Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Neues Volksnahrungsmittel ist billig und nährstoffreich
Bohnen sind aufgrund ihrer Nährstoffe ein ideales Nahrungsmittel vor allem auch in ärmeren Ländern. Allerdings haben sie einen entscheidenden Nachteil: Sie führen zu Blähungen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, haben Wissenschaftler der Simon Bolivar Universität in Caracas eine nicht-blähende Bohnenart gezüchtet, berichtet das Wissenschaftsmagazin Journal of the Science of Food.
Das venezolanische Forscherteam unte
Dual-Source-Computertomograph weltweit erstmalig in München im klinischen Einsatz
Die Computertomographie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Bild gebenden Verfahren entwickelt. Und es sind längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft: Die jüngste Innovation, das Dual-Source-Computertomographiesystem (DSCT), bedeutet einen weiteren medizinischen Quantensprung – vor allem für die Herzdiagnostik. Erstmalig können nun selbst schnell oder unregelmäßig schlag
Innovative Diagnose verbessert Behandlung des Verdauungstraktes
Ein konfokales Laserendomikroskop soll jetzt im Centrum für Magen-, Darm- und Stoffwechselerkrankungen in der Medizinischen Klinik I am Campus Benjamin Franklin der Charité die Behandlung von Patienten mit chronischen Darmerkrankungen verbessern. Langjährige Erkrankungen dieser Art können das Gewebe für Darmkrebs anfällig machen. Regelmäßige Kontrollspiegelungen sind für die Betroffenen unter Umständen lebenswichtig
Nach ein, zwei Gläsern Wein mit dem Trinken aufzuhören, fällt vielen Menschen schwer. Das kann an den Genen liegen: Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) entschlüsselten zwei Varianten im Gen CRHR1, die unsere Trinkgewohnheiten beeinflussen. Betroffene betrinken sich im Schnitt doppelt so häufig wie Menschen, die diese Genveränderungen nicht aufweisen. Dabei trinken sie durchschnittlich nicht häufiger als andere, trinken aber bei jedem Anlass im Schnitt wesentlich mehr.
Max-Planck-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Fadenwürmer der Gattung Pristionchus von Mikroorganismen an Käfern leben.
Fadenwürmer gibt es fast überall: Im Meer, im Strandsand und im Ackerboden. Bestimmte Arten können sich sogar in den Augen des Menschen einnisten und die in den Tropen gefürchtete Flussblindheit auslösen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben jetzt entdeckt, das einige Fadenwürmer der Gattung Pristionchus auf Maikäfer
Arzneimittel sollen künftig wirksamer und sicherer werden. Mit diesem Ziel, haben sich Forscher aus der pharmazeutischen Industrie und aus Universitäten zu einem Konsortium zusammengeschlossen, das von der Europäischen Union gefördert wird. Mit dabei sind die Toxikologen Professor Wolfgang Dekant und Angela Mally von der Uni Würzburg. Ihr Projekt “InnoMed” wird mit 465.700 Euro gefördert.
Bevor ein neues Medikament auf den Markt kommt, müssen seine Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eingehen
Für jeden Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes sei auch der Besuch beim Nephrologen wichtig. Nur so lasse sich eine nachhaltige Schädigung der Nieren oder ein dauerhaftes Versagen dieser Organe verhindern. Das betont Professor Christoph Wanner, Leiter der Nephrologie an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg, im Vorfeld einer Tagung.
Vielen Menschen ist der Nephrologe als Facharzt für Nieren- und Hochdruckerkrankungen noch kein Begriff. Gerade aber für Patienten mit Bluth
Menschen mit seltenen Krankheiten soll besser geholfen werden
Das Greifswalder Institut für Humangenetik wird sich an dem neu gegründeten und von der EU geförderten internationalen Netzwerk “EURO-Laminopathies” beteiligen. Laminopathien gehören zu den im Englischen treffend als Orphan-Diseases (Waisen-Krankheiten) bekannten Erkrankungen, die auf Grund Ihrer großen Seltenheit nur einen vergleichsweise geringen Stellenwert in der Forschung und Versorgung bei pharmazeutischen Fi
Medizinische Fakultät beruft die Wissenschaftler Mitzner und Stange
Die Medizinische Fakultät der Universität Rostock hat die beiden Ärzte und Wissenschaftler Dr. Steffen Mitzner und Dr. Jan Stange zu Juniorprofessoren berufen. Damit werden die langjährigen Verdienste der beiden in der Abteilung für Nephrologie und Dialyse am Universitätsklinikum Rostock gewürdigt. Mitzner und Stange betätigen sich hauptsächlich im Bereich der Blutentgiftung, der Entwicklung künstlicher Organ
Stammzellen und Stammzellenkulturen stehen ganz oben auf der Rangliste des wissenschaftlichen Forschung. Es könnte sich aber auch als kritisch herausstellen, sie zu stoppen, zumal es vermehrt Hinweise gibt, wonach Stammzellen beim Krebs eine Rolle spielen. In der menschlichen Brust sollen bis zu 20 Prozent aller Tumore ihren Ausgangspunkt in Stammzellen haben. Forscher der Icelandic Cancer Society und der Faculty of Medicine der University of Iceland haben dreidimensionale Brustzell-Kulture
Männer fühlen sich vermutlich bei diesem Gedanken nicht wohl, aber spermienproduzierende Stammzellen in den Hoden können entfernt, im Labor kultiviert und zur zukünftigen Verwendung eingefroren werden. Ein Forscherteam in den Niederlanden hat Stammsamenzellen von Kühen gesammelt und diese in Mäusehoden kultiviert. Nun besteht die Hoffnung, dass der gleiche Vorgang auf Männer angewandt möglich wird. “Das wäre speziell für junge Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, eine ho
Wissenschaftler aus Göttingen entwickeln neue Methoden zur quantitativen Analyse molekularer Prozesse.
Moleküle sind die Grundbausteine jeden Lebens. Um zu verstehen, wie die Prozesse des Lebens funktionieren – wie zum Beispiel Nervenzellen Informationen kodieren und weiterleiten – ist die Analyse der molekularen Grundlagen solcher Vorgänge unerlässlich. Seit etwa zwei Jahrzehnten nutzen Wissenschaftler so genannte “Imaging Technologien”, um mit Hilfe von Fluoreszenzfarbstoffe
Wissenschaftler zeigen, dass Signale der funktionellen Hirnbildgebung Abschwächungen der Hirnaktivität abbilden
Die funktionelle Hirntomografie findet breite Anwendung bei der Erforschung der Hirnfunktion, sowohl in Hinblick auf das Verständnis der Arbeitsweise des Gehirns als auch bei der Untersuchung von Erkrankungen. In jüngerer Zeit beginnt sie auch bei der Diagnose von neurologischen und psychischen Störungen eine Rolle zu spielen sowie bei der Planung von neurochirurgisch
Für eine sorgfältige Abwägung zwischen offener Operation mit Hautschnitt oder interventionellen Katheterverfahren, bei denen ein Gefäß punktuell geöffnet wird, spricht sich Professor Wilhelm Sandmann anlässlich einer Konferenz zu Gefäßerkrankungen am 26. April aus. Sandmann ist Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation des Universitätsklinikums Düsseldorf. Entscheidendes Kriterium für die Behandlungsmethode bei der Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit, so Sandmann
Nicht bei allen Menschen äußert sich eine Depression nur emotional. Viele Betroffene klagen auch über chronische Schmerzen in Kopf, Brust oder Rücken. Bei manchen Patienten fehlt die (üblicherweise als charakteristisch angesehene) negative Gemütsverfassung sogar komplett. Gerade sie haben oft einen langen Leidensweg mit zahllosen Arztwechseln und unnötigen Operationen hinter sich, bevor sie beim Psychologen oder Psychiater landen. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bo
Massenmarkt für innovative Konzepte
Medizintechnikhersteller und Pharmaunternehmen drängen mit Hightech-Geräten, Telemedizin und Arzneien auf den deutschen Markt. “Doch nicht alle finden den Weg zum Patienten. Die Hürden zum Massengeschäft sind hoch und zwingen die Industrie, neue Strategien zu entwickeln. Jedes Jahr entwickeln Medizintechnikhersteller hunderte neue Verfahren und Geräte, der deutsche Markt ist für sie der drittwichtigste der Welt. Und auch für die Pharmaindust