Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat ein überraschend komplexes Nervensystem bei Seeigeln entdeckt. Die Tiere verfügen über eine Art „Ganzkörper-Gehirn“, dessen genetische Organisation der des Wirbeltiergehirns ähnelt. Zudem fanden die Forschenden lichtempfindliche Zellen im gesamten Körper der Seeigel – vergleichbar mit Strukturen der menschlichen Netzhaut. Die Studie, gefördert vom Human Frontiers Science Program, wurde in Zusammenarbeit mit der Stazione Zoologica Anton Dohrn (Neapel), dem Laboratoire de Biologie du Développement de Villefranche-sur-Mer und dem Institut de…
Die Titanenwurz (Amorphophallus titanum) ist eine der spektakulärsten Erscheinungen in der Pflanzenwelt und Prunkstück der Botanischen Gärten der Universität Bonn. Bereits sechs Mal blühten seit 1987 die hier gehegten und gepflegten Titanenwurz-Exemplare. Im Jahr 2003 wurde sogar ein Weltrekord eingestellt. Nun könnte es bald wieder soweit sein. Darum ist die Riesin mit dem strengen Duft im Mai zur Pflanze des Monats erklärt worden. Zu finden ist sie im Victoriahaus im Botanischen Garten am Poppel
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen ist nach dem soeben im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlichten HIV/AIDS-Halbjahresbericht im Jahr 2005 um 13 Prozent gestiegen (von 2.210 im Jahr 2004 auf 2.490 Neuinfektionen im Jahr 2005). Im ersten Halbjahr 2005 hatte der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch 20 Prozent betragen.
Optischer Impuls ruft im Gehirn Erinnerungen wach
RUB-Mediziner patentieren Trainingsgerät
Mit einem einfachen Trick überlisten Mediziner, Therapeuten und Patienten des RUB-Klinikums Bergmannsheil Phantomschmerzen: Durch einen geschickt platzierten Spiegel sieht es für den Patienten so aus, als sei die Spiegelung des gesunden das amputierte Körperglied. Dieser optische Eindruck ruft im Gehirn eine Erinnerung an den fehlenden Arm oder das Bein wach. Es hört auf, die nicht meh
Universitaet Giessen darf fuer Versuchszwecke gentechnisch veraenderte Gerste unter Sicherheitsauflagen freisetzen
Die Justus-Liebig-Universitaet Giessen wird morgen in Giessen mit der Aussaat gentechnisch veraenderter Gerste auf einer zehn Quadratmeter grossen landwirtschaftlichen Versuchsflaeche beginnen. Damit wird erstmals gentechnisch veraenderte Gerste in Deutschland freigesetzt. Das Bundesamt fuer Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte den Antrag der
Lungenembolie: Ultraschall ermöglicht sichere Diagnose am Krankenbett
Verstopfungen der Blutgefäße in der Lunge, so genannte Lungenembolien, gehören zu den am meisten gefürchteten Komplikationen bei bettlägerigen Patienten im Krankenhaus. Früherkennung ist in diesen Fällen häufig lebensrettend. Eine Ultraschall-Untersuchung, die jederzeit am Krankenbett möglich ist, kann vielfach die Diagnose beschleunigen. Dies betont die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (D
Momentan ist die Birkenpollen-Konzentration in Berlin so hoch wie nie zuvor: Nachdem Meteorologen der Freien Universität Berlin bereits am vergangenen Samstag, dem 22. April, mit etwa 8085 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft den höchsten Wert seit dem 20-jährigen Bestehen des Polleninformationsdienstes gemessen haben, verzeichneten sie auch am gestrigen Mittwoch mit 6890 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft einen überdurchschnittlich hohen Wert. Während der durchschnittliche Wert bei 2000 Birkenpollen
Beste Therapieoptionen heute und in Zukunft
Gewebe aus Brusttumoren ist für die Forschung ein wichtiges Gut: Anhand der in Operationen entfernten Krebszellen können Wissenschaftler die Beschaffenheit des Tumors studieren und bessere Medikamente dagegen entwickeln. Gemeinsam mit der Stiftung PATH (Patients Tumorbank of Hope) bietet die Senologische Abteilung der Gynäkologie des Marienhospitals Herne (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum und Standort des kooperativen Brustzentrum
Nach Behandlungsende werden wieder normale Spermienzahlen erreicht
Bis jetzt liegt die Verantwortung der Empfängnisverhütung noch überwiegend bei Frauen. Doch Forscher auf der ganzen Welt arbeiten daran, ein Verhütungsmittel für Männer zu produzieren, das in Wirkungsweise und Anwendung “der Pille” ähnlich ist. Bisher angewendete Verhütungsmittel sind entweder nicht zuverlässig genug, wie Kondome, oder nicht umkehrbar, wie Vasektomie. Eine Studie des Los Angeles Biomedical Research
In der Langen Nacht der Wissenschaften am 13. Mai führen TU-Ingenieure ihre neuesten computergesteuerten Geh- und Rehabilitationshilfen vor
Nach einem Unfall können Hand, Arme oder Beine unbeweglich sein. Um die Beweg-lichkeit wieder herzustellen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin computergesteuerte Geh- und Rehabilitationshilfen für Hand und Bein entwickelt. Diese Hilfen werden intelligente Orthesen oder auch Exoskelette genannt. Sie können auch behi
Am Tag der Immunologie informieren Wissenschaftsorganisationen europaweit über den Stand der immunologischen Forschung
Mit der Entwicklung neuer Impfstoffe gegen Tuberkulose sowie das Magen-Bakterium Helicobacter pylori wollen die Forscher am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin dieser Krankheitserreger Herr werden. Die Ansätze sind vielversprechend und befinden sich in ersten präklinischen Studien. Der “Tag der Immunologie” am 29. April 2006 bietet Gelegenheit,
Das Medikament Adefovir (Handelsname Hepsera) galt bislang im Kampf gegen die Leberentzündung Hepatitis B als Waffe der Wahl. Doch nicht bei allen Patienten zeigt sie Durchschlagskraft. Wissenschaftler der Universitäten Gießen und Bonn haben zusammen mit Kollegen vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg herausgefunden, warum: Bei manchen Hepatitis B-Viren ist das Erbgut minimal verändert. Dadurch sind sie von Natur aus gegen Adefovir resistent. Als Alternative bietet sich ein Medikament an, das bi
Neue Hinweise auf schädliche Wirkung von Kortisonpräparaten in der Therapie solider Tumoren
“Überwiegend kontraproduktiv”, lautet das Resümee von Professor Ingrid Herr zur Wirkung von Glukokortikoiden, die häufig zur Milderung von Nebenwirkungen in der Krebstherapie eingesetzt werden. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Uroonkologie des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg fanden in Untersuchungen an Zellkulturen und Mäusen neue Anhaltspunkte
Eine der wenigen bisher erfolgreichen Gentherapiestudien musste 2003 abgebrochen werden, weil einige der behandelten Kinder an Leukämie erkrankten. Der Blutkrebs wurde durch die Aktivierung eines Onkogens ausgelöst. Christof von Kalle, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und Deutsches Krebsforschungszentrum, zeigte nun gemeinsam mit Kollegen aus dem Salk Institute, La Jolla, Kalifornien, dass das übertragene menschliche Gen selbst auch krebsfördernde Eigenschaften hat.
Das Leben
In Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster hat das Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund (IfADo) ein Programm zur Vorbeugung des Burnout-Syndroms für Mitarbeiter entwickelt, die in ihrer Arbeit besonders eng mit Kunden in Kontakt stehen und dadurch besonderen psychologischen Belastungen ausgesetzt sind.
IfADo und Versorgungsverwaltung NRW erproben Burnout-Präventionsprogramm
Das Burnout-Syndrom galt lange als das “Stresssyndrom der pfleg
Professor Dr. Achim Hörauf leitet das neu strukturierte Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie des Universitätsklinikums Bonn. Bereits im Sommer 2003 erhielt der damals am Tropeninstitut in Hamburg beschäftigte Mediziner den Ruf nach Bonn. Sein Spezialgebiet “Tropische Wurmerkrankungen” führte den Nachfolger von Professor Dr. Klaus P. Schaal schon öfter nach Afrika, um beispielsweise an der Flussblindheit erkrankten Menschen zu helfen. Laut jüngsten Studien des 43-jäh
Jenaer Neurologen belegen Schutzfunktion von Statinen nach Schlaganfall und Hirnverletzung
Sie gelten weltweit als übliche Cholesterinsenker – die als “Statine” bekannten Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer (CSE-Hemmer). Ihren Bluttfett senkenden Effekt verdanken diese Wirkstoffe der Blockierung der Cholesterinbildung in der Leber, indem das dafür notwendige Enzym in seiner Wirkung gehemmt wird. Mit der so erreichten Senkung der Blutfette wird auch das Risiko eines Herzinfarkts oder S