Mehr als 150 Teilnehmer diskutierten am Freitag und Samstag, 23. und 24. November 2001, im Paul-Ehrlich-Institut in Langen im Rahmen eines internationalen Symposiums die optimale Anwendung intravenöser Immunglobuline. Immunglobuline sind die Stoffe, die unser Immunsystem zur Abwehr fremder Erreger bildet (Antikörper). Die aus Blutplasma gewonnenen Produkte werden zum Beispiel bei Patienten eingesetzt, die auf Grund ihrer Erbanlagen nicht in der Lage sind, selbst Antikörper zu bilden. Herausragende
“Wir haben einen deutlichen Schritt in Richtung eines Lebend-Tests zur Identifizierung BSE-infizierter Kühe gemacht.” Das erklärte jetzt der Direktor des Tierärztlichen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. Dr. Bertram Brenig. Nach intensiver Forschungsarbeit ist es Prof. Brenig und seinem Team gelungen, im Blutserum infizierter Tiere charakteristisch veränderte Nucleinsäuren nachzuweisen, die bei gesunden Tieren in dieser Form nicht vorkommen. Die Forschungen des Tierärzt
Neue Erkenntnisse über das Leben im Bienenstock erregen auch das Interesse von Bauingenieuren Großstädte sind bei Nacht durch unzählige Lichtreklamen erleuchtet. Will eine Firma in diesem Lichtermeer besonders auffallen, dann verwendet sie eine blinkende Werbung. Den gleichen Trick nutzen Bienen, wenn sie im geschäftigen Treiben ihres Stocks eine Botschaft loswerden wollen. Statt eines Blinklichts setzen sie aber raffinierte Vibrationssignale ein. Das berichten Bienenforscher von der Uni Würzb
Neue am Sauergeschmack beteiligte Kanalfamilie identifiziert Der Sauergeschmack spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Bekömmlichkeit komplexer Lebensmittel wie unreifes und verdorbenes Obst. Außerdem hilft er Gewebsverletzungen und Störungen des Säure-Basenhaushaltes zu vermeiden, die durch die Aufnahme starker Säuren hervorgerufen werden könnten. Obwohl schon lange an den molekularen Grundlagen des Sauergeschmacks gearbeitet wird, ist bislang ungeklärt, wie Wasserstoffionen
Max-Planck-Wissenschaftler entschlüsseln atomaren Bauplan der Tricorn-Protease, der Wiederverwertungsmaschine für zelluläre Abfallprodukte Das Überleben von Zellen hängt wesentlich davon ab, wie es ihnen gelingt, eigene Ressourcen effizient zu nutzen. Dazu gehört nicht zuletzt die Aufarbeitung, Wiederverwendung oder die Beseitigung unbrauchbarer oder überflüssiger Zellbestandteile. Wissenschaftlern vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried ist es jetzt gelungen, den Bauplan und de
Wissenschaftler bauen aus biologischen Molekülen einen winzigen Computer Einer Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Ehud Shapiro am Weizmann Institut gelang es, aus biologischen Molekülen einen winzigen programmierbaren Computer in einem Reagenzglas herzustellen. Wie in der heutigen Ausgabe der Zeitschrift Nature berichtet wird, ist dieser biologische Nanocomputer so klein, dass eine Billion (1.000.000.000.000) solcher Computer nebeneinander in einem Tropfen von einem
Seit Juni 2001 ist der Kreisverkehr in Diemoz (im Departement Isère in Frankreich) mit gelben und roten Akzenten ausgestattet und erinnert von den Farben her an ein impressionistisches Gemälde. Die bunten Akzente sind in Wirklichkeit eingefärbter Mulch, der durch das Zerkleinern von unbehandelten Holzresten (beispielsweise ausgedienten Holzpaletten) entsteht. Die Holzspäne wurden hier mit absolut ungiftigen und ökologisch unbedenklichen Bayer-Pigmenten der “BayScape® Dry”-Familie eingefärbt. Di
Honig – wer isst ihn nicht gerne, den gesündesten und natürlichsten Süßstoff? Doch trotz der Liebe zu dem süßen Erzeugnis ist nur wenigen bewusst, wie ökologisch bedeutsam sein Produzent, die Honigbiene, ist. Wird die Biene von Parasiten befallen, hat dies zum Teil dramatische Auswirkungen zur Folge. So etwa bei der sogenannten “Varroatose”, einer Parasitose der erwachsenen Bienen, Larven und Puppen, die durch die Milbe Varroa destructor (zuvor jacobsoni) verursacht wird. Sie stellt zur Zeit wel
Der Zitronenfalter ist das Insekt des Jahres 2002. Der leuchtend gelbe Falter ist das Männchen, das im Frühjahr als erster Schmetterling auffällt. An Waldrändern patrouilliert er auf Brautschau und wirbelt dann in wilder Jagd hinter den blass weißlichgrün gefärbten Weibchen her. Die Eier werden an Waldsäumen abgelegt. Die Raupen des Schmetterlings leben vor allem an zwei Baumarten, dem Faulbaum und dem Kreuzdorn. Gartenbesitzer, deren Gärten in Waldnähe liegen, und besonders Förster könn
BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck hat Konkurrenten München und Berlin-Brandenburg bereits überholt – Aus der Mitgliederversammlung des BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck e.V. Heidelberg ist nicht nur wegen seines Codex Manesse oder der Universität weltbekannt. Von vielen Einheimischen gar nicht so recht registriert, von internationalen Forschungsinstituten dafür um so mehr, blühen und wachsen Im Neuenheimer Feld und anderen “Randbezirken” der Stadt Biotech-Firmen, die Heidelberg in Kürze zu ein
Am Bremer Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie wird am 26. November 2001 die neue Abteilung Molekulare Ökologie eröffnet. Das Bremer Max-Planck-Institut beschäftigt sich mit Mikroorganismen aus dem Meer, deren Rolle im globalen Zyklus der Elemente im Vordergrund steht. Mit seinem jungen Team von derzeit mehr als 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern versucht Prof. Dr. Amann Einblick in die Geheimnisse der Verteilung und Funktion von Mikroorganismen zu bekommen Am Breme
Chemiker haben es nicht einfach: Für ihre Forschungen und Synthesen brauchen sie oft Moleküle, die sie erst mit großem Aufwand herstellen müssen. Diese Mühen lassen sich aber gering halten, wenn natürliche Enzyme ins Spiel kommen. An der Universität Würzburg wollen Chemiker verstehen, wie diese biologischen Helfer funktionieren. Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Waldemar Adam am Institut für Organische Chemie ist es in Kooperation mit Prof. Dr. Peter Schreier vom Lehrstuhl für Lebensmittelc
Helmut Sturm erarbeitet mit Kollegen internationales Handbuch Felsenspringer sind nicht etwa Bergsteiger, wie man zunächst vielleicht vermuten könnte. Nein, diesen Begriff verwenden Zoologen für 8 – 15 mm lange, flügellose Insekten. Sie sind blitzschnell und springen weg sobald man sie fangen will. Anzutreffen sind diese scheuen Tierchen meist in Steinansammlungen. Professor Sturm, Emeritus der Universität Hildesheim, hat sein erstes Felsentierchen vor 40 Jahren an einer Steinwand in Bin
Im Wintersemester 2001/2002 hat im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Westfälischen Wilhelms-Universität ein internationaler Promotionsstudiengang begonnen, der vom Land Nordrhein-Westfalen jährlich mit bis zu zwei Millionen Mark gefördert wird. Die neue “Graduate School of Chemistry” in Münster führt hochbegabte und besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland in einem speziell entwickelten Studienprogramm in englischer Sprache begleitend zur wissenschaftlichen Forsch
Effizienter Weg zu quecksilberfreiem Wasser
Den Erwin Schrödinger-Preis für herausragende interdisziplinäre Forschung erhalten in diesem Jahr drei Biotechnologen aus Braunschweig: Dr. Irene Wagner-Döbler, Prof. Dr. Wolf-Dieter Deckwer und Prof. Dr. Kenneth Timmis von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), Braunschweig werden für ein Verfahren zur Quecksilberentfernung aus Abwässern ausgezeichnet. Der mit 100.000 DM dotierte Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche W
Max-Planck-Wissenschaftler enthüllen Strategien der Partnerwahl bei Stichlingen / Schlüssel zum Verständnis immungenetischer Vielfalt Alle höheren Organismen sind Parasiten und Krankheitserregern ausgesetzt. Sie erfolgreich abwehren zu können, ist eine Voraussetzung zum Überleben. Bei der Wahl eines Partners sollten Weibchen daher jene Männchen bevorzugen, deren genetische Ausstattung sie als besonders ab