Warum Wasserflöhe keine Sonnenbäder mögen Dermatologen könnte er als perfekter Werbeträger für die nächste Sommerkampagne gegen Hautkrebs dienen: der Wasserfloh Daphnia. Denn dieses Tier handelt klüger als so mancher Sonnenanbeter. Es flüchtet vor der schädlichen UV-Strahlung. Die Daphnien begeben sich tagsüber in tiefer liegende Gewässerzonen, um dem Sonnenlicht zu entgehen, wie Wissenschaftler der LMU um den Zoologen Ralph Tollrian jetzt zeigten (Nature; Bd. 412, S. 69-72, 2001). To
WWF warnt: Klimawandel setzt Giganten der Meere auf Zwangsdiät Die Hauptnahrungsquelle für den Antarktischen Blauwal, der Krill, ist in seiner Existenz stark bedroht. Der Kleinkrebs ernährt sich von Algen, die aus dem Polareis stammen, das jetzt bedingt durch den Klimawandel schmilzt. Durch die geringere Anzahl der Algen gehen die Krillbestände rapide zurück mit fatalen Konsequenzen: Das störungsempfindliche antarktische Ökosystem kann ernsthaft aus dem Gleichgewicht kommen und das könnt
Kleiner Peptidring als Lebensretter? In etwa hundert Ländern besteht derzeit Ansteckungsgefahr mit dem Parasiten Plasmodium falciparum, dem Erreger der bösartigsten Form der Malaria. Die Zahl der Todesopfer, die jährlich auf sein Konto gehen, wird auf 1,5 bis 2,7 Millionen geschätzt. Viele Plasmodienstämme sind bereits resistent gegen die zur Behandlung oder Prophylaxe gegebenen Mittel, die zudem gravierende Nebenwirkungen haben können. Ein Impfstoff, der den Menschen in den betroffenen Regionen
Neue Studienrichtung an der Fachhochschule Jena Modernes Biomedizintechnik-Studium bietet gute Berufschancen für Technikinteressierte Die Fachhochschule Jena, Fachbereich Medizintechnik plant, den Studiengang Biomedizintechnik zu eröffnen. Dieser Studiengang wird den bisherigen Studiengang Medizintechnik ablösen. Wesentliche Neuerungen sind neben den stärkeren ingenieurtechnischen und informatischen Komponenten insbesondere die Spezialisierungen Medizinische Technik, Medizinische Informat
INACTINE(TM) ist eine bahnbrechende Technologie, die die DNS und die RNS der im Blut befindlichen, pathogenen Keime deaktiviert und somit das Blut vor bakteriellen und viralen Krankheitserregern schützt. Im Rahmen der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion (ISBT) wurden heute in Paris erste Daten vorgestellt. Ergebnisse der Phase I-Studie belegen, dass mit INACTINE behandelte Erythrozyten mindestens 28 Tage lang konserviert werden können. Die Daten zeigen auch, dass e
Proteine bei der Arbeit beobachten Hinweise auf Entstehung von Krebs und Alzheimer RUB-Forscher sehen Proteinfaltung und -aktivierung Mit der Fourier Transform Infrarot (FTIR) Differenzspektroskopie ist es der Arbeitsgruppe des Bochumer Biophysikers Prof. Dr. Klaus Gerwert (Fakultät für Biologie der RUB) gelungen, die Arbeit von Proteinen in Echtzeit und atomarer Auflösung zu beobachten. So konnten die Forscher z. B. den Vorgang ihrer Faltung d
Um die ökologische Bedeutung von Wirk- und Signalstoffen bei Insekten, die Ermittlung von deren Struktur bis hin zur Funktion geht es bei dem neuen Bayreuther Graduiertenkollege 678, das am kommenden Samstag (14. Juli 2001) eröffnet wird. Eröffnung des Graduiertenkollegs 678 am 14. Juli Untersuchung der öklogische Bedeutung von Wirk- und Signalstoffen bei Insekten durch Doktoranden 1,5 Millionen DM für erste Förderperiode – Drei Gastredner zur Eröffnung Bayreuth (UBT). Um die ö
Tübinger Biochemiker an Firmenprojekt zur Entwicklung von Krebsmedikamenten beteiligt Bei der Entwicklung von neuen Wirkstoffen gegen Krebs arbeiten Dr. Frank Madeo und Prof. Kai-Uwe Fröhlich vom Physiologisch-Chemischen Institut der Universität Tübingen seit Anfang Juli für drei Jahre in einem neuen Projekt mit der Firma Xantos Biomedicine in Martinsried zusammen. Die Firma hat für das Forschungsprojekt “Entwicklung neuer Wirkstoffe für die Induktion von Zelltod bei der Therapie von Tum
EU-Chemikalienpolitik: Risikoanalysen stärken Gesundheits- und Umweltschutz Ergebnisse eines Vergleichs: EU, Japan, USA In den USA werden jährlich etwa dreimal soviel neue chemische Stoffe angemeldet wie in der EU. Das europäische System der Chemikalienkontrolle ist zu bürokratisch und zu starr, denn die Testanforderungen für Chemikalien hängen hier in erster Linie vom Produktionsvolumen bzw. der Einfuhrmenge und nicht vom Risiko ab. Diese geringe Flexibilität führt auch z
Ein Merkmal lebender Zellen ist der Transport von Eiweißen (Proteinen) und anderen Zellbestandteilen zwischen verschiedenen Bereichen der Zelle. Dazu werden die Proteine in Bläschen oder röhrenähnliche Strukturen sortiert, die das Ziel des Transportes bestimmen. Arbeitsgruppen in der ganzen Welt untersuchen derzeit diesen zellinternen Sortierungsprozess. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und der Universität Cambridge (England) ist es jetzt erstmals
Dr. Ulrich Hengge, Privatdozent an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Essen, entwickelt derzeit eine Creme, die Erbinformationen in den Körper transportiert. Durch diese Gencreme wird es möglich, verschiedene Eiweiße (Proteine) im Körper herzustellen, wobei die dafür notwendigen Erbinformationen in spezielle Fettkügelchen – sogenannte Liposomen – verpackt werden. Diese transportieren die Erbinformationen und verschmelzen mit der Haut
Stellungnahme der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zur Frage des reproduktiven Klonierens von Menschen Die öffentliche Diskussion zum Thema Klonierung von Menschen verläuft gegenwärtig sehr plakativ und unstrukturiert. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist der Ansicht, dass eine Differenzierung der Argumente unverzichtbar ist. Vor diesem Hintergrund gibt die Akademie folgende Erklärung zum reproduktiven Klonieren von Menschen ab. In dem hier d
Mit ihren Barthaaren (Vibrissen) können Robben sich in trüben Gewässern orientieren: Sie sind in der Lage, winzige Wasserbewegungen, die von bewegten Körpern unter Wasser ausgehen, über Distanzen bis zu 40 Metern zu verfolgen. Diese erstaunliche Fähigkeit der marinen Säugetiere wiesen Biologen der Ruhr-Universität (PD Dr. Guido Dehnhardt, Allgemeine Zoologie und Neurobiologie) in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Bonn (Prof. Dr. Horst Bleckmann, Abteilung für Vergleichende Neurobiolog
Vogelfedermilben stehen im Mittelpunkt der Arbeit eines internationalen Wissenschaftlerteams in Vechta. Mit ihrer Hilfe lassen sich Verwandschaftsbeziehungen der von den Milben besiedelten Vögel klären. Im Verlauf der Arbeit konnten bereits über 40 bislang unbekannte Arten der Spinnentiere wissenschaftlich beschrieben werden. VECHTA. Vogelfedermilben sind nur knapp 0,5 mm klein und leben im Gefieder der Vögel – dies macht die kleinen Spinnentiere, von denen bislang etwa 2.000 Arten bekan
Wissenschaftlern am Heidelberger Max-Planck-Institut für medizinische Forschung gelingt direkte Beobachtung und Regulierung neuronaler Verschaltungen zwischen Gehirnzellen Eine Wissenschaftlergruppe um Rolf Sprengel und Volker Mack am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg ist es gelungen, die synaptische Plastizität von Gehirnzellen im Hippocampus von Mäusen sichtbar zu machen und durch die Gabe von Antibiotika zu regulieren (Science, 29. Juni 2001). Di
Arzneistoffe, die eiweißspaltende Enzyme bei ihrer Arbeit behindern, haben sich in der Vergangenheit schon mehrfach bewährt: Vor 20 Jahren stellten sie ein neues Konzept für die Therapie des Bluthochdrucks dar. 1996 brachten sie einen entscheidenden Durchbruch bei der Behandlung von AIDS. Weil in solchen Arzneistoffen aber ein noch größeres Potenzial steckt, stehen sie im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts an der Uni Würzburg.
Die Arbeitsgruppe der Pharmazeutin Prof. Dr. Tanja Schirmeister be