen des Herzens sichtbar Die neue Ultraschalltechnologie mit Namen Axius Velocity Vector Imaging (VVI) von Siemens Medical Solutions eröffnet Medizinern einen ganz neuen Zugang zum Herzen: Es verwendet Ultraschalldaten zur bildlichen Darstellung der Herzschlagmechanik. Dabei es nun möglich, einzelne Herzsegmente in ihrer Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit quantitativ zu analysieren. Die neue Siemens-Technologie bietet dem Arzt damit ein neues Untersuchungsverf
Göttinger und Bochumer Wissenschaftler finden Hinweise auf neuen Mechanismus, mit dem unsere Nervenzellen in der Lage sind, Signale zu filtern und selektiv weiterzuleiten
Bekanntlich kommunizieren Nervenzellen untereinander, indem sie kurze elektrische Impulse aussenden und empfangen. Seit einiger Zeit ist klar geworden, dass die meisten dieser Signale im lebenden Gehirn unbeantwortet bleiben. In jeder Sekunde empfängt eine typische Zelle der Großhirnrinde Tausende Signale von an
In Deutschland sind etwa 800.000 Patienten wegen einer krankhaft erhöhten Blutgerinnung auf eine teils lebenslange Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten angewiesen. Am häufigsten verschreiben Ärzte so genannte Cumarine, dazu zählt beispielsweise das bekannte Marcumar. Die benötigte Menge ist jedoch von Patient zu Patient verschieden; eine falsche Dosis kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Mediziner der Universität Bonn haben nun herausgefunden, warum Cumarine so unterschiedlich
Welche Erkältungsviren und -bakterien derzeit von “Nase zu Nase” wandern, überwachen die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. Seit dem 16. Januar 2006 veröffentlichen sie wöchentlich eine Zusammenfassung der Surveillance-Daten.
Krankmacher in Zeiten der Grippe
Hitliste der 16. Kalenderwoche*
Folgende Erkältungs-Erreger sind momentan in Deutschland besonders aktiv:
1. (1.) Respiratory Syncytial Virus
2. (2.) Rhinovirus
3. (3./ – ) Influen
Hohe Konzentration von Allergenen kann Allergie jederzeit hervorrufen
Allergien können in jedem Lebensalter auftreten, auch bei Erwachsenen, die bisher nicht zu leiden hatten, schreibt die New York Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Meist wird angenommen, dass man Allergien in der Kindheit entwickelt und dann sein ganzes Leben darunter zu leiden hat, doch “man kann auch mit 70 noch neue Pollenallergien bekommen”, meint Erika Jensen-Jarolim, Vorstandsmitglied der Österreichischen
Programm in USA bereits erfolgreich – Breite Anwendung denkbar
In der westlichen Welt ist keine illegale Droge weiter verbreitet als Cannabis und der Konsum nimmt weiterhin zu. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in Europa immer mehr Menschen aufgrund ihres Cannabiskonsums bei professionellen Suchteinrichtungen nach Hilfe suchen. Obwohl in den USA und in Australien seit Mitte der 90er Jahre empirisch überprüfte Studien zur Behandlung von Cannabisabhängigkeit durchgeführt werd
Universität Leipzig speist Informationen zu Kinderunfällen künftig in internationale Datenbank ein
Jährlich verletzen sich in Deutschland 1,7 Millionen Kinder so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Rund 210.000 Mädchen und Jungen zwingt der Unfall zu einem Krankenhausaufenthalt. Betroffen sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Die Häufigkeit von Unfällen mit schweren Verletzungen oder tödlichem Ausgang nimmt in dieser Altersgruppe seit Jahren sogar stark zu
Experimentelle Grundlagenforschung im Kompetenznetz Vorhofflimmern hat neue Erkenntnisse über die pathophysiologischen Mechanismen von Vorhofflimmern hervorgebracht. Diese aktuellen Ergebnisse führen zu neuen medikamentösen Behandlungsansätzen, die zurzeit klinisch erprobt werden. Ein Beispiel ist die ANTIPAF-Studie.
Vorhofflimmern ist die häufigste behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung, insbesondere bei älteren Menschen. Beim Vorhofflimmern wird die normale rhythmische Erreg
Rechtzeitige und optimale Krebs-Therapien – das ist Ziel der jetzt etablierten EU-Forschungsinitiative OVCAD. Für dieses Ziel werden Proteine, Gen-Veränderungen und RNA identifiziert, die bereits zum Zeitpunkt der Krebs-Diagnose Aussagen über den späteren Krankheitsverlauf zulassen. Die beteiligten 15 Gruppen aus sechs Ländern werden dabei an der Medizinischen Universität Wien koordiniert und beginnen dort ihre Arbeit mit einem Eröffnungs-Treffen am 23. April. Mit einem Budget von über EUR 4.2 Mio.
Oszillierende chemische Reaktionen können durch Licht erzeugte Muster konservieren.
Oszillierende chemische Reaktionen laufen jenseits des thermodynamischen Gleichgewichts ab. Am besten untersucht sind die Belousov-Zhabotinsky-Reaktionen (BZ). Dabei wird z.B. eine Dicarbonsäure durch Bromat in saurer Lösung oxidiert. Als oszillierender Katalysator dient ein Redoxsystem, dessen oxidierte und reduzierte Form sich um eine Oxidationsstufe und in der Farbe unterscheiden. Deren
Spin-off der RWTH Aachen startet eines der größten Internetangebote für Forschungsantikörper im deutschsprachigen Raum. In Zusammenarbeit mit Experten aus den Universitätskliniken Aachen und München soll Forschern die Auswahl des richtigen Antikörpers für das eigene Forschungsvorhaben deutlich erleichtert werden. Das Angebot trifft auf sehr positive Resonanz bei nationalen und internationalen Anbietern.
Mit Hilfe der Internetseite antikoerper-online.de können Forscher in Deutsch
Genaktivitätsprofil charakterisiert heilbare Tumore
Mit 55.000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs die meist vorkommende Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Brustkrebspatientinnen im gleichen Erkrankungsstadium können ausgesprochen unterschiedlich auf die Behandlung ansprechen und ein unterschiedliches Behandlungsergebnis haben. Je nach Therapieschema bilden sich bei 25 bis 30 Prozent aller Brustkrebspatientinnen Tumoren unter einer Chemotherapie vollständig zurück, während
Bisher existieren weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern Cannabisentwöhnungskonzepte mit nachgewiesener Wirksamkeit. Einzelne empirisch überprüfte Konzepte zur Behandlung von Cannabisabhängigkeit wurden lediglich in den USA und Australien veröffentlicht.
Um diese Lücke zu schließen, entwickelt und erprobt ein Psychologenteam der TUD im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das modulare Entwöhnungsprogramm “CANDIS”, das Jugendlichen und junge
Was soll die Krankenkasse zahlen?
An der gerechten Verteilung der knappen Mittel im Gesundheitswesen scheiden sich die Geister. Was sollen die Kassen künftig zahlen? Welche ethischen Kriterien sollen Entscheidungen zugrunde liegen? Diesen Fragen widmet sich die Nachwuchsforschergruppe “Gerechtigkeit in der modernen Medizin. Leistungsansprüche und Kostenerwägungen als Probleme gerechter Allokation öffentlicher Mittel im Gesundheitswesen”, die zum April 2006 an der Abteilung für Me