Lymphdrüsenkrebs: Eine PET-Untersuchung kann belastende Knochenmarkpunktion ersetzen
PD Dr. Christine Mauz-Körholz aus der Universitätskinderklinik Halle und Frau Dr. Sandra Purz aus der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Leipzig konnten in einer jetzt im Journal of Clinical Oncology erschienenen Arbeit nachweisen, dass mit der Positronenemissionstomographie (PET) ein Befall des Knochens und des Knochenmarkes bei Kindern und Jugendlichen mit einem Hodgkin Lymphom (Lymphdrüsenkrebs) mit hoher Sensitivität und Spezifität nachgewiesen werden kann.
Künftig sollen diese Erkenntnisse dazu genutzt werden, um die Stadieneinteilung und damit die Therapie bei den Kindern und Jugendlichen noch besser zu steuern. Gleichzeitig kann mit dem Einsatz der PET auf die heute noch übliche und für die Patienten belastende Knochenmarkpunktion verzichtet werden.
Die Ergebnisse der beiden Forscherinnen deuten auch darauf hin, dass der im PET sichtbare Skelettbefall möglicherweise auch prognostische Bedeutung hat. Diese Ergebnisse werden in der europaweit von der Uni-Kinderklinik organisierten aktuellen Behandlungsstudie für das Hodgkin Lymphom im Kindes- und Jugendalter mit mehr als 1500 Patienten (Koordinierender Studienleiter: Prof. Dr. D. Körholz, Direktor der Universitätskinderklinik Halle) überprüft.
Insgesamt zeigen diese Befunde, wie wichtig die PET-Untersuchung für die Patienten mit einem Hodgkin Lymphom für die korrekte Erfassung der Krebsausdehnung ist. „Es bleibt daher zu hoffen, dass die Forschungsarbeit der beiden mitteldeutschen Wissenschaftler dazu beiträgt, dass die politischen Entscheidungen über neue Methoden in der Medizin positiv beeinflusst werden“, sagt Professor Dr. Dieter Körholz.
Jens Müller
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