Studien Analysen

Jeden zweiten Deutschen lockt der Süden als Alterssitz

Emnid-Umfrage für Reader’s Digest: Wirtschaftlich sichere Verhältnisse, medizinische Versorgung und Klima im Gastland sind entscheidend für Umzug

Jeder zweite Deutsche würde seinen Ruhestand gern unter südlicher Sonne statt im Heimatland mit wechselhaftem Klima verbringen. Im Auftrag des Magazins Reader’s Digest Deutschland hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid ermittelt, dass sich 49 Prozent der Bürger vorstellen können, den Lebensabend im Ausland zu verbringen. Vor allem Männer (52 Prozent) würden diesen Umzug auf die alten Tage noch wagen wollen, Frauen (47 Prozent) sind skeptischer. Emnid hatte dazu im August bundesweit 1000 Deutsche im Alter über 14 Jahren befragt.

Die Bereitschaft zum Verlassen der Heimat ist bei den – heute – Jüngeren deutlich stärker ausgeprägt als bei den Älteren. 68 Prozent der Befragten bis 39 Jahre wären nicht abgeneigt, im Alter auszuwandern. Schon bei den 40- bis 49-Jährigen sinkt die Quote auf 58 Prozent. Bei den Bürgern, die bereits jenseits der 60 sind, können sich nur noch 25 Prozent das Rentnerdasein im Ausland vorstellen.

Bei aller Lust auf einen Alterssitz im Ausland, es gibt wichtige Faktoren, die Voraussetzung sind für eine Auswanderung: Angefangen bei den eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen (89 Prozent) über die gesicherte medizinische Versorgung vor Ort (85 Prozent) bis zum angenehmeren Klima (84 Prozent) und der Vertrautheit mit den Sitten und Gebräuchen des Gastlandes (76 Prozent). Auch an einem anderen Punkt ließ die Umfrage keine Zweifel: 66 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass deutsche Rentner ihre vollen Altersbezüge erhalten sollten, auch wenn sie in ein fremdes Land ziehen, wo die Lebenshaltungskosten möglicherweise weitaus niedriger sind als in Deutschland.



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