Erstmals konnten amerikanische Wissenschaftler in einer Studie nachweisen, dass sich Schmutzpartikel und Ozon aus der Luft negativ auf die Blutgefäße auswirken.
Dies berichtet die American Heart Association in Dallas am 11. März. Danach hat ein Forscherteam um Prof. Dr. Robert D. Brook von der University of Michigan 25 gesunde Probanden zwei Stunden lang Luft mit einer erhöhten Konzentration an feinen Staubpartikeln plus Ozongas einatmen lassen. Die Schadstoff-Konzentration entsprach dabei etwa den Werten in einer normalen Großstadt. In dem Versuch verengten sich bei den Teilnehmern die Blutgefäße um zwei bis vier Prozent. Diese Verengung trat nicht auf, als die Probanden ozon- und partikelfreie Luft einatmeten.
Laut Forschungsleiter Brook haben die Wissenschaftler jetzt eine Fülle an Daten vorliegen, die nachweisen, wie die Luftverschmutzung im Zusammenhang mit schlechten Werten bei der Atmung und bei Veränderungen an den Herzkranzgefäßen steht. Allerdings sei noch nicht völlig geklärt, wie sich dieser Zusammenhang letztlich im Stoffwechsel ausdrückt. Jedenfalls zeigten die Versuchsergebnisse einen möglichen Grund auf, warum Menschen in einer verschmutzten Umwelt mehr Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauferkrankungen erleiden.

