Psychologische Wirkungsforschung zu alternativen Kraftstoffen
Der Markt der Kraftstoffe verändert sich. Benzin oder Diesel können zunehmend durch alternative, regenerative und umweltschonende Kraftstoffe substituiert werden. Wie entwickelt sich das Verhalten der Verbraucher bei diesen Marktveränderungen? Psychologische Wirkungsforschung liefert die Antworten.
In Detroit auf der internationalen Automobilmesse glänzen derzeit wieder die neuesten Automodelle als Inbegriff des industriellen Fortschritts. Autofahren macht unabhängig, selbstbewusst, macht schneller, größer, mächtiger und stärker. Der unvergessene Slogan: “Pack den Tiger in den Tank”, ist dafür ein Leitbild. Untrennbar damit verbunden sind die Kraftstoffe Benzin und Diesel. Aber der Rohstoff Erdöl wird knapp. Dieses Dilemma sollen alternative Kraftstoffe und Techniken lösen. Wie reagieren die Verbraucher darauf? Wie wird Autofahren mit einer Alternative zum “Tiger im Tank” erlebt? Zurzeit stellt nur Erdgas eine solche Alternative dar. In Deutschland werden immerhin 30.000 Autos damit betrieben.
Das Steinweg Institut aus Köln führt zurzeit am Beispiel Erdgas als Kraftstoff eine Untersuchung durch, in der Fahrerinnen und Fahrer von Erdgasautos in psychologischen Tiefeninterviews über ihre Erfahrungen berichten.
Diese Pilotstudie soll Antworten auf folgende zentrale Fragen liefern: Welche psychologischen Unterschiede wirken im Vergleich mit den konventionellen Kraftstoffen Benzin und Diesel? Warum setzt sich das mit dem alternativen Kraftstoff Erdgas angetriebene Auto nur so schleppend durch? Wie sieht die Zielgruppe für alternative Kraftstoffe wirklich aus, welche Motive hat sie und wie ist sie am besten anzusprechen? Welche Automarken passen zu welchen alternativen Energieformen usw.?
Die Untersuchungsergebnisse dienen als Grundlage für Investitionsentscheidungen von Energieanbietern und Autoindustrie. Bis Ende Januar besteht für interessierte Unternehmen noch die Gelegenheit in die laufende Studie einzusteigen, um auch eigene unternehmensspezifische Aspekte zu vertiefen. Die Ergebnisse liegen Ende März vor.

